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Ratgeber

Schlitten Ratgeber


In der Antike wurden Schlitten in erster Linie als Arbeits- und Transportmittel genutzt. Selbst äußerst schwere Gegenstände konnten mithilfe eines Schlittens und dem passenden Untergrund transportiert werden. Die Ägypter beispielsweise nutzten Schlammbahnen um große Steinblöcke mithilfe von Schlitten zu den Baustellen der Pyramiden zu transportieren. In den nördlicheren Gefilden gebrauchten die Menschen Schlitten auch als Fortbewegungsmittel, wobei sie meist Pferde, Hunde oder auch Rentiere als Zugkräfte einspannten. Im 15. Jahrhundert wurden Schlitten auch in Mitteleuropa populär. Hier gebrauchte das Bürgertum sie vorzugsweise als Prestigeobjekt. Kunstvoll gearbeitete Kufen-Schlitten, die vor Luxus strotzten, wurden stolz dem Arbeitervolk präsentiert, um den eigenen Stand zu unterstreichen. Auch der Adel genoss es, von Pferden gezogen durch die winterliche Landschaft zu fahren. In dieser Zeit begann der Wandel vom reinen Arbeits- und Transportmittel hin zum Vergnügungsinstrument. Während früher Schlitten ausschließlich aus Holz gefertigt wurden und mit Kufen aus Eisen versehen wurden, werden heutzutage vermehrt Schlitten aus Plastik hergestellt.

In diesem Kaufberater möchten wir Ihnen die unterschiedlichen Modelle vorstellen und Ihnen einen Einblick in die Welt des Schlittens geben, um Ihre Kaufentscheidung zu erleichtern.

Worauf sollten Sie beim Kauf achten?


Ein Schlitten bringt meistens die ganze Familie zusammen. Selbst wenn Sie Ihr Kind alleine mit dem Schlitten nach draußen lassen, sollten Sie sich sicher sein, dass der Schlitten keine Gefahr in sich birgt. Zunächst können Sie jedoch folgende Dinge beachten:

- Welches Modell ist das richtige?
- Aus welchen Materialien wurde er gefertigt?
- Soll es ein Schlitten mit oder ohne Lenkung sein?
- Gibt es Zubehör für Kleinkinder?

All diese Fragen werden Sie nach dem Durchlesen dieser Kaufberatung für sich beantworten können.

Die Schlitten-Modelle


Der Aufbau des Schlittens ist immer gleich gestaltet. Er besitzt eigentlich immer zwei Kufen. Ob Sie sich nun für einen klassischen Schlitten oder einen Bob entscheiden, hängt vom Alter, und auch von den eigenen Anforderungen ab. Hier möchten wir Ihnen nun die einzelnen Modelle vorstellen.

Der klassische Schlitten

Der klassische Schlitten ist bis auf die Kufen ausschließlich aus Holz gefertigt und verfügt über eine gerade Sitzfläche. Modifizierte Modelle haben eine Sitzfläche, die mit gewebten, schmutzabweisenden Kunstfaser-Textilien bespannt ist und Ihnen etwas mehr Komfort bietet. Die Kufen des Schlittens sind die einzig vorhandenen Laufflächen und von dementsprechender Wichtigkeit. Bei Holzschlitten sind die Laufflächen mit je einer Metallschiene versehen um ein perfektes Gleiten auf Schnee zu gewähren. Häufig gelten die klassischen Schlitten auch als sehr robust und bereiten Ihnen über Generationen hinweg Freude, sofern Sie eine regelmäßige Pflege betreiben. Neben den kleineren Modellen gibt es selbstverständlich auch größere Modelle. Auch hierbei werden in der Herstellung nach wie vor die regulären Materialien verwendet: Holz und Kufen aus Metall.

Der Bob

Beim Bob gibt es zwei unterschiedliche Modelle, die man grundlegend unterscheidet. Da ist zum einen der klassische Bob, der in einem Stück gefertigt wurde und zu etwa 80 Prozent aus Kunststoff besteht. Diese Schlitten erhalten Sie in zwei Varianten. Die einen ähneln im Aussehen dem klassischen Holzschlitten, während die gängigeren Bob-Modelle als bodennahe Sitzschalen konstruiert wurden, die Ihnen meist eine zusätzliche Lenkung bieten.

Erst seit einigen Jahren auf dem Markt sind sogenannte Snow Racer. Diese Schlittenart ist eine Mischung aus altbewährter Schlittenkonstruktion und modernem Bob. Von der Höhe her entspricht ein Snow Racer einem Holzschlitten, wobei eine Lenkung für eine dritte Kufe an der Front des Schlittens integriert ist. Diese Schlittenart wird meist als Kombination aus Kunststoff und Metall gefertigt. Dieser Schlitten ermöglicht Ihnen eine sehr genaue Lenkung und erreicht hohe Geschwindigkeiten. Aufgrund dieser Tatsachen und einer erhöhten Sitzposition ist der Schlitten eher für Jugendliche und Erwachsene geeignet, da Kinder häufig mit der genauen Lenkung überfordert sind.

