Ratgeber xD-PicturexD-Picture lautet die Kurzform für sogenannten xD-Picture-Karten. Die Hersteller Olympus und Fujifilm haben die Speicherkarten für PDA und Digitalkameras entwickelt. Bei xD-Picture handelt es sich um Flash-Speicher, der eine Weiterentwicklung der SmartMedia-Karten darstellt und die beim Vorgänger bekannten Kapazitätsprobleme lösen sollte. Die kompakten xD-Picture messen 20 x 25 x 1,7 mm und sind somit deutlich kompakter als SD-Speicherkarten. Die Abkürzung xD steht für „Extreme Digital“, gilt heute jedoch nur noch eingeschränkt. Originale Karten waren mit einer maximalen Speicherkapazität von 512 MB erhältlich, aktuelle Varianten bieten bis zu 2 GB Speicher an. Da xD-Picture-Karten auf Basis der Multi-Level-Cell-Technik, kurz MLC genannt, arbeiten und keinen eigenen Controller besitzen, können sie nicht als universelle Flash-Speicherkarten fungieren. Deshalb ist ein Einsatz von xD-Picture nur in speziellen Geräten möglich, die über den passenden Controller verfügen. Die Lebensdauer einer xD-Picture Card ist mit 100.000 Schreib- oder Löschvorgängen beziffert.
Nutzung von xD-PictureObwohl heute viele SD- und microSD-Speicherkarten mit Kapazitäten von 32 GB oder mehr erhältlich sind, gibt es immer noch Kameras oder vergleichbare Geräte, die mit diesen Speichermedien nicht arbeiten können. Wenn Sie selbst noch eine ältere Kamera von Olympus besitzen, von der Sie sich nicht trennen möchten, haben Sie folgende Möglichkeiten:
- Sie kaufen eine xD-Picture-Karte mit einer möglichst
großen Speicherkapazität, damit Sie auch eine Reihe an Bildern aufnehmen können.
- Sie suchen nach einer
Kamera, die mit anderen Speicherkarten arbeitet, verlieren so aber Ihren treuen Begleiter.
- Es gibt spezielle
Adapter für Geräte mit xD-Picture-Speicher, in die Sie eine microSD-Karte einsetzen können.
- Achten Sie grundsätzlich auf die
Speichergrößen, denn deutlich in die Jahre gekommene Kameras können mit 2 GB xD-Picture nichts anfangen.
Um herauszufinden, welche xD-Picture-Karte Sie benötigen, genügt zumeist ein Blick in das Handbuch der Kamera oder des PDA. So können sie vermeiden, dass Sie eine Karte mit höherer Kapazität kaufen, Ihr Gerät diese jedoch nicht erkennt.
xD-Picture für Kameras
Klassische xD-Picture-Karten für bewährte Kameras von Olympus oder Fujifilm verfügen in aller Regel über eine Speicherkapazität von 256 oder maximal 512 MB. Die einst üblichen
xD-Picture für Kameras verfügen noch nicht über die MLC-Technik. Das erkennen Sie an der Typenbezeichnung der Speicherkarte. XD-Picture bis maximal 512 MB führen keine eigene Bezeichnung. Auf der Karte selbst steht daher nur die Speichergröße, nicht jedoch die genaue Art des Speichers.
Es gibt allerdings auch xD-Picture mit niedrigeren Kapazitäten in MLC-Technik. Diese tragen die Bezeichnung „M“. Die Schreibgeschwindigkeit beträgt etwa 3 MB pro Sekunde, die Lesegeschwindigkeit fällt mit 5 MB etwas höher aus. Um auf der Karte gespeicherte Aufnahmen auf einen Computer zu übertragen, müssen Sie entweder die Kamera an Ihrem PC anschließen oder die Daten der xD-Picture mittels Kartenleser kopieren.
xD-Picture mit mehr Speicherplatz
Die höchste Speicherkapazität, die für xD-Speicherkarten möglich ist, liegt bei 2 GB. Zwar hat Olympus noch 2011 höhere Kapazitäten liefern wollen, doch das ist bisher nicht geschehen. Der Einsatz von xD-Picture ist rückläufig, weil andere Formate günstiger und deutlich flexibler im Einsatz sind (Kameras, Mobiltelefone, MP3-Player). Dennoch möchten Sie ihre geliebte Kamera noch behalten und die kann mit anderen Formaten nicht umgehen; in diesem Fall sind
xD-Picture-Karten mit 2 GB die günstigste Variante, wenn Sie vom Preis pro Gigabyte ausgehen.
Olympus bietet xD-Picture bis zu 2 GB. Diese gibt es mit der Bezeichnung „M“ und „M+“. Letztere verfügen über eine anderthalbfach höhere Lese- und Schreibgeschwindigkeit als
M-Speicherkarten von Olympus. Diese erhöhte Geschwindigkeit kommt Ihnen nicht nur beim Fotografieren zugute, sondern auch bei der Datenübertragung auf den Computer.
