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Reifenbreite
Die Reifenbreite muss im Einklang mit der genutzten Felge sein und gibt an, wie breit ein Reifen ist. Im Fahrzeugschein eines jeden Autos ist zudem die zulässige Höchstreifenbreite verzeichnet.

Reifenquerschnitt
Der Reifenquerschnitt wird aus dem Verhältnis von der Höhe zur Breite des Reifens ermittelt. Er wird für gewöhnlich in Prozent angegeben. Je geringer das Verhältnis, desto niedriger fällt die Reifenflanke aus.

Durch das Querschnittsverhältnis lässt sich auch die Reifengattung ermitteln. Die Gattung bestimmt wiederum maßgeblich die Reifeneigenschaften und das Fahrverhalten.

Felgendurchmesser
Durch die Diagonale von Felgenrand zu Felgenrand wird der Felgendurchmesser ermittelt. Dies ist entsprechend auch der Innenradius des zu verwendenden Reifens. Der Wert wird zumeist in Zoll angegeben. Welche Felgengrößen für ihr Fahrzeug zulässig sind, findet sich beispielsweise in der Bedienungsanleitung für ihr Auto.

Tragfähigkeitsindex
Durch den Tragfähigkeitsindex lässt sich ablesen, inwieweit der Reifen maximal belastet werden darf. Je höher die Ziffer ausfällt, umso höher ist das Maximalgewicht pro Reifen. So reicht die Spanne von einem Tragfähigkeitsindex von 19 (entspricht max. 77,5 kg pro Reifen) bis hin zu 204 (16.000 kg). Auch hier gilt, dass der passende Wert entsprechend den Fahrzeugpapieren zu entnehmen ist.

Geschwindigkeitsindex
Der Geschwindigkeitsindex gibt dagegen Auskunft über die erlaubte Höchstgeschwindigkeit des Reifens, dies in Abhängigkeit zur Tragfähigkeit. Angegeben ist hier also die Höchstgeschwindigkeit, bei der der Reifenhersteller bei korrektem Druck einen einwandfreien Betrieb garantiert.

Der Geschwindigkeitsindex ist in der Reifenbezeichnung als letztes Zeichen abzulesen. Je weiter der Buchstabe im Alphabet steht, desto höher die Maximalgeschwindigkeit. Die Spanne reicht von N (bis 140 km/h) bis Y (bis 300 km/h).

EU-Reifenlabel
Seit Ende Juni 2012 wurde von der EU das neue Reifenlabel eingeführt. Dies bedeutet, dass alle ab dato gefertigten Reifen mit diesem Label gekennzeichnet werden müssen. Hiernach erfolgen Angaben über die Kraftstoffeffizienz, die Nasshaftung und das externe Rollgeräusch.

Kraftstoffeffizienz
Die Kraftstoffeffizienz wird in einer Skala von G (geringste Effizienz) bis A (größte Effizienz) bemessen. Als Basis für die Ermittlung gilt der Rollwiderstand des Reifens. Entscheidet man sich für ein Modell der besten Klasse, ist eine Verbrauchsminderung von bis zu 7,5% möglich.

Nasshaftung
Die Nasshaftung ist ebenfalls in die Klassen F (längster Bremsweg) bis A (kürzester Bremsweg) unterteilt. Hier wird unter standardisierten Bedingungen die Bremsleistung bei Nässe gemessen. Bei einer Ausgangsgeschwindigkeit von 80 km/h kann sich zwischen zwei Klassen ein Unterschied im Bremsweg auf nasser Fahrbahn von bis zu zwei Fahrzeuglängen ergeben.

Externes Rollgeräusch
Das externe Rollgeräusch wird auch als Vorbeifahrgeräusch bezeichnet und beeinflusst die Lärmbelastung durch Straßenverkehr erheblich. Es ist nicht gleichzusetzen mit dem Innengeräusch des Wagens. Gemessen wird es in Dezibel. Nach EU-Richtlinien sollte das externe Rollgeräusch für Reifen, die nach dem 30.06.2012 gefertigt wurden, unter 80dB liegen. Künftig soll dieser Richtwert aus Umweltschutzgründen noch weiter gesenkt werden.

Sie möchten mit Ihrem Auto auf winterlichen Straßen sicher unterwegs sein?

Mit unserer Hilfe finden Sie den perfekten Winterreifen.

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Ratgeber

Wissen Kompakt

Eis, Glätte, Schnee – wenn Sie trotz widriger Fahrbahnbedingungen sicher im Straßenverkehr unterwegs sein möchten, sollten Sie Ihr Fahrzeug mit Winterreifen ausstatten. Immerhin tragen Sie in der kalten Jahreszeit auch keine Sandalen an Ihren Füßen. 

Seit 2010 besteht in Deutschland Winterreifenpflicht. Nach der Neuregelung des § 2 Abs. 3a Satz 1 und 2 der Straßenverkehrsordnung (StVO) dürfen Sie Ihr Kraftfahrzeug auf verschneiten oder vereisten Straßen nur mit Reifen fahren, deren Profil und Struktur auf Matsch und Schnee bessere Fahreigenschaften ermöglichen als Sommerreifen. Diese Reifen müssen mit der Prägung M+S gekennzeichnet sein.
 

Winterliche Fahrbahnverhältnisse sind:

  • Schneematsch
  • Schneeglätte
  • Eis- oder Reifglätte
  • Glatteis


Die Winterreifenpflicht gilt nur für fahrende Kraftfahrzeuge – parken Sie mit Sommerreifen auf einer verschneiten Straße, verstoßen Sie nicht dagegen. Ausgenommen von der Winterreifenpflicht sind Fahrzeuge ohne eigenen Motorantrieb wie Anhänger oder Wohnwagen.

Achtung!

Fahren ohne Winterreifen ist ein Verkehrsverstoß.

Verstoßen Sie gegen die Winterreifenpflicht, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit. Sie müssen mit einem Bußgeld von 60 € sowie 1 Punkt im Verkehrszentralregister rechnen. Behindern Sie den Verkehr, weil Ihr Fahrzeug falsch bereift ist, erhöht sich das Bußgeld auf 80 €. Es gibt ebenfalls 1 Punkt.

Bei der Vielzahl an Angeboten ist es nicht gerade leicht, den idealen Winterreifen zu finden. Um Sie bei der Kaufentscheidung zu unterstützen, haben wir im nachfolgenden Kaufberater wichtige Informationen zum Thema Winterreifen zusammengetragen.
 


Kaufberater

Der ideale Winterreifen sollte Ihr Fahrzeug bei Schnee, Matsch und Eis sicher durch den Straßenverkehr bringen, indem er durch eine weiche Gummimischung sowie ein grobes Reifenprofil die Bodenhaftung erhöht. Bauart, Reifendimensionen, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex müssen für Ihr Auto zugelassen sein.

