Kategorien

Hockey & Eishockey

Ratgeber

Hockey & Eishockey Ratgeber

Als eine der beliebtesten, aber auch härtesten Sportarten erfreuen sich Eishockey, Feldhockey und die neue Trendsportart Streethockey weltweit einer großen Beliebtheit. Zu einem besonders harten Sport werden die verschiedenen Hockeyarten in erster Linie durch die zahlreichen Checks, denen die Spieler während des Spiels ausgesetzt sind, und die sich nicht selten Spuren am ganzen Körper hinterlassen. Um nicht ein Leben lang eingeschränkt zu sein, sich von quälenden Knieverletzungen den Spaß am Sport nehmen zu lassen oder gar Verletzungen wie eine Gehirnerschütterung hinnehmen zu müssen, sorgt der Profisportler mit einer optimalen Ausrüstung vor.

Egal, ob Stürmer, Verteidiger oder Torwart: Nicht nur gewollte Tacklings bergen beim Hockey ein hohes Verletzungsrisiko. Vor anfliegenden Pucks schützt sich der Hockeyspieler beispielsweise mit einem stabilen Helm, an dem die Hartgummischeibe abprallen kann. Weiterhin gilt es, die Hände ausreichend zu schützen. Insbesondere beim Eishockey kann ein Aufprall aufs Eis oder ein Zusammentreffen mit den scharfen Kufen des Gegners schon einmal ziemlich schmerzen. Um das zu verhindern, greifen viele Hersteller bei der Verarbeitung ihrer Eishockey-Handschuhe auf Materialien wie Nylon sowie einen Überzug auf dicker Schweinehaut zurück, sodass die Hand doppelt geschützt wird. Um dennoch Flexibilität zu bewahren und eine gute Griffigkeit zu gewährleisten, besitzen die Schutzhandschuhe unterteilte Finger, mit denen ein guter Halt gegeben ist und die die Innenhand verstärkt wird.

Die richtige Eishockey Ausrüstung


Eishockey ist einer der härtesten Sportarten weltweit, weshalb sich in den Profiligen bereits klare Regeln finden, wie die richtige Ausrüstung für das Spielfeld aussehen muss. Von vornherein gilt es, neben der eigenen Kleidungs-, Hand- und Kopfgröße ebenso die Qualität der Ausrüstung nicht außer Acht zu lassen. Insbesondere bei Kindern spielt die Passgröße von Helm und Handschuhen eine große Rolle. Aus Kostengründen sollte sich hierbei nicht absichtlich für eine größere Konfektionsgröße entschieden werden, um zu verhindern, dass der kleine Spieler zu schnell aus seiner Ausrüstung herauswächst.

Doch nicht nur in der Profiliga, sondern ebenso in zahlreichen Hobbyklubs gilt es, die Regeln zu beachten. Ist die Ausrüstung nicht korrekt, hat der Schiedsrichter sogar das Recht, eine Strafe von 2 Minuten zu vergeben, die der Spieler dann auf der Strafbank verbringt.

Der Helm

Als wohl wichtigster Bestandteil einer sicheren Eishockey Ausrüstung sollte der Helm nicht nur perfekt passen, sondern zudem robust und richtig geformt sein. Gefertigt wird der Schutzhelm im Idealfall aus schlagfestem Kunststoff, von der Form her lässt er an eine Schale erinnern. In der Regel ist jeder Helm auch größenverstellbar und verfügt zu diesem Zweck über einen integrierten Gurt, der sich der individuellen Kopfform des Spielers anpassen lässt. Dieser befindet sich unterhalb des Kinns und hat außerdem die Aufgabe, den Helm vor dem Verrutschen zu schützen.

Während die Außenseite so robust gefertigt ist, dass Schläge und Aufpralle sicher abgefangen werden, besitzt der Eishockey Helm einen innenliegenden Dual Density-Schaum. Zusammenstöße mit anderen Spielern oder heranfliegende Pucks werden sofort absorbiert und nicht an den Kopf weitergeleitet. Wird der Helm während des Spiels versehentlich verloren und prallt auf das Eis auf, ist das auch kein Problem.

Ein Feature, über das die meisten Helme verfügen, ist ein integrierter Ohrschutz, der sogar doppelte Schutzfunktion besitzt. Während die Ohrmuschel äußerlich geschützt ist, werden ebenso Schäden am Trommelfell verhindert, das bei starken Aufprallen Gefahr läuft, zu reißen.

