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Ratgeber Faxgeräte & Zubehör


Der erste Vorgänger des heutigen Faxgerätes wurde von dem Schotten Alexander Bain entwickelt. Hierbei handelte es sich um einen sogenannten Kopiertelegrafen, der die elektrische Übertragung von Handschriften und Zeichnungen erlaubte. Statt einer Adresse mit Postleitzahl, Straße und Hausnummer, reichte nun lediglich eine Rufnummer, um Dokumente in nahezu Echtzeit verschicken zu können. Weiter entwickelt wurde dieses Modell von Frederick Bakewell im Jahre 1847. Er führte die Registrierung der Bildelemente mit Hilfe eines Metallstiftes ein. Auf die Entwicklung und die Verbesserung des Faxgerätes folgte im Jahre 1865 die Einrichtung des ersten Fax-Dienstes in Frankreich. Durchgesetzt hat sich das Prinzip des Faxgerätes jedoch erst zur Zeit des ersten Weltkrieges. Dort wurde das Gerät vorrangig zur Übermittlung von kriegswichtigen Informationen eingesetzt. Weitere Meilensteine in der Entwicklung des Faxgerätes waren die Eingliederung in das Kommunikationssystem der Deutschen Bundespost, sowie die Einführung des Normalpapiers, welches das zuvor verwendete Thermopapier ersetzte.

Allgemeines zum Faxgerät

Beim Faxgerät handelt es sich ganz allgemein um ein technisches Gerät, mit dem Faxe an einen gewünschten Kommunikationspartner übertragen werden. Das Fax stellt dabei eine Art der Fernkopie dar. Das bedeutet, dass von dem Ausgangsdokument eine Kopie erstellt wird, die dann über das Telefonnetz an ein Empfangsgerät übermittelt wird. Verwendet werden Faxgeräte sowohl im privaten Bereich, als auch im Büroalltag. Unterschieden wird dabei zwischen der klassischen Übertragung über das Telefonnetz und der Übertragung über das Internet.

Trotz des großen Erfolgs des Email-Versands erfreut sich auch das Fax nach wie vor an großer Beliebtheit. Dies erklärt auch die Vielzahl der verschiedenen Modelle, die wir Ihnen im Folgenden genauer vorstellen wollen. Bevor Sie sich für den Kauf eines bestimmten Gerätes entscheiden, sollten Sie sich darüber klar werden, welche Aufgaben das jeweilige Faxgerät erfüllen sollte. Viele Geräte unterscheiden sich nämlich in Bezug auf den Funktionsumfang. Die erste Gruppe bilden dabei die einfachsten Modelle, die lediglich eine Faxfunktion zur Verfügung stellen. Sie zeichnen sich durch eine übersichtliche Gestaltung aus, kommen aber kaum zum Einsatz. Dem gegenüber stehen Faxgeräte, die zugleich als Telefone genutzt werden. Als Multifunktionsgeräte bezeichnet man solche Geräte, welche die Funktionen eines Scanners, Kopierers, Druckers und Telefons vereinen. In Abhängigkeit vom jeweiligen Funktionsumfang variieren natürlich auch die Kosten. Diese lassen sich in die Beschaffungskosten und die Folgekosten differenzieren. Mit den Folgekosten die Kosten bezeichnet, die nach dem Kauf für die Beschaffung von Druckerpatronen und sonstigem Zubehör entstehen.

Die wichtigsten Funktionen des einfachen Faxgerätes sind natürlich der Versand und der Empfang von Fax-Dokumenten. Dies wird mit Hilfe einer Bedienleiste bewerkstelligt, die die Eingabe der gewünschten Ziel-Rufnummer ermöglicht. Solche Faxgeräte stellen zumeist eine Telefonbuchfunktion zur Verfügung. Diese Telefonbücher verfügen über Speicherkapazitäten von bis zu 200 Nummern. Stellt das jeweilige Faxgerät auch eine Telefonfunktion zur Verfügung, bedeutet dies, dass ein schnurloses Telefon zur Ausstattung des Faxgerätes gehört. Über dieses können Anrufe entgegen genommen und getätigt werden. Die Basis dieses Telefons ist das Faxgerät.

Multifunktionsfaxgeräte kommen zumeist in kleinen bis mittleren Büros zum Einsatz. Dort decken Sie die Funktionen eines Druckers, Scanners und Kopierers ab. Durch die Kombination der verschiedenen Funktionen wird vor allem in kleinen Büros viel Platz gespart. Allerdings stellen diese Geräte ein Gesamtpaket dar. Das bedeutet, dass beim Aussetzen einer Funktion das gesamte Gerät zur Reparatur gebracht werden muss und ausfällt.

