Unsere Heiztipps für den Winter: So heizt Du energieeffizient und sparst Energiekosten

Mädchen mit Kuschelsocken vor Kamin
iStock.com/Igor Vershinsky

Bei den winterlichen Temperaturen machen wir es uns gerne zuhause gemütlich. Wenn die Heizung bei eisiger Kälte auf Hochtouren läuft, kann es allerdings teuer werden.

Damit Dich bei der nächsten Heizkostenabrechnung keine böse Überraschung erwartet, haben wir praktische Tipps zusammengestellt, die Dir helfen, die Energiebilanz zu verbessern und den CO2-Ausstoß zu verringern.

Programmierbare Thermostate

Programmierbares Thermostat mit Smartphone

Programmierbare Thermostate regulieren die Wärmeabgabe von Heizkörpern. Sie lassen sich einfach an den Heizkörper montieren. Im Unterschied zu regulären Thermostaten ist die gewünschte Temperatur und die Uhrzeit automatisch über das Smartphone einstellbar. Bei Bedarf ist es aber auch möglich, die Temperatur manuell zu steuern.

Sie sind besonders im Frühjahr oder im Herbst sehr praktisch, wenn es morgens und abends noch kühl ist, während die Temperaturen in den Mittagsstunden steigen. Je nach Tagesablauf kannst Du die gewünschte Uhrzeit und Temperatur einstellen. Wenn Du nicht zuhause bist, bleibt die Temperatur gedrosselt. Sobald Du Dich auf den Heimweg machst, kannst Du sie wieder höherstellen.

Achtung: Schalte die Heizung im Winter tagsüber nicht komplett aus, sondern drossele nur etwas die Temperatur. Wenn Du die Heizung komplett ausschaltest, kühlt die Wohnung zu stark ab. Somit ist ein höherer Energieaufwand nötig, um die gewünschte Temperatur zu erzielen. In kalten Räumen kann sich außerdem Schimmel bilden.

Smarte Heizkörperregler sind bereits ab etwa 20 Euro zu haben.

Fensterdichtungen

Fensterdichtung

Insbesondere ältere Holzfenster sind oft undicht. Aber auch die Dichte neuerer Fenster kann mit der Zeit nachlassen. Dadurch gelangt warme Luft nach außen. Durch eine undichte Stelle sinkt die Raumtemperatur bereits um 2 Grad. Mit der Zugluft tritt auch Feuchtigkeit in den Raum und kann zu Schimmelbildung führen.

Um Heizkosten einzusparen, ist es daher empfehlenswert, Fenster und Türen abzudichten. Auch im Sommer bieten sie Vorteile, da die heiße Luft von außen nicht eintreten kann. Somit können auch Klimageräte effizienter arbeiten. Besonders praktisch sind selbstklebende Fensterabdichtungen. Sie sind bereits ab einem Meter-Preis von ca. 2 Euro erhältlich.

Tipp: Fensterdichtungen sollten in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Ob Deine Fenster undichte Stellen aufweisen, kannst Du ganz einfach mithilfe einer brennenden Kerze überprüfen. Wenn die Kerze beginnt zu flackern, ist eine Isolierung bzw. ein Austausch der Abdichtung erforderlich.

Rohrleitungen dämmen

Rohrleitungsdämmung

Wenn Heizungs- und Wasserrohre durch unbeheizte Räume verlaufen, kann dies zu Wärmeverlust führen. Um diesen zu reduzieren, kann eine Dämmung der Rohre sinnvoll sein. Diese kannst Du mithilfe einer Anleitung auch selbst durchführen. Hierfür gibt es vorgefertigte Dämmschalen- bzw. Schläuche aus Polyethylen, Kautschuk oder Mineralwolle zu kaufen. 10 Meter erhältst Du bereits ab etwa 6 Euro.

Tipp: Auf co2online findest Du eine DIY-Anleitung zum Isolieren von Heizungsrohren.

Fenster-Isolierfolie 

Fensterfolie

Fenster bilden häufig Kältebrücken nach außen, da Glas sehr gut Wärme leitet. Isolierfolien können diesen Wärmeverlust verhindern, indem sie die Wärme des Innenraums reflektieren und somit für bessere Wärmedämmung sorgen.

