Kategorien

Verbände (17.465 Angebote bei 92 Shops)

Beliebte Filter
Alle Filter anzeigen
Reduzierte Artikel
  • % SALE (360)
Preis
Marke
Vertrauensgarantie
Zahlungsarten
Alle anzeigen
Shops
Alle anzeigen
Lieferzeit
Alle Filter anzeigen
Beliebte Marken
BSN Medical
Maimed
Mölnlycke Health Care Gmbh
Lomatuell
BSN MEDICAL GMBH
B. Braun
Mölnlycke Healthcare
Paul Hartmann
HARTMANN
Medicalcorner24
Curimed
Mölnlycke
Mölnlycke Health Care GmbH
Comfort-Cast
LOHMANN & RAUSCHER
Smith & Nephew
Holthaus
SMITH & NEPHEW GMBH
LOREY
Smith&Nephew GmbH
Filtern
Sortieren nach:
  • Ansicht:


Optisch ähnliche Angebote

Leider konnten wir zu Ihrem ausgewählten Artikel keine ähnlichen Angebote finden.


728 1 10
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
...

Anzahl pro Seite:
Ratgeber

Ratgeber Verbände

Keiner von uns will es brauchen, aber jeder hat es schon einmal benutzt und gebraucht: Verbandsmaterial. Ein Verbandskasten gehört in jedes Auto und auch in jeden Haushalt, denn schnell hat man sich geschnitten, verbrannt oder gestoßen.

Schon seit Urzeiten behandeln die Menschen Wunden mit Auflagen, um den Heilungsprozess zu beschleunigen. Ursprünglich wurden Blätter und Pflanzenfasern auf die Wunde gelegt, später dann Gewebe und Stoffe. Erst seit die Forschung die Bedeutung von Hygiene erkannt hat, wurden nur noch solche Materialien auf die Wunden aufgebracht, die steril sind, vorwiegend Baumwolle und Leinen. Diese Art der Wundbehandlung wird als trockene Wundbehandlung bezeichnet. Seit der Entwicklung der Alginate, die die Verklebung des Materials mit der Wunde verhindern, gibt es auch die feuchte Wundbehandlung. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen den einfachen Wundschnellverbänden, im Volksmund auch Pflaster genannt, und Fixierbinden.

Wundschnellverbände, das Pflaster für den kleinen Notfall

Bei einem Pflaster handelt es sich um ein Stück Wundauflage in Kombination mit einem Klebeband.

Erfunden wurde es in den 1920er Jahren in Amerika. Bei uns werden die Maße von Wundschnellverbänden nach DIN 13019 genormt. Trotzdem gibt es natürliche eine Vielzahl von Varianten auf dem Markt der Pflaster. Pflaster sollen die Wunde schützen. Es soll kein Schmutz in die Wunde gelangen, die Wunde soll sich nicht entzünden und eine eventuelle Blutung soll gestillt werden. Die Wunde soll auch vor mechanischer Belastung und vor Krankheitserregern geschützt werden. Insgesamt wird damit erreicht, dass sich die Wunde schneller schließt und das Gewebe schneller heilt.

Es gibt sie bereits fertig zugeschnitten in handlichen Plastiktaschen, aber auch noch zum Selbst-Abschneiden, sodass man die Größe, die man gerade braucht, exakt bestimmen kann. Pflaster bekommt man in wasserdichter Ausführung und für Kinder mit netten, bunten Motiven bedruckt.

Daneben gibt es noch die sogenannten Arznei- oder Heilpflaster. Diese Pflaster enthalten bestimmte Arzneien, die über die Wunde in die Blutbahn gebracht werden. Heilpflaster gehören nicht zur simplen Form von Verbandsmaterial und dürfen deswegen auch nur von Fachleuten angebracht werden.
Sprühpflaster sind nicht im eigentlichen Sinne Gewebe, aber haben doch die Wirkung eines Wundschnellverbandes.

Ein Sprühpflaster ist ein Pflaster-Ersatz, eine Polymerlösung, die auf die Wunde gesprüht wird. Sie ist atmungsaktiv und lässt sich mit Wasser entfernen. Auf keinen Fall sollte jedoch ein Sprühpflaster auf Verbrennungen aufgebracht werden. Auch nicht bei tiefen, infizierten Wunden oder an Schleimhäuten.

Spezielle Gel-Pflaster nehmen Wundsekret auf und sind deswegen besonders geeignet, wenn sich eine Wunde entzündet hat.

