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Ratgeber

Ratgeber Monatslinsen



Kontaktlinsen haben unser Leben verändert. Eine Brille zu tragen, ist für manche Menschen nicht leicht oder nicht möglich. Nicht nur wegen der Optik, sondern häufig aus anderen Gründen. Zu Gelegenheiten, in der eine Brille nur stören würde, sind Kontaktlinsen einfach die bessere Wahl. Ob kurz- oder weitsichtig, die richtige Kontaktlinse gibt es in jedem Fall. Gelegentliche Träger bevorzugen Tageslinsen. Gewohnheitsträger wählen die Monatslinse. Sie wird monatlich durch ein neues Exemplar ausgetauscht. Das ist nicht nur praktisch, sondern auch hygienisch.

Wer sich zum ersten Mal eine Monatslinse kauft, muss einige Entscheidungskriterien näher unter die Lupe nehmen. Wählt er weiche oder harte Linsen, braucht er sie nur im Alltag oder für den Sport?

Wir möchten Ihnen mit dieser Kaufberatung das Thema Monatslinsen etwas näherbringen und Ihnen einen kleinen Einblick vermitteln, um Ihre Kaufentscheidung zu erleichtern.

Überlegungen vor dem Kauf


Kontaktlinsen können die unterschiedlichsten Ausführungen besitzen. Vor allem korrigieren sie so manch komplizierte Fehlsichtigkeit. Dazu gehören auch Keratokonus, Keratoglobus oder verschiedene Fehlveranlagungen wie eine Anisometropie. Für geläufige Fehlsichtigkeit wie Kurz- oder Weitsicht sind Kontaktlinsen schon seit vielen Jahren im Einsatz. Häufig besitzen sie sogar viel bessere Fähigkeiten als eine Brille, da sie sich direkt am Auge befinden und so einen unmittelbaren Kontakt herstellen.

Auf diese Merkmale sollten Sie beim Kauf achten:

- Es gibt weiche und harte Kontaktlinsen
- Sie lassen sich individuell anpassen
- Sie sind für viele, aber nicht für alle Sportarten geeignet

Sofern Sie bereits eine Brille tragen, könnte die Kontaktlinse auch eine Übergangslösung sein, wenn Sie einen bestimmten Sport ausüben. Nicht alle Menschen, die Kontaktlinsen tragen, tun dies den ganzen Tag über.

Die unterschiedlichen Linsentypen


Bei der Kontaktlinse unterscheidet man zwischen formstabilen, harten Kontaktlinsen und weichen Kontaktlinsen. Letztere bestehen meist aus Hydrogel oder Silikon. Zuletzt kommen auch immer häufiger sogenannte Hybridkontaktlinsen auf. Jede von ihnen hat ihre Vor- und Nachteile. Abhängig davon ist immer die persönliche Verträglichkeit.

Formstabile oder harte Kontaktlinsen

Die ersten, harten Kontaktlinsen kamen im Jahr 1976 auf den Markt. Sie waren sauerstoffdurchlässig und formstabil und besaßen eine Größe zwischen acht und zehn Millimetern. Sind sie eingesetzt, schwimmen sie auf einem Tränenfilm, der sich im Auge bildet. In der heutigen Zeit gibt es harte Kontaktlinsen, die eine Sauerstoffdurchlässigkeit zwischen 30 und 100 Dk besitzen.

Harte Kontaktlinsen ermöglichen den Ausgleich eines leichten Astigmatismus und werden somit von vielen Trägern gut vertragen. Einen Nachteil besitzt die harte Kontaktlinse: Sie verformt sich mit der Zeit, was die Hornhaut schädigen kann. Sofern sie jedoch nur einen Monat getragen wird, besteht keine Gefahr. Sie lässt sich einfach mit der Hilfe eines Linsensaugers entfernen.

Weiche, bewegliche Kontaktlinsen

Durch ihre Anpassungsfähigkeit sind weiche Kontaktlinsen aus Hydrogel oder Silikon oft die bessere Wahl. Sie sind verträglicher als harte Modelle. Daher ist das längere Tragen kein Problem.

Hydrogellinsen sind aus einem Polymer gefertigt, welches hydrophile Eigenschaften besitzt. Dementsprechend hoch ist auch der Wassergehalt. Als Rohstoff ist meist Ocufilcon oder Omafilcon im Einsatz. Es gilt: Je höher der Wassergehalt, umso verträglicher. Die Hydrogellinse erreicht eine Sauerstoffdurchlässigkeit bis zu 30 Dk.

Daneben sind Silikonhydrogellinsen im Gebrauch. Durch ihre höhere Sauerstoffdurchlässigkeit ist das Tragen von mehreren Tagen kein Problem. Ebenso über Nacht. Die erste Silikonlinse kam 1999 auf den Markt und besaß eine Haltbarkeit von einem Monat. Dies ist heutzutage fast die Regel. Eine Sauerstoffdurchlässigkeit von über 100 Dk ist Standard. Ein Nachteil der Silikonhydrogellinse ist ihre Steifigkeit. Sie führt oft zu Reizungen im Auge. An einer Weiterentwicklung arbeitet man bereits.

