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Ratgeber

Ratgeber Bürostühle



Die Zufriedenheit im Job wird nicht nur von der eigentlichen Aufgabe, sondern auch von diversen anderen Faktoren bestimmt. Eine wichtige Rolle spielt dabei natürlich das Verhältnis zu den Arbeitskollegen. Respektvoll und freundlich sollte man miteinander umgehen. Auch die Arbeitsumgebung sollte man nicht außer Acht lassen, denn wer möchte schon in einem zu kalten Kellerraum ohne Fenster sitzen.

Bei der Arbeitsumgebung handelt es sich um einen Punkt, den Arbeitnehmer zum Teil selbst mitbestimmen und mitgestalten können. Vor allem im Heimbüro können Sie Ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Ein großer Schreibtisch, ein oder zwei Bildschirme und ein bequemer Bürostuhl können die Arbeitsatmosphäre bereits wesentlich verbessern. Vor allem die Auswahl des Bürostuhls leistet dazu einen wichtigen Beitrag, denn es ist schon mehrfach wissenschaftlich nachgewiesen, dass eine falsche Haltung schnell zu Verspannungen und zu einer nachlassenden Konzentration führen kann.

Bürostühle – Modelle


Bürostühle sind für das Arbeiten am Schreibtisch optimiert. Sie sollen dementsprechend auch bei mehrstündigem Sitzen eine möglichst natürliche und nicht gesundheitsschädigende Körperhaltung fördern. Was Sie beim Kauf Ihres Bürostuhls beachten sollten, haben wir im Folgenden aufgeführt. Die wesentlichen Punkte sind nachstehend aufgelistet:

- Die Verarbeitung und die Qualität der Materialien
- Der Sitzkomfort
- Die Beschaffenheit der Rollen

Der Begriff Dynamisches Sitzen steht für eine sich wiederholende Veränderung der Sitzhaltung während der Arbeit. Dadurch lässt sich eine abwechselnde Belastung der Muskulatur erreichen und körperliche Beschwerden, sowie Ermüdungserscheinungen werden vorgebeugt. Unterscheiden kann man im Allgemeinen zwischen dem aktiv-dynamischen Sitzen und dem passiv-dynamischen Sitzen. Beim aktiv-dynamischen Sitzen kann der Nutzer die Sitzstellung entsprechend seiner persönlichen Vorlieben verändern. Beim passiv-dynamischen Sitzen ist die Stellungsänderung hingegen vom jeweiligen Stuhlmodell vorgegeben.

Der Sitzball

Seit Anfang der 90er ist der Sitzball bzw. der Gymnastikball als Sitzmöglichkeit im Büro in Verwendung. Er soll dafür sorgen, dass sich das dynamische Sitzen am Schreibtisch nahezu automatisch umsetzen lässt. Um dies entsprechend zu gewährleisten, muss der Ball sehr gut aufgeblasen sein. Beim Kauf sollten Sie außerdem bedenken, dass der Gymnastikball dazu neigt, den Schmutz vom Fußboden aufzunehmen und auf die Kleidung zu übertragen. Da der Ball zudem keine Rückenlehne besitzt, besteht eine erhöhte Gefahr des Rundrückens. Dieser belastet den Körper, einschließlich der Organe und der Atemwege. Der Gymnastikball ist daher nicht als alleinige Sitzgelegenheit geeignet, sondern sollte eher in Kombination mit einem Bürostuhl Verwendung finden. Beachten Sie auch, dass der Gymnastikball aufgrund seines geringen Gewichts und der fehlenden Fixierungsmöglichkeiten eine erhöhte Unfallgefahr birgt.

Der Bürohocker

Das Konzept des dynamischen Sitzens wollen heute auch viele Bürohocker umsetzen. Sie greifen das Bewegungskonzept des Gymnastikballs auf und kombinieren dazu einige vorteilhafte Eigenschaften des Bürostuhls. Im Gegensatz zum Gymnastikball lässt sich der Hocker in der Höhe verstellen und somit an die individuelle Körpergröße bzw. an die Arbeitstischhöhe anpassen. Bürohocker sind wahlweise mit einem Fußring, einer Fußplatte oder Rollen erhältlich. Der Hocker ist also kippsicher und rollt nicht weg.

Bürohocker besitzen in der Regel keine Rückenlehnen. Allerdings verfügen sie über unterschiedlich geformte Sitzflächen. Eine nach oben gewölbte Sattelform fördert zum Beispiel eine gesunde Becken- und Beinhaltung. Zu den neuesten Modellen unter den Bürohockern gehören die Hocker mit 3D-Wipptechnik. Diese Modelle schwingen nach oben und unten, sowie zu allen Seiten. Sie fördern das dynamische Sitzen effektiv. Aufgrund der fehlenden Rückenlehnen besteht auch bei dem Bürohocker die erhöhte Gefahr eines Rundrückens. Diese lässt sich zum Teil durch eine wiederholte Selbstkontrolle eingrenzen. Besser ist jedoch, wenn der Hocker nicht als alleinige Sitzmöglichkeit verwendet wird.

Der Drehsessel und seine Bestandteile


Der Drehsessel ist der Klassiker unter den Bürostühlen. Er ist in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich und auch als Kinderversion verfügbar. Als Bürostuhl bezeichnet man im Allgemeinen einen auf Rollen gelagerter Stuhl mit Rückenlehne. Er kann sich in den meisten Fällen um die eigene Achse drehen, wodurch eine erhöhte Flexibilität geschaffen ist.