Es gibt auch Pflaster, die stärker polstern, was zum Beispiel bei Hühneraugen eine Rolle spielt.
Auch wenn man sich Blasen gelaufen hat, gibt es dafür spezielle Pflaster, die die Blase schneller abheilen lassen und den Fuß in diesem Prozess schützen.

Aber nicht immer ist es mit einem kleinen Pflaster allein getan und ein Verband wird benötigt.
Auch hier gibt es die unterschiedlichsten Materialien und Spielarten, je nachdem wofür Sie den Verband verwenden möchten.

Fixierbinden und ihre Verwendung
Wenn die Wunde größer ist und ein Pflaster nicht mehr ausreicht, kommt eine sterile Wundauflage zum Einsatz. Diese Wundauflage wird dann mit einer nicht sterilen Mullbinde aus Viskose umwickelt. So wird die Wundauflage fixiert.

Will man ein bisschen mehr Druck ausüben, zum Beispiel um eine stark blutende Wunde zu stillen, wird eine Binde verwendet, die elastische Anteile hat und damit eine Kompression bewirkt. Diese elastischen Fixierbinden gibt es in verschiedenen Längen, Breiten, Dicken und auch Farben.Auch diese Binden werden nach DIN-Normen klassifiziert.

Ein weiterer Anwendungsbereich der Fixierbinde ist in der Lymphologie und der Phlebologie. Um die Lymphdrainage zu fördern, werden Gliedmaßen straff bandagiert und auch hier kommen Fixierbinden zum Einsatz. Ebenso bei Krampfadern und sonstigen Gefäßkrankheiten. Auch hier übernimmt die Fixierbinde eine Stützfunktion und stellt bestimmte Körperteile ruhig.

Besonders bei Sportverletzungen wie Verstauchungen, Prellungen, Zerrungen und Verrenkungen spielen Fixierbinden eine entscheidende Rolle. Der Arm oder der Fuß muss stabilisiert, gestützt und ruhig gestellt werden und eine stark elastische Fixierbinde leistet hier gute Dienste.
Diese Binden sind luftdurchlässig und hautverträglich und können deswegen auch bedenkenlos über lange Zeiträume getragen werden. Allerdings muss man beim Verbinden darauf achten, dass man sie nicht zu eng zieht, denn sonst wird der Blutfluss behindert. Wenn Taubheitsgefühle oder Kribbeln in den Extremitäten auftauchen, sollte man die Mullverbände lösen und noch einmal mit etwas weniger Zug verbinden.

Eine weitere Variante der Fixierbinde ist der sogenannte Schlauchverband. Schlauchverbände sind elastisch und eignen sich besonders zum Stützen und Stabilisieren. Sie passen sich den Körperformen besser an, verrutschen weniger und bieten deswegen besonders im Gelenkbereich mehr Tragekomfort.

Netzverbände sind lockerer und dienen nicht der Stütze, sondern lediglich dazu, eine Wundauflage zu fixieren. Sie sind meist aus Baumwolle und engen die Bewegung nicht ein.

Feuchte Verbände
Bei sekundären Wunden und problematischen Wunden, die schlecht heilen, kommen zunehmend feuchte Verbände zur Anwendung. Das sind Alginate, Hydrokolloide und Schaumstoffe, die keine Verbindung mit dem Körpergewebe eingehen und so mit der Wunde nicht verkleben. Dadurch wird vermieden, dass die Wunde beim Verbandswechsel immer wieder beschädigt und eventuell neu aufgerissen wird, was den Heilungsprozess behindert und außerdem Schmerzen verursacht.

Dient der Verband vorwiegend zur Ruhigstellung, kommt der gute, alte Gipsverband zum Einsatz.
Es gibt aber auch diverse Alternativen, von Tape über faserverstärkte Kunststoffe wie zum Beispiel Cast bis zum Zinkleimverband, wenn ein vollkommen steifer Gipsverband nicht notwendig ist.

In gewissen Grenzen kann man sich mit Wundschnellverband und Fixierbinden selbst behelfen. Natürlich wird niemand wegen eines kleinen Schnitts in den Finger gleich zum Arzt rennen. Wann es angesagt ist, fachlichen Rat einzuholen, bevor man eine Wunde oder eine Verletzung selbst versorgt, kann man nur in der jeweiligen Situation selbst einschätzen. In jedem Fall gibt es eine Vielzahl von Hilfsmitteln und Verbandsmaterial, das dem Laien und dem Fachmann die Versorgung einer Verletzung erleichtert.
Nach oben