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Mucosolvan Retardkapseln 75mg Wirkstoff: Ambroxolhydrochlorid Anwendungsgebiete: Zur schleimlösenden Therapie bei akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien und der Lunge, die mit einer Störung von Schleimbildung und -transport einhergehen.

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

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Produktinformationen zu Boehringer Ingelheim MUCOSOLVAN Retardkapseln 75 mg 10 St

Allgemein

Darreichungsform

Retard-Kapseln

Hersteller

Boehringer Ingelheim Pharma GmbH & Co. K

Name

Mucosolvan Retardkapseln 75mg

PZN

57879

Verpackungsgröße

10 ST

Wirkstoffe

Ambroxol hydrochlorid

Anwendungsgebiete

Asthma [Asthma bronchiale], Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung [COPD], Virusgrippe [Influenza], akute Entzündung der Bronchien [akute Bronchitis], akute Entzündung von Hals und Rachen [akute Pharyngitis]

Zusatzinformationen

Einnahme

Nehmen Sie die Kapsel vorzugsweise nach einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) ein.

Hinweis:

Die schleimlösende Wirkung von Ambroxol wird durch Flüssigkeitszufuhr verbessert.

Anwendungsgebiete

Arzneimittel zur Schleimlösung bei Atemwegserkrankungen mit zähem Schleim (Mukolytikum). Es wird angewendet zur schleimlösenden Behandlung bei akuten und chronischen Erkrankungen der Bronchien und der Lunge mit zähem Schleim.

Dosierung

Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

Erwachsene und Jugendliche ab 12 Jahren nehmen im Allgemeinen täglich 1 Kapsel (entsprechend 75 mg Ambroxolhydrochlorid/Tag) ein.

Hinweis:

Wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion oder einer schweren Lebererkrankung leiden, müssen Sie die Einnahmeabstände des Arzneimittels vergrößern oder die Dosis vermindern.

Nehmen Sie Arzneimittel ohne ärztlichen Rat nicht länger als 4-5 Tage ein. Wenn nach dieser Zeit keine Besserung eintritt oder sich Ihr Krankheitsbild verschlimmert, sollten Sie einen Arzt aufsuchen.

Bitte sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker, wenn Sie den Eindruck haben, dass die Wirkung stark oder zu schwach ist.

Überdosierung

Vergiftungserscheinungen sind bei Überdosierung von Ambroxol nicht beobachtet worden. Es wurde über kurzzeitige Unruhe und Durchfall berichtet. Bei versehentlicher oder beabsichtigter extremer Überdosierung können vermehrte Speichelsekretion, Würgereiz, Erbrechen und Blutdruckabfall auftreten.

Falls Sie das Arzneimittel in zu großen Mengen eingenommen haben, setzen Sie sich bitte mit einem Arzt in Verbindung. Akutmaßnahmen, wie Auslösen von Erbrechen und Magenspülung, sind nicht generell angezeigt und nur bei extremer Überdosierung zu erwägen. Empfohlen wird eine Behandlung entsprechend den auftretenden Erscheinungen der Überdosierung.

vergessene Einnahme

Nehmen Sie nicht die doppelte Dosis ein. Wenn Sie einmal vergessen haben, das Arzneimittel einzunehmen, oder zu wenig eingenommen haben, dann setzen Sie bitte beim nächsten Mal die Einnahme wie in der Dosierungsanleitung beschrieben fort.

Gegenanzeigen

Sie dürfen das Arzneimittel nicht einnehmen

- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Ambroxol oder einen der sonstigen Bestandteile sind.

Schwangerschaft

Bisher liegen keine ausreichenden Erfahrungen am Menschen vor. Sie sollten das Arzneimittel während der Schwangerschaft, insbesondere während des ersten Drittels, und während der Stillzeit nur nach Anordnung Ihres Arztes und nachdem dieser eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vorgenommen hat, einnehmen.

Wichtige Hinweise

Besondere Vorsicht bei der Einnahme des Arzneimittels ist erforderlich

- wenn Sie an einer eingeschränkten Nierenfunktion oder einer schweren Lebererkrankung leiden. Sie dürfen das Arzneimittel dann nur in größeren Einnahmeabständen oder in verminderter Dosis einnehmen.

- wenn Sie an einer seltenen Erkrankung der Bronchien, die mit übermäßiger Sekretansammlung einhergeht (z. B. malignes Zilien-Syndrom), leiden. Wegen eines möglichen Sekretstaus sollten Sie das Arzneimittel nur nach Rücksprache mit Ihrem Arzt einnehmen.

- Sehr selten ist über das Auftreten von schweren Hautreaktionen wie Stevens-Johnson-Syndrom und Lyell-Syndrom in zeitlichem Zusammenhang mit der Anwendung von Ambroxol berichtet worden. Bei Neuauftreten von Haut- und Schleimhautveränderungen sollten Sie daher unverzüglich ärztlichen Rat einholen und die Anwendung von Ambroxol beenden.

Kinder

Das Arzneimittel ist aufgrund des hohen Wirkstoffgehaltes nicht geeignet für Kinder unter 12 Jahren. Hierfür stehen Arzneimittel in Form von Tabletten mit geringerem Wirkstoffgehalt zur Verfügung.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

Nebenwirkungen

Wie alle Arzneimittel kann dieses Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen.

Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeitsangaben zugrunde gelegt:

sehr häufig / mehr als 1 von 10 Behandelten
häufig / weniger als 1 von 10, aber mehr als 1 von 100 Behandelten
gelegentlich / weniger als 1 von 100, aber mehr als 1 von 1000 Behandelten
selten / weniger als 1 von 1000, aber mehr als 1 von 10.000 Behandelten
sehr selten / weniger als 1 von 10.000 Behandelten, einschließlich Einzelfälle

Störungen des Immunsystems

Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen), z. B. Hautausschlag, Gesichtsschwellungen, Atemnot, Juckreiz, Fieber

Sehr selten: schwere allergische (anaphylaktische) Reaktionen bis hin zum Schock

Störungen des Magen-Darm-Trakts

Gelegentlich: Übelkeit, Bauchschmerzen, Erbrechen

Bei den ersten Anzeichen einer Überempfindlichkeitsreaktion darf das Arzneimittel nicht nochmals eingenommen werden. Informieren Sie Ihren Arzt, damit dieser über den Schweregrad und gegebenenfalls erforderliche weitere Maßnahmen entscheiden kann.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht in dieser Gebrauchsinformation angegeben sind.

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