Ratgeber Overhead-ProjektorenOverhead-Projektoren sind optische Bildwerfer, mit denen Sie Schriften und Grafiken, beispielsweise während des Unterrichts oder einer Besprechung, auf transparenten Folien vergrößert auf einer Wand abbilden können. Erste vergleichbare Projektoren hat es bereits 1927 von Liesegang gegeben. Im Jahr 1931 hat die Firma einen ähnlich arbeitenden Schreib-Projektor nach der Idee von Walther Bauersfeld entwickelt. Bis sich
Tageslichtprojektoren jedoch durchsetzen konnten, vergingen weitere dreißig Jahre. Erst 1960 gingen von der Firma 3M produzierte Overhead-Projektoren in Serie. Seither sind die Geräte vor allem in Schulen und Universitäten zum Einsatz gekommen.
Ein Overhead-Projektor arbeitet ähnlich einem Diaprojektor. Anstatt Dias abzubilden, verfügen die Projektoren über eine beleuchtete Fläche, auf der Sie mit speziellen Stiften beschreibbare Folien ablegen können. Das zu projizierende Bild wird an ein Objektiv über der Arbeitsfläche übermittelt. Von dort aus überträgt ein Spiegel den Inhalt der Folie horizontal auf eine Wand. Diese kann eine spezielle Bildwand sein, aber auch schlichte weiße Wände eignen sich für die Verwendung von Overhead-Projektoren.
Overhead-Projektoren einsetzenDie Qualität der Abbildung hängt vor allem vom Objektiv ab, das sich im Overhead-Projektor befindet. Der Spiegel lässt sich neigen, so dass Sie Verzerrungen verhindern können. Die meisten Tageslichtprojektoren sind Standgeräte, die Sie vor sich auf einem Tisch platzieren können. Folgende Faktoren begünstigen den Kauf eines Projektors:
- Sie möchten
Präsentationen halten, ohne dass Sie hierfür einen Computer verwenden müssen.
- Während einer Besprechung möchten Sie spontane
Ergänzungen oder Anmerkungen auf den Folien festhalten.
- Es steht
kein Beamer zur Verfügung, der Ihnen die Projektion Ihres Materials ermöglichen könnte.
- Sie suchen nach einem
kompakten Gerät, das Sie bei Bedarf auch an einem anderen Ort einsetzen können.
Die Ausstattung handelsüblicher Overhead-Projektoren ist oft ähnlich. Ein heller Halogenstrahler übernimmt die Beleuchtung der Arbeitsfläche, während Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten zur Verfügung stehen. Folien und Stifte zum Beschreiben sind separat zu den Geräten erhältlich.
Overhead-Projektoren für Schule und Büro
Klassische
Overhead-Projektoren für Schulen und das Büro eignen sich für allgemeine Präsentationen und Besprechungen. Die OH-Projektoren verfügen in aller Regel über eine einzelne Linse. Dabei kann es sich entweder um eine Variolinse mit Brennweiten zwischen 280 und 320 mm handeln oder um eine Linse mit einer Brennweite von mehr als 300 mm. Je größer die Brennweite ist, umso flexibler sind Sie beim Aufstellen des Gerätes. Die Arbeitsfläche misst ausgehend vom DIN A4-Format 285 mm im Quadrat. Sie können sowohl den Abstand zwischen Arbeitsfläche und Objektiv als auch den Projektionswinkel einstellen. Die Halogenleuchten erreichen 2.000 bis 3.000 Lumen, abhängig von der Spannung der Lampe. Die meisten handelsüblichen Overhead-Projektoren für den Tisch wiegen etwa 12 Kilogramm. Sie sind zwar durchaus mobil, lassen sich aber nicht ohne weiteres transportieren. Ein
Projektortisch mit Ablagen und Fächern für Stifte und Folien kann daher sinnvoll sein. Bei Nichtgebrauch ziehen Sie einfach den Netzstecker des Projektors, wickeln das Kabel auf und fahren den Tisch zur Seite.
Kompakte Overhead-Projektoren
Wenn Sie nach einem Projektor suchen, den Sie flexibel an unterschiedlichen Orten einsetzen können, ist ein
tragbarer Overhead-Projektor für Sie am besten geeignet. Diese Modelle verzichten auf das sogenannte Lampenhaus, also auf das Gehäuse unterhalb der Arbeitsfläche. Stattdessen sind unter der Arbeitsfläche weitere Spiegel eingebaut, die eine Abbildung auf einer Wand ermöglichen. Die Lampe der rund 250 Watt starken OHPs sitzt neben dem Objektiv und erreicht bis zu 3.000 Lumen Helligkeit. Bei Bedarf können Sie den Energieverbrauch des Overhead-Projektors durch eine Sparfunktion senken.
