Lichtwecker: Starte entspannter in den Morgen

Lichtwecker auf Nachttisch mit Buch und Wasserglas

Der Wecker schrillt laut los, Du wirst aus dem Schlaf gerissen und bist eigentlich noch viel zu müde, um aufzustehen? Dieses Szenario kennen wohl die meisten. Wenn wir ehrlich sind, wissen wir, dass uns so ein Start in den Morgen direkt unter Stress setzt. Um viel sanfter und angenehmer in den Tag zu starten, gibt es jetzt eine Alternative: den Lichtwecker. Die Preisspanne für diese Geräte liegt zwischen 20 und 300 Euro, wobei auch bei günstigeren Geräten ausreichend Funktionen vorhanden sind. Alles was Du über dieses Gerät wissen musst, findest Du hier:

Die Vorteile eines Lichtweckers

Werden wir von schrillen und lauten Wecker-Geräuschen geweckt, reagiert der Körper mit der Ausschüttung von Cortisol und wir bekommen Herzrasen. Cortisol ist das körpereigene Stresshormon und wird vermehrt ausgeschüttet, wenn wir unter Stress aufwachen. Das Aufwachen entspricht dann viel mehr einem Erschrecken und Verkrampfen als einem angenehmen Start in den Tag. Durch den simulierten Sonnenaufgang wird hingegen ein entspannter Aufwach-Prozess eingeleitet.

Tipp: Vor allem Menschen mit einer Beeinträchtigung des Hörorgans profitieren von einem Lichtwecker.

Es liegt nahe, dass ein regelmäßiges stressfreies Aufwachen auch die Müdigkeit im Laufe des Tages positiv beeinflusst und wir so einen angenehmen Schlafrhythmus etablieren, der langfristig auch Schlafstörungen entgegenwirken kann. Während wir schlafen, reinigt und regeneriert sich der Körper. Daher ist die Investition in einen gesunden Schlaf förderlich für die Gesundheit und kann die Lebensqualität verbessern.

Was ist ein Lichtwecker und wie funktioniert er?

Es ist mittlerweile bekannt, dass die sogenannte innere Uhr oder auch biologische Uhr den Rhythmus unseres Lebens hinsichtlich des Schlaf- und Wachzustands vorgibt. Genau wie die Gezeiten auf den Mond reagieren, reagiert der menschliche Körper auf die Sonne, beziehungsweise auf Licht. Diese natürliche Eigenschaft nutzt die Technologie der Lichtwecker, um den Körper vor dem Aufstehen nach und nach durch alle natürlichen Phasen des Erwachens zu bringen.

In der Regel simulieren Lichtwecker ungefähr 30 bis 90 Minuten vor der eingestellten Weckzeit allmählich einen heller werdenden Sonnenaufgang. Dadurch wird das körpereigene Melatonin reduziert und dadurch der Aufwachprozess eingeleitet. Bei einem ansteigenden Melatonin-Spiegel werden wir müde, bei einer Reduktion werden wir wach. Dieses Hormon ist also für den gesamten Schlaf-Wach-Rhythmus zuständig und wird durch Licht und Dunkelheit beeinflusst. Auf diese Weise wird ein natürlicher und stressfreier Aufwach-Prozess etabliert, welcher nicht nur kurzfristig zu einem leichteren Aufstehen führt, sondern sich auch langfristig positiv auf das allgemeine Stress-Level auswirkt.

Darauf solltest Du beim Kauf eines Lichtweckers achten

Es gibt zahlreiche Hersteller und Anbieter von Lichtweckern. Auf folgende Aspekte solltest Du beim Kauf achten:

Lux

Ein Lichtwecker sollte mindestens 200 bis 300 Lux besitzen, damit er hell genug werden kann, um Dich aus dem Schlaf zu wecken. Diese Helligkeit entspricht ungefähr einer Bürolampe oder einer Leselampe.

