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Ratgeber Fotofilme


Ratgeber Fotofilme


Ein Fotofilm, kurz für fotografischer Film, ist ein Streifen aus beschichteter Folie. Diese Folie besteht meist aus Polyester, die Beschichtung ist sehr dünn aufgetragen und lichtempfindlich. Die Entwicklung des Fotofilms hat die Foto-Platte, die davor eingesetzt wurde, nahezu gänzlich verdrängt. Der Foto Film wird für die analogen Foto-Kameras eingesetzt und fixiert die gemachte Aufnahme für eine spätere Entwicklung.

Das Licht, welches auf die empfindliche Schicht, der Foto-Emulsion auftrifft, löst chemische Veränderungen in dieser Schicht aus. In der Entwicklerflüssigkeit wird diese Veränderung sichtbar gemacht. Foto Filme können nur in Dunkelheit entwickelt werden, da das Bild sonst durch das erneute Auftreffen von Licht zerstört werden würde. Hierfür gibt es spezielle Dunkelkammern, in denen die Entwicklung der Fotos durchgeführt wird. Aber auch Entwicklerdosen stehen zur Verfügung. Der Wechsel des Fotofilms von der Kamera in die Dose muss allerdings völlig ohne Lichteinwirkung geschehen. Um zu verhindern, dass sich Entwicklersubstanzen während der Prozedur zu sehr an einzelnen Stellen anlagern, muss der Film in der Flüssigkeit regelmäßig bewegt werden. Nach der Lagerung in der basischen Fotoemulsion kommt der Film in ein saures Bad, um die Entwicklung zu stoppen. Anschließend wird er fixiert und dauerhaft lichtunempfindlich, trocken und lagerfähig gemacht. Photo Filme gehören zu den haltbarsten Medien und werden daher immer noch für die Archivierung verwendet.

Unterscheidung verschiedener Foto-Filmarten

Man kann die Photofilme danach unterscheiden, wie sie das einfallende Licht bearbeiten. Durch diese Beschreibung fallen Begriffe wie Negativfilm oder Umkehrfilm. Für alle, die keine fotografische Ausbildung genossen haben und mit diesen Begriffen nichts anfangen können, gibt es aber auch die weit gängigere Kategorisierung nach dem Aufbau des Fotofilms:

Der Schwarz-Weiß Film
Aus diesem Film entstehen die Schwarz-Weiß Bilder. Die Fotoemulsion besteht aus einer Silberverbindung gemischt mit Gelatine. Durch das feine Silber entsteht ein Bild in verschiedenen Grautönen. Der Film selbst muss aber nicht unbedingt grau beziehungsweise silberfarben sein. Vor allem Roll- und Planfilme haben noch eine zusätzliche Schutzschicht, die aus gefärbter Gelatine besteht. Das hat aber keine Auswirkung auf den Abzug.

Der Abzug ist das Foto, welches aus der Abbildung auf dem Film entwickelt werden kann. Wie empfindlich der Film sein muss, hängt davon ab, mit welchen Lichtverhältnissen zu rechnen ist. Wer eher spontan schöne Bilder machen möchte, fährt vermutlich mit einem mittelmäßig empfindlichen Schwarz-Weiß-Film am besten. In Verbindung mit viel Belichtungsspielraum sollte dieser alle Eventualitäten abdecken. Wenn man seine Bilder später vergrößern lassen will, ist die Feinkörnigkeit sehr wichtig. Um schöne Konturen und scharfe Bilder zu erhalten, muss auch auf den Kontrast geachtet werden.

Der Farbfilm
Die Schichten des Farbfilms sind unterschiedlich lichtempfindlich. Für gewöhnlich gibt es für jede Farbe mehrere Schichten verschieden hoher Lichtempfindlichkeit. Auch Filterschichten wie der Gelbfilter, welcher ein Überschuss an blauem Licht herausfiltern soll, sind vorhanden. Die Schichten entsprechen in ihrer späteren Entwicklung nicht ihrer eigenen, sondern ihrer Komplementärfarbe. Farb-Filme sind die am meisten verwendeten und durch diese Massenproduktion günstigsten Foto-Filme.

Ein Qualitäts-Farb-Film zeichnet sich dadurch aus, dass die Farben auf den Abzügen klar und farbgetreu sind. Sowohl bei Sonnen- als auch bei Kunstlicht sollte die Farbgebung neutral bleiben. Dies wird durch gut gesetzte Filter innerhalb der Schichten gewährleistet. Der Kontrast muss scharf genug sein und auch bei gezoomten Bildern darf der Abzug nicht grobkörnig aussehen. Um bei schlechten Lichtverhältnissen oder kurzen Verschlusszeiten gute Fotos zu schießen, braucht man einen Film, der besonders lichtempfindlich ist.