Die Lenkung ist entscheidend


Die Schlittenart bestimmt als wesentlicher Faktor auch die nötige Lenkung des Gefährts. Klassische Holzschlitten und auch deren bauähnlichen Verwandten aus Kunststoff steuern Sie allein durch die Beine und entsprechende Gewichtsverlagerung. Hier ist einiges an Übung und Können nötig, damit Sie den Schlitten auch bei höheren Geschwindigkeiten noch unter Kontrolle haben. Entscheidend ist hierbei in erster Linie die Anwendung der richtigen Technik. Besonders beim Einsetzen der Gewichtsverlagerung als Lenkmanöver ist wichtig zu wissen, dass Sie Ihren Körper dabei in die andere Richtung als der gewünschten Fahrtrichtung legen müssen. Ihre Beine dienen in erster Linie als Bremsvorrichtung und können während der Fahrt auf den Kufen abgestellt werden. Durch die Bodennähe des Bobs und die damit verbundene Sitzhaltung ist eine Lenkung durch Gewichtsverlagerung nur eingeschränkt möglich. Daher werden in vielen dieser Modelle zusätzliche Lenkungen eingebaut. Sie ist meist als zusätzliche Kufe integriert, die Sie mit einem Lenkrad steuern können.

Die richtige Pflege eines Schlittens


Nutzen Sie den Schlitten gerne und häufig, sind Abnutzungserscheinungen kaum zu vermeiden. Leider entstehen diese Verschleißerscheinungen in erster Linie an den Kufen, was auf Dauer zu einer verminderten Laufflüssigkeit des Schlittens führt. Bei Holzschlitten äußern sich Verschleißerscheinungen der Kufen häufig in Kratzern und rostigen Stellen. Bei den Bobs erkennen Sie den Verschleiß anhand von abgebrochenen Kunststoffteilen oder die verkratzten Kufen. Hier haben Sie beim Holzschlitten einen entscheidenden Vorteil gegenüber der modernen Variante aus Plastik. Mit nur geringem Aufwand können Sie die Verschleißteile selbstständig wieder in Stand setzten. Roststellen schleifen Sie dabei zuerst mit grobkörnigem, danach mit feinkörnigem Schleifpapier ab. Anschließend müssen Sie den Schlitten nur wieder lauffreudig machen. Hierzu erwerben Sie ein spezielles Wachs im Fachhandel, mit dem die Kufen eingerieben werden - aber auch eine einfache Haushaltskerze, welche Sie über die Kufen streichen, erfüllt diese Aufgabe.

Altersgerechtes Anpassen des Schlittens


Wenn Sie einen Schlitten kaufen, sollten Sie dabei auch die Größe des Nutzers berücksichtigen. Bobs sind in erster Linie für Kinder konstruiert und halten meist dem Gewicht einer erwachsenen Person nicht stand. Zudem sollten Sie jeden Winter überprüfen, ob Ihr Kind noch genügend Platz im Schlitten hat, um unnötige Unfälle zu vermeiden. Als Erwachsener sollten Sie eher auf das klassische Format des Rodelschlittens aus Holz oder Plastik beziehungsweise auf einen Snow Racer zurückgreifen. Ihre Kinder können hier auf dem Schoß bzw. vor Ihnen sitzend mitgenommen werden. Aber auch für Babys und Kleinkinder gibt es eine Alternative. Besonders im Winter wird das für Sie sehr angenehm sein, anstatt den Kinderwagen durch den Schnee zu schieben. Um die Kinder vor einem Sturz zu bewahren, können Sie spezielle Schlittenlehnen an einen klassischen Rodelschlitten aus Holz montieren. Exakt auf diese Lehnen zugeschnittene Wärmesäcke schützen das Kleinkind vor der Kälte.

Passende Einsatzgebiete und Sicherheitsvorkehrungen eines Rodelschlittens


Generell können Sie jeden gut beschneiten Hügel in der Umgebung als Rodelbahn nutzen. Planen Sie jedoch ausgiebigere Winteraktivitäten, lohnt es sich ein Skigebiet mit ausgebauter Rodelbahn zu besuchen. Hier sollten Sie beachten, dass die meisten Skipisten für Rodelschlitten gesperrt sind, da die Unfallgefahr zu groß ist. Spezielle Rodelbahnen sind in engen Kurven ausreichend gesichert und ausschließlich für Rodelschlitten freigegeben. Wichtig ist, dass Sie Ihren Schlitten zuvor auf einem kleineren Hügel testen, um seine Lenkeigenschaften kennenzulernen. Außerdem sollten vor allem Kinder ausreichend Schutzkleidung tragen, um Verletzungen bei eventuellen Stürzen möglichst zu vermeiden. Empfehlenswert sind hier vor allem Helme.