Licht-Regulierung

Lichtwecker in verschiedenen Dimmstufen

Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Helligkeitsregulierung, damit Du den Wecker auf Deine Bedürfnisse anpassen kannst. Jeder Schlaf ist unterschiedlich tief und jeder Mensch reagiert anders auf Lichteinflüsse. Daher musst Du die Möglichkeit haben, auszuprobieren, welche Helligkeitsstufe Du benötigst, um angenehm aus dem Schlaf geweckt zu werden.

Wichtig ist auch, dass die Leuchtkraft der Anzeige verstellbar ist, ansonsten könnte die grelle Uhrzeit Deinen Schlaf stören.

Tipp: Nur Vollspektrum-Licht, welches alle Farben des Regenbogens enthält, wird von Deinem Körper wirklich als natürlich wahrgenommen. Achte darauf, dass Dein Lichtwecker dieses Spektrum abdeckt.

Leuchtmittel

Hinsichtlich der Leuchtmittel besteht normalerweise die Auswahl zwischen LED- und Halogenlampen, welche beide ihre Vorteile mit sich bringen. Eine LED-Leuchte hat in einem Lichtwecker eine durchschnittliche Lebensdauer von 10.000 Stunden, was bei einer täglichen Nutzung zwischen 25 und 30 Jahre halten sollte. Daher ist der Umstand, dass LED-Leuchtmittel meistens austauschbar sind, kein negatives Kaufkriterium. Im Gegensatz dazu haben Halogen-Leuchtmittel eine kürzere Lebensdauer von etwa 2 bis 4 Jahren, weshalb Du sie öfter auswechseln musst. Ein Vorteil hier ist, dass Du so die Intensität zusätzlich durch die Halogen-Birnen steuern kannst.

Welche Funktionen kann ein Lichtwecker haben?

Lichtwecker in verschiedenen Phasen

Im Folgenden stellen wir Dir alle relevanten Funktionen von Lichtweckern vor, damit Du Deine individuelle Kaufentscheidung treffen kannst:

Programmierbare Weckzeiten

Einige Lichtwecker ermöglichen Dir das Programmieren von mehreren Weckzeiten. So musst Du nicht jedes Wochenende eine neue Einstellung tätigen oder sonntags daran denken, den Wecker wieder korrekt für die Arbeit zu stellen. Zusätzlich besteht oftmals die Möglichkeit, verschiedene Töne zu diesen unterschiedlichen Weckzeiten zu programmieren.

Wecktöne

Verschiedene Wecktöne können nicht nur zwischen Wochenende und Wochentagen für Abwechslung sorgen. Eine gewisse Vielfalt und Auswahl wirkt sich auch positiv auf den Aufwachprozess aus, daher stehen meist verschiedene Naturgeräusche, Melodien oder sanfte Klänge zur Auswahl.

Tipp: Wenn Du aber gerne mit Deinem Lieblingsradiosender aufwachen möchtest, kannst Du einen Lichtwecker mit Radiofunktion kaufen.

Die Snooze-Funktion

Snooze-Taste eines Lichtweckers

Wenn Du gerne ein bisschen länger schlafen möchtest, ist die Schlummer-Funktion sehr praktisch. Das Snooze-Intervall ist zwischen 2 und 10 Minuten einstellbar.

Achtung: Auf die Snooze-Taste zu drücken, verschafft Dir keine qualitativ hochwertige zusätzliche Schlafzeit. Ohne Schlummern hast Du länger etwas von Deiner Schlafphase und bist erholter. Die Schlummer-Funktionen solltest Du daher nur in Ausnahmefällen nutzen.

Farbwechsel

Lichtwecker in verschiedenen Farbmodi

Neben der Simulation des Sonnenaufgangs und Sonnenuntergangs bieten einige Lichtwecker auch die zusätzliche Option, einen Wechsel aus verschiedenen Farben abzuspielen oder eine Farbe einzustellen. So kannst Du den Lichtwecker auch als Stimmungslicht für eine schöne Atmosphäre bei Dir zu Hause nutzen oder zu Filmen oder Musik eine eigene Beleuchtung kreieren.

