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Produktinformationen zu STADApharm GmbH Cetirizin STADA 10 mg Filmtabl. 100 ST

Allgemein

Darreichungsform

Filmtabletten

Hersteller

Stadapharm GmbH

Name

Cetirizin STADA 10mg Filmtabletten

PZN

2246627

Verpackungsgröße

100 ST

Wirkstoffe

Cetirizin dihydrochlorid

Anwendungsgebiete

Allergische Bindehautentzündung, Allergischer Schnupfen, Asthma [Asthma bronchiale], Bindehautentzündung, Heuschnupfen / Gräserpollenallergie, Neurodermitis [Atopisches Ekzem]

Zusatzinformationen

Einnahme

- Die Filmtabletten sollten unzerkaut mit Flüssigkeit vorzugsweise am Abend eingenommen werden.

- Die Einnahme des Arzneimittels kann unabhängig von den Mahlzeiten erfolgen.

Anwendungsgebiete

- Das Arzneimittel ist ein Antiallergikum/Antihistaminikum. Cetirizin blockiert die Wirkung des Histamins, einer Substanz, die im Körpergewebe vorkommt und unter anderem eine laufende oder verstopfte Nase und Augenbeschwerden (Jucken, Rötung, Tränen) oder Hautjucken verursachen kann.

- Es wird angewendet
zur Behandlung von Krankheitszeichen (Symptomen) bei allergischen Erkrankungen wie:

- Chronische Nesselsucht (Urtikaria) mit Beschwerden wie z.B. Juckreiz, Quaddelbildung, Rötung der Haut
- Chronischer allergischer Schnupfen
- Heuschnupfen mit Beschwerden wie z.B. Niesen, Nasenlaufen, Nasenjucken, Nasenverstopfung, Rötung bzw. Jucken der Augen sowie Tränenfluss.

Dosierung

- Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach der Anweisung ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind.

- Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

- Jugendliche ab 12 Jahren und Erwachsene: 1 Filmtablette täglich, vorzugsweise am Abend.
- Kinder von 2 bis 11 Jahren erhalten eine dem Körpergewicht angepasste Dosierung

- Körpergewicht weniger als 30 kg: ½ Filmtablette (entsprechend 5 mg Cetirizin).
- Körpergewicht mehr als 30 kg: 1 Filmtablette (entsprechend 10 mg Cetirizin).

- Eine Verteilung auf zwei Einzelgaben (je eine halbe Tablette morgens und abends) ist in Einzelfällen möglich.

- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten die Hälfte der vorgeschriebenen Dosis einnehmen.

- Dauer der Anwendung

- Die Behandlungsdauer richtet sich nach Art, Dauer und Verlauf der Beschwerden. Fragen Sie im Zweifelsfalle Ihren Arzt oder Apotheker.
- Bei Heuschnupfen sind im Allgemeinen 3 bis 6 Wochen ausreichend. Bei chronischer Nesselsucht und chronischem allergischem Schnupfen liegen bisher über die Anwendung von Cetirizin Erfahrungen über eine Anwendungsdauer bis zu einem Jahr vor.
- Die Anwendungsdauer für Kinder ab 2 Jahren beträgt 2 bis 4 Wochen. Für Kinder ab 2 Jahren liegen bisher über die Anwendung von Cetirizin bei atopischer Dermatitis (Neurodermitis, erblich bedingte allergische Hauterkrankung) Erfahrungen bis zu 18 Monaten vor.

- Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung des Arzneimittels zu stark oder zu schwach ist.

- Es liegen begrenzte Erfahrungen zu Überdosierung vor. Folgende Symptome können Zeichen einer Überdosierung sein:

- Schläfrigkeit
- Bewusstlosigkeit
- Erregung (vorwiegend bei Kindern)
- Störung der Bewegungskoordination (Ataxie)
- Zittern
- Kopfschmerzen
- Halluzinationen
- Krämpfe
- Mundtrockenheit
- Gesichtsrötung
- Fieber
- Pupillenerweiterung (Mydriasis)
- Harnverhalten
- beschleunigte Herzschlagfolge
- im Falle einer massiven Überdosierung ein möglicher Blutdruckabfall und unregelmäßige Herzschlagfolge.