In unserem Kaufberater haben wir für Sie wichtige Entscheidungskriterien zusammengestellt, die Ihnen die Suche nach dem passenden Winterreifen erleichtern sollen.

Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen

Bedenken Sie beim Kauf des passenden Winterreifens vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Ist der Reifen für Ihr Fahrzeug zugelassen? 
    In der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) finden Sie Angaben dazu, welche Eigenschaften der für Sie optimale Winterreifen besitzen darf. Sie dürfen Ihr Fahrzeug nur mit passenden Reifen fahren.

  • Bringt der Reifen Sie sicher von A nach B?
    Winterreifen sollten bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen eine gute Bodenhaftung gewährleisten. Doch auch auf trockener und nasser Strecke sind ein kurzer Bremsweg und eine gute Kurvenlage unabdinglich.

  • Kraftstoffeffizienz und Verschleiß sind für den Umweltschutz entscheidend.
    Zudem schonen gute Werte in diesen Bereichen Ihren Geldbeutel. Angaben über die Kraftstoffeffizienz finden Sie auf dem EU-Label.
     

Winterreifen-Typen

Winterreifen verfügen im Vergleich zu Sommerreifen über eine weichere und elastischere Gummimischung sowie ein gröberes Reifenprofil. Dadurch gewährleistet der Reifen bei Kälte mehr Bodenhaftung und eine bessere Kraftübertragung auf den Untergrund.

Außerdem verfügen Winterreifen über größere Profilblöcke, die in größerem Abstand zueinanderstehen. Die Profilblöcke teilen sich in kleine Lamellen auf, die sich mit Schnee und Eis verzahnen und so ein Schlittern verhindern sollen. Das Profil ist im Gegensatz zu dem von Sommerreifen nicht dazu ausgelegt, große Wassermengen zu verdrängen. 

Aufgrund ihrer Bauweise lassen sich Reifen, auch Pneus genannt, in Diagonal- und Radial-Reifen unterscheiden. Die Bezeichnung bezieht sich darauf, wie die stabilisierenden Stahldrahtfäden innerhalb des Reifengerüsts (Karkasse) zur Laufrichtung angeordnet sind.

Wissenswert

Ein Winterreifen besteht nicht nur aus Gummi. Hinzu kommen Füllstoffe wie Ruß oder Silica. Öle, Harze, Weichmacher und weitere Chemikalien werden zugesetzt, um die Eigenschaften der Gummimischung zu verbessern. Als Festigkeitsträger dient die Karkasse – ein Gewebe aus Stahldraht und Nylon. Es optimiert die Fahreigenschaften, verringert den Rollwiderstand und verlängert die Lebensdauer des Reifens. 

Bis in die 1980er-Jahre waren Diagonal-Reifen bei Pkw gang und gäbe. Nach und nach haben Radial-Reifen diese verdrängt. Bei modernen Autoreifen handelt es sich immer um Radial-Reifen. Ihre Laufeigenschaften bei Nässe und in Kurven sind im Vergleich zu Diagonal-Reifen besser. Radial-Reifen bieten weitere Vorteile: Rollwiderstand, Verschleiß und Spritverbrauch sind geringer, Seitenführung sowie Antriebs- und Bremsverhalten sind besser als bei Radial-Reifen.

Auf den Punkt!

Auf dem Markt sind 3 Produkttypen von Winterreifen erhältlich:


 
Winterkompletträder

Winterkompletträder sind eine komfortable Lösung, weil Reifen und Felge bereits miteinander kombiniert sind. Außerdem können Sie die Felge nach Ihrem Geschmack wählen und Ihr Auto somit optisch aufwerten. 

Im Handel gibt es Stahl- und Aluminiumfelgen:

  • Stahlfelgen
    Stahlfelgen sind stabil, günstig und optisch unauffällig. 

  • Aluminiumfelgen
    Die teureren Alufelgen existieren in unzähligen Designvarianten und können den Wiederverkaufswert eines Autos steigern. Allerdings sind sie anfälliger für Beschädigungen. 

Den Wechsel der Kompletträder können Sie auch selbst durchführen und sich somit die Kosten für die Werkstatt sparen.

Günstige Winterkompletträder gibt es schon für 70 €, während Luxus-Modelle bis zu 2.500 € kosten können.

 

Winterreifen

Der Kauf von Winterreifen ohne Felge ist dann für Sie ideal, wenn Sie bereits einen Satz Felgen besitzen. Ansonsten müssen Sie zum Reifen immer auch die passende Felge kaufen.

Wenn Sie nur einen Satz Felgen für Sommer- und Winterreifen besitzen, müssen Sie die Winterpneus im Herbst auf- und im Frühjahr wieder abziehen lassen – das können Sie nicht selbst erledigen. Der Wechsel muss in einer Werkstatt erfolgen und ist deutlich teurer als bei Kompletträdern.

Winterreifen gibt es schon für 15 € zu kaufen. Dafür müssen Sie zusätzliche Kosten für passende Felgen oder den Reifenwechsel einplanen. Hochwertige Winterreifen können bis zu 870 € kosten.


 

Runflat-Winterreifen

Runflat-Winterreifen, auch RFT (Run-Flat-Tires) genannt, besitzen sogenannte Notlaufeigenschaften. Dadurch können Sie bei einer Reifenpanne bis zur nächsten Werkstatt weiterfahren.

Shopping Tipp

An den Abkürzungen CSR, DSST, HRS, RFT, ROF, SSR, SST, XRP und ZP erkennen Sie Runflat-Winterreifen.

Die selbsttragende, verstärkte Seitenwand des Runflat-Reifens fällt bei Druckverlust nicht zusammen und rutscht somit auch nicht von der Felge. Sie können damit höchstens 80 km weit mit einer maximalen Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h zur nächsten Werkstatt fahren.

Fahrzeuge, die mit Runflat-Reifen fahren, müssen ein Reifendruckkontrollsystem (RDKS) besitzen. Dieses weist den Fahrer auf den Druckverlust im Winterreifen hin.

Achtung!

Achten Sie auf die RF-Kennung.

Beinhaltet die Reifenkennzeichnung in der Zulassungsbescheinigung Ihres Fahrzeugs die Kennung RF, dürfen Sie nur Runflat-Reifen dafür einsetzen. Nutzen Sie andere Reifen, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit und müssen mit einem Bußgeld rechnen. 

Aufgrund ihrer steiferen Beschaffenheit spüren Sie mit vielen Runflat-Reifen Unebenheiten auf der Fahrbahn stärker als mit konventionellen Winterreifen. Die Unterschiede fallen bei modernen Runflat-Reifen allerdings kaum noch ins Gewicht. Pro Reifen wiegen RFT aufgrund der verstärkten Seitenwand rund 0,3 kg mehr – Sie benötigen also mehr Energie beim Beschleunigen. Runflat-Winterreifen sind im Durchschnitt teurer als Standard-Pneus. Sie kosten zwischen 50 und 390 €.

