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Ratgeber

Ratgeber Matratzen



Das Schlafzimmer ist einer der Räume, in denen wir viel Zeit verbringen. Neben essentiellen Dingen wie dem Kleiderschrank und dem Nachttisch gehört ebenso das Bett zur Grundausstattung. Doch was wäre ein Bett ohne die richtige Matratze? Sie ist der Hauptgrund dafür, warum ein Mensch gut oder schlecht schläft.

Die Matratze besteht aus einem Polster, welches einen guten und komfortablen Schlaf ermöglicht. Jedoch ist das Angebot der unterschiedlichen Matratzen inzwischen so unübersichtlich, dass man bei der Neuanschaffung leicht überfordert ist.

In der heutigen Zeit sind Bettmatratzen grundsätzlich in mehrere Zonen eingeteilt, die auf die jeweiligen Partien des Körpers abgestimmt sind. Auf diese Weise gewährleistet die Matratze eine korrekte Liegeposition und entsprechende Stützung der einzelnen Körperregionen.

In diesem Ratgeber beschäftigen wir uns mit den unterschiedlichen Matratzenarten und geben Ihnen einen tieferen Einblick in die Materie.

Welche Matratzenarten gibt es?


Während früher Matratzen aus einem Bezug bestanden, der dicht mit Heu oder Stroh gefüllt war, sind heutzutage High-Tech Materialien bei der Herstellung von Matratzen im Einsatz. Der Bezug ist bei allen Modellen aus natürlichen Materialien gefertigt. Häufig finden Baumwolle, Wildseide oder andere Naturprodukte Anwendung. Grundsätzlich lassen sich jedoch folgende Matratzenarten - was den Kern dieser angeht - unterscheiden:

- Kaltschaummatratzen
- Viscoschaummatratzen
- Federkernmatratzen
- Taschenfederkernmatratzen
- Latexmatratzen

Jedes Modell hat seine Vor- und Nachteile. Nachfolgend möchten wir auf die einzelnen Gruppen etwas näher eingehen.

Kaltschaum- und Viscoschaummatratzen

Der Aufbau dieser beiden Matratzentypen ähnelt sich. Während früher die Schaumstoffmatratze noch ein schlechtes Image besaß, erfüllen Kaltschaum- und Viscoschaummatratzen in der heutigen Zeit einen hohen Standard.

Kaltschaummatratzen besitzen im Innern einen Kern aus PUR-Kaltschaum. Durch ihre Einteilung in unterschiedliche Zonen sind sie perfekt dazu in der Lage, die einzelnen Körperpartien zu stützen und neigen derweil nicht zur Kuhlen- oder Muldenbildung, wie es bei früheren Modellen oft der Fall war. Üblich sind 5- und 7-Zonen-Matratzen.

Viscoschaummatratzen dagegen sind aus einem sogenannten Memory-Schaum gefertigt und passen sich den Konturen des Körpers hervorragend an. Zudem ist der Schaum dazu in der Lage, nach dem Aufstehen des darauf Liegenden seine ursprüngliche Form wiederherzustellen.

Beide Modelle besitzen viele positive Eigenschaften. Darunter sowohl die absolute Geräuschfreiheit beim Schlafen als auch eine hervorragende Punktelastizität, die einen guten Schlaf gewährleistet. Ebenso sind die beiden Varianten nicht besonders anfällig für Hausstaubmilben, die sich gerne im Inneren von Matratzen ansiedeln.

Beim Kauf sind jedoch zwei wichtige Faktoren zu beachten: Die Stauchhärte und das Raumgewicht. Letzteres beschreibt das Gewicht in Kilogramm pro Kubikmeter. Es heißt: Je leichter der Schaumstoff, desto weniger Qualität. Die Stauchhärte dagegen besagt, wie viel Druck notwendig ist, um das Material nachhaltig zu beeinflussen. Auch hier: Je niedriger, desto minderwertiger.

Federkern- und Taschenfederkernmatratzen

Federkern- und Taschenfederkernmatratzen besitzen im Inneren mehrere, spiralförmige Federn, die man auch als Bonnellfedern bezeichnet. Sie gewährleisten eine dauerhafte Beibehaltung ihrer Form und sind daher besonders langlebig. Während es früher lediglich Federkernmatratzen gab, entwickelte die Industrie mit der Zeit eine haltbarere Variante: Die Taschenfederkernmatratze. Im Gegensatz zur gewöhnlichen Federkernmatratze besitzt diese Variante Federn, die eine bauchige Form haben.

