Luftreiniger mit Wasser

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Ratgeber Luftreiniger mit Wasser


Aktualisiert: 23.11.2020 | Autor: Annika Rüffler

Gut zu wissen

Luftreiniger mit Wasser oder Luftwäscher entfernen Schmutz sowie Staubpartikel aus der Luft und befeuchten diese gleichzeitig. Sie reinigen Raumluft also nicht nur, sondern erhöhen gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit im Zimmer. Besonders gut sind Wasser-Luftreiniger für Allergiker und Allergikerinnen mit leichten Allergien geeignet, da sie auch Pollen aus der Luft filtern. Das kann unter anderem bei Heuschnupfen lindernd wirken.

In Zimmern mit erhöhter Luftfeuchtigkeit ist außerdem die Belastung durch Viren und Bakterien geringer als in trockenen Räumen. Achten Sie jedoch darauf, dass sich die Raumfeuchtigkeit in einem gesunden Rahmen bewegt, etwa zwischen 40 und 60 Prozent, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Wichtig bei allen Luftreinigern, die mit Wasser funktionieren, ist die kontinuierliche Reinigung und Wartung. Denn Wasser verkeimt schnell und muss täglich ausgetauscht werden.

Auf den Punkt!

Die Preisspanne von Wasser-Luftreinigern bewegt sich zwischen 100 und 1.400 Euro. Schwankungen kommen durch Leistungsunterschiede und die verbauten Filtersysteme zustande. Günstige Modelle sind für Raumgrößen bis 44 Quadratmeter (m²) bei einer Luftumwälzung von 170 Kubikmeter pro Stunde (m³/h) geeignet. Teure Modelle schaffen dagegen bis zu 360 m³/h in mittelgroßen Räumen. 

Was zeichnet Luftreiniger mit Wasser aus?

Damit Sie selbst bewerten können, welches Luftreinigungsgerät mit Wasser in Ihren Räumen optimal funktioniert, haben wir im Folgenden die wichtigsten Kriterien zusammengefasst.

Filtersystem

Luftreiniger mit Wasser wirken primär gegen Staub und Schmutz. Grundsätzlich bestehen sie aus einem Lüfter, einer Wasserwanne sowie einer Walze. Der Lüfter saugt die Raumluft an und leitet sie über die Scheibenwalze. Am Wasserfilm, der an der Walze haftet, bleiben Schmutz- und Staubpartikel hängen. Anschließend werden sie durch Rotation ins Wasser abgegeben und saubere Luft durch ein Gebläse in den Raum ausgestoßen.

Zusätzlich zu den standardmäßig vorhandenen Teilen kann ein Luftwäscher ein Filtersystem enthalten. Solche Geräte können neben Staub auch andere, feinere Schadstoffe oder Gerüche filtern. Die gängigsten Systeme sind:

  • Aktivkohlefilter
    Die meisten Modelle enthalten Aktivkohlefilter. Die Filter beinhalten sogenannte Aktivkohlematten. Diese besitzen eine große, extrem poröse Oberfläche, welche Schadstoffe und Gerüche zuverlässig anzieht und festhält.
  • HEPA-Filter
    High Efficient Particulate Air (HEPA) ist eine Art Zertifikat, das dem jeweiligen System bescheinigt, dass es mindestens 99,95 Prozent der in der Luft enthaltenen Schadstoffe ausfiltert. HEPA-Filter verfügen über ein engmaschiges Fasernetz, das Kleinstpartikel besonders zuverlässig einsaugt. Viele HEPA-Systeme beinhalten außerdem einen Vorfilter aus Aktivkohle.
  • Ionisatoren
    Ionisationsfilter sind kleine elektrische Geräte, die beim Filtern der Luft Ionen erzeugen. Ionen sind Kleinstteilchen, die sich an Schadstoffpartikel anheften und zusammen mit diesen anschließend zu Boden sinken. Auf diese Weise befreien Ionisatoren die Luft von schlechten Gerüchen und schädlichen Kleinstpartikeln. Wichtig: Ionisations-Reiniger, die Ozon produzieren und abgeben, sollten nicht bei Tabakrauch eingesetzt werden. Lungenfachärzte vermuten, dass sich das Ozon mit Partikeln im Rauch verbindet. In der Folge können Teilchen entstehen, die der Gesundheit schaden.

Je nachdem, welches Filtersystem verbaut ist, ist der Wartungsaufwand unterschiedlich hoch. HEPA-Filter sollten grundsätzlich einmal im Jahr entnommen und gereinigt werden, Aktivkohlefilter benötigen dagegen alle 4 bis 6 Monate einen Filterwechsel.

