Objektivzubehör

Ratgeber Objektivzubehör


Ratgeber Objektivzubehör


Mit der Fotokamera einen Moment festzuhalten, ist ein beliebtes Hobby der Deutschen. Aus Situationen alles herauszuholen, was in ihnen steckt, ist die Kunst der Fotografie. Das Hobby ist so vielseitig, dass man Jahre damit beschäftigt ist, die eigenen Fähigkeiten zu erforschen. Neben einer professionellen Fotoausrüstung sollte stets das nötige Zubehör vorhanden sein. Dazu gehören Filter, Blitzlichtgeräte und ähnliches.

Da eine Kamera jedoch nur so gut ist, wie das aufgesteckte oder -geschraubte Objektiv, benötigt auch dieses Zubehör die richtige Ausrüstung.

In diesem Ratgeber möchten wir Ihnen daher einen tieferen Einblick zum Thema Objektivzubehör geben und vor allem, inwiefern Sie dieses für gute Ergebnisse nutzen können.

Welche Arten von Objektivzubehör gibt es?

Das Objektivzubehör teilt man grundlegend in drei Gruppen ein. Die erste Gruppe beschäftigt sich mit Gegenlichtblenden, die zweite mit Objektivdeckeln. Außerdem gibt es noch weiteres Zubehör, das jedoch für verschiedene Zwecke Gebrauch findet.

Nachfolgend wollen wir Ihnen die einzelnen Gruppen im Detail vorstellen.

Objektivdeckel
Beim Objektiv lässt sich ohne weiteres von einem sehr empfindlichen Gerät ausgehen. Da die vordere und hintere Linse bei der Aufbewahrung ungeschützt sind, gibt es auf dem Markt sogenannte Objektivdeckel. Hierbei unterscheidet man zwischen Front- und Rückdeckel, die - entsprechend ihrer Bezeichnung - entweder auf der Front oder Rückseite der Linse anzubringen sind. Mit dieser Vorrichtung gelingt es, die Linsen vor Verschmutzungen und Beschädigungen zu schützen.

Die meisten Frontdeckel sind heutzutage aus Kunststoff gefertigt und besitzen in ihrem Inneren eine Federmechanik, die sich auf das Filtergewinde des Objektivs stecken lässt. Sie ist besonders leicht anzubringen und wieder zu entfernen.

Der Rückdeckel hingegen besitzt keine Federmechanik und richtet sich nach dem Verschluss der Kamera. Besitzt diese beispielsweise einen Schraubverschluss, ist auch der Rückdeckel mit einem Gewinde versehen. Andere Modelle lassen sich währenddessen einfach auf den Rückteil des Objektivs stecken.

Gegenlichtblenden
Die Gegenlichtblende, welche auch unter dem Namen Streulichtblende bekannt ist, dient dazu, Licht vom Okular einer Kamera fernzuhalten. Eine Verwendung ist daher sinnvoll, da beim Einsatz einer Gegenlichtblende das Licht nicht auf die Linse gelangt, um somit verschiedene Bildfehler wie Lichtsäume, sogenannte Lens Flares, zu erzeugen.

Ob sich der Einsatz einer Streulichtblende lohnt, hängt vom Bildwinkel des Objektivs ab und dem Durchmesser der Frontlinse. Ebenso spielt die Größe der Sensor- und Filmfläche eine große Rolle. Allgemein gilt: Je kleiner der Bildwinkel, desto länger sollte die Streulichtblende sein.

Bei der Auswahl müssen Sie beachten, dass die Streulichtblende auf das System Ihrer Fotokamera ausgelegt ist. Kaufen Sie eine zu kleine Streulichtblende, kann es zur Vignettierung bei Ihren Aufnahmen kommen. Setzen Sie zusätzliche Filter ein, sollten Sie dies ebenfalls bei der Auswahl der richtigen Blende bedenken.

Die Anbringung der Gegenlichtblende erfolgt meistens über Schnappverschlüsse, die am Rand des Objektivs einklinken. Alternativ dazu gibt es Modelle mit Schraubgewinde.

Sonstiges Objektivzubehör
Zum sonstigen Zubehör für Kameraobjektive gehören Vorsatzlinsen, Abstandhalter und verschiedene Filter, welche für spezielle Effekte beim Fotografieren zum Einsatz kommen. Außerdem können Sie in dieser Rubrik schützende Taschen für Objektive finden, die besonders nützlich sind, wenn Sie ein Objektiv gerade einmal nicht benötigen.

