Mischpulte

(1.619 Angebote bei 46 Shops)
25 1 3
1
3
...

Anzahl pro Seite:

Ratgeber Mischpulte


Ratgeber Mischpulte


Die rasante technische Entwicklung macht auch vor der Aufnahmetechnik nicht halt. Zwar gehören Computer und Digitalstudios zur Pflichtausstattung eines jeden Produzenten, aber auch das Mischpult gehört nach wie vor zu einer beliebten Anschaffung, die man als Musiker tätigt.

Die Einsatzmöglichkeiten eines Mischpultes sind nahezu unbegrenzt. Egal ob für den Mix beim nächsten Auftritt oder den Anschluss von mehreren Signalquellen, die Mischkonsole kann für viele Dinge genutzt werden. So auch als eine Art Verteilerkasten vor dem Computer. Das lästige Kabelumstecken können Sie sich mit einem Audio-Mischpult also ersparen.

Musste man vor wenigen Jahren bei kleineren Geräten noch Abstriche bei der Qualität machen, sind Mixboards für Einsteiger heute schon für kleines Geld zu haben. Selbst in kleinen Geräten sind leistungsstarke Effektgeräte zu finden, die für ein eindrucksvolles Klangerlebnis sorgen können. Besonders aktuelle Mischpulte lassen sich unkompliziert mit dem PC verbinden. Das sogenannte USB-Mischpult wird einfach über den USB-Anschluss mit dem PC verbunden und ist so flexibel einsetzbar. So können Sie ein solches Gerät nicht nur mit dem PC, sondern auch mit einem Notebook oder einem Tablet verbinden und damit auf der nächsten Feier für mächtig Stimmung sorgen.

Dieser Ratgeber informiert Sie über die verschiedenen Technologien, die bei Mischpulten zum Einsatz kommen. Zudem erhalten Sie nützliche Informationen, worauf Sie beim Kauf eines solchen Gerätes achten sollten.

Analog, digital oder hybrid? Die verschiedenen Technologien

Bei Audio-Mischpulte wird zwischen analogen, digitalen und hybrid-fähigen Geräten unterschieden. Analogmischpulte geben stets ein Signal aus, welches dem elektrischen Abbild des Eingangssignals entspricht. In Digitalmischpulten hingegen wird der Ton, wie der Name vermuten lässt, in ein digitales Signal umgewandelt und von speziellen Prozessoren verarbeitet. Hybridgeräte besitzen neben der analogen Signalverarbeitung auch eine digitale Steuerung.

Das analoge Mischpult ist in der kleinen Ausführung besonders günstig in der Anschaffung, da im Vergleich zu digitalen Geräten ein geringerer Schaltungsaufwand nötig ist. Möchten Sie jedoch ein großes Mischpult erwerben, ist es ratsam, zu einem digitalen Mischpult zu greifen. Zwar sind diese in der Grundausstattung etwas teurer als analoge Geräte, eventuell anfallende Erweiterung sind jedoch preiswerter, da die digitalen Signale auf einem gemeinsamen Datenbus übertragen werden und kein zusätzliches Gerät nötig ist. Da die Bedienelemente eines digitalen Gerätes mit mehreren Funktionen belegt werden können, können Sie mit einem Digitalmischpult Kanalzahlen erreichen, die in analoger Bauweise aus Platzgründen nicht zu realisieren wären.

Für welche Ausführung Sie sich entscheiden, ist nicht zuletzt eine Frage des Geldbeutels. Wenn Sie wissen, dass Sie in naher Zukunft keine Erweiterung des Mischpultes anstreben und falls Sie erst einmal testen möchten, ob ein Mischpult für Sie einen Mehrwert darstellt, so ist das analoge Gerät ein guter Einstieg. Legen Sie jedoch Wert auf eine flexible Bedienung und eine schnell erweiterbare Ausstattung, sollten Sie eher zu einem digitalen Gerät greifen.

Wichtige Kaufkriterien

Um Ihnen die Kaufentscheidung zu erleichtern, lesen Sie im Folgenden einige der wichtigsten Kaufkriterien, die Sie beim Kauf eines Mischpultes berücksichtigen sollten.

Die Anzahl der Kanäle
Die Anzahl der Kanäle ist das wichtigste Kriterium beim Kauf eines Mischpultes. Aus der Anzahl der Kanäle ergibt sich die Menge der zur Verfügung stehenden Eingänge.