Bei Federkernmatratzen kommt oft das Bild im Kopf auf, dass sich bei einem älteren Modell des Nachts unweigerlich irgendwann eine Feder in den eigenen Rücken bohrt und somit den geruhsamen Schlaf stört. Bei früheren Modellen konnte dies wirklich passieren. Mit der Zeit scheuerten sich der Bezugsstoff und das Polster durch und die Feder fand freien Zugang nach draußen. Heutzutage ist dies nicht mehr der Fall. Da die Federn in einzelnen Kammern verschlossen sind und die Polsterung aus anderen, hochwertigeren Materialien besteht, hat sie es nicht mehr so leicht, nach draußen zu gelangen.

In derlei Matratzen bildet sich kein Schimmel, da sie sehr atmungsaktiv sind und somit eine perfekte Luftzirkulation ermöglichen. Dazu gibt es sie schon zu relativ günstigen Preisen, wobei die Taschenfederkernmodelle eher etwas teurer sind. Beim Kauf sollte bezüglich der Punktelastizität unbedingt auf eine hochwertige Verarbeitung geachtet werden.

Latexmatratzen

Bei Latexmatratzen handelt es sich um Modelle, die gänzlich aus Gummi bestehen. Zur Herstellung verwendet die Industrie allerdings unterschiedliche Materialien wie synthetisches Gummi oder Naturlatex. Bei der Fertigung kommt das Verfahren der Vulkanisation zum Einsatz. Die hierbei genutzte, vorgefertigte Stahlform füllen die Hersteller mit der Latexmischung und setzen diese anschließend erheblicher Hitze aus. Charakteristisch für Latexmatratzen sind die sogenannten Heizstifte, die bei der Fertigung in die Form gelangen und somit das typische Lochmuster formen.

Besonders bekannt sind Latexmatratzen für ihre gute Punktelastizität. Sie passen sich dem Körper perfekt an und können auf jedem Lattenrost Verwendung finden. Beim Schlafen entwickelt die Matratze keinerlei Geräusche. Ebenso haben Allergiker den Vorteil, dass sich in ihnen nur selten Milben einnisten. Nachteilig ist dagegen das Gewicht, wodurch sich die Matratze relativ schwer handeln lässt.

Sonstige Modelle

Der Markt bietet neben den bereits genannten Modellen auch noch andere Matratzenarten. Darunter befinden sich Varianten, die im Inneren aus Naturstoffen bestehen wie Kokosfasern, verschiedenen High-Tech-Materialien und weiteres.

Für den besonderen Bedarf sind Anti-Dekubitusmatratzen erhältlich, welche in der häuslichen Pflege zur Anwendung kommen.

Welche Größe ist die richtige für mich?


Matratzen gibt es in den gängigen Größen, angefangen bei einem Maß von 90 x 200 cm und 100 x 200 cm, über 140 x 200 cm und 160 x 200 cm, bis hin zu 180 x 200 cm. Zuletzt ist ebenso das Komfortmaß 200 x 200 cm erhältlich. Derlei Matratzen decken ein ganzes Doppelbett ab.

Kleinere Matratzen bis zu einem Meter Breite sind gebräuchlich für Kinder- oder Singlebetten. Währenddessen bieten Matratzen bei 140 oder 160 Zentimetern Breite eine Komfortgröße.

Worauf Sie beim Kauf achten sollten


Für welche Matratze man sich entscheidet, hängt von den eigenen Erwartungen ab. Geben Sie sich mit einer günstigen Matratze zufrieden, sind bereits einige Federkernmatratzen zu kleinen Preisen erhältlich.

Wenn Sie einen etwas höheren Anspruch an Ihre Matratze stellen, sollten Sie in jedem Fall darauf achten, dass Sie den richtigen Härtegrad auswählen. Dieser beschreibt die Dichte des verwendeten Materials und ist häufig bei Visco- und Kaltschaummatratzen angegeben. Für gewöhnlich unterscheiden die Hersteller hierbei nach drei Arten. Während Härtegrad 1 für Personen bis zu einem Körpergewicht von 60 Kilogramm geeignet ist, nutzt man Härtegrad 2 für Menschen mit bis zu 80 Kilogramm. Härtegrad 3 ist für jedes Körpergewicht darüber hinaus geeignet. Übrigens: Eine besonders dicke Matratze verspricht nicht zeitgleich eine höhere Qualität.

Kaufen Sie eine neue Matratze, sollten Sie zunächst einmal Probeliegen. Dies vermittelt Ihnen bereits ein gutes Bild davon, was Sie nachts erwartet. So können Sie auch das richtige Modell auswählen. Ob es nun eine Kaltschaum- oder Federkernmatratze sein soll, müssen Sie entscheiden. Kaltschaum- und Viscoschaummatratzen lassen sich im Gegensatz zu Federkernmatratzen jedoch leichter transportieren, da sie oft als Rollmatratze verpackt sind und erst daheim ihre endgültige Form erlangen, nachdem Sie sie ausgepackt haben.

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