Selbstverständlich sollten weder Tragekomfort noch Spielerleistung von den Schutzeigenschaften des Helms beeinträchtigt werden. Damit es während des Spiels unter dem Helm nicht zu warm wird, verfügen viele Modelle über spezielle Belüftungsschlitze an Stirn, Hinterkopf sowie in der Mitte des Kopfes.

Die Bestimmungen, wie der optimale Eishockey Helm nun auszusehen hat, variieren von Land zu Land. So gilt in Deutschland beispielsweise verpflichtend, dass der Helm aus Kunststoff und in einer sogenannten Halbvisier-Form erscheint. Bei dieser Ausführung reicht der Helm bis zur Mitte der Nase. Spieler unter 18 Jahren sind währenddessen verpflichtet, ein Gitter zu tragen, das das gesamte Gesicht umfasst. In der Damenliga ist dieses Gitter sogar unabhängig der Altersstufe obligatorisch.

Der richtige Beinschutz

Nicht nur Kopf und Hände, sondern ebenso die Beine des Eishockeyspielers sollten optimal geschützt sein, um bleibende Verletzungen zu verhindern. Schließlich legt ein Spieler in den drei Dritteln des Spiels rund 14 Kilometer zurück, sodass die Beine durchgängig einer hohen Belastung ausgesetzt sind. Kniechecks, ein unglückliches Zusammentreffen mit dem Schläger oder ein heranfliegender Puck gegen das Schienbein stellen ein hohes Verletzungsrisiko dar, dem mit der richtigen Beinausrüstung entgegengewirkt werden sollte.
Schienbeinschoner und Wadenschoner, die mithilfe eines Gummizugs am Bein befestigt werden, halten Stöße dieser Art dank ihrer robusten Kunststofffertigung ab. Bei dem sogenannten Girdle hingegen handelt es sich um eine spezielle Eishockey-Hose, die über die Schoner gezogen wird. Durch ihr spezielles Polyester-Material sorgt sie dafür, dass Schweiß nach außen abgeleitet, Wasser hingegen nicht in die Hose eintreten kann. Nicht nur die Beine, sondern ebenso Hüfte und Steißbein werden von der Girdle und ihrer stabilen Polsterung geschützt. In jedem Fall sollte ein Augenmerk auf die richtige Passform der Hose gelegt werden, der Halt lässt sich bei vielen Modellen individuell mithilfe eines Hüftgürtels verstellen.

Spezieller Schutz für Männer: Das Suspensorium

Der Genitalschutz, auch Suspensorium genannt, ist dafür zuständig, die empfindlichen Körperregionen des Mannes vor Zusammenstößen und Schlägen zu schützen. Unter dem Suspensorium wird aus Bequemlichkeitsgründen in der Regel herkömmliche Unterwäsche getragen. Je nach individuellem Körperumfang des Spielers, lässt sich auch der Genitalschutz, bestehend aus einer stabilen Schale aus Hartplastik oder Schaumstoff und einem Hüftband, an den Spieler anpassen.

Auch, wenn viele Spieler unter dem Suspensorium normale Unterwäsche tragen, empfiehlt sich die Anschaffung einer speziellen Unterwäsche aus funktionalem Material. Dieses sollte ein angenehmes Hautgefühl und ausreichend Bewegungsfreiheit generieren, zudem wird Schweiß im Idealfall nach außen abgeleitet. Nützlich ist auch die Thermofunktion, mit der einige Multifunktions-Unterwäschen ausgestattet sind. Nicht nur die Leistungsfähigkeit, sondern ebenso die eigene Gesundheit des Spielers kann durch die geringe Außentemperatur und die kalte Luft auf dem Spielfeld beeinträchtigt werden.

Die Hockey Kleidung

Die Hockey Kleidung einer Mannschaft besteht für die Feldspieler aus mit einer Nummer versehenen Trikots sowie einer passenden Hose beziehungsweise einem passenden Rock, in der Regel farblich abgestimmten Stutzen, Schienbeinschützern oder einem Wadenschutz. Nicht obligatorisch, aber dennoch sinnvoll sind Bestandteile wie ein Mundschutz und Schutzhandschuhe. Der Torwart hingegen sollte neben dem Mannschaftstrikot in jedem Fall mit Beinschützern, einem entsprechenden Suspensorium sowie einem schützenden Brustpanzer ausgestattet sein. Hals- und Kopfbereich werden von einer Halskrause mit Kehlkopfschutz gesichert, der Helm verfügt außerdem über ein Gitter, das das ganze Gesicht umgibt. Gefangen wird der Ball mithilfe einer speziellen Torwartkelle.