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Ratgeber Sammeln


Sammeln ist eines der beliebtesten Hobbies überhaupt. Menschen jedes Alters können nicht genug davon bekommen, ihrer Sammelleidenschaft zu frönen. Und wer könnte es ihnen verdenken? Der Nervenkitzel der Jagd bis man ein neues Schmuckstück für die Sammlung findet und die Genugtuung bei der Pflege und der Betrachtung der gesammelten Schätze.

Meist wird Sammeln als Hobby betrieben. Es werden systematisch alle Gegenstände einer Reihe oder unsystematisch Gegenstände mit Erinnerungswert gesammelt. Ebenso sammeln viele auf professioneller Ebene.

Die beliebtesten Sammelleidenschaften im Überblick

Sie können grundsätzlich alles sammeln was Sie interessiert und Ihnen Spaß macht. Ihrer Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Ob Sie die Bierdeckel von Lokalen behalten, in denen Sie etwas getrunken haben, einen Faible für Modellautos besitzen oder ohne eine weitere Handtasche nicht leben können – alles was gefällt, ist erlaubt. Um Ihre Sammelleidenschaft zu wecken, finden Sie folgend die wohl beliebtesten Sammelobjekte.

Briefmarken – Der Klassiker unter den Sammlungen
Die Faszination für das Sammeln von Briefmarken ist weit verbreitet und wohl kaum ein anderer Gegenstand ist so häufig Objekt der Begierde. Das Sammeln von Briefmarken wird auch als Philatelie bezeichnet und existiert seit Erfindung der ersten Briefmarke in England 1840. Seit in Deutschland die erste Briefmarke „Der schwarze Einser“ 1849 erhältlich war, ist hierzulande die Sammelleidenschaft ungebrochen. Wenn Sie sich für das Sammeln von Briefmarken interessieren, sollten Sie sich zunächst mit dem notwendigen Zubehör des Philatelisten vertraut machen. Für eine professionelle Sammlung benötigen Sie zunächst ein Briefmarkenalbum. Hier können Sie zwischen unterschiedlichen Albenarten wählen: Dem Steck-, Klebe-, Vordruck- und Falzlosalbum.

Ein Klebealbum besteht aus einer Decke und einzelnen Blättern, es ist also ungebunden. Sie können Ihre Marken mit Hilfe einer Klebefalz einkleben. Die preiswerteste Variante eines Sammelalbums ist das Steckalbum. Dieses verfügt über einen Einsteckstreifen, unter den Sie Ihre Briefmarken stecken können. Bei Vordruckalben handelt es sich meist um Sammelalben eines bestimmten Themas. Hier sind die einzelnen Felder für Ihre Briefmarken vorgedruckt.

Die teuerste Variante des Sammelalbums sind Falzlos-Alben. Diese sind sowohl mit vorgedruckten Feldern als auch mit Kunststofftaschen zum Einstecken der Marken versehen. Neben dem Album benötigen Sammler auch eine Lupe. Hiermit können Sie Abarten oder Fehler identifizieren und sich vor Fehlinvestitionen schützen.

Zu Identifizierung von Wasserzeichen und Sicherheitsmerkmalen, können Sie auch eine UV-Lampe und einen Wasserzeichensucher verwenden. Die letzten beiden Hilfen findet man aber meist nur im Repertoire von Profi-Philatelisten und sind für Anfänger kein Muss. Die Art der Briefmarkenabtrennung beschreibt der Zähnungsgrad. Wenn Sie diesen prüfen möchten, benötigen Sie einen Zähnungsschlüssel. Da ein Fingerabdruck schon als erheblicher Schaden auf einer Marke gilt, sollten Sie sich auch eine Pinzette für Briefmarken anschaffen.

Die Sammlungen der meisten Philatelisten haben ein bestimmtes Thema. Klassische Sammlungen beschäftigen sich häufig mit bestimmten Epochen. Wenn Sie eine klassische Sammlung anlegen möchten, können Sie auch Ganzsachen mit aufnehmen. Ganzsachen können Postkarten oder Briefe mit Marken und Stempel sein. Ein aufgedruckter Wertstempel wird auch als Ganzsache bezeichnet.

Sie können sich aber auch eine Motivsammlung zulegen. Bei solchen Sammlungen kommt es weniger auf die Herkunft, sondern mehr auf das Motiv einer Briefmarke an. Beispielsweise könnten Sie Pflanzen-, Auto-, Comic- oder Tiermotive sammeln.

