Kategorien

Ski

Ratgeber

Ratgeber Ski


Einen Winterurlaub ohne Skifahren zu verbringen ist beinahe unmöglich. Skier sind lange, schmale Bretter, mit denen schon die Menschen vor 4.500 Jahren über den Schnee gefahren sind. Da sich die Völker in Skandinavien keine Pferde oder Schlitten leisten konnten, waren die Skier sehr beliebt und sind bis heute die weltweit führenden Wintersportgeräte.

Skier gibt es in variablen Ausführungen - ob Langlaufen, Abfahrten oder Tiefschnee, für jede Witterung gibt es die passenden Bretter. Achten Sie stets auf eine gute Qualität, da die Skier den härtesten Bedingungen standhalten und Ihr Gewicht tragen müssen. Trendsetter können mittlerweile auch mit ihren Skiern eine gute Figur machen, da die Hersteller zahlreiche Farben und Muster anbieten, so dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Auch Kinder steigen sehr gerne auf die zwei Bretter - hier sollten Sie jedoch darauf achten, dass die Länge der Skier in angemessener Größe zum Kind steht. Überlegen Sie sich vor einem Kauf, ob ein Verleih für Kinder nicht sinnvoller ist, da die Skier immer zur Größe passen müssen und sonst in der nächsten Saison vielleicht schon zu klein sein könnten. Im Folgenden erhalten Sie Informationen und Tipps zum Kauf von Skiern und den dazugehörigen Stöckern und Skischuhen, um das optimale Sportgerät für Sie zu finden.

Skier

Skier sollten immer nach den Wünschen des Fahrers gerichtet sein. Grundsätzlich sollten Sie sich im Klaren darüber sein, was Sie mit den Skiern machen möchten, um das passende Objekt zu finden. Es wird unterschieden zwischen: Carving-Ski, Speedski, Twintips und Powderski. Der Carving-Ski, auch Freeride-Ski genannt, ist sehr variabel und erfreut sich hoher Beliebtheit. Er kann auf unterschiedlichsten Böden gefahren werden und ist für Unentschlossene damit optimal.

Der Speedski ist, wie der Name es schon verrät, für hohe Geschwindigkeiten bei Abfahrten ausgelegt. Bei Wettkämpfen ist diese Ski-Variante am häufigsten vertreten. Wenn Sie lieber im Tiefschnee ihren Spaß haben wollen, bieten sich Twintips an. Dank der aufgebogenen Enden lassen sie sich leicht fahren und bieten auch bei hohen Schneemassen gute Kontrolle. Wie bei allen Sportgeräten können auch Skier ganz individuell an Ihre Bedürfnisse angepasst werden. Die sogenannten Mischskier können aus sehr leichten Materialien gebaut werden und wenn mal kein Lift in näherer Umgebung ist, bieten sich Steigfelle an, die sich an der Unterseite anbringen lassen und den Aufstieg damit erleichtern.

Achten Sie beim Kauf darauf, dass die Skier aus qualitativ hochwertigem Material bestehen. Am weitesten verbreitet sind die Materialien Holz, Polyester und Karbon sowie Aluminium und sogar Titan, so dass die Bretter stabil, leicht und äußerst strapazierfähig sind. Um die Beine mit den Skiern sicher verbinden zu können, sind an der Oberseite Bindungen angebracht, die für festen Halt sorgen. Zudem sollten Sie niemals Skier kaufen oder benutzen, die nicht vom TÜV abgenommen wurden, da sonst ein hohes Risiko für ihre Gesundheit besteht.