Gewöhnliche Luftwäscher haben keine Filter, die Sie regelmäßig austauschen müssen. Allerdings ist es wichtig, die Flüssigkeit im Wassertank jeden Tag durch frisches Leitungswasser zu ersetzen. Außerdem sollten Sie jede Woche den Behälter reinigen, damit sich keine Bakterien im Inneren des Gehäuses einnisten.

Anwendungsbereiche

Die Anwendungsbereiche von Luftreinigern mit Wasser sind vielfältig. Besonders beliebt sind die Geräte bei AllergikerInnen, die Hausstaub oder Milben aus der Luft filtern wollen. Weiterhin wirken Luftwäscher gegen:

  • Bakterien und Viren
    Am besten eignet sich ein Luftwäscher mit HEPA-Filter oder einer HEPA-Aktivkohle-Kombination. Sie sind eine sinnvolle Ergänzung zu den üblichen Desinfektionsmaßnahmen im Haushalt. Wichtig ist, dass das Filtermaterial nicht zu grobmaschig ist, damit die Viren nicht wieder aus dem Gerät entweichen können. Wählen Sie einen Filter der Klasse H13 oder H14. Diese Werte stehen für eine hohe Filterleistung und können die Keimbelastung in der Luft stark reduzieren. Zudem sollten Sie Ihr Gerät regelmäßig reinigen und den Filter austauschen. Sonst kann es passieren, dass sich Bakterien und Viren in der feuchten Umgebung im Inneren des Wasser-Luftreinigers vermehren. Auch auf Modelle mit Ionisator können Sie zurückgreifen. Denn die Ionen docken an die Viren und Bakterien an und machen sie unschädlich.
  • Gerüche
    Aktivkohlefilter entfernen flüchtige Gase, also zum Beispiel unangenehme Gerüche, aus der Luft. In Kombination mit einem Wasserfilter wirken sie selbst gegen den unangenehmen Geruch von Tabakrauch. Ein Luftreiniger mit Wasser ist also gut für RaucherInnen-Haushalte geeignet.
  • Pollen
    Hier wirken Luftwäscher mit Kohlefiltern und Wasser besonders zuverlässig. Denn die feuchte Luft im Filter sorgt dafür, dass die Pollen an Masse gewinnen und anschließend leichter von der Kohlematte aufgefangen werden können. Gerade AllergikerInnen können davon profitieren.
  • Schimmelsporen
    In diesem Fall empfiehlt sich ein HEPA- in Verbindung mit einem Aktivkohlefilter. Die doppelte Filterleistung garantiert, dass der Großteil der schädlichen Schimmelsporen aufgefangen wird. Regelmäßiges Reinigen ist auch hier Pflicht, damit sich der Schimmel nicht im Gerät festsetzt.
  • Staub
    Luftreiniger mit Wasser sind ideal, um groben Staub aus der Luft zu filtern. Mithilfe der bereits erwähnten rotierenden Walze werden Staubpartikel quasi aus der Luft gewaschen. Das kann für Personen mit Hausstauballergie sehr angenehm sein. Auch Luftwäscher mit Aktivkohle- und Befeuchtungsfilter eignen sich gut. An den Kohlematten bleibt der Staub zuverlässig haften. Ionisatoren ziehen Staubmoleküle fast wie magnetisch an. Auf Ozon-produzierende Modelle sollten Sie allerdings verzichten, da diese die Atemwege reizen können.

Luftreiniger mit Wasserfilter wirken im Allgemeinen gut gegen größere Partikel wie Hausstaub, grobe Pollen, Tierhaare oder Milbenkot. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass sie die Raum- und Atemluft befeuchten. Das sorgt für ein gesundheitsförderndes Klima und eine verbesserte Luftqualität.

Maximale Raumgröße

Die maximale Raumgröße spielt eine große Rolle bei der Wahl eines geeigneten Luftfilters mit Wasser.

Um ein durchschnittliches Wohnzimmer mit einer Größe von 35 bis 45 m² von Schadstoffen zu reinigen, sind Geräte der mittleren Preisklasse ideal, da sie für eine entsprechende Luftumwälzung sorgen. Diese bezeichnet, wie oft ein Luftreiniger mit Wasser Raumluft innerhalb von 1 Stunde (h) filtern kann. Es gilt: Geräte sollten in der Lage sein, die Luft im jeweiligen Raum in 1 Stunde mindestens 2-mal vollständig zu reinigen.
 

Um herauszufinden, ob die Leistung Ihres bevorzugten Reinigers ausreicht, müssen Sie zusätzlich zu der Länge und Breite auch die Höhe des Zimmers kennen.
 

