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Blasinstrumente

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Ratgeber Blasinstrumente


Ob im Orchester, in der Band oder auch in modernen Musikstücken, die Blasinstrumente sind allseits beliebt. Blasinstrumente werden, wie es der Name schon verrät, durch die Atemluft eines Spielers bedient. Die Luft wird mithilfe von Röhren zum Schwingen gebracht und erzeugt somit einen Ton. Grundsätzlich wird zwischen Blechblasinstrumenten und Holzblasinstrumenten unterschieden und dann nochmal kategorisiert in Flöten, Blasinstrumente mit Rohrblatt, Instrumente mit Metallzungen und Instrumente ohne Zungen.

Blasinstrumente gibt es in unterschiedlichen Größen, so dass auch Kinder gut mit den Instrumenten üben können. Wer mehrere Harmonien in einem Stück erreichen möchte, benötigt auch mehrere Blasinstrumente, da diese jeweils nur einen Ton gleichzeitig hervorbringen können. Im folgenden Ratgeber erhalten Sie Informationen über Blechblas- und Holzblasinstrumente und wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kauf eines solchen Instrumentes achten sollten.

Blechblasinstrumente

Bei Blechblasinstrumenten wird der Ton mithilfe eines Trichtermundstücks erzeugt. Hierbei ist nicht das Material das wichtigste, sondern die seitlich geschlossene Röhre, in der die reingeblasene Luftsäule schwingt. Eines der ältesten Instrumente ist das Horn. Ursprünglich wurde das Horn aus Stier- oder Widderhorn hergestellt, seit dem Mittelalter ist man dann aber zur metallischen Variante übergewandert. Viele Menschen denken beim Horn lediglich an das Jagdhorn, dabei ist es ein sehr weich- und vollklingendes Instrument, das einen festen Platz in Orchestern hat. Am bekanntesten ist hier wohl das Tenorhorn. Es gehört zu der Gruppe der Bügelhörner und erlaubt seinem Spieler, auch hohe Töne zu spielen. Zur Klangdämpfung können Sie das Horn „stopfen“, so dass es auch für die Nachbarn nicht zur Belästigung wird.

Weitaus bekannter und auch im häuslichen Gebrauch öfters zu sehen ist die Trompete. Trompeten werden mit Dreh-oder Pumpventilen ausgestattet, wobei die Pump-Variante eher im Jazz Bereich angesiedelt ist. Überlegen Sie sich vor dem Kauf der Trompete, in welcher Tonart Sie am liebsten spielen möchten und welche Größe das Instrument haben soll. Als „hohe“ Trompete bietet sich die Piccolo-Trompete an. Mit ihr kann man in hohen Tonlagen spielen. Hier ist zu empfehlen, dass die Trompete mit einem Ventil ausgestattet ist, mit dem Sie auch in tieferen Tonlagen spielen können, damit das Instrument universeller einsetzbar ist. Wenn Sie für Ihr Kind eine Trompete suchen, dann sollen Sie sich bei den Taschentrompeten umschauen. Diese sind kleiner gebaut, verfügen aber dennoch über denselben Tonumfang wie die klassische B-Trompete. Aufgrund des kleineren Schallbechers müssen Sie hier jedoch Abstriche in der Tonqualität machen.

Wenn Sie nach einem starken und mächtigen klingenden Instrument suchen, dann ist die Posaune das Richtige. Sie stammt von der römischen Buccina ab und klingt härter als die Instrumente der Bügelhornfamilie. Die Mensur, also das Verhältnis der Weite zur Länge des Rohrs, wirkt sich auf die gesammelte Energie aus und wird stärker gebündelt als beispielsweise bei einem Tenorhorn, daher klingt das Instrument so kraftvoll.

Leider etwas aus dem Gedächtnis verschwunden, aber dennoch in vielen Kinderzimmern vorhanden ist die Mundharmonika. Das Blechinstrument wird heutzutage kaum noch erlernt, obwohl es einen sehr schönen, harmonischen Klang hat. Wenn Sie oder Ihre Kinder gerne Mundharmonika spielen wollen, dann sollten Sie, um den natürlichen Klang zu erhalten, auf die Metall-Variante zurück greifen, da der Sound weitaus schöner klingt als bei den Kunststoff-Mundharmonikas.