Bedenken Sie

Rüsten Sie alle 4 Reifen um.

Möchten Sie Ihr Fahrzeug auf Runflat-Reifen umrüsten, sollten Sie alle 4 Reifen wechseln. Tun Sie das nicht, könnten sich die Fahreigenschaften verschlechtern. Ist Ihr Fahrzeug ab Werk mit Runflat-Reifen ausgestattet, sollten Sie diesen Reifen-Typ auch beibehalten.


 


Kennzeichnung

Winterreifen sind mit Kennzeichnungen versehen. Diese informieren Sie beispielsweise darüber, ob ein Reifen für Ihr Fahrzeug zugelassen ist, welche Eigenschaften er besitzt oder wann er produziert wurde. Folgende Kennzeichnungsarten lassen sich unterscheiden:



 

Reifenkennzeichnung

In der Zulassung Ihres Fahrzeugs ist aufgeführt, über welche Eigenschaften dafür zulässige Reifen verfügen müssen. Bevor Sie einen Satz Winterreifen kaufen, sollten Sie sich deshalb über die sogenannte Reifenkennzeichnung informieren, ob die Pneus überhaupt infrage kommen. Die Kennzeichnung enthält folgende Punkte:

In der Zulassungsbescheinigung Teil I (Fahrzeugschein) sind die erlaubten Werte für Ihr Fahrzeug eingetragen. Sie finden unter Punkt 15.1 Angaben zur Bereifung der Vorderachse sowie unter Punkt 15.2 Angaben zur Bereifung der Hinterachse. Weitere zulässige Reifengrößen sind im CoC-Dokument (Certificate of Conformity) unter den Ziffern 32 und 50 verzeichnet. Das CoC-Dokument können Sie beim Autohersteller anfordern, falls es in Ihren Unterlagen fehlt.

Die Werte werden mithilfe von Ziffern und Buchstaben codiert. Eine Reifenkennzeichnung könnte z. B. 195/55 R16 81T lauten.
Kennzeichnung Bedeutung
195 Reifenbreite in mm
55 Querschnittsverhältnis in %
R Radialreifen
16 Felgendurchmesser in ″ (Zoll)
81 Tragfähigkeitsindex
T Geschwindigkeitsindex

Einen solchen Code finden Sie auch immer auf der Seitenwand der Winterreifen. Mit Ausnahme des Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex sollten die Angaben auf Ihren Winterreifen den Werten in der Zulassungsbescheinigung entsprechen. Ob es Einschränkungen wie eine Herstellerbindung gibt, erfahren Sie in Ihrer Zulassungsbescheinigung Teil I unter Punkt 22. 

Bedenken Sie

Möchten Sie einen anderen Reifen fahren, als in Ihrem Fahrzeugschein eingetragen ist, muss eine Reifenfreigabe vorliegen. Dabei handelt es sich um eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, die der Reifenhersteller auf Anfrage ausstellen kann. Ohne eine Reifenfreigabe drohen Ihnen Bußgelder, wenn Sie mit anderen als den vorgeschriebenen Reifen in eine Verkehrskontrolle geraten.


 
Reifenbreite

Breite Winterreifen sind auf einer festgefahrenen Schneedecke in Bezug auf Kurvenverhalten und Bremspotenzial schmalen Reifen überlegen. Nur auf lockerem Neuschnee sind schmale Reifen griffiger. 

Auch auf trockener Straße fahren Sie mit breiten Reifen sicherer. Die größere Auflagefläche ermöglicht mehr Bodenhaftung. Daraus folgen eine bessere Beschleunigung und ein kürzerer Bremsweg.

Achtung!

Mit zunehmender Reifenbreite besteht Aquaplaning-Gefahr.

Winterreifen verfügen im Gegensatz zu Sommerreifen nicht über Profilrillen, die Fahrbahnwasser zur Seite ableiten. Dadurch schwimmen sie auf einer geschlossenen Wasserdecke schneller auf. 

Breite Winterreifen erzeugen ein lauteres Abrollgeräusch. Auch der Rollwiderstand und somit der Kraftstoffverbrauch sind höher als bei schmalen Reifen, da mehr Gummi auf der Straße aufliegt. Schmale Reifen sind günstiger als breite.

 

Querschnittsverhältnis

Als Querschnittsverhältnis wird das Verhältnis zwischen der Reifenhöhe und der Laufflächen-Breite bezeichnet. 

Beispiel

Ein Winterreifen mit der Kennzeichnung 205/55 R16 ist 205 mm breit. Seine Flankenhöhe beträgt 55 % der Breite. 

Breite Reifen besitzen oftmals einen niedrigen Reifenquerschnitt. Das heißt, je breiter die Lauffläche ist, desto flacher ist die Reifenflanke. Winterreifen mit einem niedrigen Querschnitt müssen steifer sein als solche mit hohem Querschnitt, da die geringe Luftmenge im Reifeninneren die Felge nicht ausreichend vor Schlaglöchern schützen kann. Manche Hersteller lösen dieses Problem, indem sie zusätzlich einen höheren Luftdruck empfehlen. 
Je größer das Querschnittsverhältnis, desto größer ist der Außenumfang des Komplettrades – der sogenannte Abrollumfang. Mit zunehmender Abnutzung des Profils wird dieser kleiner. 

Achtung!

Ändern Sie den Abrollumfang nur minimal.

Sie dürfen den Abrollumfang im Vergleich zur Serienbereifung nicht zu stark ändern. Ansonsten funktionieren ABS (Antiblockiersystem) oder ESP (Elektronisches Stabilitätsprogramm) nicht mehr. 


 
Felgendurchmesser

Der Felgendurchmesser wird von Felgenrand zu Felgenrand gemessen und meist in ″ (Zoll) angegeben. Beachten Sie beim Reifenkauf seine Größe, damit die neuen Winterreifen auch auf die Felgen passen. Typische Felgendurchmesser sind 12″ bis 19″. Die Felgengröße neuer Winterkompletträder sollte sich im Rahmen der im Fahrzeugschein aufgeführten Werte bewegen. 

Winterreifen für kleine Felgen sind günstig. Im Normalfall haben Sie ein hohes Querschnittsverhältnis, wodurch sich ein guter Federungseffekt einstellt. Große Felgen haben hauptsächlich optische Vorzüge. 

 

Tragfähigkeitsindex

Der Tragfähigkeitsindex gibt an, wie viel Gewicht ein Reifen tragen kann. Die Kennzahl, die die maximal zulässige Last angibt, ist auf der Reifenflanke zu finden. 

