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Fahrwerkskomponenten

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Fahrwerkskomponenten


Das Auto bringt uns täglich sicher zur Arbeit, in den Urlaub, oder zum nächsten Supermarkt. Das Fahren eines Autos ist nach einer kurzen Lernphase kinderleicht, doch die Technik, die in einem Auto steckt, ist nur für die wenigsten Autofahrer erkenntlich. Eines der Hauptbestandteile eines funktionierenden Fahrzeugs ist das Fahrwerk. Das Fahrwerk ist ein Oberbegriff für viele Bestandteile, die die Verbindung zur Fahrbahn herstellen. Das Fahrwerk sorgt dafür, dass das Auto eine sichere Straßenlage besitzt, eine angenehme Fahrweise garantiert auf Grund federnder Stoßdämpfer und auch in Kurven eine sichere Reifenlage besitzt.

Reparaturen am Fahrwerk sollten, wenn nötig, so schnell wie möglich von einem Profi unternommen werden, da das Fahrwerk auch als Herzstück des Kraftfahrzeugs bezeichnet wird – ohne funktionierende Fahrwerkskomponenten ist eine sichere Fahrt demnach nicht möglich. Zu den Fahrwerkskomponenten gehören unter anderem die Räder, Stoßdämpfer, die Federung, die Betriebsbremse und auch Tuning-Varianten wie die Spurverbreiterung oder die Tieferlegungsfedern.

Da das Auto einem hohen Verschleiß ausgesetzt ist, müssen Fahrwerkskomponenten früher oder später einmal ausgetauscht werden. Egal ob aus Verschleiß-Gründen oder aus sportlichem Interesse, um das Auto tiefer zu legen oder ein sportlicheres Fahrwerk zu bekommen – qualitativ hochwertige Komponenten sollten in jedem Fall das A und O bei der Kaufentscheidung sein. Der nachfolgende Ratgeber bietet einen kleinen Einstieg in die Welt der Fahrwerkskomponenten.

Die Spur eines Autos

Breiter, tiefer, härter – Tuning Fans haben es sich häufig als Ziel gesetzt, ihr Auto durch Spurverbreiterung und Tieferlegung so sportlich und aggressiv wie nur möglich werden zu lassen. Doch was ist eigentlich die Spur? Als Spur wird der Winkel beschrieben, der zwischen der Längsachse des Autos und der Schnittlinie der Fahrbahn besteht. Die Spur sollte jederzeit korrekt eingestellt sein, um einen einseitigen Reifenverschleiß zu vermeiden und auch das ungewollte Abdriften in eine Richtung zu verhindern. Die Spur hält das Auto quasi auf Kurs und sollte demnach absolut korrekt funktionieren.

Je breiter die Spur ist, desto besser ist meist die Fahrstabilität – daher spricht man in Rennsport- und Tuningkreisen auch so häufig von der Spurverbreiterung. Ein kleiner Tipp am Rande: Wer mit seinem Auto eine Kollision hatte oder auch nur etwas unsanft gegen den Bordstein geknallt ist, sollte seine Spur neu vermessen lassen. Durch einen Aufprall kann sich die Spur einseitig verschieben, sodass das Auto unregelmäßig auf der Straße liegt und auch die Reifen ungleichmäßig abgefahren werden. Eine Spurvermessung kann in jeder Werkstatt vorgenommen werden.

Die Stoßdämpfer

Die Stoßdämpfer sorgen, wie es der Name schon verrät, für eine angemessene Stoßabdämpfung auf der Straße. Egal ob Unebenheiten im Asphalt, Schlaglöcher oder Waldstrecken – hätte man im Auto keinen Stoßdämpfer, wäre es für die Mitfahrer äußerst unbequem. Sie federn Unebenheiten so weich wie möglich ab und sorgen für eine komfortable Fahrt.