Hybridkontaktlinsen

Da jede Kontaktlinse für sich Vor- und Nachteile besitzt, versuchte man, die Vorteile in einer Hybridkontaktlinse zu vereinen. Sie ist sauerstoffdurchlässig und gleichzeitig sehr weich. Ihr Kern besteht aus einer formstabilen Kontaktlinse, die mit einer weichen Ummantelung versehen ist. Auf dem amerikanischen Markt ist sie seit 2005 fester Bestandteil.

Besonders gute Erfolge konnte man mit ihr bei Patienten erzielen, die unter einem Keratokonus leiden. Da die meisten Patienten dieser Art gewöhnlich eine formstabile Kontaktlinse benötigen, ist die Hybridform für sie die bessere Alternative.

Die richtige Anpassung der Monatslinse


Kontaktlinsen sind für gewöhnlich nicht direkt an ein Auge angepasst. Sie sind zwar flexibel, unterliegen jedoch einem Standard. Nutzt jemand die standardisierten Linsen, kann er auf Dauer sein Auge schädigen. Richtig angepasst wird die Kontaktlinse von einem Fachmann. In den meisten Fällen ist das der Augenarzt oder ein Augenoptiker. Ebenso kann ein Optometrist helfen.

Zur Anpassung werden Eigenschaften wie die individuelle Form des Auges und die Kraft der Augenlider beachtet. Außerdem ist der Tränenfilm ein entscheidendes Kriterium, da er bestimmt, aus welchem Material die Linsen gefertigt sein dürfen.

Monatslinsen werden einen Monat lang getragen. Bei Bedarf ist die abendliche Entfernung möglich. Nach einem Monat ist dann ein Austausch notwendig, da eine ausreichende Versorgung mit Nährstoffen im Auge nicht mehr gewährleistet ist. Wichtig ist hierbei, sich mit dem Augenarzt oder Optiker abzustimmen, da er die beste Kenntnis über die Linsen und ihre Eigenschaften besitzt.

Die richtige Pflege


Die Aufbewahrung der Monatskontaktlinsen erfolgt meist in einem dafür vorgesehenen Behälter. Dieser besitzt zwei einzelne Schalen, die jeweils durchlässig und mit einer Reinigungsflüssigkeit versehen sind. Je nach Linsenmaterial ist ein regelmäßiger Austausch der Flüssigkeit nötig.

Da die Kontaktlinse altert, weist sie oft Beschädigungen oder Ablagerungen auf. Die Flüssigkeit im Behälter spült den Schmutz meist aus. Beschädigungen sind dagegen ein Indiz dafür, dass ein Austausch notwendig ist. Selbst wenn der einzelne Monat noch nicht abgelaufen ist, ist ein Austausch unabdingbar.




Einschränkungen von Monatslinsen


Die Monatslinse eignet sich im Grunde perfekt zum Tragen beim Sport. Doch ist bei manchen Tätigkeiten eher davon abzuraten, die Linsen im Auge verweilen zu lassen. Beispielsweise kann bei einem Gang in die Sauna das Auge austrocknen. Hierfür eignen sich Monatslinsen, die besonders sauerstoffdurchlässig sind.

Beim Schwimmen dagegen ist das Tragen von Kontaktlinsen nicht zu empfehlen. Oft gehen sie verloren. Prädestiniert hierfür sind harte Kontaktlinsen, während weiche Modelle sich stärker an der Hornhaut festsaugen. Es ist trotzdem nicht empfehlenswert, Kontaktlinsen beim Schwimmen zu tragen. Denn Chlor und Salzwasser verformen sie und vermindern den Tragekomfort.

Im Beruf ist das Tragen von Kontaktlinsen kein Problem. Sie besitzen oft eher Vorteile gegenüber einer Brille. Das einzige Problem, was Kontaktlinsen unkomfortabel machen kann, ist die Klimaanlage. Sie reizt oft die Hornhaut und erschwert die Tragfähigkeit. In Absprache mit einem Arzt oder Optiker finden Sie in jedem Fall heraus, ob Sie die Linsen in Ihrem Beruf verwenden können.

Und auch wenn es unglaublich klingt: Die Schwangerschaft ist für viele Frauen mit ein Grund, warum sie keine Kontaktlinsen mehr tragen. Durch die hormonell bedingte Veränderung im Körper reduziert sich in manchen Fällen die Tränenflüssigkeit. Trockene Augen und Kontaktlinsen sind keine gute Kombination.

Oft ist die Monatskontaktlinse jedoch eine gute Wahl, die in den meisten Fällen sehr verträglich ist.

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