Die optimale Distanz der kleinen Projektoren zur Bildwand liegt zwischen einem und zwei Metern, die Größe der Abbildung hängt mitunter von der Brennweite des verbauten Objektivs ab. Nach der Präsentation oder Besprechung können Sie den Arm des Projektors einfach einklappen und erhalten ein kompaktes und flaches Gerät mit einem Gewicht von etwa 7 Kilogramm, das Sie in einer Tasche sicher transportieren können.
Overhead-Projektoren für helle Räume
Für Räume, die sich schlecht abdunkeln lassen, reichen die Halogenleuchten herkömmlicher Overhead-Projektoren oftmals nicht aus. In diesem Fall ist ein
Overhead-Projektor für helle Räume die richtige Empfehlung für Sie. Die Brennweiten des Objektivs sind variabel. Sie können also ein Modell auswählen, das für den Raum, in dem der Projektor arbeiten soll, gut geeignet ist. Die Helligkeit der verbauten Leuchten ist mit rund 6.000 Lumen optimal für helle Bildwände geeignet. Die Projektion ist gut sichtbar. Die Leistung der Geräte ist deutlich höher, weshalb Sie unbedingt zu einem Modell mit Sparfunktion greifen sollten. Die weitere Ausstattung der OH-Projektoren hängt vom gewählten Gerät ab.
Denken Sie beim Kauf auch an das entsprechende Zubehör wie Folien und Stifte. Auch eine Abdeckung ist sinnvoll, da der Projektor so nicht unnötig verstaubt.
Bildprojektion früher und heuteWährend es noch vor wenigen Jahrzehnten üblich war, Unterrichtsmaterial oder Statistiken im Unternehmen auf einem Tageslichtprojektor zu präsentieren, ist das Gerät heute in vielen Bereichen durch andere Präsentationstechniken ersetzt worden. Vor allem in Schulen sind zwar noch etliche Overhead-Projektoren im Einsatz, doch die sich rasch weiterentwickelnde Technik verdrängt das Arbeiten mit beschreibbaren Folien immer mehr.
Warum Projektoren so wichtig sindIm privaten Bereich sind Diaprojektoren lange Zeit das Maß der Dinge gewesen und auch heute noch besitzen viele Menschen Dias. Im Normalfall allerdings schließen Sie heutzutage Ihre Kamera an den Fernseher an und haben sofort Zugriff auf Bilder und Videos, die Sie aufgenommen haben. Im geschäftlichen Bereich sind Projektoren unverzichtbar, weil Sie bei Besprechungen und Konferenzen nicht nur den Vortrag stützen, sondern auch die Inhalte visuell unterstreichen. Das gleiche Prinzip gilt auch für Schulen. Dank der
beschreibbaren Folien, die in
Tageslichtprojektoren zum Einsatz kommen, können Lehrkräfte Ergänzungen oder Anmerkungen einfügen oder aber bestimmte Inhalte noch einmal verdeutlichen.
Software für Präsentationen
Kaum jemand macht sich heute noch die Mühe, Präsentationen handschriftlich auszuarbeiten. Das ist auch nicht mehr notwendig, da mehrere Entwickler, darunter Microsoft, im Rahmen der
Office-Versionen,
Software für Präsentationen entwickelt haben. Ironischerweise heißen die einzelnen digitalen Seiten der Mappen weiterhin Folien. Der Vorteil digitaler Präsentationen liegt ganz klar in der Flexibilität der Anwendung. Außerdem können Sie mit verhältnismäßig wenig Aufwand Text, Grafiken und sogar Videos miteinander verknüpfen. Jetzt benötigen Sie nur noch eine Möglichkeit, um die Präsentation auf Ihrem Monitor Ihrem Publikum vorstellen zu können.
Digitale VideoprojektorenDie am weitesten verbreitete Methode zur Präsentation von Dokumenten, Grafiken oder Videos ist die Verwendung eines
digitalen Videoprojektors. Diesen kennen sie vermutlich besser unter dem umgangssprachlichen Namen Beamer. Während die digitalen Projektoren vor einigen Jahren noch sehr teuer waren, gibt es heute bereits sehr
günstige Beamer ab etwa 400 Euro. Sie schließen Ihren Computer einfach an den Beamer an und übertragen somit die Anzeige verlustfrei und ohne Verzerrungen auf eine Leinwand. Laserpointer eignen sich dazu, auf bestimmte Stellen in Ihrer Vorstellung aufmerksam zu machen.