Shopping Tipp

Andere Bezeichnungen für den Tragfähigkeitsindes sind Lastindex, Loadindex oder Traglastzahl. 

Reifen mit einer extrem hohen Belastbarkeit werden mit Reinforced, Extra Load oder XL gekennzeichnet.

Achten Sie beim Kauf neuer Winterreifen auf deren Tragfähigkeitsindex. Dieser muss mindestens dem in der Zulassungsbescheinigung Teil I angegebenen Wert entsprechen. Es ist möglich, Reifen mit einem höheren als dem erlaubten Tragfähigkeitsindex zu fahren. 

Die folgende Tabelle gibt Ihnen eine Übersicht zur Bedeutung der Kennziffern:

LI Höchstlast je Reifen LI Höchstlast je Reifen
75 387 kg 95 690 kg
76 400 kg 96 710 kg
77 412 kg 97 730 kg
78 425 kg 98 750 kg
79 437 kg 99 775 kg
80 450 kg 100 800 kg
81 462 kg 101 825 kg
82 475 kg 102 850 kg
83 487 kg 103 875 kg
84 500 kg 104 900 kg
85 515 kg 105 925 kg
86 530 kg 106 950 kg
87 545 kg 107 975 kg
88 560 kg 108 1000 kg
89 580 kg 109 1030 kg
90 600 kg 110 1060 kg
91 615 kg 111 1090 kg
92 630 kg 112 1120 kg
93 650 kg 113 1150 kg
94 670 kg 114 1180 kg

Reifendruck und Fahrgeschwindigkeit beeinflussen die Belastbarkeit eines Winterreifens. Bei sinkendem Luftdruck und erhöhter Geschwindigkeit nimmt sie ab, bei erhöhtem Luftdruck nimmt sie zu. Doch seien Sie vorsichtig und überschreiten den maximalen Befülldruck nicht. Auch unterschreiten sollten Sie den empfohlenen Luftdruck nicht, weil sich ansonsten das Reifenprofil schneller abnutzt. Außerdem verschlechtern sich der Kraftstoffverbrauch und die Fahreigenschaften. Zudem besteht die Gefahr eines Reifenschadens.

Bedenken Sie

Weniger Tragfähigkeit bei hoher Geschwindigkeit.

Bei hohen Geschwindigkeiten ist die Tragfähigkeit teilweise reduziert. Einen Winterreifen der Klassifizierung V dürfen Sie nur mit 85 % der angegebenen Nominaltragfähigkeit belasten, wenn Sie damit 240 km/h fahren möchten.


 
Geschwindigkeitsindex

Wie schnell Sie mit Ihren Winterreifen fahren dürfen, verrät Ihnen der Geschwindigkeitsindex. Er wird durch Kennbuchstaben angegeben, denen Höchstgeschwindigkeiten zugeordnet sind. Vergleichen Sie dazu die nachfolgende Tabelle:

Geschwindigkeitssymbol Höchstgeschwindigkeit in km/h
F 80
G 90
J 100
K 110
L 120
M 130
N 140
P 150
Q 160
R 170
S 180
T 190
U 200
H 210
V 240
VR >210
W 270
ZR >240

Winterreifen gibt es mittlerweile mit dem Geschwindigkeitssymbol V (bis 240 km/h), teils auch mit W (bis 270 km/h) in nahezu allen Reifendimensionen zu kaufen. 

Beachten Sie: Geschwindigkeitsindex und Tragfähigkeitsindex sind immer im Zusammenhang zu betrachten.

Beispiel

Besitzt ein Reifen den Geschwindigkeitsindex V, sinkt die Tragfähigkeit bei der Höchstgeschwindigkeit von 240 km/h auf 91 %.

Wenn der Geschwindigkeitsindex höher ist, als im Fahrzeugschein angegeben, ist das kein Problem. So dürfen Sie V-Reifen (240 km/h) auch dann fahren, wenn in der Zulassungsbescheinigung Teil I ein H-Reifen (210 km/h) eingetragen ist.

Für Winterreifen ist es außerdem erlaubt, von den Angaben in der Zulassungsbescheinigung abzuweichen und einen niedrigeren Geschwindigkeitsindex zu wählen. Einzige Bedingung: Ein Aufkleber mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit der Winterreifen muss im Auto-Inneren im Sichtfeld des Fahrers angebracht werden.

Tipp

Passen Sie die Höchstgeschwindigkeit Ihrer Winterreifen immer an die Maximalgeschwindigkeit Ihres Fahrzeugs an. Informieren Sie sich deshalb vor dem Kauf darüber, welche Höchstgeschwindigkeit für Ihr Auto zulässig ist. 


 
Zusätzliche Kennzeichnungen

Beim Kauf neuer Winterreifen sollten Sie auch auf die nachfolgenden Kennzeichnungen achten:



 

EU-Reifenlabel

Seit 2012 müssen Winterreifen für LKW, PKW und Transporter in Europa einheitlich mit dem EU-Reifenlabel gekennzeichnet sein. Es informiert den Reifenkäufer über folgende Eigenschaften:



 

Kraftstoffeffizienz

Wie groß der Kraftstoffverbrauch Ihres Winterreifens ist, verrät Ihnen das Zapfsäulen-Symbol auf dem Reifenlabel. Je geringer dieser ist, desto geringer ist auch der Rollwiderstand. 

Die Kraftstoffeffizienz ist in die Klassen A (höchste Effizienz) bis G (geringste Effizienz) eingeteilt. Bei einer Verbesserung um eine Klasse können Sie etwa 0,1 l Sprit auf 100 km sparen.

Tipp

Wie viel Kraftstoff Sie beim Fahren verbrauchen, hängt auch von Ihrem Fahrstil ab. Fahren Sie umweltschonend und stellen Sie den richtigen Reifendruck ein – dann reduzieren Sie auch den Spritverbrauch. 


 
Nasshaftung

Die Nasshaftung Ihres Winterreifens ist für die Sicherheit beim Fahren maßgebend. Sie finden den Wert neben dem Regenwolken-Symbol. Reifen mit guten Werten besitzen einen kurzen Bremsweg bei Nässe. Die Klassen sind von A (höchste Nasshaftung) bis G (geringste Nasshaftung) eingeteilt. Zur Einordnung dient der Bremsweg auf nasser Fahrbahn bei einer Geschwindigkeit von 80 km/h. Zwischen jeder Klasse liegen 3 bis 6 m Bremsweg Unterschied.

Tipp

Überprüfen Sie regelmäßig den Reifendruck. Denn ein falscher Wert verringert sowohl die Nasshaftung als auch die Kraftstoffeffizienz. Für eine sichere Fahrt bei Nässe sollten Sie ausreichend Sicherheitsabstand zum Fahrzeug vor Ihnen einhalten. 


