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Ratgeber Terraristik


Terrarien dienen als Heimat für Pflanzen und Reptilien, insbesondere Schlangen, Echsen und auch Insekten. Dementsprechend versteht man unter der Terraristik die Einrichtung des Terrariums, mit der die Pflege der darin lebenden Tiere einhergeht.

Um ein Terrarium betreiben zu können, ist ein umfangreiches Wissen erforderlich, das sich sowohl auf das Terrarium, als auch auf die Tiere bezieht. Nicht zu vernachlässigende Aspekte stellen dabei die Herkunft, die Lebensweise und die Lebensdauer der Tiere dar. Eng damit zusammen hängen das Futter und die erforderliche Größe des Terrariums. Angeboten werden Terrarien in den entsprechenden Fachmärkten wie auch auf Internet-Portalen.

Das Terrarium – Allgemeines

Wir wollen uns im Folgenden einmal genauer mit dem komplexen und durchaus anspruchsvollen Thema des Terrariums auseinander setzen. Natürlich hoffen wir, dass wir Ihnen so einen tieferen Einblick in die Ausstattung des Terrariums gewähren können. Bedenken Sie jedoch, dass der folgende Überblick eine ausführliche Beratung nicht ersetzen kann.

Ein Heim für alle Reptilien

Exotische Tiere erfreuen sich an einer immer größeren Beliebtheit. Grund dafür ist der Reiz, den sie trotz oder gerade wegen ihrer mehr oder weniger gefährlichen Erscheinung auf den Menschen ausüben. Immer mehr Menschen legen sich also ein privates Terrarium zu, in dem sie Geckos, Eidechsen, Spinnen und auch Schlangen halten.

Gerade bei solchen Tieren ist es aber wichtig, dass man sich vorher eingehend mit der jeweiligen Tierart auseinander setzt. Jede der bereits genannten und der anderen möglichen Tierarten erfordert in Bezug auf die Pflege ganz besonders viel Aufmerksamkeit. Behalten Sie stets im Hinterkopf, dass Sie dem Tier seinen natürlichen Lebensraum entziehen und damit gefordert sind, diesen bestmöglich nachzuahmen. Denn nur unter den richtigen Lebensbedingungen fühlen sich auch die Tiere im Terrarium wohl. Diese Tatsache wirkt sich dann zumeist auch direkt auf die Lebensdauer, die Entwicklung und die Größe der Tiere auswirkt.

Das Besondere an einem Terrarium ist, dass Sie mit diesem eine eigene Welt nach Ihren individuellen Vorstellungen kreieren können. In dem Terrarium lebt in der Regel nämlich nicht nur das Tier, sondern auch eine Reihe von Pflanzen, die unter den richtigen Bedingungen ebenfalls wachsen und zum Leben erblühen. Je nachdem für welches Tier Sie sich entscheiden, variiert auch die dazugehörige Umwelt. Beispiele für Terrarien sind unter anderem das Regenwaldterrarium und das Wüstenterrarium. Hier verraten die Namen bereits, welche Merkmale das jeweilige Modell aufweist. Natürlich können Sie dieses immer noch entsprechend ihrer persönlichen Vorstellungen gestalten.

Wichtig ist natürlich, dass Sie bei der Auswahl der Terrarien nicht nur die klimatischen Bedürfnisse der Tiere und damit der Pflanzen berücksichtigen. Eine wichtige Rolle spielen nämlich auch die eigentliche Größe des Terrariums und damit der Platz, der den darin lebenden Tieren zur Verfügung steht. Ebenfalls wichtig sind eventuell zu erfüllende Sicherheitsvorkehrungen. Diese sind immer dann erforderlich, wenn in dem Terrarium giftige oder gefährliche Tiere wohnen, die Sie selbst oder Ihre Menschen gefährden könnten. Hier ist wichtig, dass das Terrarium über einen sicheren Verschluss verfügt, ohne dass dabei die Handhabung des Terrariums beeinflusst wird.

