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Boxen & Kampfsport

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Ratgeber Boxen & Kampfsport


Beim Kampfsport handelt es sich nicht nur um eine einzige Sportart. Kampfsport bezeichnet eigentlich mehrere Sportarten, bei denen es jedoch darum geht, dass zwei Kontrahenten in einem Kampf gegeneinander antreten. Waffen sind bei den meisten dieser Kampfsportarten verboten. Es kommt bei diesen eher auf die Verwendung der Fäuste an, ebenso ist Beinarbeit ein weiteres Gebiet der Einsatzmöglichkeiten.

Welche Kampfsportarten es gibt, was man zur korrekten Ausführung braucht und welches Zubehör nützlich sein kann, möchten wir in diesem Ratgeber erläutern.

Welche Kampfsportarten gibt es?

Für gewöhnlich unterscheidet man mehrere Kampfsportarten voneinander. Wir teilen in unserem Ratgeber diese nach folgendem Schema auf:

- Boxen
- fernöstliche Kampfsportarten (dazu gehören Judo, Karate, Taekwondo, Kung Fu und Budo)

In sämtlichen dieser Kampfsportarten geht es darum, den Gegner mittels verschiedener Techniken auf den Boden zu befördern. In den meisten Fällen kommen die Fäuste zum Einsatz. Eine Alternative hierfür sind Techniken, bei denen die Beine Einsatz finden und den Gegner zu Boden bringen.

Genauso vielfältig wie die unterschiedlichen Sportarten ist auch die nötige Ausstattung. Während man beim Boxen beispielsweise als Bekleidung nur eine knielange Hose wählt, kommen beim Judo, Karate und Taekwondo spezielle Anzüge zum Einsatz.

Boxen

Beim Boxen geht es darum, dass zwei Gegner derselben Gewichtsklasse sich gegenseitig mit Fäusten bekämpfen. Das Vorgehen unterliegt festen Regeln, nach denen sich jeder Boxer zu richten hat. Beispielsweise sind nur Schläge erlaubt, die mit der geschlossenen Faust ausgeführt werden. Ebenso ist die Nutzung anderer Körperteile oder sogar der Zähne untersagt und kann zur Disqualifikation führen.

Je nach Technik und Vorgehen erhalten die beiden Boxer Punkte oder Abzüge. Sofern innerhalb des Boxringes und der vorgegebenen Zeit keiner der beiden zu Boden geht, ermittelt die Jury den Sieger nach Punkten.

Die richtige Ausrüstung
Beim Training kommt es vor allem auf die Bequemlichkeit der Kleider an. Frauen und Männer kommen daher gut mit leichter Bekleidung zurecht, die häufig aus einem Achselshirt und einer kurzen Hose besteht.

Wichtig ist jedoch vor allem der Boxsack, an dem sich unterschiedliche Techniken üben lassen. Man nennt ihn in der Umgangssprache auch Sandsack, weil die früheren Modelle oft mit Sand gefüllt waren. An ihm lassen sich bestens Schlag- und Tritttechniken erlernen. Sie besitzen in der Regel eine zylindrische Form und sind außen mit einem Bezug aus Leder oder Nylon versehen. Als Füllung nutzen die meisten Hersteller heutzutage Sägespäne, Schaumstoff oder Mais. Ebenso sind Füllungen aus Kunststoffgranulat geläufig.

Neben dem Boxsack gibt es den sogenannten Punchingball. Er lässt sich dank eines Gewichtes am anderen Ende sehr gut aufstellen. Auch er hat den Zweck, Schlag- und Tritttechniken zu lernen, doch haben viele der Trainingsgeräte die Eigenschaft, nach einem Schlag zum Austeilenden zurück zu schwingen. Dies ist vor allem nützlich, um Ausweichmanöver zu erlernen oder die Koordination zu verbessern.

Beim Boxen möchte man Austeilen, doch der Schlag sollte den Gegner nicht zu fest treffen. Daher nutzt man beim Boxen die Boxhandschuhe. Sie sind dick gepolstert, ermöglichen aber dennoch einen guten Grip und eine ausreichende Kontrolle für einen gezielten Einsatz. Man unterscheidet hauptsächlich zwischen Kinderboxhandschuhen, Wettboxhandschuhen, jene die sich zum Training eignen und Modellen, die eine extra weiche Oberfläche besitzen.

Fernöstliche Kampfsportarten

Bei den fernöstlichen Kampfsportarten kommen neben den Händen auch die Füße zum Einsatz. Die einzelnen Sportarten unterscheiden sich, was das Regelwerk und die Vorgehensweise innerhalb der Kämpfe angeht, zwar voneinander, doch sieht das Kampfverhalten oft sehr ähnlich aus.

