Ratgeber Fieberthermometer Die gewöhnliche Körpertemperatur des Menschen beträgt 37 Grad Celsius. In diesem Fall ist er gesund. Es gibt jedoch auch Abweichungen. Besitzt er eine zu niedrige Körpertemperatur, kann dies bis zum Kältetod führen. Ist die Temperatur höher als 37,5 Grad Celsius, spricht man von einer erhöhten Temperatur. Eine als bedenklich einzustufende Temperatur liegt über 38,6 Grad Celsius.
Zur Messung der Körpertemperatur gibt es das Fieberthermometer. Früher noch mit Quecksilber gefüllt, ist es heute in digitaler Ausführung und als Infrarot-Fieberthermometer erhältlich. Beide Varianten besitzen Vor- und Nachteile. Der Messbereich eines
Thermometers liegt meist zwischen 36 und 44 Grad Celsius. Es gibt aber auch Modelle, deren Messbereich von 10 bis 50 Grad Celsius reichen.
Sofern Sie in Erwägung ziehen, ein neues Fieberthermometer zu kaufen, möchten wir Ihnen diese Kaufberatung an die Hand geben. Sie zeigt Ihnen auf, welche Arten von Fieberthermometern es gibt und welche Eigenschaften sie besitzen.
Überlegungen vor dem Kauf
Da das Fieberthermometer in unterschiedlichen Ausführungen erhältlich ist, sollte jeder für sich selbst entscheiden, welches Modell für ihn das richtige ist. Allerdings sollte das Thermometer einige Merkmale erfüllen:
- Einen optimalen Messbereich (zwischen 30 und 45 Grad)
- Es ist für die Ohren-, Achsel-, Stirn- oder Rektalmessung geeignet
- Je nach Messmethode ist die Verwendung von Wechselkappen notwendig
- Es funktioniert entweder digital oder per Infrarot
Die Herstellung von Fieberthermometern, die Quecksilber enthalten, wurde inzwischen komplett eingestellt. Abgesehen davon war die damalige Messmethode sehr ungenau. Ein digital oder per Infrarot funktionierendes Fieberthermometer ist also
stets die bessere Alternative.
Bekannte Hersteller von Fieberthermometern sind unter anderem Braun, Medisana, Uebe und Sanitas. Uebe ist jedoch besonders bekannt für seine Basalthermometer.
Digital- und Infrarot-Fieberthermometer
Heutzutage gibt es Fieberthermometer mit
Digital- und Infrarot-Messung. Beide Modelle liefern ein genaues Ergebnis mittels unterschiedlicher Messmethoden. Sie beziehen ihre Energie aus einer Knopfzelle, die hin und wieder ausgetauscht werden sollte, um auch weiterhin ein zuverlässiges Ergebnis zu erhalten.
Digitale FieberthermometerDas digitale Fieberthermometer ist
sehr günstig und liefert eine genaue, elektronische Temperaturmesstechnik. Eine andere Bezeichnung für sie ist auch LCD-Fieberthermometer. Sie nehmen in der heutigen Zeit einen beachtlichen Marktanteil ein.
Die Messung erfolgt über einen elektronischen Sensor, der mit einem elektrischen Widerstand gekoppelt ist. Dieser verändert sich je nach Temperatur. Der Wert gelangt in eine elektronische Schaltung, welche anschließend die genaue Temperatur wiedergibt. Die Auswertung erfolgt in Grad Celsius (°C) oder Fahrenheit (°F). Die Genauigkeit des Thermometers hängt mit der Toleranz des Sensors zusammen, welcher jedoch der Norm DIN EN 12470-3 unterliegt.
Die Messmethode bei digitalen Fieberthermometern kann über die Mundschleimhaut, unter der Achsel, sowie auch rektal erfolgen.
Für Babys entwickelte man zuletzt das Schnuller-Thermometer, welches während der Messung wie ein gewöhnlicher Sauger im Mund des Babys verweilt. Auf der Vorderseite befindet sich ein Display, welches die Temperatur anzeigt. Der Sensor befindet sich innerhalb des Saugers.
Infrarot-Fieberthermometer
Das Infrarot-Fieberthermometer ist inzwischen
eine der komfortabelsten Möglichkeiten, um die Körpertemperatur zu messen. Das Thermometer nutzt bei der Messung die Infrarotstrahlung, die von der Stirn oder dem Trommelfell ausgeht. Die Messung erfolgt durch Auflegen auf die Stirn oder im Gehörgang.
