Kategorien

Analoge Fotografie

Ratgeber

Ratgeber Analoge Fotografie


Momente und Erinnerungen auf Fotopapier zu bannen, ist ein Hobby vieler Menschen. Die Fotografie bedient sich dabei der Kunst, spezielle Momente zu erfassen und diese auf Film oder einem digitalen Sensor festzuhalten. Nachdem immer mehr digitale Geräte den Markt eroberten, geriet die analoge Fotografie immer mehr in den Hintergrund. Doch noch heute gibt es genügend Nostalgiker, die sich der alten Art der Fotografie widmen. Die nötigen Geräte sind nach wie vor erhältlich, ebenso wie das notwendige Medium der Bilderfassung: Der Zelluloidfilm.

Viele Fotografen sehen die analoge Fotografie als Kunstform an. Denn zur damaligen Zeit waren Voreinstellungen und andere Parameter zwingend notwendig, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Was bei Digitalkameras heutzutage einfach erscheint, war zur Zeit der Analogkamera ein Werk der Perfektion.

In diesem Ratgeber beschäftigen wir uns mit der Analogfotografie. Denn noch heute gibt es Geräte auf dem Markt, sowie das nötige Equipment.

Wie funktioniert die analoge Fotografie?

Anders als die Digitalkamera, benötigt eine Analogkamera nicht zwingend ein Objektiv zur Aufnahme der Bilder. Das Medium, welches bei älteren Modellen Einsatz findet, ist der Zelluloidfilm. Um eine Aufnahme zu realisieren, nutzt die Kamera ein optisches System, welches das Motiv auf den Film projiziert. Dieser ist besonders lichtempfindlich und reagiert entsprechend auf seine Umgebung und somit auf die Projektion des Motivs.

Würde ein Film nach der Aufnahme in Augenschein genommen, erschiene auf ihm jedoch kein erkennbares Bild. Um dies zu ermöglichen, bedarf es einem speziellen Entwicklungsverfahren, welches man in einer sogenannten Dunkelkammer vollzieht. Die Entwicklung des Fotos erfordert mehrere Bäder in unterschiedlichen chemischen Emulsionen. Daraufhin erfolgt die Fixierung und Trocknung des Negativs. Um ein Foto zu erhalten, wie wir es kennen, nimmt man einen anschließenden Kontaktabzug vor.

Das einzige System, welches mit einem anderen Verfahren arbeitet und die Fotos gleich nach der Aufnahme entwickelt, ist die Sofortbildkamera. Hier bestreicht die Kamera während des Auszugs das Foto mit einer Entwicklerpaste, welche das Bild zur Entwicklung zwingt. Daher ist bei einem Foto aus der Sofortbildkamera bereits nach wenigen Sekunden ein entwickeltes Bild zu sehen.

Alles für die analoge Fotografie

Neben der Digitalkamera nehmen Nostalgiker nach wie vor gerne das alte System in Anspruch. Die Kunst der Analogfotografie benötigt jedoch das entsprechende Zubehör. Auf dem Markt sind folgende Geräte und Medien zur analogen Fotografie erhältlich:

- Einwegkameras
- Analoge Kameras
- Fotofilme

Nachfolgend möchten wir Ihnen die drei Gruppen etwas detaillierter vorstellen.

Einwegkameras
Einwegkameras besitzen das System einer analogen Kamera, sind jedoch nicht so konstruiert, dass sich der Film austauschen lässt. Zur Entwicklung gibt der Nutzer die Kamera als Ganzes ins Fotolabor. Aufgrund ihrer günstigen Herstellungsmaterialien und dem Vorgehen bis hin zur Entwicklung, nennt man sie auch Wegwerfkameras.

Die meisten Einwegkameras bestehen aus einer einfachen Sucherkamera, die mit einem Kunststoffgehäuse verkleidet ist. Je nach Hersteller besteht die Ummantelung aus dickerem Karton. Besteht das Gehäuse aus Kunststoff, verwenden Hersteller dieses nach der Entwicklung gerne, um sie erneut - ausgestattet mit einem frischen Film - in den Verkauf zu bringen.

Was die Ausstattung einer Einwegkamera angeht, beschränken sich die Systeme auf ein Minimum an Funktionen. Neben einer Fixfokus-Kunststofflinse und einem Sucher besitzt die Kamera ein Blitzlicht. Alternativ zu den gewöhnlichen Einwegkameras bietet der Markt Modelle, welche für Unterwasserfotos geeignet sind. Derlei Geräte sind für Aufnahmen in ein bis drei Meter Tiefe zu gebrauchen.

