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Ratgeber Essig


Essig Ratgeber

Sauer und doch aromatisch, kostbar und ebenso gesund – Essig wird schon seit Jahrtausenden von Menschen als Heil- und Nahrungsmittel verwendet und verfeinert das Essen mit seinem säuerlich- ausgewogenen Geschmack.

Essig entsteht während eines natürlichen Gärungsprozesses und entwickelt dabei sogenannte Essigsäurebakterien. Diese Säure wird gerne auch beim Putzen genutzt, da sie Bakterien, Schimmel und Co. gekonnt abtötet und eine desinfizierte Oberfläche hinterlässt. Bereits Hippokrates nutzte Essig als Heilmittel und verwendete es als Umschläge gegen Fieber – Essig ist und bleibt also unersetzlich im Haushalt und sollte in keiner Küche fehlen.

Doch Essig ist nicht gleich Essig – minderwertige Qualität schmeckt meist nur sauer und enthält keinerlei Aroma. Umso wichtiger ist es also, auf eine gute Qualität und unverdünnte Zutaten zu achten. Essig ist aus verschiedenen alkoholischen Säften und Früchten erstellbar und umso variabler im Geschmack. Doch welcher Essig eignet sich für welche Speise und woran erkennt man als Laie einen guten Essig? Ein paar wichtige Infos können dabei helfen, den richtigen Essig für sich zu finden.

Wie entsteht Essig?

Essig ist eine natürliche Essenz, die sich aus fast jeder alkoholischen Flüssigkeit herstellen lässt. Ob Wein oder Früchte, während des Vorgangs werden dem enthaltenen Alkohol Essigbakterien hinzugefügt, die sich von dem Alkohol ernähren und schließlich Essigsäure ausscheiden. Hiernach folgt die Lagerung in speziellen Essigfässern, um den Geschmack vollends abzurunden.

Essig besticht mit seiner zarten, säuerlichen Note, die jedoch immer einen ausgewogenen Eigengeschmack besitzen sollte und so sowohl zu Salaten, als auch zu Fleisch oder gar Nachspeisen passt.

Welche Essigvarianten gibt es?

Der wohl am schnellsten hergestellte Essig ist die Variante aus Rot- oder Weißwein. Hierbei wird der Essig aus den roten oder hellen Trauben erstellt und mit speziellen Acetatoren versehen, die den Gärungsprozess beschleunigen. So dauert die Essiggärung nur wenige Tage. Weißweinessig wird häufig mit weißem Balsamico verwechselt, jedoch ist Balsamico viel süßer und milder im Geschmack und wird mit bis zu 24 Gramm Zucker pro Liter angereichert. Normaler Weißweinessig hingegen kommt mit nur 0,1 Gramm Zucker aus und entfaltet seine klassisch-säuerliche Note.

Alternativ zu den Trauben gibt es auch Essig aus Früchten. Die Früchte enthalten jedoch nur selten ausreichend Zucker für einen passenden Alkoholgehalt, sodass die Hersteller hier normalen Essig mit Fruchtsaftkonzentraten anreichern. Am beliebtesten ist der Fruchtessig aus Apfelwein. Dieser besitzt eine feine, leicht süße Note und wird gerne beim Kochen oder für Salate verwendet. Die wohl klassischste und am häufigsten genutzte Essigvariante ist das Balsamico. Hergestellt wird es aus Traubenmost, welches eingekocht wird und anschließend viele Jahre Zeit bekommt zum Reifen. Durch diesen langen Reifeprozess bekommt der Essig seine dickflüssige und dunkle Farbe.

Ein echter Balsamico kann auf Grund seiner guten Qualität gut 100 Euro kosten, günstiger geht es nur, wenn man auf den „gefärbten“ Balsamico zurückgreift. Hierbei wird statt echtem Traubenmost nur Traubenmostkonzentrat verwendet und die intensive, dunkle Farbe wird mittels Farbstoffen hinzugefügt. Zuckercouleur ist auch in Cola enthalten und färbt bereits nach wenigen Tropfen jeden Essig schwarz.

Zu guter Letzt gibt es noch Essig aus Branntwein, der nicht mit klassischem Weinbrand verwechselt werden sollte. Branntwein ist eine Alkoholform, die aus preiswerten Rohstoffen hergestellt wird. Gerne verwendet werden zum Beispiel Kartoffeln. Diese Essigform ist sehr sauer und enthält meist keinen eigenen Geschmack, daher eignet sie sich nur zum Ansäuern von Speisen und weniger als Salatdressing oder Topping.

Essig als Haushaltswunder

Essig ist nicht nur auf dem Speiseteller ein echter Allrounder, sondern hilft auch bei den kleinen Putzproblemen des Alltags mit seiner natürlichen Kraft. Vom Küchenschrank zum Allesreiniger – Essig ist auf Grund seines hohen Säuregehalts ein Desinfektionswunder und entfernt sowohl Kalk und Schmutz im Bad als auch Bakterien und Pilze auf Arbeitsflächen in der Küche.

Essig sollte in jedem Fall verdünnt angewendet werden und ist so eine natürliche, Chemie-freie Alternative zu anderen Putzmitteln. Der leicht strenge Geruch verschwindet bereits nach kürzester Zeit und hinterlässt nichts als strahlende Sauberkeit. So spart man Geld und schont zugleich die Umwelt.

Guter Essig ist gesund

Essig gilt als Gesundheitselixier und wurde bereits von den Babyloniern, den Römern und später auch Hippokrates als Mittel gegen Verdauungsbeschwerden und Reinigungsmittel verwendet. Essig ist jedoch nur für den Menschen gut, wenn er in guter Qualität gekauft wird. Minderwertige Produkte enthalten einen hohen Anteil an Azetonsäure, welche wiederum für Geschwüre und Darmprobleme verantwortlich gemacht wird.

Gesunder Essig sollte bestenfalls nicht erhitzt worden sein und ist in naturtrüber Form gesünder, als ein behandeltes Produkt. Naturtrübe Sorten enthalten auch die gesunden Essig-Wirkstoffe, die die Qualität so besonders machen. Eine gute Flasche Essig kann nicht nur Speisen verfeinern, sondern auch die eigenen Lebensgeister erwecken.

Wer morgens nur schwer in die Gänge kommt, kann sich mit einer Essigkur auf die Beine helfen. Hierfür mischt man einen Esslöffel Essig auf ein Glas Wasser und trinkt dieses in einem Zug auf nüchternen Magen aus. Diese Prozedur kurbelt den Stoffwechsel sowie auch die Verdauung an. Ebenso werden dem Körper wichtige Mineralstoffe und Vitamine hinzugefügt. Der aktive Stoffwechsel sorgt so dafür, dass Schadstoffe und Krankheitserreger schneller aus dem Körper abtransportiert werden. Wem solch ein Glas Essig am Morgen zu viel des Guten ist, kann sich den Geschmack mit einem Löffel Honig versüßen. Die Kombination aus Süß und Sauer weckt alle Lebensgeister, bietet den Geschmacksnerven eine willkommene Abwechslung und tut dem Körper einfach gut.

Ob nun Apfelessig, Balsamico oder eine andere Variante – ausschlaggebend für einen leckeren, ausgewogenen und gesunden Genuss ist eine einwandfreie Qualität. Ebenso sollte man darauf achten, dass der gewünschte Essig zur Speise passt und nur in kleinen Mengen verwendet wird. Ein kleiner Tipp zum Schluss: Essig besitzt kein Haltbarkeitsdatum und ist ohne Bedenken gut 10 Jahre verwertbar – eine gute Flasche ist demnach jeden Cent wert.
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