Kategorien

Speicherkarten

Ratgeber

Ratgeber Speicherkarten


Fotografien zeigen uns die Vergangenheit, historische Momente und Augenblicke, an die sich unser Gedächtnis vielleicht nicht einmal mehr erinnert. Menschen fotografieren gerne und seit Erfindung der Kamera hat sich dies zu einem beliebten Hobby entwickelt. In der heutigen Zeit löste die Digitalkamera das analoge Modell ab und bietet somit noch mehr Möglichkeiten der Momentaufnahme. Während das analoge Modell einen Zelluloidfilm als Speichermedium verwendete, nimmt bei der Digitalkamera diesen Platz die Speicherkarte ein.

Das kleine Wechselmedium mit der Kunststoffummantelung bietet Fotografen eine höhere Flexibilität, denn von ihr lassen sich aufgenommene Fotos umgehend ansehen und bei Bedarf wieder löschen. Gleichzeitig ist eine anschließende Bearbeitung direkt auf der Speicherkarte möglich.

Da die Hersteller der diversen Kameramodelle alle eine andere Speicherkarte verwenden, verliert man relativ leicht den Überblick. Unser Ratgeber soll Ihnen dabei helfen, das richtige Speichermedium auszuwählen.

Welche Speicherkarten gibt es?

Auf dem Markt gibt es verschiedene Typen von Speicherkarten. Es gibt:

- SD-Karten
- Memory Sticks
- Compact Flash
- xD-Picture

Jede dieser Karten erfordert bestimmte Voraussetzungen bei der Kamera und ist mit unterschiedlichen Speicherkapazitäten erhältlich. Außerdem variiert bei manchen Modellen die Lese- und Schreibgeschwindigkeit.

Nachfolgend möchten wir Ihnen die einzelnen Modelle im Detail vorstellen.

SD-Karten

SD-Karten gehören mit zu den beliebtesten Speicherkarten bei Digitalkameras. Die Karten arbeiten nach dem Prinzip der Flash-Speicherung und sind somit sehr effizient, was die Verarbeitung der Daten angeht. Die SD-Karte gibt es seit 2001 auf dem Markt, doch hat sie sich seitdem stark weiterentwickelt.

Beim Einsatz in Fotokameras ist meist der Typ "SDHC" im Einsatz. Diese Bezeichnung beschreibt SD-Karten, die mit einer hohen Speicherkapazität arbeiten. Sie besitzen ein Speichervermögen von bis zu 32 Gigabytes. Was die Lese- und Schreibgeschwindigkeit angeht, arbeiten derlei Karten so schnell, dass ohne weiteres eine Serienbildaufnahme möglich ist. Je nachdem, welcher Klasse die Karte entspricht, leistet sie eine Übertragungsrate von bis zu 10 Megabytes pro Sekunde. SDHC-Karten erweisen sich als besonders nützlich, wenn ausschließlich die Aufnahme von Fotos vorgesehen ist.

Alternativ dazu gibt es auf dem Markt die dritte Version der SD-Karte: Die SDXC-Karte. Sie weist eine noch höhere Speicherkapazität auf und kann bis zu 2 Terrabyte Speicher zur Verfügung stellen. Innerhalb der Leistungsklassen schaffen die Karten eine Verarbeitung von 300 Megabytes pro Sekunde. Derlei Karten sind hervorragend geeignet, wenn Sie eine Fotokamera besitzen, die dazu in der Lage ist, Filme aufzunehmen.

Der Memory Stick ist ein von Sony speziell entwickeltes Speichermedium. Demzufolge findet es logischerweise nur Einsatz in Geräten des Herstellers. Beim Einsatz dieser Speicherkarten ist es wichtig, sich nach den Vorgaben des Herstellers zu richten und nur das Modell zu verwenden, welches mit der Kamera kompatibel ist. Da die Versionen im Laufe der Zeit eine andere Bauform erhielten, kann es bei der falschen Auswahl zur Inkompatibilität kommen.

Memory Sticks sind kleiner als die bekannten SD-Karten und werden zumeist mit einem dazu passenden Adapter ausgeliefert. Dieser lässt die Zusammenarbeit mit einem Kartenleser am Computer zu, um die darauf gespeicherten Fotos auszulesen.

Die Speicherkarten sind bis zu einer Kapazität von 32 Gigabytes erhältlich. Die Datenübertragungsrate variiert bei den verschiedenen Modellen, erreicht jedoch ein Limit von bis zu 30 Megabytes pro Sekunde.

Durch die gemeinsame Verwendung in Smartphones, MP3-Playern und Spielekonsolen können die Speicherkarten auch in anderen Medien Verwendung finden. Falls Sie beispielsweise eine Konsole von Sony besitzen und diese mit einem Memory Stick arbeitet, der auch zu Ihrer Sony-Kamera passen könnte, lässt sich die Speicherkarte problemlos benutzen.