Handbuch und Informationsquelle über das Sammeln von Briefmarken ist der sogenannte Briefmarkenkatalog. Er ist für Sie als Sammler unverzichtbar.

Wenn Sie Briefmarken sammeln, unterscheiden Sie generell zwischen gebrauchten und postfrischen Marken, wobei postfrische Marken meist mehr Wert sind als ihre gestempelten Vetter. Als fehlerfrei gilt eine Marke Ihrer Sammlung, wenn das Markenpapier unversehrt ist, alle Zähne vollständig vorhanden sind und keinerlei Verunreinigungen oder Verfärbungen bestehen. Ebenfalls sollte das Motiv Ihrer Marke sich mittig befinden und bei gebrauchten Marken der Stempel nicht verschmiert sein. Für postfrische Marken ist es auch wichtig, dass die Gummierung intakt ist.

Wenn Sie jetzt die Sammelleidenschaft für Briefmarken packt, gehen Sie für die Beschaffung von Marken am besten auf eine Tauschbörse. Aber auch Familie und Freunde haben häufig ungeahnte Schätze im Keller.

Münzen & Scheine – Über das Sammeln von Währungen und Gedenkmünzen
Ähnlich wie das Sammeln von Briefmarken erfreut sich auch das Sammeln von Münzen und Scheinen großer Beliebtheit. Gesammelt werden nicht nur Scheine und Münzen unterschiedlicher Währungen, auch Gedenk- und Sammlermünzen sind sehr beliebt.

Für das Sammeln von Münzen jeglicher Art benötigen Sie zunächst ein Sammelalbum. Hier können Sie Ihre Münzen aufbewahren und haben einen guten Überblick. Ebenfalls empfiehlt es sich, ein Münzlexikon zuzulegen. In so einem Lexikon finden Sie nicht nur einen Überblick über die Münzgeschichte, Ihnen werden auch relevante Begriffe erklärt und Hintergrundinformationen vermittelt. Außerdem sollten Sie sich über die sachgerechte Reinigung und Pflege von Münzen informieren. So kann Ihre Sammlung jederzeit strahlen.

Nicht nur im Studium können Sie Scheine sammeln. Auch das Sammeln von Papiergeld kann sehr spannend sein. Ob Sie sich auf die Scheine einer bestimmten Epoche oder auf Fehldrucke spezialisieren möchten, auch hier kommen Sie ohne einen Katalog und Sammelalbum nicht weiter.
Sowohl für Münzen als auch für Papiergeld gibt es Anlaufstellen, an denen Sie Ihre Sammlung oder potentielle Stücke schätzen lassen können. Gerade als Anfänger kann man die ein oder andere Kleinigkeit übersehen und sollte größere Investitionen nicht ohne professionelle Hilfe tätigen.

Militär – Von historischen Uniformen bis zur Faszination einer Epoche
Militaria wird vom lateinischen „miles“, dem Soldaten, abgeleitet. Es wird also alles gesammelt was mit Soldaten oder Militär zu tun hat.

Bei militärischen Sammlungen ist die Faszination und die Neugierde häufig besonders groß und auch Verfechter des Friedens fallen ihr zum Opfer. Sammler von Militaria interessieren sich häufig für Relikte einer bestimmten Epoche, eines bestimmten Krieges oder sie interessieren sich für ein bestimmtes Thema. Hier sind nicht nur Waffen Sammelobjekte, vor allem Orden oder Uniformen im guten Zustand sind heiß begehrt.

Wenn Sie Militaria sammeln möchten, können Sie aus einem breiten Spektrum schöpfen. Beispielsweise kann sich Ihre Sammlung mit der eines Briefmarkensammlers überschneiden, wenn sich beide für den 2. Weltkrieg interessieren. Auch benötigen Sie für das Sammeln von militärischen Gegenständen historische Kenntnisse über die jeweilige Epoche.

Weiterhin sollten Sie beim Sammeln von Waffen immer an eine ordnungsgemäße und sichere Art der Aufbewahrung denken, vor allem in Haushalten mit Kindern. Neben der sicheren Aufbewahrung benötigen Sie für einige Sammlerstücke dieser Art zusätzliche Qualifikationen oder behördliche Genehmigungen. Hier sollten Sie sich vor dem Start eingehend informieren.

Das Anlegen von Sammlungen wird häufig unterschätzt. Als passionierter Sammler haben Sie weitreichende Kenntnisse und scheuen weder Kosten noch Mühen, um Ihre Sammlung zu mehren und zu vervollständigen.