 
Rollgeräusch

Der Wert neben dem Lautsprecher-Symbol gibt an, wie laut das externe Rollgeräusch eines Winterreifens ist. Das heißt, Sie erfahren, welche Lautstärke der Pneu beim Vorbeifahren verursacht. Die Messung und die Angabe erfolgen in Dezibel (dB)

Das externe Rollgeräusch eines Winterreifens wird zusätzlich als Piktogramm dargestellt. Sind mehr schwarze Balken darauf zu erkennen, ist die Lautstärke demnach höher.

Beispiel

Ein laufender Staubsauger verursacht eine Lautstärke von etwa 70 bis 80 dB.


 
M+S-Prägung

Alle Winterreifen müssen die Prägung M+S besitzen. Diese zeigt an, dass sie für den Einsatz bei winterlichen Straßenverhältnissen ausgelegt sind. 

Wissenswert

M+S steht für Mud and Snow, was im Deutschen Matsch und Schnee bedeutet.

Allerdings ist die M+S-Kennzeichnung nicht geschützt. Daher können auch Reifen damit gekennzeichnet sein, die nicht wintertauglich sind. Sie sollten daher Reifen-Tests zur Kaufentscheidung hinzuziehen. Darin können Sie nachlesen, ob die Reifen wirklich für den Einsatz auf Matsch und Schnee geeignet sind. 

 

Alpine-Symbol 

Zusätzlich zur M+S-Prägung sollten Winterreifen das Alpine-Symbol tragen – ein Bergpiktogramm mit Schneeflocke. Denn nur dann ist ihre Wintertauglichkeit auch nach festgelegten Kriterien getestet worden. 

Wissenswert

Für den Erhalt des Alpine-Symbols muss der Winterreifen in einem Test auf verschneitem Untergrund gegen einen Referenzreifen antreten und mindestens 25 % besser als dieser abschneiden.

Die höhere Aussagekraft des Alpine-Symbols veranlasste die EU dazu, ab dem 30. September 2024 nur noch Reifen mit einer solchen Prägung bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen zuzulassen.



DOT-Nummer

Die DOT-Nummer gibt Auskunft über das Produktionsdatum des Winterreifens. Dieses spielt beim Reifenkauf eine entscheidende Rolle, weil der Gummi in den Winterreifen mit der Zeit aushärtet. Mangelnde Elastizität wirkt sich negativ auf die Fahreigenschaften aus. 

Wissenswert

DOT ist eine Abkürzung und steht für das US-amerikanische Verkehrsministerium Department of Transportation, das diese Nummer eingeführt hat.

Das Herstellungsdatum finden Sie als vierstellige Zahl in einem Oval am Ende der DOT-Kennzeichnung auf der Reifenflanke. Die ersten beiden Ziffern geben Ihnen Aufschluss über die Produktionswoche – das Produktionsjahr erkennen Sie an den letzten beiden Ziffern.

Beispiel

Lautet die DOT-Nummer 4004, wurden die Winterreifen in der 40. Kalenderwoche im Jahr 2004 hergestellt.

Die ersten Stellen der DOT-Nummer beziehen sich auf das Herstellungswerk und die Größe des Reifens. Für den Reifenkauf sind sie jedoch nicht entscheidend.

 

ECE-Prüfzeichen

Das ECE-Prüfzeichen gibt an, dass der Winterreifen die europäische Norm ECE-R 30 erfüllt. Dafür muss er Grenzwerte in Bezug auf Nasshaftung, Geräuschemission und Rollwiderstand einhalten.  

Sie finden das ECE-Prüfzeichen als E in einem Kreis oder als e in einem Rechteck auf der Reifenflanke. Daneben steht eine Kennzahl. Sie bezieht sich auf den Staat, in dem der Reifen nach den europäischen Richtlinien zugelassen wurde. 

Die ECE-Kennzeichnung ist seit dem Produktionsdatum 1. Oktober 1998 europaweit Pflicht. Das heißt, Sie dürfen an einem Fahrzeug keine Winterreifen montieren, die nach diesem Datum produziert wurden und kein ECE-Prüfzeichen tragen. 

Achtung!

Fehlt das ECE-Prüfzeichen am Reifen, stuft der TÜV dies bei der Hauptuntersuchung als schweren Mangel ein.

Auch wenn das ECE-Prüfzeichen und das EU-Label Auskunft über die Nasshaftung geben, finden Sie in den Kennzeichnungen kaum Hinweise auf die Fahreigenschaften eines Winterreifens. Um mehr über diese zu erfahren, sollten Sie Reifentests lesen. Für die meisten Pneus sind Testberichte auf unserem Portal abrufbar. 

Runderneuerte Reifen stellen eine Ausnahme von dieser Kennzeichnung dar. Erfahren Sie mehr darüber in unserem FAQ-Bereich.

In Testberichten finden Sie Informationen zum Brems- und Kurvenverhalten, zur Traktion (Bodenhaftung) und zum Verschleiß der Winterreifen auf verschiedenen Fahrbahnverhältnissen. Getestet werden diese Parameter auf trockener, nasser, schneebedeckter und vereister Fahrbahn.

Recherche Tipp

Der ADAC unterzog 2017 Winterreifen der Größe 195/65 R15 T einem Vergleichstest.


 


Ausstattung

Zusätzliche Ausstattungsmerkmale erweitern die Haltbarkeit und den Funktionsumfang der Winterreifen. So verhindert eine Felgenschutzleiste die Beschädigungen der Felge durch unsanften Kontakt mit dem Bordstein. Ist Ihr Reifen ab Werk für das Einbauen von Spikes vorgesehen, können Sie Ihn auch für Fahrbahnverhältnisse einsetzen, die ein herkömmlicher Winterreifen nicht mehr zu meistern vermag.

  • Felgenschutzleiste
    Die Felgenschutzleiste ist eine Leiste aus verstärktem Gummi-Material, die an der Außenseite des Winterreifens direkt um den Felgenrand herum verläuft. Sie schützt die Felge vor Beschädigungen durch Zusammenstöße mit der Bordsteinkante. Sinnvoll ist sie für Reifen, deren Querschnittsverhältnis 40 % nicht übersteigt, da diese eine sehr niedrige Reifenflanke haben. Bei ihnen liegt auch die Felge niedriger und kann bei ungewolltem Kontakt mit dem Bordstein Schaden nehmen.

  • Spikes
    Winterreifen, die als bespikebar verkauft werden, können Sie in einer Werkstatt mit Spikes versehen lassen. Diese kleinen Metallstifte verbessern den Grip des Winterreifens auf verschneiten und vereisten Fahrbahnen. Im größten Teil Deutschlands sind Spikes allerdings verboten. Eine Ausnahme bildet nur das sogenannte kleine deutsche Eck in der Nähe der österreichischen Grenze. Wenn Sie Spikes im Winterurlaub einsetzen möchten, müssen Sie Ihre Winterreifen im Ausland bespiken lassen. 
Achtung!