Hierbei wird zwischen Mono- und Stereokanälen unterschieden. Während ein Monokanal lediglich einen Eingang aufweist, verfügen Stereokanäle über zwei Eingänge. Da jede Signalquelle, beispielsweise ein Mikrofon oder ein Instrument, einen eigenen Kanal am Mischpult bekommen sollte, empfiehlt sich ein Audiomischer mit vielen Kanälen. Je mehr Kanäle zur Verfügung stehen, desto mehr Geräte können Sie einzeln ansteuern und miteinander mischen.

Die Mastersektion
Neben den unterschiedlichen Kanälen verfügt ein Mischpult auch über eine sogenannte Mastersektion. Die Mastersektion mischt alle Signale von den einzelnen Kanälen in einem Stereosignal zusammen. Über verschiedene Subgruppen erhalten Sie weiteren Spielraum für spezielle Einstellungen und Effekte. Die Subgruppen können Sie einzeln abmischen und mit der Mastersektion anschließend zu einem Gesamtmix zusammenfügen.

Die Klangregelung
Ein Mischpult verfügt, wie wir nun wissen, über mehrere Kanäle. In der Regel ist dabei jeder Kanal mit einer eigenen Klangregelung ausgestattet. Bei Einsteigergeräten beschränkt sich diese Klangregelung meist auf Höhen und Tiefen. Profi-Geräte bieten Ihnen zusätzliche Regler, mit denen Sie den Ton des Kanals individuell an Ihre Bedürfnisse anpassen können. So lassen sich nicht nur die Höhen und Tiefen, sondern auch die Mitten oder der Hall regulieren. Je mehr Klangregler zur Verfügung stehen, desto höher ist Ihre Einflussmöglichkeit auf das ausgegebene Tonsignal.

Für den Einstieg genügt jedoch meist die zweifache Regelung, bestehend aus einem Höhen- und einem Tiefenregler. Mit einigen Tipps und Tricks können Sie mit dieser Ausstattung ordentliche Ergebnisse erzielen, die auf der nächsten Feier sicherlich für Aufsehen sorgen werden.

Die Effektwege
Als Effektweg wird in der Regel eine weitere Buchse pro Kanal bezeichnet, die das Einbringen von externen Effekten ermöglicht. Zu finden ist diese Buchse entweder direkt am Kanalausgang oder in der Mastersektion. Zwar ist die Nutzung der Effektwege nicht für jede Anwendung erforderlich, sie bietet Ihnen jedoch eine weitere Möglichkeit, den ausgegebenen Ton an Ihre Bedürfnisse anzupassen.

Die Subgruppen
Mit der Hilfe von Subgruppen haben Sie die Möglichkeit, mehrere Eingangssignale zu einer Gruppe zusammenzufassen. So können Sie beispielsweise bestimmte Instrumentengruppen zusammenlegen und mit einem speziellen Effekt versehen, der sich dann auf jedes der in der Subgruppe enthaltenen Eingangssignale auswirkt. Der Einsatz von Subgruppen hat sich besonders bei Studioaufnahmen bewährt, kommt jedoch auch bei Live-Auftritten zum Einsatz.

Ein echter Alleskönner – Der Powermischer

Der Powermischer, auch Powermixer genannt, ist ein Mischpult, welches mit einem eigenen Verstärker und verschiedenen Effekten ausgestattet ist. Oft ist auch ein graphischer Equalizer mit an Bord.

Der Vorteil eines Powermixers liegt auf der Hand. Sie haben alle notwendigen Geräte und Effekte in nur einem Mischpult vereint. Dadurch ergeben sich ein geringer Transportaufwand und kurze Aufbauzeiten, da Sie auf weitere Geräte verzichten können. Die Frage, ob ein Powermischer einer zusammengestellten Anlage aus Einzelkomponenten jedoch auch beim Klang überlegen ist, ist umstritten. Wünschen Sie eine besonders lautstarke und basslastige Wiedergabe, gelangen Powermixer schnell an ihre Grenzen, so dass eine leistungsstarke Anlage aus Einzelkomponenten die bessere Wahl sein kann.

Interessant ist der Powermischer vor allem dann, wenn die Ausstattung Ihren Bedürfnissen entspricht. Sind Sie auf der Suche nach einem kompakten Gerät für die nächste Familienfeier, leistet ein Powermischer in der Regel sehr gute Dienste und reicht für eine solche Gelegenheit völlig aus.

Insgesamt bietet Ihnen Mischkonsolen viele Möglichkeiten, auf der nächsten Feier für einen eindrucksvollen Klang zu sorgen. Sie können verschiedene Signale unkompliziert miteinander mischen und haben dabei sogar die Möglichkeit, den Sound mit speziellen Effekten zu verfeinern.
Nach oben