Bei der Messung geschieht die Übertragung der Infrarotstrahlung mittels Linse, die den gemessenen Wert auf einen Sensor weiterleitet. Von dort aus rechnet der Sensor die Temperatur aus und gibt diese auf dem Display aus. Einige wenige Modelle unterstützen neben der Ohrmessung auch die Messung über die Schläfe.
Sehr komfortabel gestaltet sich diese Art von Thermometer auch aufgrund der geringen Messzeit. Es sind oft
nur wenige Sekunden nötig, um das Ergebnis zu erhalten. Inzwischen sind auf dem Markt einige Modelle erhältlich, die einen akzeptablen Preis besitzen. Ihre Zuverlässigkeit spricht für sich. So nutzt man sie auch immer öfter in Kliniken oder ärztlichen Praxen. Die Ausgabe der Körpertemperatur ist sehr präzise. Gleichzeitig ist die Messemethode besonders bei Kleinkindern eine gelungene Alternative.
Die Aufbewahrung erfolgt meist in einer mitgelieferten Schutzhülle oder einem Ständer, der dem Thermometer angepasst ist. Hierin ist auch oft die Aufbewahrung von Schutzkappen möglich.
Besondere TemperaturmesserFür spezielle Zwecke gibt es das Basalthermometer. Es ist nur indirekt zur Messung der Körpertemperatur geeignet und hat seine Verwendung in der Familienplanung. Das Basalthermometer, welches seit 1959 immer weiterentwickelt wurde, ist für die Messung feiner Temperaturunterschiede ideal.
Es begleitet den Zyklus einer Frau, um den korrekten Zeitpunkt des Eisprungs zu ermitteln und erstellt daraus eine entsprechende Kurve. Somit bietet das Gerät bei der Familienplanung die Möglichkeit, die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage der Frau zu ermitteln.
Die richtige Pflege und Zubehör
Da Fieberthermometer immer einem gewissen Bakterienherd ausgesetzt sind, sollte man ihnen eine gewisse Pflege zukommen lassen.
Bei einem Digital-Fieberthermometer ist eine Desinfektion nach der Messung unabdingbar. Die Reinigung unter warmem Wasser ist
ohne weiteres möglich. Meistens ist im Lieferumfang des Fieberthermometers eine Hülle aus Kunststoff enthalten, in der es aufbewahrt wird.
Bei Infrarot-Fieberthermometern gibt es Modelle, welche berührungslos messen. Das bedeutet, eine Schutzhülle oder Desinfektionsmittel sind nicht notwendig. Alternativ gibt es Modelle, welche diese Sicherheitsmaßnahmen erfordern. Die Schutzkappen können übergestreift und nach der Messung mittels integriertem Knopf abgestreift werden,
ohne selbst damit in Berührung zu kommen. Die Schutzkappen zum Nachfüllen sind im Handel erhältlich.
Das Display und weitere EigenschaftenJedes Digital- und Infrarot-Fieberthermometer besitzt ein integriertes Display. Auf ihm sind die jeweiligen Werte abzulesen. Dazu kommen weitere Angaben wie die Batterie-Anzeige oder eine Beleuchtung. Manche Modelle zeigen auch das aktuelle Datum an und sind besonders leicht ablesbar.
Viele Geräte auf dem Markt unterstützen mehrere Speicherplätze. Das bedeutet, dass jeder in der Familie seine eigene Temperatur während einer Krankheit überwachen kann. Der genaue Verlauf wird dank der Speicherplätze angezeigt.
Als Besonderheit gibt es Modelle, die nicht nur mit einer Körpertemperatur-Anzeige dienen können. Ebenso wurden Geräte entwickelt, die zusätzlich eine Pulsmessung vornehmen können.
Des Weiteren gelten eine Sprachfunktion oder eine integrierte Stoppuhr als Zusatzmerkmal. Die Sprachfunktion ist besonders hilfreich, wenn ältere Menschen nicht mehr imstande sind, die Zahlen auf dem Display zu erkennen. Die meisten Modelle sind zudem mit einem Signalton ausgestattet, welcher ertönt, wenn die Messung beendet ist.
Ganz gleich, für welches Fieberthermometer Sie sich entscheiden: Denken Sie immer an die für Sie komfortabelste Messmethode und suchen Sie sich ein Gerät aus, welches zu Ihren Anforderungen passt. Nur dann ist eine volle Zufriedenheit möglich.
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