Spezial Fotofilme
Ein Beispiel für einen sehr speziellen Film ist der Röntgen-Film. Um Strahlung noch besser aufzunehmen, ist auf beiden Seiten des Filmträgers lichtempfindliche Emulsion angebracht. Infrarot-Filme benötigen eine ganz spezielle Lichtempfindlichkeit, da für diese Art von Aufnahmen mit starken Filtern gearbeitet werden muss.

Die verschiedenen Film-Formate

Es gibt verschiedene Konfektionsgrößen und verschiedene Typen von Filme für Fotoapparat. Die gängigsten sind die Folgenden:

Der 35-mm-Film
Die 35mm beschreiben die Breite des Photofilms. Ursprünglich aus dem Bereich des Kino-Films stammend, war der 35-mm-Film der erfolgreichste Film bis zur Einführung der Digitalkamera. Seither hat die Nachfrage nach Filmen für Fotoapparate allgemein sehr abgenommen. In einer Blechpatrone verpackt, ist der Fotofilm auf eine Spule aufgerollt. Innerhalb der Patrone ist er lichtgeschützt. Die Patrone wird direkt in die Kamera eingelegt. Die herausragende Filmzunge musste lange Zeit manuell eingefädelt werden. Mittlerweile ist auch das bereits elektronisch gelöst. Nach dem Verschießen aller Fotos auf dem Film wird dieser gänzlich zurückgespult, um wieder lichtsicher in der Patrone auf seine Entwicklung zu warten. Der 35-mm-Film wird auch Kleinbild-Film oder Halbformat-Roll-Film genannt.

Der Roll-Film
Der Roll-Film ist der große Bruder des 35-mm-Films. Die Spulen sind wesentlich größer und für Mittel-und Großformatkameras geeignet. Der bekannteste Roll-Film ist der 120-er. Er ist 61.5mm breit und besitzt eine durchgehende Schutzschicht aus Papier. Diese Spulen werden nicht, wie die kleinere Variante, von Patronen geschützt.

Der Plan-Film
Der direkte Nachfolger der Glasplatten wird nicht auf eine Rolle gewickelt, sondern normalerweise in eigens dafür gebauten Kassetten gelagert und eingelegt. Er wird für Großformatkameras und in kleinerer Version Sofort-Bild-Kameras verwendet. Durch sein verhältnismäßig kleines Einsatzgebiet ist der Absatz des Plan-Films besonders rückläufig.

Die ganz Kleinen
Für Klein- und Kleinstbild-Kameras gibt es noch kleine Formate wie den 16-mm-Film, den 9,5-mm-Film und den 8-mm-Film. Größtenteils werden diese Formate aber im Kino- und Fernsehbereich verwendet. Kleinstbild-Kameras finden noch Verwendung im Spionage Bereich. In diesem winzigen Format ist nur eingeschränkte Bildqualität möglich, deshalb wird bei Spionage darauf geachtet, dass der Film hochauflösend und kontrastreich ist.

Empfindlichkeit und Auflösungsvermögen

Wie bereits in der Beschreibung der unterschiedlichen Film-Arten angedeutet, gibt es noch zwei wichtige Faktoren, die beim Kauf eines Foto-Films zu beachten sind:

Die Empfindlichkeit des Films beschreibt, wie lichtempfindlich dieser ist. Je weniger Licht vorhanden ist, desto empfindlicher muss das Material sein. Allerdings gehen damit auch Einbußen in der Qualität einher. Kontrast und Farbtreue werden schlechter und auch die Auflösung geht zurück, das Bild wird körniger. Wenn allerdings nicht genug Licht da ist, muss man das in Kauf nehmen, um überhaupt Fotos machen zu können. Die Auflösung hängt von den Eigenschaften des Photo-Films, dessen Lichtempfindlichkeit und den Entwicklungsbedingungen ab. Je höher die Auflösung, desto feinkörniger wird das Bild. Ein grobkörniges Foto ist, vor allem bei vergrößerten Exemplaren, alles andere als ansehnlich.

Zubehör

Foto-Filme sind ja selbst schon mehr oder weniger Zubehör für analoge Kameras. Da sie so extrem empfindlich sind, werden sie beim Verkauf schon entsprechend geschützt. Die handelsüblichen Filmpatronen werden meistens in Plastikrollen gelagert. Für den Transport in einer Kameratasche mit entsprechend ausgestatteten Seitentaschen sind diese Rollen ausreichend, um die Foto-Filme zu schützen.
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