Holzblasinstrumente

Wer an Holzblasinstrumente denkt, schweift mit seinen Gedanken wahrscheinlich zurück in die Kindheit, wo man im Grundschulalter Flöte gespielt hat. Dabei sind Flöten weitaus nicht die einzigen Holzblasinstrumente, mit denen man wunderbare Melodien spielen kann. Zunächst einmal unterscheiden sich Holzblasinstrumente nicht nur im Material von den Blechblasinstrumenten, da bei ihnen mithilfe eines Rohrblatts ein Ton erzeugt wird. Bei den Blechblasinstrumenten wird der Ton hingegen, wie oben schon erwähnt, mit einem trichterförmigen Mundstück erzeugt. Wie bei allen Gegenständen hat sich auch hier die Entwicklung in Richtung Kunststoff bewegt, allerdings sind die Klangunterschiede meist sehr gering, so dass man sich hier ganz nach Geschmack für die traditionellen oder modernen Instrumente entscheiden kann.

Die Flöte ist besonders für Kinder meist eines der ersten Instrumente, die erlernt werden. Auf Grund ihrer Größe ist sie auch für die kleinen Kinderhände geeignet und lässt sich leicht erlernen. Früher gab es die Blockflöte meist nur als ganzes Stück, heute kann man sie in zwei oder drei Teile zerlegen und besser reinigen. Dies ist für den Transport äußerst vorteilhaft. Achten Sie bei der Holzflöte besonders auf die sorgfältige Reinigung, da durch die Feuchtigkeit, die durch den Speichel in die Flöte gerät, das Material sonst schnell schimmeln könnte. Ob Blockflöte, Querflöte oder Panflöte, probieren Sie am besten alle Varianten einmal aus und entscheiden Sie sich für das Modell, das Ihnen am meisten Spaß bereitet.

Bei der Klarinette handelt es sich um ein langes Rohr, welches mit metallenen Klappen die Tonlöcher verschließt. Die Klarinette wird ähnlich wie die Flöte mit dem Mund gespielt und ist in verschiedenen Ausführungen erhältlich. Am bekanntesten ist die B-Klarinette, mit der Sie schnelle Lieder und rasante Tonfolgen im Nu beherrschen. Dennoch ist die Klarinette nur bedingt für Anfänger geeignet, da hier schon ein wenig Geschick und Geduld für das Erlernen erforderlich sind.

Wenn Sie an Jazz-Musik interessiert sind, dann führt kein Weg vorbei am Saxophon. Obwohl das Instrument aus Metall besteht, ist das Mundstück aus Holz, was es wiederum zu einem Holzblasinstrument macht. Das Saxophon hat ein stark gebogenes Rohr, mit dem Sie ganz weich und verträumt klingende Melodien spielen können. Die meisten Holzblasinstrumente werden nur zusammen Orchester gespielt, das Saxophon hingegen ist optimal auch als Solo-Instrument geeignet. Neben Jazz wird das Instrument auch bei Rockbands und bei modernen Pop-und Elektrosongs verwendet und findet auch bei Jüngeren immer mehr Anklang.

Da das Saxophon getragen wird, bieten sich hier Trageriemen an, die das Gewicht besser auf Ihren Körper aufteilen können. Ob als einfacher Riemen für die Schulter oder als kompaktes Geschirr, probieren Sie am besten aus womit Sie sich am wohlsten fühlen. Empfehlenswert sind immer breitere Riemen, da diese das Gewicht besser verteilen und nicht so schnell einschneiden können.

Egal für welches Blech- oder Holzblasinstrument Sie sich entscheiden, lassen Sie sich von einem Fachmann beraten und das wichtigste: Probieren Sie immer viele Modelle und Instrumente aus, um letzen Endes genau das Richtige zu finden.