- Die dämpfende/beruhigende Wirkung kann ein Symptom einer Überdosierung sein, und kann nach einer Einzeldosis von weniger als 50 mg auftreten.

- Verständigen Sie bei Verdacht auf eine Überdosierung einen Arzt, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann. Er wird sich bei der Behandlung einer Überdosierung am Krankheitsbild orientieren und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen.

- Wenn Sie die Einnahme vergessen haben, führen Sie die Einnahme, wie in der Dosierungsanleitung beschrieben, fort.

- Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt und Apotheker.

Gegenanzeigen

- Das Arzneimittel darf NICHT eingenommen werden

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Cetirizindihydrochlorid, andere Piperazinderivate oder einen der sonstigen Bestandteile des Arzneimittels sind
- wenn Sie unter schweren Nierenerkrankungen leiden.

Schwangerschaft

- Fragen Sie vor der Anwendung von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

- Obwohl Tierversuche keine relevanten Hinweise auf Fruchtschädigungen ergeben haben, soll die Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft vermieden werden, da bisher keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen
vorliegen. Nehmen Sie daher das Arzneimittel während der Schwangerschaft nicht ohne Rücksprache mit Ihrem Arzt ein.

- Es ist nicht bekannt, ob Cetirizin beim Menschen in die Muttermilch übergeht, daher darf das Arzneimittel nicht von stillenden Müttern eingenommen werden.

Wichtige Hinweise

- Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich

- falls Sie das Arzneimittel über einen längeren Zeitraum hinweg einnehmen, da es bei einigen Patienten wegen Mundtrockenheit zu einem erhöhten Kariesrisiko kommen kann. Sie sollten Ihre Mundhygiene daher regelmäßig und besonders sorgfältig durchführen
- wenn bei Ihnen die Nieren- und Leberfunktion eingeschränkt ist

- Kinder: Säuglinge und Kinder unter zwei Jahren sollten nicht mit dem Arzneimittel behandelt werden.

- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion: Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion sollten die Hälfte der vorgeschriebenen Dosis einnehmen.

- Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen: Während der Behandlung mit dem Arzneimittel kann es bei manchen Patienten zu einer Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit kommen. Dies sollte berücksichtigt werden wenn besondere Aufmerksamkeit erforderlich ist, z.B. bei der Teilnahme im Straßenverkehr. Die Wirkungen von Alkohol und von Arzneimitteln, die das zentrale Nervensystem dämpfen (z.B. Schlafmittel), können verstärkt werden.

- Allergietest: Das Arzneimittel muss drei Tage vor der Durchführung eines Allergietests abgesetzt werden.

- Arzneimitel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nebenwirkungen

- Wie alle Arzneimittel kann das Arzneimittel Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

- Es wurden leichte, vorübergehend auftretende Nebenwirkungen berichtet, dazu gehören:

- Kopfschmerzen
- Schwindel
- Unruhe
- Müdigkeit bei Kindern und Erwachsenen
- Benommenheit
- Schläfrigkeit
- Erregbarkeit,
- Mundtrockenheit
- Magen-Darm-Beschwerden.

- Bei einzelnen Patienten sind Überempfindlichkeitsreaktionen (wie z.B. Hautreaktionen, und örtliche Haut- und Schleimhautschwellunge [Quincke-Ödem]) und reversible Leberfunktionsstörungen (Leberentzündung, Erhöhung der Leberwerte), Krampfanfälle, Verminderung der Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), Herzklopfen (Palpitationen), Herzrasen (Tachykardie), Ohnmachtsanfälle sowie Gewichtszunahme beobachtet worden.

Cetirizin kann insbesondere bei Kindern und Jugendlichen eine okulogyre Krise (krampfhafte Aufwärtsbewegungen der Augen) auslösen.

- Wenn Sie von einer der oben genannten Nebenwirkungen betroffen sind, nehmen Sie das Arzneimittel nicht weiter ein und suchen Sie Ihren Arzt möglichst umgehend auf. Dieser kann über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden.

- Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf das Arzneimittel nicht nochmals eingenommen werden.

- Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.

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