Wer hingegen sportlicher fahren möchte, entscheidet sich häufig für harte Stoßdämpfer. Sie federn nur minimal ab, garantieren jedoch auch eine stabilere Lage auf der Straße und ein direkteres Lenkvermögen. Wer besonders weiche Stoßdämpfer eingebaut hat, fühlt sich meist wie in einer Limousine gut verpackt – hingegen vermitteln harte Stoßdämpfer das Gefühl, jeden Stein unter den Reifen zu fühlen. Je nach Vorliebe sollte man also seine Stoßdämpfer auswählen, um eine sportliche oder gemütliche Fahrt zu bekommen. Vorsicht ist geboten, wenn die Stoßdämpfer anfangen zu quietschen; hier scheinen die Federn so langsam an ihre Grenzen zu kommen und sollten bestenfalls zügig ausgetauscht werden.

Tieferlegungsfedern

Windschnittiger, näher am Asphalt und deutlicher in der Lenkung – wer es gerne etwas rasanter mag im Auto, entscheidet sich häufig für eine Tieferlegung des Fahrzeugs. Wer sich einmal im Profirennsport umgesehen hat, wird kein Auto finden, das nicht tiefergelegt ist. Je tiefer das Auto auf der Straße liegt, desto besser werden die Rundenzeiten – kein Wunder also, dass auch die Otto-Normalverbraucher ihre Autos tunen möchten.

Tieferlegungsfedern sind in den unterschiedlichsten Varianten erhältlich. Je nachdem, wie tief man die Karosserie des eigenen Autos legen möchte, sind unterschiedliche Federstärken erforderlich. Hierbei gilt: Je stärker die Feder, desto tiefer kommt die Karosserie des Autos. Weiter unterscheiden sich Tieferlegungsfedern in der Bauart für die vordere und hintere Achse. Je nach Ort sind unterschiedliche Federn nötig, um das Auto richtig tiefer zu legen. Doch Vorsicht: Man sollte es mit dem Tieferlegen nicht übertreiben, denn ansonsten könnte man mit dem eigenen Fahrzeug im alltäglichen Straßenverkehr Probleme bekommen. Ob Einfahrten, Tempobegrenzungshügel oder Bordsteine – eine zu tiefe Lippe kann schnell mit dem Asphalt kollidieren und zu Schaden kommen. Weiter kann einem auch der TÜV verweigert werden, wenn das Auto nicht für den normalen Straßenverkehr geeignet ist.

Beim Kauf von Tieferlegungsfedern sollte man darauf achten, dass das gewünschte Modell auch für das eigene Fahrzeug geeignet ist. Hierbei geben die Hersteller meist eine Liste an Fahrzeugen an, bei denen die Federn problemlos verbaut werden können. Wer sich in dem Bereich nicht auskennt, sollte die Federn unbedingt von einem Fachmann verbauen lassen – anderenfalls kann man die Sicherheit seines Fahrzeugs und auch die der anderen Verkehrsteilnehmer nicht mehr garantieren.

Letzte Kauftipps

Heutzutage kann man nahezu alle Fahrwerkskomponenten online einkaufen. Dies bietet den Vorteil, dass man mehrere Objekte miteinander vergleichen kann, Erfahrungsberichte lesen kann und unterschiedlichste Produkte angeboten bekommt. Darüber hinaus bieten die meisten Anbieter eine genaue Beschreibung ihrer Produkte an und weisen detailliert auf, für welches Fahrzeug die gewünschte Komponente geeignet ist.

Ein letzter Tipp für den Online Handel: Wer auf der Suche nach Fahrwerkskomponenten für das eigene Auto oder Motorrad ist, sollte den Fahrzeugschein stets parat halten. Hier kann man das Baujahr und die Modellbezeichnung genau nachlesen, um Irrtümer beim Kauf zu vermeiden. Besonders das Baujahr ist in vielen Fällen ausschlaggebend, da ältere Modelle meist eine veraltete Technik aufweisen und mit modernen Fahrwerkskomponenten nur bedingt harmonieren. Der Einbau der Komponenten sollte stets nur von einem Fachmann erfolgen, um sicher zu gehen, dass das Fahrwerk allen Sicherheitsvorschriften entspricht.

Weiter sollte man sich vorab informieren, ob die eingebaute Komponente in den Fahrzeugschein eingetragen werden muss – ansonsten kann man bei einer allgemeinen Verkehrskontrolle Ärger bekommen. So kann man ruhigen Gewissens und bestens ausgestattet eine schnelle Fahrt über die Autobahn genießen.