Geschirrspüler Produktberater
Sauberes Geschirr bei geringem Zeit- und Arbeitsaufwand - das ist der Vorteil aller Geschirrspüler. Beim Kauf sind allerdings einige Unterschiede der Geräte zu beachten. In diesem Produktberater lesen Sie mehr über die wichtigsten Merkmale der Spülmaschinen, von der Bauform bis hin zum Wasserverbrauch.
Standgeräte können freistehend an jedem beliebigen Platz aufgestellt werden. Sie sind meist auch unterbaufähig.
Unterbaufähig werden diejenigen Geräte genannt, die nach dem Abnehmen der Deckplatte unter eine Küchenarbeitsplatte geschoben werden können. Einige dieser unterbaufähigen Geräte sind außerdem dekorfähig, d.h. sie können anhand eines Dekorrahmens und einer einige Millimeter starken Dekorplatte optisch an die vorhandene Küchenzeile angepasst werden.
Integrierbare (auch teilintegrierbar genannte) Modelle sind für den Einsatz in einer Einbauküche gedacht. Hier wird die Gerätefront entweder mit einer Dekorplatte oder einer Original-Tür der Küche teilweise verdeckt. Die Bedienblende bleibt sichtbar.

Gut getarnt: Vollintegrierbarer Geschirrspüler
Bei den vollintegrierbaren Modellen befinden sich die Bedienelemente dagegen in der Oberkante der Tür, wodurch das Gerät bei geschlossener Tür komplett hinter der Möbelfront versteckt ist.
Die gängigste Breite dieser Bauformen beträgt 60 Zentimeter, es sind aber auch Platz sparende Modelle mit nur 45 Zentimetern Breite erhältlich. Bei billiger.de können Sie alle Angebote nach der Breite filtern.
Eine Alternative für besonders kleine Küchen sind die Kompakt-Geschirrspüler, die in verschiedenen Größen angeboten werden.
Das Fassungsvermögen eines Geschirrspülers wird bei allen Bauformen und Größen in so genannten Maßgedecken oder Standardgedecken angegeben. Dabei handelt es sich um ein normiertes, 11-teiliges Gedeck, das aus einer Reihe von Tellern, einer Tasse, einem Glas und diversen Besteckteilen besteht. Ist von "12 Maßgedecken" die Rede, kommt noch ein Serviergeschirr samt Besteck dazu. Bei 60-cm-Geräten normaler Höhe ist ein Fassungsvermögen von 12 Maßgedecken üblich, bei einer Breite von 45 cm passen in der Regel 8 Maßgedecke in die Maschine.
Wie umweltfreundlich und wirkungsvoll ein Geschirrspüler arbeitet, können Sie anhand der folgenden Klassen erkennen. Diese sind von A (beste Klasse) bis G (schlechteste Klasse) unterteilt und beziehen sich auf ein vom Hersteller festgelegtes Standardprogramm bei Standardbefüllung (bei 60cm-Geräten = 12 Maßgedecke).

Klassenunterschiede: Wie wirkungsvoll ist das Gerät?
Die Energie-Effizienz-Klasse eines Geschirrspülers sagt in erster Linie aus, wie viel Energie bei einem Spülvorgang verbraucht wird. Die meisten modernen Geschirrspüler sind Geräte der Klasse A, verbrauchen also weniger als 1,06 kWh pro Durchgang.
Die Reinigungswirkungsklasse spiegelt wieder, wie gut die Schmutzentfernung eines Geschirrspülers funktioniert. Auch hier ist der Großteil der modernen Geräte in Klasse A zu finden.
Die Trockenwirkungsklasse lässt erkennen, wie gut das Geschirr nach dem Spülen von der Maschine getrocknet wird. Die meisten Geschirrspüler werden heute in die Trockenwirkungsklassen A oder B eingestuft.
Der Wasserverbrauch wird im Datenblatt zu jedem Gerät gesondert aufgeführt. Auch dieser Wert bezieht sich auf einen Spülgang im Standardprogramm mit Standardfüllmenge, und liegt ungefähr zwischen 10 und 20 Litern.
Auch die Geräuschentwicklung eines Geschirrspülers können Sie im Datenblatt nachlesen. Je niedriger der in Dezibel (dB) angegebene Wert, desto leiser ist die Maschine. Im Gegensatz zu den anderen Werten, gibt es hier recht große Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen, was besonders in offenen Küchen wichtig sein kann. Derzeit sind Werte zwischen 40 dB (sehr leise) und 55 dB (recht laut) üblich, die in etwa zwischen Flüstern und einem normalen Gespräch in geschlossenen Räumen liegen.
Geschirrspüler verfügen über eine mehr oder weniger vielseitige Auswahl an Spülprogrammen, die sich im Wesentlichen in der Dauer, im Wasserverbrauch und im Temperaturbereich unterscheiden, und in Abhängigkeit von Verschmutzung und Empfindlichkeit des Geschirrs zum Einsatz kommen. Die gängigsten Programme:

