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Sind Sie auf der Suche nach dem richtigen Stoßdämpfer?

Informieren Sie sich in unserem Ratgeber, wie Sie den passenden Stoßdämpfer finden. 
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Wissen Kompakt

In jedem Fahrzeug sind sie versteckt hinter dem Radkasten zu finden: Stoßdämpfer. Ihre Funktion ist enorm wichtig für einen hohen Fahrkomfort und sicheres Fahren. Stoßdämpfer verbinden Fahrzeug und Untergrund. Sie dämpfen das Aufschwingen des Fahrzeugs bei Unebenheiten, in Kurven, während des Beschleunigens oder Bremsens und halten die Räder auf der Fahrbahn.
 
Meist werden Stoßdämpfer in Fahrzeugen verbaut, sie sind aber auch in anderen Bereichen zu finden. In Autoanhängern werden sie z. B. zwischen Deichsel und Anhängerrahmen eingesetzt, um den Auflaufstoß zu dämpfen. Bremst das Zugfahrzeug, läuft der Anhänger nur gedämpft auf dieses auf und der Stoß wird abgemildert. 
 
Durch häufiges Bremsen und Beschleunigen sowie durch Fahrten auf unebenem Gelände können Stoßdämpfer jedoch schnell verschleißen. Defekte Stoßdämpfer gefährden Sie und andere Verkehrsteilnehmer, daher sollten Sie diese rechtzeitig austauschen. Unabhängig vom Verschleiß können Sie aber auch neue Stoßdämpfer einbauen, wenn Sie beispielsweise mehr Fahrkomfort wünschen oder sportlicher fahren möchten. 
Wissenswert
Um Unebenheiten der Fahrbahn auszugleichen, wurde in Kutschen im 19. Jahrhundert erstmals eine Federung montiert. 
 
Stoßdämpfer waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht entwickelt. Die Federung bestand meist aus Blattfedern. Diese waren aus mehreren leicht gebogenen, übereinanderliegenden Federblättern zusammengesetzt und werden noch heute verwendet. Die Blattfedern befinden sich zwischen Kutschenaufbau und Achse. Die Federung dämpft harte Stöße, versetzt den Aufbau der Kutsche jedoch in Schwingungen, die nur langsam abklingen. Erst 1926 entwickelte ein amerikanisches Unternehmen die ersten Stoßdämpfer zur besseren Federung. Es dauerte weitere 23 Jahre, bis der amerikanische Ingenieur Earl Steele McPherson die heutige Kombination aus Stoßdämpfer, Feder und Radträger zusammenführte. 
Stoßdämpfer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bauart und werden – meist als Rad-Stoßdämpfer – in unterschiedlichen Fahrzeug-Typen eingesetzt. Eine regelmäßige Überprüfung findet in der TÜV-Hauptuntersuchung statt. 
 
Damit Sie den richtigen Stoßdämpfer für Ihr Fahrzeug finden, haben wir im folgenden Kaufberater alle wichtigen Informationen für Sie zusammengestellt.
 

Kaufberater

Stoßdämpfer beeinflussen den Fahrkomfort, indem sie sich auf die Härte des Fahrwerks auswirken. Für schnelles Fahren ist eine gute Bodenhaftung der Räder wichtig, daher empfiehlt sich ein hartes Fahrwerk. Unebenheiten auf der Fahrbahn wirken sich so allerdings intensiver auf die Karosserie aus. Ein weicheres Fahrwerk hingegen dämpft die Unebenheiten stärker, verringert damit aber auch die Kraftübertragung auf die Fahrbahn. 
 
Welche Stoßdämpfer für Ihr Fahrzeug geeignet sind, welche Bauarten es gibt und welches Zubehör Sie benötigen, erfahren Sie im folgenden Kaufberater.
Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen
 
Bedenken Sie für den Kauf idealer Stoßdämpfer vor allem folgende Gesichtspunkte:

  • Der Fahrzeug-Typ entscheidet über das Stoßdämpfer-Modell.
    Stoßdämpfer werden für verschiedene Fahrzeuge hergestellt, z. B. Motorrad oder Auto. Daher ist die Art Ihres Fahrzeugs ausschlaggebend für den richtigen Stoßdämpfer-Typ.
     
  • Verschiedene Bauarten beeinflussen den Fahr- und Bedienkomfort.
    Während der Einrohr-Gasdruckdämpfer hohen Fahrkomfort bietet, kann der Zweirohr-Gasdruckdämpfer leichter nachjustiert werden. 
     
