Analoge Kameras (79 Angebote bei 11 Shops)

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Ratgeber Analoge Kameras


Ratgeber Analoge Kameras


Ein fotografischer Apparat ist ein Gerät, das die Aufnahme einzelner Bilder ermöglicht. Was früher nur als Fotoapparat oder Kamera bezeichnet wurde, wird heute explizit Analogkamera genannt. Dadurch entsteht eine Abgrenzung zur wesentlich neueren Digitalkamera. Was die analoge Kamera ausmacht, ist die Notwendigkeit eines Fotofilms. Die auf diesen Film projizierten und fixierten Bilder werden erst durch mehrere Entwicklungsschritte zu den Fotos, wie wir sie kennen. Einzig die Sofort-Bild-Kamera macht hier eine Ausnahme. Das Bild wird bereits im Apparat innerhalb weniger Sekunden entwickelt und kann herausgenommen werden.

Einfach ausgedrückt besteht ein Fotoapparat aus einer Linse und einer Blende. Das Objektiv ist aus mehreren Linsen zusammengesetzt, welche durch ihr Zusammenwirken Verzerrungen und Farbfehler vermeiden sollen. Um verschiedene Effekte zu erreichen, können spezielle Filter vor das Objektiv gesetzt werden. Für das Objektiv gibt es zwei Größen, die jeder Hobbyfotograf kennen sollte. Zum einen ist das die Brennweite. Sie bestimmt den Öffnungswinkel bei der Aufnahme. Zum anderen ist die Lichtstärke zu nennen. Mit ihr wird angegeben, wie viel Licht durch das Objektiv auf den Film fällt. Diese Angabe gilt für eine völlig geöffnete Irisblende. Die Irisblende ist fast immer eine Kreisblende, die auf- und zugedreht werden kann. Sie dient dazu, die Lichtmenge zu regulieren. Auch mit dem Verschluss kann auf die Lichtmenge Einfluss genommen werden. Die Verschlusszeit ist eine variable Zeitspanne, in welcher der Lichtweg zum Belichten des Films freigegeben wird. Während dieser Zeit darf die Kamera keinen Bewegungen ausgesetzt sein, sonst wirkt das Bild im schlechtesten Fall verschwommen und unscharf.

Analogkameras sind auch heute noch in zahlreichen Modellen erhältlich. Welche Kameras es gibt, erfahren Sie in diesem Ratgeber.

Einteilungskriterien

Da viele verschiedene analoge Kameras existieren, gibt es auch mehrere Möglichkeiten, diese zu kategorisieren:

Kategorisierung nach dem Aufnahmemedium
Bei dieser Einteilung werden Kameras danach sortiert, welchen Film sie benötigen. Das können Planfilme, Rollfilme, Kassetten, Pocket-Filme und viele mehr sein. Bei der Sofort-Bild-Kamera ist es das spezielle Fotopapier, welches diese benötigt. Auch Fotoplatten aus Metall oder Glas sind ein Medium, das an die Stelle des klassischen Films treten kann.

Kategorisierung nach dem Format der Aufnahme
Es gibt Großbildkameras, sie umfassen alle Formate ab 6x9cm und werden für gewöhnlich auf Planfilme projiziert. Mittelformatkameras umfassen alles von 4,5x6 bis 6x9cm, klassisch mit dem Rollfilm verwendet. Bei Kleinbildkameras wird das Format bereits in mm angegeben (24x36mm), für sie verwendet man 35-mm oder Kleinbildfilm, ebenso für die Halbformatkamera (18x24mm). Die Größen darunter werden durch die Kleinstbildkameras abgedeckt.

Kategorisierung nach der Konstruktion der Optik
Ein gutes Beispiel für diese Kategorie ist die Spiegelreflexkamera. Die Besonderheit an dieser Art von Fotoapparat ist, dass das Licht erst über einen Spiegel umgeleitet wird. Dadurch wird im Sucher ziemlich genau der Bildausschnitt angezeigt, der später auf dem Foto zu sehen sein wird.

Bei Sucherkameras trifft das Licht direkt auf. Durch diesen Effekt stimmen das gesehene Bild und die spätere Aufnahme oft nicht überein und es ist keine Kontrolle über die Schärfentiefe möglich. Dafür ist die Sucherkamera kleiner und leichter als die Spiegelreflexkamera. Für bestimmte Arten von Bildern ist sie besser geeignet, weil der Spiegel nicht im Weg sein kann.

Eine Fachkamera hingegen wird speziell für den Studiobereich verwendet. Sie wird meist als Großformatkamera gebaut. Objektiv und Film können gegeneinander verschoben werden. Dadurch sind ganz eigene Einstellungen, vor allem in Hinblick auf Perspektive und Tiefenschärfe, möglich.