Beispiel: Bei einer Höhe von 2,50 Meter (m) enthält ein 40 m² Raum ein Luftvolumen von 100 m³. Das Mittelklasse-Gerät schafft ein Volumen von 40 m³/h. Es würde also mehr als 2 h dauern, die Luft im entsprechenden Bereich 2-mal zu filtern – das ist deutlich zu lang.

Geräuschemission

Auch den Geräuschpegel sollten Sie nicht vernachlässigen. Zu laute Geräte können Ihren Schlaf in der Nacht beeinträchtigen oder Ihre Konzentration beim Arbeiten tagsüber stören. Es empfiehlt sich daher, einen möglichst leistungsfähigen Luftreiniger mit Wasser auszusuchen, der gleichzeitig durch einen geringen Geräuschpegel besticht. Letzterer wird in Dezibel (dB) angegeben.
 

31 bis 40 dB:ähnlich laut wie ein Ventilator: beim Schlafen störend

41 bis 50 dB:deutlich hörbar und störend 

Ab 51 dB:laut und störend
 

Wir raten dazu, ein Gerät auszusuchen, das nicht lauter ist als 40 dB – im Schlafzimmer empfiehlt sich ein niedrigerer Wert von maximal 35 dB. Grundsätzlich sind Luftreiniger mit Wasser etwas lauter als andere Geräte. Die Stärke der Geräuschemission variiert zwischen 31 und 61 dB.

Wissenswert

Sollten Ihnen die Luftreiniger mit Wasserfilter zu laut sein, können Sie zu Geräten mit Nachtmodus greifen. Dieser sorgt dafür, dass die Luftwäscher nachts leiser arbeiten, damit Sie in Ruhe schlafen können. 

Fazit

Um Ihnen den Überblick über die Vor- und Nachteile von Luftreinigern mit Wasser zu erleichtern, haben wir die einzelnen Punkte im Folgenden für Sie zusammengefasst:

Vorteile
  • Reinigt und befeuchtet Luft gleichzeitig
  • Keimbelastung in feuchter Luft geringer als in trockener
  • Für größere Räume bis 100 m² geeignet
Nachteile
  • Bis zu 60 dB laut
  • Geräte für große bis mittelgroße Räume vergleichsweise teuer
  • Penible Reinigung ist unabdingbar

Häufige Fragen

Was Sie noch über Luftreiniger mit Wasser wissen sollten, haben wir hier zusammengefasst. Die Fragen basieren auf dem Wissensbedarf anderer KäuferInnen.

Sind Luftreiniger mit Wasser für Allergiker geeignet?

Luftreiniger mit Wasser sind optimal für Menschen mit leichten Allergien geeignet, da sie Hausstaub, Pollen und Tierhaare aus der Raum- und Atemluft entfernen. Starke AllergikerInnen sollten Geräte mit HEPA-Filter vorziehen. Deren Reinigungsleistung ist höher und sie entfernen auch Feinstaub und Ruß zuverlässig aus der Luft.

Möchten Sie wissen, für welche Anwendungsbereiche sich ein Luftreiniger mit Wasser außerdem eignet, lesen Sie die gleichnamige Rubrik unseres Ratgebers

Können durch den Filter im Luftreiniger mit Wasser Bakterien eindringen und sich vermehren?

Insbesondere wenn Sie das Wasser im Luftreiniger nicht regelmäßig wechseln, kann es durchaus sein, dass sich Bakterien im Inneren ausbreiten. Mit dem Luftstrom gelangen diese nach außen und können somit die Keimbelastung im Raum erhöhen. Daher sollten Sie die Flüssigkeit regelmäßig austauschen und den Wasserbehälter gründlich reinigen. Mehr darüber erfahren Sie unter Anwendungsbereiche unseres Ratgebers. 

Können Luftreiniger mit Wasser auch Tabakrauch filtern?

Insbesondere Geräte, die HEPA- und Aktivkohlefilter enthalten, wirken gut gegen Rauch. Luftreiniger mit Wasser und Duft überdecken zusätzlich unangenehme Gerüche. Ionisatoren sollten Sie nicht verwenden, da das enthaltene Ozon sich mit Partikeln im Rauch verbinden und die Atemwege reizen kann. Mehr dazu in der Rubrik: Filtersystem.

Möchten Sie sich umfassender mit Luftreinigern auseinandersetzen, lesen Sie gerne unseren Ratgeber hierzu. 


Über Annika Rüffler

Ich möchte informativen Content schaffen, der es Ihnen einfach macht Online-Shopping zu betreiben und keine Fragen offen lässt. Egal ob Haushalt, Garten, Elektronik oder Textilien, der digitale Kaufberater für jedes Thema wird interessant.


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