Verwenden Sie Spikes nie auf nasser Fahrbahn.

Hier stellen sie kaum Bodenhaftung her, weshalb das Fahrzeug schnell ins Schlingern geraten kann. Auf trockener Straße erzeugen Reifen mit Spikes ein sehr lautes Rollgeräusch. 


 


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Fragen, die Sie sich schon immer zur Verwendung von Winterreifen gestellt haben, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlung baut dabei auf Fragestellungen anderer Käufer von Pneus auf.


Aufbau

Wie ist ein Winterreifen aufgebaut?

Da Autoreifen in der Regel schlauchlos gebaut sind, setzen sie sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:

  • Lauffläche
    Über die Lauffläche stellt der Reifen Kontakt mit der Fahrbahn her. Sie enthält das Reifenprofil. Die Lauffläche ist maßgeblich für die Fahreigenschaften des Pneus verantwortlich.

  • Karkasse
    Die Karkasse bildet das tragende Gerüst des Winterreifens und hält ihn zusammen. Oftmals besteht sie aus 1 bis 2 Gewebeschichten, die in den Gummi eingebettet sind. Das Gewebe wiederum setzt sich aus Kunstfaser, Kunstseide und Stahlcord zusammen. 

  • Seitenwand
    Die Seitenwand oder Reifenflanke ist der äußere Schutz der Karkasse. In sie sind Informationen zu Reifengröße, Hersteller und Produktionsdatum eingeprägt.

  • Wulst
    Die Reifenwulst verbindet Winterreifen und Felge fest miteinander.

  • Innenschicht
    Eine spezielle Gummimischung bildet die Innenschicht. Sie verhindert das Entweichen von Luft aus dem Reifen.

     
Bedarf

Warum benötige ich Winterreifen?

In Deutschland herrscht seit 2010 Winterreifenpflicht bei winterlichen Fahrbahnverhältnissen. Diese bestehen, wenn die Straße mit Schneematsch, Schnee- oder Eis- bedeckt ist.
Bedenken Sie

Gekürzte Leistungen bei Unfall mit Sommerreifen.

Fahren Sie bei winterlichen Witterungsverhältnissen mit Sommerreifen und es kommt zum Unfall, kann Ihre Kaskoversicherung ihre Leistungen wegen grober Fahrlässigkeit (§81 VVG) erheblich kürzen.

Zudem müssen alle 4 Radpositionen mit Winterpneus ausgestattet sein. Ist an einer Radposition ein Sommerreifen montiert, entspricht das nicht der Ausrüstungsvorschrift für winterliche Straßenverhältnisse.

Fahren Sie einen allradbetriebenen SUV? Auch dann sollten Sie im Winter auf Winterreifen umsteigen. Spätestens wenn Sie bremsen, wird es ohne Winterreifen riskant. Auch wenn Allrad-Fahrzeuge bereits mit Sommerreifen eine gute Traktion besitzen. Bedenken Sie, dass das hohe Gewicht eines SUV dessen Bremsweg verlängert. Deshalb sollten Sie Reifen besitzen, die die Bremsleistung zuverlässig auf den rutschigen Boden übertragen.

Eine Alternative zu Winterreifen können Ganzjahresreifen sein. Diese dürfen Sie sowohl im Winter als auch im Sommer fahren. Das hat den Vorteil, dass Sie Ihre Reifen nicht wechseln müssen und sich die Kosten für einen zweiten Reifensatz sparen.

Wissenswert

Vor allem in Regionen, in denen geringe Temperaturunterschiede zwischen den Jahreszeiten vorherrschen, werden Ganzjahresreifen eingesetzt. In den Alpenländern sind sie dagegen kaum verbreitet. 

Ganzjahresreifen, auch Allwetterreifen genannt, sind nur ein Kompromiss: Auf Schnee kommen sie nicht an die Eigenschaften von Winterreifen heran und im Sommer besitzen sie einen höheren Abrieb und Kraftstoffverbrauch. 

Shopping Tipp

Eine große Auswahl an Ganzjahresreifen finden Sie auf unserem Portal. 


Geschwindigkeit

Wie schnell darf ich mit meinen Winterreifen fahren?

Mit einem Winterreifen dürfen Sie höchstens die Geschwindigkeit fahren, für die er laut Geschwindigkeitsindex ausgelegt ist. Die Angabe des Geschwindigkeitsindex ist als Großbuchstabe in die Reifenflanke eingeprägt.

Für welchen Geschwindigkeitsindex die einzelnen Kennbuchstaben stehen, können Sie in der entsprechenden Rubrik im Kaufberater nachlesen. 

Sind Ihre Winterreifen für eine niedrigere Höchstgeschwindigkeit als die Ihres Fahrzeugs ausgelegt, müssen Sie einen Aufkleber mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit der Reifen im Fahrzeug-Inneren anbringen. Der Aufkleber muss sich im Sichtfeld des Fahrers befinden.

Bedenken Sie

Ohne Aufkleber droht ein Bußgeld.

Haben Sie keinen Winterreifen-Aufkleber in Ihrem Fahrzeug-Inneren angebracht und geraten in eine Polizeikontrolle, droht ein Bußgeld in Höhe von 5 €.


Kauf

Was ist empfehlenswert: Winterreifen oder Winterkompletträder?

Entscheiden Sie sich für den bloßen Kauf von Winterreifen, sparen Sie sich zwar Geld für einen zweiten Satz Felgen. Sie müssen aber auch bei jedem Reifenwechsel den Pneu auf die Felge aufziehen und nach der Saison wieder abziehen lassen. Gleiches gilt für Ihre Sommerreifen.

Winterkompletträder sind da komfortabler. Beim Wechsel müssen Sie diese lediglich umstecken und festschrauben. Das spart Geld, da der Wechsel in der Werkstatt schneller vonstattengeht – mit etwas Geschick können Sie den Wechsel sogar selbst erledigen. Bedenken Sie aber, dass Sie dann für Winter- und Sommerreifen je einen Satz Felgen benötigen – der einmalige Anschaffungspreis ist somit teurer. 



Wo kann ich Winterreifen am günstigsten kaufen?

Auf unserem Portal finden Sie eine große Auswahl an Winterreifen zu attraktiven Preisen. Unser Kaufberater informiert Sie zusätzlich über Winterreifen und verrät Ihnen, worauf Sie beim Kauf achten sollten. 

Shopping Tipp

Nutzen Sie die komfortable Filterfunktion auf unserem Portal, um den günstigsten Preis sowie den passenden Reifenhändler zu finden.