Universelle xD-Speicherkarten
Auch wenn xD-Picture ausschließlich von Olympus und Fujifilm verwendet wurden, haben sich auch einige andere Hersteller an die Produktion der kompakten Speicherkarten gemacht. Das Ergebnis sind
günstigere xD-Picture-Karten, die Sie für Ihre Kamera oder Ihr PDA verwenden können. Zumeist handelt es sich hierbei um xD-Picture mit geringerer Speicherkapazität, was den Vorteil hat, dass Sie damit auch alte Endgeräte nutzen können, die moderne Varianten des Flash-Speichers nicht erkennen würden. Die Bauart der kompakten Speicher gleicht denen, die Olympus und Fujifilm produziert haben.
Passende
kompatible Speicherkarten sind nicht nur günstiger, sondern ebenso von guter Qualität, so dass Sie keinerlei Nachteile bei der Verwendung der xD-Picture von Drittanbietern erwarten müssen.
Generation Flash-Speicher
Die Entwicklung des Flash-Speichers reicht einige Jahrzehnte zurück, denn bereits 1984 haben Mitarbeiter von Toshiba an den digitalen Speicherbausteinen gearbeitet. Die tatsächliche Serienproduktion erfolgte jedoch erst zehn Jahre später, als SanDisk einen ersten CompactFlash-Speicher mit 4 MB Kapazität vorstellte. Zeitgleich lief die Entwicklung von Digitalkameras auf Hochtouren, so dass die Produktion
nichtflüchtiger Speicher auch für den Endkunden interessant wurde.
Die Kombination
Digitalkamera und Speicherkarte machte das Fotografieren deutlich komfortabler und leichter, auch wenn die Technologien früher noch in den Kinderschuhen steckten. Heute ist es gang und gäbe, Flash-Speicher zu verwenden. Speicherkarten, USB-Sticks und MP3-Player sind die gängigsten Varianten, doch die Entwicklung steht nicht still und neue Generationen des Speichers stehen in den Startlöchern.
Vorteile von NAND-FlashFlash-Speicher sind in zwei Architekturen erhältlich: Zum einen gibt es NOR-Flash, bei dem die Speicherelemente parallel geschaltet sind und der deshalb deutlich kürzere Zugriffszeiten ermöglicht. Zum anderen gibt es NAND-Flash, dessen Speicherbausteine in Reihe geschaltet sind. Die Zugriffszeiten sind bei dieser Architektur zwar etwas länger, allerdings bietet
NAND-Flash Vorteile, die insbesondere für den Handel interessant sind. Der größte Vorteil ist die Speicherkapazität von NAND-Flash. Die Architektur bietet mehr Platz für größere Datenvolumen auf engstem Raum. Das Ergebnis sind beispielsweise microSD-Karten mit 16 GB und mehr Speicher. Außerdem ist NAND-Speicher langlebiger als NOR-Speicher. Beide Architekturen haben jedoch eine begrenzte Lebensdauer.
Speicherkarten im EinsatzSpeicherkarten wie xD-Picture-Karten haben keine unbegrenzte Lebensdauer. NOR-Flash ist sehr schnell, überdauert jedoch weniger Löschvorgänge als NAND-Flash. Letzterer kann je nach Speichermodell mehrere Millionen Löschungen überdauern. Für Sie bedeutet das: Je häufiger Sie Ihren USB-Stick oder Ihre
Speicherkarte löschen und neu beschreiben, umso stärker altert das Medium. Vor allem Speicherkarten, die im Handy oder in der Kamera zum Einsatz kommen, unterliegen regelmäßigen Zugriffen und Datentransfers. Das bedeutet natürlich auch, dass Sie regelmäßig Daten löschen oder die Karte komplett formatieren. Deshalb sollten Sie Daten von der Speicherkarte sichern und gegebenenfalls eine Ersatzkarte mit in den Urlaub nehmen, falls die alte Karte sich zwischendurch verabschiedet.
Flash-Speicher als FestplatteWährend Flash-Speicher in den letzten Jahrzehnten hauptsächlich als mobiler Speicher fungierte, ist das Interesse an der Architektur für die Verwendung im Computer gestiegen. Deshalb verrichten nun
SSDs als Festplatten in immer mehr Laptops und Workstations ihren Dienst. Da es sich bei der Flash-Festplatte nicht um ein mechanisches Laufwerk handelt, ist sie Stößen gegenüber deutlich unempfindlicher. Außerdem wird sie nicht so heiß und arbeitet mit Zugriffszeiten, welche die bewährte HDD wirklich alt aussehen lassen.
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