Vorsatzlinsen sind bei der Makrofotografie im Gebrauch. Sie vergrößern die Brennweite, indem sie den maximalen Arbeitsabstand beeinflussen. Beim Einsatz solcher Linsen sollten Sie bedenken, dass derlei Zubehör nicht nur Vorteile hat. Nutzen Sie die Linsen also nur, wenn Sie sich sicher sind, dass sie auch den gewollten Effekt unterstützen. Andernfalls kommt es zu einer chromatischen Aberration, einem Bildfehler.

Objektiv Adapter sind für die Verlängerung eines Objektivs zweckdienlich. Sie lassen sich nutzen, um die Brennweite zu beeinflussen und somit die Entfernung immens zu verkürzen. Da der Weg von der Objektivlinse zum Sensor durch einen Adapter verlängert ist, kommt es zu einer Veränderung der entsprechenden Brennweite. Ein solcher Adapter kann zwar nützlich sein, doch sollten Sie nicht vergessen, dass der Einsatz möglicherweise Bildfehler oder andere Probleme mit sich bringen kann. Stellen Sie daher die Kamera für die Aufnahmen zunächst ein, bevor Sie mit der Arbeit beginnen.

Einen Filter nutzen Fotografen hauptsächlich dazu, um Korrekturen oder Effekte einzusetzen. Beispielsweise lassen sich bei manchen Kameras Filter verwenden, die eine höhere Sättigung oder mehr Kontrast ermöglichen. Ebenso gibt es Farbfilter, Polarisationsfilter und Effektfilter für besondere Aufnahmen. Derlei Hilfsmittel sind besonders nützlich, wenn man bei der Fotografie möglichst auf eine digitale Nachbearbeitung verzichten möchte.

Zur Aufbewahrung ungenutzter Objektive hält der Markt spezielle Beutel und Taschen bereit, in denen Sie das Objektiv unterbringen können. Die Beutel sind aus einem speziellen Gewebe gefertigt und sorgen einerseits für genügend Polsterung, andererseits für eine sekundäre Reinigung. Hierzu sind die meisten Beutel im Innern mit einer samtigen Oberfläche versehen, die bei Reibung das Objektiv reinigt. Dank dieser Beutel sind sämtliche Objektive perfekt geschützt.

Worauf Sie noch achten sollten

Die Fotografie ist so breitgefächert, dass man schnell den Überblick verlieren kann. Besonders bei Filtern kommt der Verdacht auf, dass sich durch sie viele Fehler aus dem Weg räumen lassen, obwohl lediglich die Einstellung der Kamera das Problem ist. Bemerken Sie bei Ihren Arbeiten einen Fehler, sollten Sie sich zunächst nach der Ursache umsehen. Ist lediglich eine Einstellung falsch oder erfordert es wirklich einen Filter? Wenn ja, messen Sie den Innendurchmesser des Objektivs aus und entscheiden Sie sich für das passende Modell.

Bei Gegenlichtblenden sollten Sie beachten, dass viele Modelle aus hartem Kunststoff gefertigt sind, andere aus Gummi. Letztere lassen sich zwar leicht zusammenfalten und demnach problemlos mitnehmen, doch können sie sich mit der Zeit verformen. Gebrauchen Sie die Blende nicht, legen Sie diese an einen Ort, wo sie sich nicht verformen kann. Nur so haben Sie lange Freude daran.

Objektivdeckel sind leicht anzubringen, die Auswahl ist groß. Zudem es Modelle gibt, die auf der Rückseite eine Schicht Samt besitzen, welche zusätzlich die Linse reinigt. Möchten Sie sich solch ein Modell anschaffen, achten Sie grundsätzlich auf die Angaben des Herstellers. Prüfen Sie stets, ob der Objektivdeckel fest aufsitzt, sonst löst er sich in der Tasche und hinterlässt möglicherweise Kratzer auf der Objektivlinse.

Bei jedem Zubehör sollten Sie sicherstellen, dass es zu dem Kamerasystem passt, welches Sie besitzen. Nichts ist ärgerlicher, als eine Filterlinse in der falschen Größe zu kaufen und diese effektiv nicht nutzen zu können. Ebenso sieht es mit den Adaptern und Gegenlichtblenden aus. Bei Modellen aus Gummi lässt sich womöglich noch deren Dehnbarkeit ausnutzen, doch ist deren Verwendung anschließend nicht mehr zweckmäßig. Geschweige denn, dass sich das einfallende Licht korrekt abhalten lässt.
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