Futter für Terrariumtiere
Wer sich ein Terrarium mit Tieren zulegt, muss sich vorher mit der Haltung der Tiere auseinander setzen. Einen wichtigen Aspekt stellt in diesem Zusammenhang das Terrariumfutter dar. Dieses variiert natürlich in Abhängigkeit vom jeweiligen Terrarium-Bewohner. Eine Schildkröte benötigt zum Beispiel ganz anderes Futter als eine Schlange. Bei der Ernährung von Reptilien spielen wie beim Menschen die Inhaltsstoffe eine wichtige Rolle. Im Idealfall sind all jene Nährstoffe enthalten, die das Tier benötigt, sodass eine gute Gesundheit von der Ernährung begünstigt wird. Die Ernährung ist aber nicht nur wegen der Nährstoffe so wichtig, sondern auch weil eine falsche Ernährung sich auch auf das Verhalten der im Terrarium lebenden Tiere auswirken kann. Ganz konkret äußert sich dies zum Beispiel in aggressiven, unkontrollierten Verhaltensweisen. Außerdem können sich mangelnde Nährstoffe auch auf die Optik auswirken. Das bedeutet, dass das Tier nach einer Weile zu trockener Haut neigen oder der Panzer porös wird.

Neben dem Futter selbst, ist auch die Fütterung von großer Wichtigkeit. Dieser Faktor setzt sich wiederrum aus unterschiedlichen Kriterien zusammen. Zu diesen gehören unter anderem die Uhrzeit der Fütterung, die Menge des Futters und auch die Vorgehensweise. Mit der Vorgehensweise ist in diesem Fall die Präsentation des Futters gemeint. Häufig wird das Futter nämlich auch eingesetzt, um die Tiere geistig zu fordern. Das bedeutet, dass diese sich zunächst auf die Suche nach dem Futter machen müssen, bevor sie dieses tatsächlich fressen können. Bei einigen Tieren wird so nicht nur der Spieltrieb und die körperliche Aktivität gefördert, sondern auch der ganz natürlich ausgeprägte Jagdinstinkt.

Weil es so viele Arten der Tiere und Terrarien gibt, ist natürlich auch das Futter in den unterschiedlichsten Varianten erhältlich. Diese werden von verschiedenen Marken angeboten und sind sowohl im Internet, als auch im Fachhandel erhältlich. Die große Auswahl macht es einem zum Teil schwer, sich für eine bestimmte Sorte zu entscheiden. Dieses Problem kann in der Regel ganz einfach gelöst werden, nämlich indem Sie einfach verschiedene Sorten ausprobieren und dann entscheiden welches Futter für Ihr Tier das Richtige ist.

Passendes Zubehör für das Terrarium auswählen
Da wir uns nun schon mit zwei Hauptaspekten der Terraristik auseinander gesetzt haben, wollen wir uns abschließend noch einmal kurz mit dem Zubehör beschäftigen, das üblicherweise in Kombination mit Terrarien eingesetzt wird. Dieses Zubehör wird in Anlehnung an die besonderen Merkmale des Lebewesens ausgewählt.

Die Funktion des Zubehörs besteht nämlich darin, den Lebensraum des Tieres zu simulieren. Dementsprechend wird zum Beispiel ganz einfach auf Sand zurückgegriffen. Dieser stellt einen wesentlichen Bestandteil des Wüstenterrariums dar. Dem gegenüber stehen Terrarien, die an einen kleinen Dschungel erinnern und überwiegend mit Hilfe von Pflanzen gestaltet werden. Solche Exemplare bezeichnet man dann als Tropen- oder Regenwaldterrarien.

Während es sich bei den Gestaltungselementen um fakultatives Zubehör handelt, gibt es natürlich auch obligatorisches Zubehör, das für den Betrieb eines Terrariums unbedingt erforderlich ist. Dazu gehören beispielsweise Futter- und Trinkvorrichtungen, sowie UV- und Wärmelampen zur Erzeugung eines angemessenen Klimas. Dieses kann wiederrum nur erreicht werden, wenn ein entsprechendes, zuverlässiges Thermometer zur regelmäßigen Kontrolle der Temperatur vorliegt. Bei Tieren, die vorrangig in tropischen Breitengraden beheimatet sind, kann zudem noch ein separater Luftbefeuchter für die bestmögliche Simulation der Lebensbedingungen notwendig werden.
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