Spezialkameras
Es gibt spezielle Kameras, die eigens für ganz besondere Aufgabengebiete entwickelt worden sind. Zu ihnen zählen unter anderem Hochgeschwindigkeitskameras, Unterwasserkameras und Wärmebildkameras. Ihre Technik ist auf den Bereich, in dem sie funktionieren müssen, abgestimmt. Deshalb haben manche von ihnen mit den Fotoapparaten die Hobby- Knipser kennen, kaum mehr etwas zu tun. Manche von ihnen haben aber den Sprung auf den allgemeinen Markt geschafft. Hier kann zum Beispiel die GoPro Kamera genannt werden. Sie ist ein wasserfestes, stoßsicheres kleines Action-Gerät. Die GoPro zählt allerdings zu den Video-Kameras. Im Foto Modus sind aber Einzel-und Serienaufnahmen sowie Intervallbilder möglich.

Vor-und Nachteile der drei gängigsten Analogkameratypen

Damit Ihnen die Auswahl des passenden Fotoapparats etwas erleichtert werden kann, finden Sie hier die Vor- und Nachteile der einzelnen Kameratypen.

Die Spiegelreflexkamera
Wie sie funktioniert ist ein paar Absätze weiter oben schon beschrieben. Diese Apparate sind nichts für schnelle Aufnahmen. Man kann dafür viel an ihnen herumbasteln: Verschiedenste Objektive anschrauben, Filter einsetzen, herum probieren. Sie liefert nicht nur sehr schöne Fotos, sondern lässt dem Fotografen auch sehr viel Freiheit. Alles ist manuell einstellbar, was ein gewisses Können voraussetzt, dafür aber von großem künstlerischen Wert sein kann. Es gibt Spiegelreflexkameras auch in Halbautomatik, wodurch die Handhabung leichter wird. Man überlässt der Automatik aber wieder einen Teil der Freiheit, den man mit einer Spiegelreflexkamera gewonnen hat.

Die Lomo-Kamera
Die Lomografie ist eine eigene, künstlerische Bewegung. Lomografische Bilder erkennt man daran, dass sie schnappschussartig wirken und aus den unterschiedlichsten Winkeln aufgenommen wurden. Die Lomo-Kamera ist traditionell eine Kleinbildkamera mit Weitwinkeloptik. Ihre eher schlechte Bildqualität ist ein künstlerisches Merkmal und wird dementsprechend eingesetzt. Heutige Lomo-Kameras sind qualitativ hochwertiger als die Originale. Sie setzen trotzdem noch auf kreative und experimentelle Spontanaufnahmen und sind dementsprechend ausgestattet.

Die Sofort-Bild-Kamera
Anstelle eines Filmes wird mit einer speziellen, lichtempfindlichen Beschichtung gearbeitet. Diese wird nach dem Auslösen auf das Fotopapier aufgetragen und zu einem fertigen Bild. Ein solches Foto ist ein Unikat – es kann nicht dupliziert werden, da es kein Negativ von dem Bild gibt. Auch diese Kamera wendet sich an Kreative und löst bei den meisten eine gewisse Nostalgie aus. Die häufigste Sofort-Bild-Kamera ist die Polaroid-Kamera. Die Firma Polaroid besaß für viele Jahre lang die Patentrechte an dieser Art von Kamera. Sie wurde eine Zeitlang vom Markt verdrängt, wird aber seit einigen Jahren wegen bestehender Nachfrage wieder produziert. Inzwischen sind die Patentrechte abgelaufen und auch andere Firmen wagen sich an die Herstellung dieses inzwischen wieder sehr beliebten Fotoapparates. Der Nachteil an dieser Analogkamera liegt sicher in der wenig hochwertigen Bildqualität der Aufnahmen.

Zubehör

Neben essenziellen Dingen, wie Objektiven, Foto-Filmen, speziellen Linsen und Adapterringen, gibt es auch hilfreiche Kleinigkeiten, die nicht direkt zur Kamera gehören. Dazu zählen Stative. Sie ermöglichen schöne Aufnahmen auch bei langer Belichtungszeit. Bleibt die Kamera oft auf dieselbe Stelle gerichtet, sorgt ein Stativ nicht für Gleichmäßigkeit. Auch Kamerataschen beweisen so viel Nützlichkeit, dass man kaum ohne sie auskommt. Sie schützen den Apparat durch spezielle Auspolsterungen und haben viele verschiedene Fächer, in denen diverses Zubehör einfach untergebracht werden kann. Es gibt sehr kleine Taschen, die gerade um den Fotoapparat herumpassen und solche im Format eines Kleinkoffers. Je nachdem, was und wie viel zusätzlich zu der Kamera noch mitgenommen werden soll, kann eine entsprechende Kameratasche ausgewählt werden.
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