Hauptsächlich bietet der Markt Großpackungen, in denen sich mehrere Einwegkameras befinden, die mit unterschiedlichen Drucken auf dem Gehäuse versehen sind. Sie nutzt man bei Hochzeiten, Geburtstagen oder anderen Feierlichkeiten. Sie können diese beispielsweise perfekt nutzen, um den Gästen während der Feier die Möglichkeit zu geben, Fotos aufzunehmen. Die Kameras sammeln Sie nach der Veranstaltung ein und können diese gesammelt entwickeln lassen. So erhalten Sie einen völlig anderen Eindruck von Ihrer Feier und können daraus ein Fotobuch anfertigen lassen, um den Event in Erinnerung zu behalten.

Ebenso beliebt sind Einwegkameras als Werbegeschenke. Viele Hersteller ermöglichen den Aufdruck eigener Logos oder Werbung. So machen Sie Ihren Kunden stets eine Freude.

Analoge Kameras
Analoge Kameras gelten in der heutigen Zeit als schönes Artefakt, welches an die Vergangenheit erinnert. Zu speziellen Ereignissen sind derlei Kameras jedoch nach wie vor im Einsatz. Bei den Geräten unterscheidet man zwischen:

- Sofortbildkameras
- Kleinbildkameras
- Spiegelreflexgeräte

Alle Geräte haben jedoch das gleiche Funktionsprinzip, indem sie die Motive auf einen
Zelluloidfilm aufnehmen, welche einer separaten Entwicklung bedürfen.

Wenn Sie eine Kamera suchen, die eine sofortige Entwicklung einleitet, dann ist die Sofortbildkamera für Sie das Richtige. Hier geschieht die Entwicklung gleich mittels Knopfdruck nach der Auslösung. Das ausgeworfene Foto ist zur Entwicklung mit einer Entwicklerpaste bestrichen und verwandelt das aufgenommene Foto binnen Sekunden zu einem vollwertigen Bild. Derlei Modelle sind heutzutage mit Filmen ausgestattet, die bis zu 20 Bilder aufnehmen können. Für Hochzeiten oder andere Feierlichkeiten ist die Kamera hervorragend geeignet.

Kleinbildkameras und Spiegelreflexgeräte arbeiten mit einem 35 Millimeter-Film und nehmen die Fotos in einem Format von 24 x 36 Millimetern auf. Das Aufnahmeprinzip teilt sich in Sucherkameras und Modellen mit Spiegelprinzip auf.

Zahlreiche Kleinbildkameras sind bereits mit einem eingebauten Objektiv ausgestattet, andere Modelle lassen den Einsatz von Festbrennweiten zu. Somit lassen sich die Geräte hervorragend zur regulären Fotografie von Schnappschüssen gebrauchen oder zur Makrofotografie. Währenddessen sind Spiegelreflexkameras in ihrem Inneren mit mehreren Spiegeln versehen, die beim Auslösen zur Seite klappen und somit eine korrekte Projizierung des Motivs auf den Film zulassen. Gleichzeitig besitzen die Ergebnisse häufig eine höhere Qualität als die der Kleinbildkamera. Außerdem sind die meisten Spiegelreflexkameras mit Wechselobjektiven kompatibel und stellen dem Fotografen mehr Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Fotofilm
Das für eine Analogkamera notwendige Medium zur Bildaufnahme ist der fotografische Film. Auf dem Markt ist er immer seltener zu finden, doch gibt es nach wie vor Hersteller, die sich mit der Fertigung dieser Filme beschäftigen.

Der heutige Fotofilm besteht aus einer transparenten Folie, die aus Tri-Acetat oder Polyester hergestellt ist. Diese beschichtet der Hersteller mit einer Fotoemulsion, die zur Aufnahme der Bilder nötig ist und als Grundlage für die spätere Entwicklung dient.

Viele Filme für Polaroidkameras sind mit einer Kapazität zwischen 8 und 20 Bildern versehen. Kleinbildfilme bieten 24 bis 36 Bilder. Bei der Auswahl sollten Sie beachten, dass die Lichtempfindlichkeit variiert. Anhand dieser Angabe können Sie bestimmen, zu welchen Situationen der Film eine ideale Grundlage bietet.

Was Sie noch beachten sollten

Einwegkameras und Polaroid-Geräte sind ideal auf Feierlichkeiten. Bedenken Sie bei der Nutzung einer Kleinbildkamera jedoch, niemals den Korpus der Kamera zu öffnen, solange der Film noch nicht voll ist. Sonst belichten Sie den Film zusätzlich und zerstören somit die bereits aufgenommenen Fotos. Wenn der Film voll ist, spulen Sie diesen einfach mittels Mechanismus wieder auf und können ihn dann problemlos entnehmen.

Achten Sie bei den Kameras selbstverständlich auf Qualität, denn nur so haben Sie viel Freude an diesem schönen Hobby.
Nach oben