Tipp: Farbiges Licht solltest Du immer nur als Akzent oder indirekte Beleuchtung einplanen und nicht als Grundbeleuchtung, denn farbiges Licht kann unser Wohlbefinden beeinflussen. Ein gutes Beispiel ist das Blaulicht in Bildschirmen, das die Produktion von Melatonin stört. Deswegen wirkt es übermäßiger Smartphone-Konsum am Abend negativ auf den Schlaf aus.

Sicherheitsfunktion

Einige Wecker bieten eine sogenannte Sicherheitsfunktion. In unregelmäßigen Abständen schaltet sich der Wecker automatisch ein und wieder aus. Er simuliert damit, dass jemand zu Hause ist und schreckt so Einbrecher ab.


Tipp: Durch die verschiedenen Helligkeitsstufen kannst Du den Wecker auch problemlos als Nachttischlampe, bzw. Leselampe benutzen. Somit ist der Lichtwecker ein Multifunktionsgerät und erspart Dir eine Ansammlung von mehreren Geräten auf Deinem Nachttisch.

Funkuhr

Eine Funkuhr garantiert Dir, dass Dein Lichtwecker jeder Zeit die korrekte Uhrzeit anzeigt und Dein Wecker nicht versagt. Wenn Du Dir sparen möchtest, die Zeit zu kontrollieren, investiere in ein Modell mit integrierter Funkuhr. Somit bist Du immer auf der sicheren Seite.

Vernetzbarkeit

Lichtwecker mit USB-Anschluss

Nahezu alle Geräte sind heutzutage smart, so auch viele Lichtwecker. Manche haben eine WLAN-Funktion, eine Schnittstelle für Mobiltelefone oder MP3-Player oder auch die Option, den Wecker mit einer App zu steuern. Durch diese Smart-Funktionen kannst Du Dich morgens mit Deiner eigenen Playlist wecken lassen oder Deinen Wecker per App einstellen.

Stromversorgung

Es gibt sowohl Modelle, die mit Batterie funktionieren, als auch Geräte, die über ein Kabel mit Strom versorgt werden. Lichtwecker mit Batterien sind eher als Reisewecker gedacht und haben Folgekosten. Viele Modelle kannst Du über ein USB-Kabel laden und über diesen Eingang auch mit dem Mobiltelefonen verbinden.

Tipp: Eine Pufferbatterie bzw. eine Stromausfallsicherung garantiert Dir, dass Dein Wecker Dich auch bei einem Stromausfall weckt und alle Einstellungen erhalten bleiben.

Fazit

Ein Lichtwecker kann zu einem besseren Schlaf und einem angenehmeren Aufstehen beitragen und hat keinerlei negative Auswirkungen. Du kannst ihn also ohne Bedenken ausprobieren. Allerdings musst Du Dich darauf einstellen, dass es etwas Zeit erfordert bzw. mehrere Versuche nötig sind, um die korrekte Einstellung und Intensität für Dich herauszufinden.

Achtung: Wer nicht alleine in seinem Schlafzimmer schläft, muss die passende Intensität für zwei Personen finden, was möglicherweise etwas dauern kann, aber grundsätzlich möglich ist.

Wir haben unsere TOP 5 Lichtwecker für Dich zusammengefasst:

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Selbsttest – Solltest Du einen Lichtwecker ausprobieren?

Wenn Du Dir noch nicht ganz sicher bist, ob Du einen Lichtwecker ausprobieren solltest, helfen Dir die folgenden Fragen, eine Antwort zu finden:

  1. Erschreckst Du morgens, wenn Dein Wecker klingelt?
  2. Überhörst Du Deinen Wecker oftmals?
  3. Verspürst Du Herzrasen kurz nachdem der Wecker geklingelt hat?
  4. Fühlst Du Dich morgens noch eine Weile benebelt oder ist Dir schwindelig?
  5. Drückst Du oft auf die Schlummer-Taste, bis es zu spät ist, aufzustehen?
  6. Hast Du Probleme einzuschlafen?

Wenn Du bereits eine dieser Fragen positiv beantwortest, solltest Du dem Lichtwecker eine Chance geben!