Zu den weiteren Kaufkriterien gehören die Übertragungsstandards und die Geschwindigkeit der Übertragung. Diesbezüglich sollten Sie wissen, dass ISDN-Faxgeräte hohe Geschwindigkeiten von bis 64 Kilobit pro Stunde erreichen. Dem gegenüber stehen die klassischen Faxgeräte mit analogen Verbindungen. Hier reduziert sich die Übertragungsgeschwindigkeit auf bis zu 14,4 Kilobit pro Stunde. Typische Übertragungsstandards sind T.37 und T.38.

Eine praktische Sonderfunktion stellt das Versenden an mehrere Empfänger dar. Hinzu kommt die oftmals in Büro-Faxgeräte integrierte Werbefaxsperre. Sie lehnt die Übertragung von Faxen mit auffälligen Inhalten ab. Ebenfalls nicht zu vernachlässigen ist die Speicherkapazität von Faxgeräten. Der Speicher spielt nämlich vor allem bei der Übertragung von langen Fax-Dokumenten eine wichtige Rolle. Wird der Speicher überschritten, so bricht das Faxgerät die Übertragung ab. Dies kann nicht passieren, wenn der Speicher eine ausreichende Größe aufweist. Die Erweiterung des bestehenden Speichers erfolgt über den integrierten Speicher-Slot, den fast alle modernen Faxgeräte besitzen.

Das richtige Zubehör für Faxgeräte

Je nachdem für welche Form des Faxgerätes Sie sich entscheiden, kommt natürlich auch unterschiedliches Zubehör zum Einsatz. Für den Betrieb eines einfachen Faxgerätes werden neben einem Stromanschluss und einem Telefonanschluss in der Regel nur Druckerpatronen und eine entsprechende Tonerkassette benötigt. Druckerpatronen entfallen, wenn es sich bei dem Faxgerät um eine Art des Laserdruckers handelt. Dann werden die empfangenen Informationen mit Hilfe von thermischer Energie und ohne Tinte auf das Papier übertragen. Diese Geräte ersparen den oft kostenaufwendigen Kauf von Original-Druckerpatronen. Sie haben allerdings den Nachteil, dass nur Schwarz/Weiß-Ausdrucke durchführbar sind. Beim Kauf von Tintenpatronen sollten Sie darauf achten, dass Faxgeräte, die mit dem Tintendruck arbeiten, in Farbgeräte und Schwarz/Weiß-Geräte unterschieden werden.

Der Anschluss von multifunktionalen Geräten erfolgt ebenfalls über den Netzstrom und die Telefondose. Außerdem verfügen diese Modelle zumeist noch über einen zusätzlichen Anschluss für den Computer. Dieser wird immer dann benötigt, wenn das Fax zusätzlich auch als Drucker eingesetzt wird. Sowohl das einfache, als auch das multifunktionale Faxgerät verwenden für den Ausdruck zumeist das standardisierte Normalpapier im A4-Format. Dieses kann in größeren Mengen im entsprechenden Bürofachhandel erstanden werden. Bei der Auswahl des Papiers gilt grundsätzlich: Achten Sie auf die Dicke der einzelnen Blätter. Bei zu dünnem Papier kommt es häufig zu einem Durchscheinen der Schrift, wodurch die Lesbarkeit negativ beeinflusst wird. Entscheiden Sie sich also im besten Falle immer für das etwas dickere Papier, damit eine optimale Lesbarkeit gewährleistet ist.

Ein funktionsfähiges Laser-Faxgerät muss mit einem Transferband ausgestattet werden. Ein solches Transferband übernimmt die Funktion eines Mittlers zwischen dem Laser und dem auf das Papier gebrachten Druck. Bezeichnet wird das Transferband häufig auch als Transfertrommel. Sie erscheint in Form einer Spule, die im Faxgerät sitzt. Das Transferband ist eine Art Zwischenspeicher, der dafür sorgt, dass das Bild über einen chemischen Prozess auf das Papier übertragen wird. Da die Transferbänder in der Regel zur Originalausstattung des Faxgerätes gehören, ist der Preis meist sehr hoch. Allerdings weisen sie auch eine recht lange Lebensdauer auf, wodurch sich der zunächst hoch erscheinende Preis etwas relativiert.

Fazit: Der Kauf eines Faxgerätes ist eine Handlung, die Sie definitiv nicht unüberlegt angehen sollten. Mit dem richtigen Faxgerät können Sie im Idealfall nämlich nicht nur verschiedene Funktionen abdecken, sondern auch noch Kosten und Platz sparen.
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