Gezielter Spülen dank Programmvielfalt
Normal/Standard: Das Alltagsprogramm für durchschnittlich verschmutztes Geschirr.
Bio/Eco/Spar: Der Spülvorgang erfolgt mit weniger Wasser und bei niedrigerer Temperatur, ist also energiesparend, benötigt dafür aber auch mehr Zeit.
Schon/Fein/Glas: Schonprogramme kommen bei empfindlichem Geschirr wie Gläsern zum Einsatz. Auch hier ist die Temperatur reduziert.
Kurz/Schnell/Express: Mit diesem Programm kann gerade leicht verschmutztes Geschirr bei niedrigen Temperaturen in kurzer Zeit gespült werden.
Intensiv: Für besonders hartnäckige Verschmutzungen von z.B. Töpfen und Pfannen geeignet, die im Intensivprogramm bei hoher Wassertemperatur entfernt werden.
Vorspülen: Ganz harte Fälle können mit diesem Programm (oft mit kaltem Wasser) vorbehandelt werden.
Automatik/Sensor: Viele moderne Geschirrspüler sind auch mit verschiedenen Automatik-Programmen ausgestattet. Hier misst die Maschine anhand von Sensoren den Verschmutzungsgrad des Spülwassers (und ggf. auch die Beladung) und passt Temperatur, Programmdauer und Wassermenge automatisch an.
Neben den bisher genannten Punkten unterscheiden sich die einzelnen Modelle in einer Vielzahl weiterer Merkmale, die letztlich aber alle darauf abzielen, die Bedienung möglichst einfach und komfortabel zu machen. Generell gilt dabei natürlich: Je mehr Funktionen die Maschine bietet, desto teurer ist sie auch. Im Folgenden haben wir drei Beispiele herausgegriffen.
Bedienung und Display
Während Sie sich bei den einfachsten Modellen mit einem simplen Drehregler und einer An-/Aus-Taste begnügen müssen, wird Ihnen bei den Geschirrspülern der gehobenen Preisklasse heute ein ganzes Bedienfeld samt Display geboten. Hier können Sie verschiedene Einstellungen vornehmen, z.B. ist eine bestimmte Startzeit definierbar. Außerdem bekommen Sie eine Reihe von Informationen angezeigt, wie beispielsweise die Restzeit des laufenden Programms.
Unser Tipp: Wie gut das Bedienfeld gestaltet ist und funktioniert, können Sie in den Testberichten zu den einzelnen Geräten nachlesen.

Innenraum:
Mehr oder weniger flexibel
Flexible Geschirrkörbe
Auch im Innenraum der Maschine sind recht große Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen gegeben, bei denen es in erster Linie um eine möglichst flexible Gestaltung der Geschirrkörbe geht. Erreicht wird das z.B. durch umklappbare Tellerreihen, höhenverstellbare Oberkörbe, Flaschenhalter, klappbare Gläserbügel, getrennt herausnehmbare Besteckschubladen und ähnliche Variationsmöglichkeiten.
Vor einem Kauf sollten Sie sich darüber Gedanken machen, welche Bedürfnisse Sie haben. Ein Kriterium kann bspw. die Anzahl der Personen in Ihrem Haushalt sein.
Nachfüllanzeige und automatische Reiniger-Erkennung
Grundsätzlich werden Geschirrspüler mit einem Reiniger (als Pulver, Tab oder Gel), einem flüssigen Klarspüler und Regeneriersalz zur Wasserenthärtung befüllt. Praktischerweise haben viele Maschinen eine Nachfüllanzeige, die Sie darauf hinweist, wenn Salz oder Klarspüler fehlen. Bei den Tab-Reinigern gibt es heute außerdem Kombi-Produkte, die eine getrennte Dosierung unnötig machen. Um den Spülvorgang mit diesen Kombi-Tabs zu optimieren, können Sie bei einigen Maschinen selbst einstellen, welche Form von Reiniger Sie verwenden, während andere Maschinen das automatisch erkennen.