Die Rollen

Bei den Rollen handelt es sich um die sogenannten Castor-Räder. Das sind besondere Lenkräder, die sich selbstständig in der jeweiligen Bewegungsrichtung ausrichten. Bei der Auswahl des Bürostuhls gehören die Rollen zu den wichtigsten Kaufkriterien. In diesem Zusammenhang sollten Sie unbedingt auf das maximale Belastungsgewicht achten. Wichtig ist außerdem, dass die Rollen zum jeweiligen Untergrund passen. Für die Nutzung auf Teppichboden sind beispielsweise Rollen mit einem großen Durchmesser geeignet. Große Rollen sinken nämlich weniger stark in den Teppich ein. Für Parkett, Laminat und Fliesen sollte man die entsprechenden Hartbodenrollen wählen.

Das Fußkreuz

Das Fußkreuz bezeichnet man oftmals auch einfach nur als Fuß, der die Basis des Bürostuhls bildet. Es besitzt fünf oder sechs Arme, welche die Stabilität des Stuhls gewährleisten. Am Ende eines jeden Arms ist jeweils eine Rolle befestigt. In der Mitte des Fußkreuzes befindet sich eine Gasdruckfeder, mit welcher der Bürostuhl sich in der Höhe verstellen lässt. Das Fußkreuz ist meist aus Hartkunststoff gefertigt. Bei diesen Modellen beobachtet man jedoch oft ein Durchsacken der Gasdruckfeder. Eine langlebigere, aber auch etwas kostenintensivere Alternative stellen da Fußkreuze mit einem zusätzlichen Metallring dar. Dieser verhindert das Durchsacken der Gasdruckfeder.

Die Rückenlehne

Ebenfalls wichtig ist natürlich die richtige Rückenlehne. Diese muss bestimmte Grundbedingungen erfüllen, um eine gesunde Sitzhaltung zu gewährleisten. Besonders wichtig ist, dass die Rückenlehne eine permanente Unterstützung der Lendenwirbelsäule sicherstellt. Dies wird durch einen möglichst geringen Beckenkontaktverlust bewirkt. Hersteller erreichen dies, indem sie ihre Drehstühle mit Drehgelenken im Rückenbereich ausstatten. Auch die entsprechende ergonomische Polsterung sollten Sie nicht außer Acht lassen. Sie können diese beim Kauf überprüfen, indem Sie die Rückenlehne in vertikaler Richtung ausrichten und mit dem Rücken komplett an die Rückenlehne heran rutschen. Wenn die Rückenlehne Ihre komplette Rückenform nachbildet, ist Sie ergonomisch geformt.

Einige Arbeitsstühle verfügen zusätzlich zur Polsterung über individuell einstellbare Lordosestützen. Mit deren Hilfe lässt sich die Rückenlehne individuell anpassen. Eine Sonderform der Rückenlehne stellt die zweigeteilte Rückenlehne dar. Sie weist eine Zweiteilung in vertikaler oder in horizontaler Richtung auf. Dadurch lässt sich eine hohe Beweglichkeit ermöglichen, die dem Prinzip des dynamischen Sitzens entspricht. Zu den preisgünstigen Varianten gehören Rückenlehnen mit einer Netzbespannung. Diese muss natürlich einen gewissen Spannungsgrad aufweisen, damit sie ihre Form nicht verliert und den Rücken ausreichend stützen kann. In Kombination mit Netzbespannungen sind bestimmte Auflagen für den Schutz vor Zugluft erhältlich.

Die richtige Sitzhaltung


Der richtige Bürostuhl spielt nachgewiesenermaßen eine wichtige Rolle in Bezug auf die Produktivität und die Gesundheit des Arbeitnehmers. Allerdings kann er nicht als alleinige Garantie für die Vermeidung von Rückenschmerzen oder anderen Beschwerden angesehen werden. Mindestens ebenso wichtig ist die Einhaltung einer gesunden Sitzposition. Dementsprechend sollten Sie Ihre Sitzposition im Laufe des Tages immer wieder kontrollieren und gegebenenfalls korrigieren.

Für die Einhaltung der richtigen Sitzposition sollten Sie die folgenden Hinweise beachten: Stellen Sie die Sitzhöhe Ihres Stuhls so ein, dass Ihre Füße flach auf dem Boden stehen. Dadurch erzielen Sie eine Entlastung der Lendenwirbelsäule. Außerdem sollten Ihre Unterarme waagerecht auf dem Tisch aufliegen. So vermeiden Sie, dass sich Ihre Schultern verkrampfen. Von Vorteil ist auch eine leicht nach vorn geneigte Sitzfläche. Sie verhindert, dass Sie nach längerem Sitzen in einen Rundrücken verfallen.

Wenn Sie am Computer arbeiten, sollte Ihr Monitor idealerweise 50 bis 70 Zentimeter entfernt stehen. Richten Sie den Bildschirm frontal aus, denn verdrehte Sitzpositionen können ebenfalls eine gesundheitsschädigende Wirkung haben. Verzichten Sie zudem auf das Übereinanderschlagen der Beine. Dadurch wird nämlich die Blutzufuhr im jeweils unteren Bein abgeklemmt. Man empfiehlt außerdem, dass man die Arbeit in regelmäßigen Abständen unterbrechen und einige Schritte gehen sollte. Dies regt die Durchblutung und den Kreislauf an und verbessert dementsprechend die Konzentration.

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