Ski-Schuhe

Um auf dem Brett einen festen Halt zu haben, benötigen Sie gut sitzende Ski-Schuhe, die es als Hard- und Softboots zu kaufen gibt. Je nach Ansprüchen sollten Sie hier das passende Modell wählen. Am häufigsten werden bei Anfängern und Profis gleichermaßen die Hardboots verwendet. Sie bestehen aus einer harten Kunststoffschale und einem gepolsterten Innenleben. Wenn der Fuß erst einmal im Schuh drin ist, ist ein Verdrehen oder zur Seite kippen ausgeschlossen, womit die Hardboots besonders in punkto Sicherheit überzeugen. Zudem kann man hier besonders gut seine Kraft auf die Skier bringen, so dass sportliche Fahrer eher zu dem harten Schuh greifen sollten. Wegen der harten Schale sollte hier besonders auf die richtige Größe geachtet werden, da der Ski-Spaß sonst schnell durch unangenehme Druckstellen oder Blasen getrübt sein kann. Auf Grund der festen Umklammerung ist auch mit einer schnelleren Ermüdung der Beine zu rechnen.

Als Alternative bieten sich die Softboots an. Sie besitzen keine harte Schale und sind somit flexibler und auch bequemer und bieten mehr Bewegungsfreiraum bei Sprüngen oder Tricks. Allerdings sind sie wegen der weichen Schale auch weniger stabil und unterstützen das Bein weniger, so dass steile Abfahrten oder schwieriges Gelände besser mit dem stabilisierenden Hardboot bewältigt werden sollten.

Grundsätzlich gilt bei Ski-Schuhen, dass sie richtig sitzen müssen, um Füße und Beine richtig unterstützen zu können. Die Regel, dass Ski-Schuhe immer größer gekauft werden müssen als normale Schuhe, passt in den meisten Fällen nicht. Probieren Sie vor dem Kauf mehrere Modelle an und beachten Sie, dass ihre Zehen Bewegungsfreiheit brauchen, der Schuh aber dennoch fest anliegen sollte. Zu locker sitzende Schuhe müssen sonst extrem festgeschnürt werden, was wiederum die Blutzirkulation im Bein beeinträchtigen kann. Wer sich hier Zeit nimmt erspart sich unangenehme Abfahrten und blutende Füße.

Skistöcke

Skistöcke sind unerlässliche Hilfsmittel für den Skisport. Sie helfen bei der Balance, geben Halt und unterstützen beim Schwung holen. Auch hier sollte ein individueller Stock für die jeweilige Größe gekauft werden. Skistöcke besitzen unten einen sogenannten Teller, damit sie nicht zu tief im Schnee absinken und können mit einem Band am Handgelenk befestigt werden.

Preiswert und vor allem bei Anfängern beliebt, da sie mit ihrem relativ hohen Gewicht für Sicherheit sorgen, sind die Aluminiumstöcke. Wesentlich leichter und gleichzeitig stabiler sind die Carbonstöcke, die jedoch auch im Preis etwas mehr zu Buche schlagen. Für Langläufer eignen sich Ski-Poles, da mit ihnen besonders hohe Geschwindigkeiten erreicht werden können. Die Stöcke sollten immer komfortabel in der Hand liegen und Ihnen das Gefühl von Sicherheit vermitteln.

Ski-Bindungen

Die Bindung ist für die optimale Kraftübertragung von Fuß auf Ski verantwortlich und befindet sich auf der Oberfläche der Bretter. Generell wird die Alpinskibindung verwendet, die ein hohes Maß an Sicherheit verspricht, da sie sich bei zu hoher Krafteinwirkung oder auch Stürzen schnell löst und ein Verdrehen des Fußes damit verhindert. Der Auslösewert kann beliebig eingestellt werden, sollte jedoch sorgsam von Fachpersonal durchgeführt werden, da anderenfalls böse Verletzungen die Folge sein können.

Seltener ist die Telemarkbindung, bei der man die Möglichkeit hat, seine Ferse auch während des Fahrens anzuheben. Dies bietet einem viel Freiheit, sollte jedoch erst bei einer gewissen Sicherheit auf den Brettern ausprobiert werden. Allgemein sollte die Ski-Bindung sorgsam eingestellt werden, da Gewicht und Größe sowie Schienbeinbelastung berücksichtigt werden müssen. Beachten Sie all diese Punkte, können Sie den Winter auf Ihren Skiern uneingeschränkt genießen.