Compact Flash Speicherkarten
Compact Flash Speicherkarten arbeiten, wie die SD-Karte, nach dem Flashspeicher-Prinzip. Demzufolge sind sie in einer Vielzahl von Kameras in Verwendung. Die Compact-Flash-Speicherkarte war bis zur Einführung der SDHC-Karte Marktführer und hauptsächlich bei digitalen Spiegelreflexkameras das Speichermedium schlechthin.

Heutzutage ist ihre Verbreitung zwar etwas zurückgegangen, doch ist sie nach wie vor als Speicherkarte in diversen Kameramodellen im Einsatz. Professionelle Fotografen schwören heute noch auf ihre rasche Datenverarbeitung und die schnelle Transferrate des Systems.

Aktuelle Compact-Flash Speicherkarten erreichen eine Übertragungsrate von bis zu 300 Megabytes in der Sekunde. Schnellere Modelle, die eine Geschwindigkeit bis zu 600 Megabytes pro Sekunde verarbeiten sollen, sind bereits in der Entwicklung. Was die Speicherkapazität angeht, erreicht eine Compact Flash Speicherkarte bis zu 128 Gigabytes und ist somit ein sehr nutzerfreundliches Medium, bei dem der Verwender unterwegs kaum Ersatz benötigt.

xD-Picture Cards
xD-Picture Cards sind nach wie vor noch nicht besonders verbreitet, es gibt jedoch einige Kameratypen, die ausschließlich mit derlei Speichermedien arbeiten. Eine xD-Picture Card arbeitet mit der Flash-Speicherung und erreicht eine Lesegeschwindigkeit von bis zu 5 Megabytes in der Sekunde.

Im Gegensatz zu anderen Speichermedien ist die xD-Picture-Card relativ langsam und lediglich bis zu einer Speicherkapazität von bis zu 2 Gigabytes erhältlich. Dies ist wahrscheinlich auch mit der Grund, warum sie sich auf dem Markt nicht richtig durchsetzen kann. Die Verwendung findet häufig innerhalb von Kompaktkameras statt. Wobei der Markt sich dahingehend entwickelt, solche Modelle mit Adaptern auszustatten, in denen Memory Sticks oder microSD-Karten Platz finden und sich somit eine höhere Speicherkapazität gewährleisten lässt.

Dennoch bauen Anbieter wie Olympus und Fujifilm auf xD-Picture-Cards und verwenden Sie innerhalb ihrer Digitalkameras.

Was Sie beim Kauf beachten sollten

Wenn Sie eine neue Speicherkarte für Ihre Kamera anschaffen möchten, sollten Sie zunächst herausfinden, welches Modell sie verwendet. Handelt es sich dabei um eine SD-Karte, können Sie moderne Modelle wie die SDHC oder SDXC-Karte erwerben. Achten Sie dabei auf die Speicherkapazität und überlegen Sie, in welchem Format Sie Ihre Bilder abspeichern. RAW-Formate sind sehr speicherhungrig, während JPG-Formate sehr sparsam mit der Speicherkapazität umgehen. SDHC-Karten lassen sich perfekt nutzen, sofern Sie Ihre Kamera ausschließlich für Fotoaufnahmen verwenden. Besitzen Sie dagegen ein Gerät, welches zusätzlich die Aufnahme von Videos unterstützt, wäre eine SDXC-Karte die bessere Wahl.

Bei Memory Sticks sollten Sie sich versichern, dass das Modell zu Ihrer Kamera passt. Da Sony im Lauf der Zeit das Design verändert hat, kann es möglicherweise mit Ihrer Cam inkompatibel sein.

Denken Sie vor der Anschaffung darüber nach, wie oft Sie sich unterwegs nach einem Ersatz gesehnt haben und welche Speicherkapazität die neue Karte demnach besitzen sollte. Je höher der Speicher, desto mehr Fotos können Sie aufnehmen. Halten Sie sich an namhafte Hersteller wie SanDisk, Intenso oder Hama, sofern keine Speicherkarte des Kameraherstellers in Frage kommt. Nur so können Sie sichergehen, dass Sie Qualität erhalten und möglichst lange Freude an den Speicherkarten haben.

Übrigens: Für jede Speicherkarte gibt es die perfekte Aufbewahrungsmöglichkeit. Sie ist in den meisten Fällen aus Kunststoff gefertigt und hat inliegend eine Halterung, in der die Speicherkarte ohne weiteres Platz findet. Diese können Sie unterwegs ganz einfach mitnehmen, ohne die empfindlichen Kontakte der Speicherkarte in der Hosentasche zu beschädigen.