Wie sich die einzelnen Kampfstile zusammensetzen, hängt häufig mit der Herkunft der Kampfsport zusammen. So kommt Budo aus Japan, Kung Fu aus China, während Taekwondo seine Wurzeln in Korea hat.

Was die Ausübung der Kampfsportarten angeht, kann man sich entweder auf den Zweikampf konzentrieren, viele gehen jedoch lieber den Formwettkämpfen nach. Während der Zweikampf wie beim Boxen zwei Gegner gegenüberstellt, geht es bei Formwettkämpfen um einen fest einstudierten Bewegungsablauf des Kampfsportlers. Hier sorgt also ein Formwert für Sieg oder Niederlage. Da bei Formwettkämpfen für viele Trainierenden jedoch hauptsächlich die Konzentration, Körperkontrolle und Koordination im Vordergrund steht, ist dies die beliebtere Variante.

Kampfsportbekleidung
Was die fernöstlichen Kampfsportarten angeht, bedienen sich die meisten von ihnen eines Anzugs als Bekleidung. Dieser besteht aus einer knöchellangen, weißen Baumwollhose und einer halblangen, weißen Jacke. In Fachkreisen trägt die Hose den Namen Zubon, die Jacke heißt Uwagi. Den Anzug komplettiert ein Gürtel, der je nach Sportart bezüglich seiner Farbe variiert und zum Teil den Rang des Trägers kennzeichnet. Weiß nimmt für gewöhnlich den niedrigsten ein, schwarz und rot kennzeichnen die höchsten Ränge.

Neben dem weißen Anzug sind immer öfter auch blaue Judoanzüge erhältlich. Wichtig ist, dass sich der Anzug nach den Richtlinien und Regeln des Verbandes richtet. In den meisten Fällen sind die entsprechenden Anzüge mit einer Kennzeichnung versehen.

Beim Kung Fu ist dagegen ein solcher Anzug nicht notwendig. Die Kontrahenten bekämpfen sich mittels ihrer Fäuste, die mit gepolsterten Handschuhen ausgestattet sind. Da es bei diesem Sport zu ernsthaften Verletzungen kommen kann und auch die Beine eingesetzt werden, ist ein gepolsterter Helm nützlich. Dieser lässt sich leicht anlegen und mit einem Kinnriemen befestigen.

Zum Training gibt es daneben weitere nützliche Utensilien wie die Focus Mitts. In Kampfsportarten, in denen die Füße als Verteidigung Verwendung finden, lässt sich dank der Focus Mitts im Training konzentriert daran arbeiten, einen bestimmten Punkt mit ihnen zu treffen.

Weiteres Kampfsport-Zubehör
Da es bei manchen Kampfsportarten unausweichlich ist, die eine oder andere Verletzung einzustecken, ist es wichtig für einen ausreichenden Schutz zu sorgen. Ein Mundschutz kann sehr hilfreich sein, ebenso gepolsterte Schützer für den Lendenbereich. Informieren Sie sich diesbezüglich am besten in Ihrem Verein und wählen Sie die Utensilien aus, die sie als sinnvoll erachten.

Worauf Sie beim Kauf noch achten sollten

Wenn Sie sich für Kampfsportarten oder das Boxen begeistern können, haben Sie sich ein schönes Hobby ausgesucht. Es baut Stress ab und kann Aggressionen mildern. Es ist im Grunde der perfekte Sport, um sich abzulenken und den Alltag hinter sich zu lassen.

Die Geräte, die Sie beim Boxen verwenden, sollten vom TÜV geprüft sein. Nur so können Sie sicherstellen, dass Sie Qualität erwerben. Selbstverständlich sollten die Bestandteile robust sein und mehrere Schläge problemlos aushalten. Wählen Sie deshalb bei der reichhaltigen Auswahl an Zubehör und Bekleidung das aus, was Ihnen bequem erscheint und womit Sie vor allem zurechtkommen. Handschuhe sollten immer passen und nicht zu groß oder zu klein sein. Üben Ihre Kinder Kampfsportarten aus, empfiehlt es sich, hin und wieder ein neues Paar zu kaufen, denn die kleinen wachsen schnell heraus.

Achten Sie beim Kauf eines Kampfsportanzuges stets darauf, dass er den Richtlinien entspricht. Die Anzüge sind für gewöhnlich gekennzeichnet. Außerdem sollten Sie die Nähte vor dem Kauf betrachten. Sie sollten strapazierfähig und von guter Qualität sein. Nur so haben sie eine hohe Langlebigkeit.
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