Dank Energiesparfolien bildet sich außerdem weniger Kondenswasser an den Scheiben. Daher sind sie insbesondere für ältere, einfach verglaste Fenster sinnvoll. Bis zu 30 Prozent Energie lassen sich durch das Anbringen von Isolierfolie einsparen.

Die Kosten für Isolierfolie liegen bei etwa 20 Euro aufwärts.

Isolierende Gardinen

Lange Gardinen vor Fenster mit Sessel

Dem Wärmeverlust durch Fenster kannst Du auch mithilfe von Thermo-Vorhängen entgegenwirken. Sie unterscheiden sich äußerlich nicht von herkömmlichen Gardinen. Eine Spezialbeschichtung auf ihrer Rückseite oder im Inneren ist kälteabweisend. Im Sommer hält sie zusätzlich Licht und Wärme ab, sodass der Wohnraum kühl bleibt.

Isolierende Gardienen sorgen außerdem für eine angenehme Raumakustik, da sie Geräusche dämmen. Sie eignen sich insbesondere für größere Fensterflächen.

Günstige Modelle kannst Du bereits zu einem Preis von etwa 40 Euro kaufen.

Kaminofen

Kaminofen in offenem Wohnzimmer

Ein Kamin schafft nicht nur eine romantische und gemütliche Atmosphäre, sondern kann auch dabei helfen, Energiekosten zu reduzieren. Strahlungswärme ist zudem gesund. Sie soll Schmerzen lindern und vitaler machen.

Holz ist ein nachhaltiger Energieträger. Das Heizen mit einem Kamin ist klimaneutral – es wird nur so viel CO2 beim Verbrennen freigesetzt, wie der Baum im Wachstum aufgenommen hat.

Der Einbau eines Kamins ist allerdings eine eher aufwendige Investition. Preiswerte Kaminöfen sind ab etwa 200 Euro erhältlich. Zusätzlich solltest Du Kosten für den Einbau einplanen.

Luftbefeuchter

Luftbefeuchter in Wohnzimmer

Luftbefeuchter sorgen nicht nur für ein gutes Raumklima, sondern können auch dazu beitragen, die Energiekosten zu senken.

Die Geräte erhöhen die gefühlte Raumtemperatur, da feuchte Luft sich wärmer anfühlt als trockene. Die ideale Luftfeuchtigkeit eines Raums beträgt etwa 40-60 Prozent. Allerdings ist gerade im Winter die Luft aufgrund der Heizungen trocken. Dank eines Luftbefeuchters ist es somit möglich, die Heizung 1-2 Stufen herunterzudrehen, ohne dass sich der Raum kälter anfühlt.

Heizungsluft trocknet außerdem Schleimhäute aus und begünstigt die Vermehrung von Krankheitserregern. Wenn die Luftfeuchtigkeit zu niedrig ist, können sich Infekte schneller verbreiten. Die Anschaffung eines Luftbefeuchters ist allerdings nur sinnvoll, wenn die Luftfeuchtigkeit eines Raums dauerhaft zu niedrig ist. Diese lässt sich mithilfe eines Hydrometers ermitteln.

Die Kosten für die Geräte betragen durchschnittlich etwa 30 bis 200 Euro.

Einfache Verhaltenstipps, um Energie zu sparen

Doch nicht nur durch Anschaffung spezieller Geräte, sondern auch durch ganz einfache Verhaltenstipps, kannst Du Energiekosten sparen:

  • Wenn die Heizung nicht richtig warm wird, kann es helfen, diese zu entlüften. Dann erwärmt sich der Heizkörper gleichmäßiger.
  • Um Strom zu sparen, kann es helfen, die Raumtemperatur für unterschiedliche Räume anzupassen. Während im Wohnzimmer, Bad und Kinderzimmer eine Temperatur von 23 °C als angenehm empfunden wird, genügen in Schlafräumen und in der Küche bereits 18 °C. Um den Wärmeverlust zu reduzieren, sollten die Türen zwischen den Räumen geschlossen sein.
  • Regelmäßiges Stoßlüften ist energiesparender als Fenster längere Zeit in gekipptem Zustand zu lassen. Dadurch kühlen Wände zu stark aus.
  • Möbel und andere Gegenstände vor dem Heizkörper führen zu Wärmestau. Dadurch kann sich die warme Luft nicht im Raum verteilen und entweicht durch die Außenwände.