 

Wann ist der ideale Zeitpunkt, Winterreifen zu kaufen?

Zu Beginn der Winterreifen-Saison von Oktober bis Anfang November locken viele Händler mit Sonderangeboten für Neureifen. 

Von Januar bis März, wenn die meisten Autobesitzer bereits Winterreifen aufgezogen haben, sinkt erfahrungsgemäß der Preis für die Pneus. Dies liegt einerseits an der geringen Nachfrage. Andererseits benötigten die Reifenhändler Platz im Lager für die anstehende Sommerreifen-Saison.



Kennzeichnung

Was sagt die Kennzeichnung eines Winterreifens aus?

Die Kennzeichnung eines Reifens gibt Auskunft über den Felgendurchmesser, das Querschnittsverhältnis, die Reifenbreite, den Tragfähigkeits- und den Geschwindigkeitsindex. Die Werte finden Sie codiert in der Zulassungsbescheinigung und auf der Reifenflanke

Wie die Kennzeichnung im Einzelnen aussieht, können Sie im Kapitel Reifenkennzeichnung nachlesen.


 

Woran erkenne ich Winterreifen?

Winterreifen erkennen Sie an der M+S-Kennzeichnung. Die Buchstaben stehen dabei für Matsch und Schnee. Profil und Struktur dieser Reifen sollen auf Matsch, frischem oder schmelzendem Schnee bessere Fahr- und Traktionseigenschaften aufweisen als Sommerreifen.

Zusätzlich kennzeichnet das Alpine-Symbol Winterreifen. Es darf nur von Reifen getragen werden, die festgelegte Kriterien in einem Test erfüllen. 

Wissenswerte Informationen über die M+S-Reifen-Prägung und das Alpine-Symbol finden Sie in unserem Kaufberater.


 

Sind M+S-Reifen dasselbe wie Winterreifen?

Das M+S-Symbol muss auf Reifen zu finden sein, die bei winterlichen Fahrbahnbedingungen eingesetzt werden. Es ist jedoch keine geschützte Kennzeichnung. Das heißt, dass es theoretisch auch auf Reifen mit typischem Sommerprofil geprägt werden darf. 

Achten Sie beim Kauf von Winterreifen deshalb zusätzlich auf das Alpine-Symbol. Es stellt sicher, dass die damit gekennzeichneten Reifen bestimmte Testkriterien erfüllen.



Lagerung

Wie lagere ich Winterreifen richtig?

Winterreifen ohne Felgen lagern Sie idealerweise stehend. Drehen Sie die Pneus von Zeit zu Zeit ein wenig. Der Boden sollte hierzu trocken und sauber sein, der Ort dunkel und kühl. Denn bei UV-Einstrahlung kann der Winterreifen vorzeitig an Elastizität verlieren.

Winterkompletträder stapeln Sie zur Lagerung am besten liegend übereinander. Sie können einen Karton zwischen die einzelnen Räder legen, um das Material zu schonen. 

Shopping Tipp

Mit einem Felgenbaum oder einer Wandhalterung können Sie Winterkompletträder platzsparend lagern. Verschiedene Modelle finden Sie auf unserem Portal unter der Kategorie Reifenzubehör.

So bereiten Sie Ihre Winterreifen auf die Lagerung vor:

  1. Säubern Sie die Reifen gründlich.
  2. Entfernen Sie das Reinigungsmittel mit viel Wasser.
  3. Prüfen Sie, ob jedes Rad frei von Beschädigungen ist.


Es empfiehlt sich, mit Kreide auf die Reifen zu schreiben, wo sie am Auto montiert waren. So wissen Sie beim nächsten Reifenwechsel, wohin welcher Reifen gehört. Auch die Werkstatt markiert die abmontierten Reifen mit den Kürzeln VL (vorne links), VR (vorne rechts), HL (hinten links) und HR (hinten rechts).

Tipp

Erhöhen Sie vor dem Einlagern den Reifendruck um 0,5 bar gegenüber der Hersteller-Empfehlung. Auch bei der Lagerung geht Luft verloren.


Lebensdauer

Wie alt dürfen Winterreifen sein?

Fahren Sie Winterreifen nicht länger als 8 Jahre. Spätestens, wenn diese unabhängig vom Alter die Mindestprofiltiefe von 1,6 mm erreicht haben, steht ein Austausch an.

Wissenswert

Hinsichtlich der Altersobergrenze von Winterreifen macht der Gesetzgeber folgende Vorgabe: Reifen für Anhänger, die für 100 km/h zugelassen sind, dürfen höchstens 6 Jahre alt sein.

Auch selten genutzte Winterreifen büßen mit zunehmendem Alter ihre Eigenschaften ein. UV-Licht, Feuchtigkeit und Ozon setzen dem Reifenmaterial zu – die Gummimischung wird hart und spröde, weshalb der Reifen an Bodenhaftung verliert.

Das Alter von Winterreifen erkennen Sie am Herstellungsdatum, das in der DOT-Nummer angegeben ist. Weitere Informationen dazu finden Sie in unserem Kaufberater.


Profil

Wie viel Profil brauchen Winterreifen?

Vom Gesetzgeber ist laut §36 der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) eine Mindestprofiltiefe von 1,6 mm vorgeschrieben. Der ADAC weist aber darauf hin, dass ab 4 mm die Fahrsicherheit eines Reifens nicht mehr gewährleistet ist.

Winterreifen besitzen Lamellen, Rillen und Einschnitte. Sie ermöglichen eine Verzahnung mit losem Untergrund wie Schnee und Matsch. Das Material macht den Winterreifen elastisch. Dadurch können sich die Profilblöcke gut an den Untergrund anpassen und eine Mikroverzahnung schaffen. Schnee sammelt sich zusätzlich in den Profilrillen. Dadurch entsteht eine sogenannte Schnee-auf-Schnee-Reibung – eine effektive Haftung. 

Bei einer zu geringen Profil-Tiefe können Winterreifen bei Matsch und Schnee nicht genügend Grip aufbauen. Sie verlieren mit Ihrem Fahrzeug die Bodenhaftung und der Bremsweg verlängert sich. Prüfen Sie deshalb Ihre Profile regelmäßig und ersetzen Sie abgefahrene Winterreifen rechtzeitig.


Mit folgenden Hilfsmitteln können Sie die Profil-Tiefe überprüfen:

  • Verschleißanzeiger
    An den sogenannten Verschleißanzeigern können Sie sich orientieren. Sie befinden sich an 6 Stellen beidseitig am Rand der Lauffläche. Dort sind die Buchstaben TWI (Tread Wear Indicator) oder ein Firmenlogo eingeprägt. Neben diesen Markierungen befinden sich in den Profil-Rillen Erhebungen. Ist das Profil bis auf deren Höhe abgenutzt, müssen Sie neue Reifen kaufen. Dann haben Sie die empfohlene Mindest-Profil-Tiefe unterschritten. 