Haben Sie sich erst einmal für den richtigen Schlitten entschieden, werden Sie mit ihm viel Spaß haben.

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Wichtige Merkmale

Sicherheitsanforderungen

Sobald der erste Schnee fällt, drängen sich zahlreiche Kinder auf die frisch beschneiten Hügel und rasen mit ihren Schlitten die Pisten runter. Der Spaßfaktor bei dieser Freizeitaktivität ist sehr hoch, allerdings besteht ein großes Verletzungsrisiko. Darum ist es wichtig, dass Eltern besonders auf die Qualität und Sicherheit der Schlitten achten.

Bei der Wahl des richtigen Schlittens ist die Art der Nutzung beziehungsweise die Intensivität für die Kaufentscheidung ausschlaggebend. Ebenso wichtig ist, ob das Kind alleine oder in Begleitung eines Erwachsenen rodelt, denn das Gesamtgewicht, entscheidet maßgeblich welches, Modell das richtige ist. Sofern das Kind alleine rodeln möchte, sollten Eltern eher zu einem Leichtgewicht tendieren. Experten empfehlen gemeinhin Kinder erst ab dem 4. Lebensjahr alleine rodeln zu lassen. Ein weiterer Aspekt ist die Größe und das Gewicht des Schlittens, da das Kind den Schlitten möglichweise alleine, ohne die Kraft der Eltern, transportieren möchte.

Ein signifikanter Faktor ist die Beweglichkeit des Schlittens sowie ein ausgeprägter Strukturschliff der Kufen, welche den erforderlichen Halt bietet.

Qualitativ gute Schlitten zeichnen sich durch das GS-Siegel 0aus, welches dem Interessenten die erforderlichen Sicherheitsanforderungen bescheinigt.

Produkttyp

Das klassische und zugleich sicherste Modell ist der Hörnerschlitten. Die Kufen sind am vorderen Ende um 270 Grad hörnerartig auf beiden Seiten aufgebogen. Das Kind kann sich an den Hörnern festhalten und den Schlitten dadurch lenken. Bei Kleinkindern ist eine Rücklehne aufgrund der hohen Sturzgefahr eine durchaus sinnvolle Anschaffung.

Einziger Nachteil dieses Modells ist, dass sie im Vergleich zu alternativen Modellen mehr Schnee benötigen.

Kunststoffschlitten sind im Vergleich zu Holzschlitten zwar günstiger, jedoch weniger stabil und resistent gegen Kratzer. Darüber hinaus lassen sich Schlitten dieses Typus eher schwierig lenken und bremsen, was bei hoher Geschwindigkeit sehr gefährlich werden kann.

Der Porutscher ist bereits für Kinder ab dem 2. Lebensjahr geeignet. Für ältere Kinder sind Rutschteller empfehlenswert. Zwar sind solche Modelle günstig und beanspruchen relativ wenig Platz, doch lässt sich diese Schlittenart sehr schwierig lenken und ist bei eher Tiefschnee ungeeignet.

Für echte Adrenalinjunkies eignen sich insbesondere Rennrodel. Aufgrund des geringen Gewichts und der schlanken Kufen erreichen diese Modelle Spitzengeschwindigkeiten. Jedoch sind diese Schlitten eher für Erwachsene beziehungsweise erfahrene Rodler aufgrund des hohen Verletzungsrisikos geeignet.

Ausstattung

Zahlreiche Schlitten verfügen neben der Grundausstattung über weitere nützliche Features. Mithilfe eines Lenkrads kann der Schlitten in die gewünschte Richtung gelenkt werden. Die Bremsen unterstützen den Fahrer das Fahrzeug bei hoher Geschwindigkeit zu bedienen. Das Zugseil erleichtert es den Schlitten zu transportieren.

Besonderheiten

Mit einer Fußstütze kann man ganz komfortabel die Füße während der Fahrt aufsetzen. Bei rasanter Fahrt stabilisiert das Stahl-Lenkgetriebe den Schlitten und macht auch enge Kurven möglich.

Sitzart

Die Sitzart hängt maßgeblich vom Material des Schlittens ab. Zwar kann eine Kunststoffsitz prinzipiell angenehmer sein, doch überwiegen demgegenüber die Vorteile eines Holzschlittens.

Sitzplätze

Die Anzahl der Sitzplätze ist für die Wahl des Schlittens ausschlaggebend. Neben kleinen Modellen für maximal 1 Person gibt es zahlreiche Schlitten für bis 3 Personen. Weiterhin gilt zu berücksichtigen, ob der Schlitten sowohl für Kinder und Erwachsene oder ausschließlich für eine dieser Gruppe vorgesehen.

Produktfamilien