  • Reifenprofilmesser
    Eine weitere Möglichkeit zum Messen der Profil-Tiefe besteht in der Benutzung eines Reifenprofilmessers. Dabei handelt es sich um eine Art Lineal, das Sie in die Profil-Rillen schieben. Auf den meisten dieser Geräte ist eine Markierung angebracht, die auf die mindestens empfohlene Profil-Tiefe aufmerksam macht. 

  • 1-Euro-Münze
    Zu guter Letzt können Sie eine 1-Euro-Münze in die Profil-Rillen schieben. Schaut deren 3,5 mm breiter goldener Rand aus dem Profil heraus, ist es höchste Zeit für neue Winterreifen. 



 

Reifenverordnung

Wozu dient die Reifenverordnung?

Seit 2012 gilt die EU-Reifenverordnung (Europäische Reifen-Kennzeichnungs-Verordnung). Demnach sollen 3 Eigenschaften mit dem EU-Reifenlabel gekennzeichnet werden:

  • Kraftstoffeffizienz
  • Nasshaftung
  • Rollgeräusch

Diese europaweit einheitliche Pflicht zur Kennzeichnung gilt für alle Reifen, die nach dem 30. Juli 2012 hergestellt wurden.

Wichtige Informationen über das EU-Reifenlabel haben wir in der gleichnamigen Themenrubrik für Sie zusammengetragen.


Reifendruck

Wie kontrolliere ich den Reifendruck richtig?

Der richtige Reifendruck erhöht nicht nur die Lebensdauer Ihrer Winterreifen. Er verbessert auch die Fahreigenschaften, senkt den Rollwiderstand und damit den Spritverbrauch Ihres Fahrzeugs. Sowohl ein zu geringer als auch ein zu hoher Reifendruck hat negative Auswirkungen.

Bedenken Sie

Achten Sie auf den richtigen Reifendruck.

Ist der Luftdruck im Winterreifen zu hoch, wölbt sich die Lauffläche nach außen. Der Abrieb ist in der Mitte des Reifens größer, die Kontaktfläche mit dem Boden insgesamt kleiner. Darunter leidet der Grip und somit die Fahrsicherheit. 

Ist der Reifendruck zu niedrig, entstehen Walkbewegungen, die den Pneu mit der Zeit beschädigen. Die Winterreifen verschleißen dann schneller. Ein zu niedriger Reifendruck bedingt zudem einen höheren Kraftstoffverbrauch, einen längeren Bremsweg und eine schlechtere Seitenführung.


Recycling-Reifen

Was sind runderneuerte Winterreifen?

Bei runderneuerten Winterreifen handelt es sich um benutzte Pneus, deren Lauffläche erneuert wurde. Dafür wird die Lauffläche von der Karkasse gelöst und ein neues Profil mithilfe von Vulkanisierung darauf aufgebracht. Runderneuerte Winterreifen stellen eine kostengünstige Alternative zu neuen Pneus dar. Bis zu 50 % der Kosten können Sie sparen, wenn Sie sich für diese Modelle entscheiden. 

Wissenswert

Der TÜV muss jeden in Deutschland verkauften runderneuerten Reifen zulassen. Dadurch ist gewährleistet, dass dieser die Mindestanforderungen an Sicherheit und Fahrtauglichkeit einhält. 

Auch wenn sich diese Recycling-Reifen optisch nicht von Neureifen unterscheiden, ist ihre Performance nicht mit der neuwertiger Pneus vergleichbar. Denn die Karkasse ist bereits gealtert und deren Stabilität beeinträchtigt. Aus diesem Grund werden runderneuerte Reifen immer in eine niedrigere Geschwindigkeitsklasse eingestuft und speziell gekennzeichnet.

Shopping Tipp

Runderneuerte Winterreifen erkennen Sie an der Kennzeichnung R, retread, retreaded oder runderneuert auf der Reifenflanke.


Sommer

Warum sollte ich im Sommer nicht mit Winterreifen fahren?

Das Fahren von Winterreifen im Sommer ist zwar per Gesetz nicht verboten, bringt aber unterschiedliche Nachteile mit sich. So ist die Gummimischung von Winterreifen sehr weich, damit sie bei niedrigen Temperaturen ausreichend elastisch bleibt. Das erzeugt Grip. Bei hohen Temperaturen erweichen die Reifen jedoch so stark, dass die Profilblöcke instabil werden können – das Fahrverhalten wird schwammig. Da der Pneu weicher ist, verformt er sich stärker und mehr Gummi liegt auf der Straße auf. Das erhöht den Rollwiderstand und damit den Spritverbrauch. Der weichere Gummi eines Winterreifens nutzt sich im Sommer schnell ab.

Zudem können Winterreifen bei Temperaturen über 10° C Bremskräfte schlechter auf die Straßen übertragen – der Bremsweg verlängert sich.

Tipp

Wechseln Sie im Frühjahr rechtzeitig auf Sommerreifen, denn dann umgehen Sie den Stau vor den Werkstätten.


Wechsel

Ab wann sollte ich Winterreifen aufziehen?

Der Zeitraum zur Nutzung von Winterreifen ist in Deutschland nicht gesetzlich vorgeschrieben. Von den bestehenden Wetterbedingungen hängt ab, wann Sie diese einsetzen sollten. 

Tipp

Als Richtwert gilt die 7-Grad-Grenze: Wenn die Temperatur zu Beginn des Winters auf 7° C sinkt, ist es Zeit, die Winterreifen aufzuziehen. 

Allgemein empfohlen wird die Faustregel: von Oktober bis Ostern. In diesem Zeitraum besteht die Gefahr, dass winterliche Fahrbahnverhältnisse wie Glatteis, Schneematsch, Schnee- und Reifglätte auftreten. 

Lesen Sie wichtige Informationen zum Thema Winterreifenpflicht in unserer Rubrik Wissen Kompakt nach.


 

Ist es egal, welches Rad ich wohin montiere?

Grundsätzlich gilt: Bei der Montage von Winterreifen müssen Sie darauf achten, dass Reifen, deren Profil an die Laufrichtung gebunden ist, auch wieder auf der gleichen Fahrzeugseite angebracht werden. Die Laufrichtung erkennen Sie an einem eingeprägten Pfeil auf der Reifenflanke. 

Die Pneus mit der größten Profil-Tiefe sollten Sie an der Hinterachse anbringen, damit das Auto beim Bremsen nicht so leicht ausbricht.

Achtung!

Montieren Sie Winterreifen an allen 4 Rädern.

Winterpneus sollten Sie immer an allen 4 Rädern anbringen. Ansonsten kann Ihr Fahrzeug beim Bremsen ins Schleudern geraten.

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