  • Das passende Zubehör gewährleistet die Funktionsweise der Stoßdämpfer. 
    Einzelteile des Stoßdämpfers verschleißen mit der Zeit und müssen ausgewechselt werden. Wenn Sie Ihre Stoßdämpfer selbst montieren oder Ersatzteile austauschen, ist es wichtig, das passende Werkzeug und die richtigen Ersatzteile zu besitzen. 

Stoßdämpfer-Typen

Stoßdämpfer fangen Stöße auf, mildern diese ab und halten gleichzeitig die Federn unter Kontrolle. In der Regel wirken Stoßdämpfer gemeinsam mit einer Federung und sind jeweils an der Radaufhängung und der Karosserie angebracht. Stoßdämpfer und Federung werden bei einer Unebenheit auf der Fahrbahn zusammengedrückt. Durch das Zurückfedern drückt die Feder die Dämpfung wieder in die Ausgangsposition. 

Der Stoßdämpfer ist immer mit einer Federung verbunden. Diese ist entweder bereits innerhalb des Stoßdämpfers verbaut oder Stoßdämpfer und Federung sind durch starre Bauteile miteinander verankert. Feder und Stoßdämpfer sind aufeinander abgestimmt. 

Wissenswert
Stoßdämpfer verhindern das Aufschaukeln des Fahrzeugs.
 
Ohne den Stoßdämpfer würde die Federung nach einem Stoß hin und her schwingen. Die Bauteile des Fahrzeugs würden dadurch die Schwingungen aufnehmen und schließlich außer Kontrolle geraten. In Fahrzeugen verbaute Stoßdämpfer werden auch als Schwingungsdämpfer bezeichnet, da sie Schwingungen des Fahrzeugs mildern.

Rad-Stoßdämpfer und Federung sind Teil des Fahrwerks. Sie verbinden Radaufhängung und Karosserie oder Fahrzeugrahmen miteinander. Stoßdämpfer, Feder und Radträger werden als Federbein bezeichnet.

Tipp

Die Lebensdauer der Stoßdämpfer ist abhängig vom Fahrverhalten und der Fahrbahn. Es ist jedoch empfehlenswert, ab 80.000 km Stoßdämpfer mit dem sogenannten Schocktest prüfen zu lassen, da der TÜV meist nur eine Sichtkontrolle durchführt.

Weitere Informationen über den Schocktest finden Sie in der FAQ unter der Frage Was ist ein Schocktester?

Die jeweiligen Fahrzeug-Typen benötigen bestimmte Stoßdämpfer-Modelle: Die Positionen der Stoßdämpfer am Fahrzeug sind unterschiedlich, außerdem besitzen die Stoßdämpfer verschiedene Größen. Stoßdämpfer für die Gabel eines Motorrads sind beispielsweise viel länger, als jene für die Vorderachse eines Autos. Wählen Sie daher Stoßdämpfer immer passend zu Ihrer Fahrzeugart aus.

Auf den Punkt!
Auto-Stoßdämpfer können einzeln oder mit integrierter Feder im Fahrzeug eingebaut sein.
 
Motorrad-Stoßdämpfer müssen immer für die Vorder- und Hinterachse jeweils passend gewählt werden. 
 
Roller-Stoßdämpfer ähneln Motorrad-Stoßdämpfern, sind allerdings kleiner.
 
Quad-Stoßdämpfer besitzen immer eine integrierte Federung. 
 
Autoanhänger-Stoßdämpfer werden sowohl für die Fahrzeugräder als auch für die Deichsel eines Anhängers eingesetzt.
 
Fahrrad-Stoßdämpfer sind sehr klein.


Auto-Stoßdämpfer
Im Auto sind insgesamt 4 Rad-Stoßdämpfer eingebaut, die sich jeweils einzeln an den beiden Vorder- und Hinterrädern befinden. Sie sitzen in der Regel hinter den Rädern in den Radkästen. Die im Auto verbauten Federn fallen relativ groß aus. Es sind unterschiedliche Modelle erhältlich, sie werden gewöhnlich speziell für die Vorder- oder Hinterachse angeboten. Für bestimmte Automodelle können Sie nur spezielle Stoßdämpfer der gleichen Marke einbauen. Informationen dazu finden Sie in den Fahrzeugpapieren. Stoßdämpfer für Autos sind zu Preisen von 5 € - 5.000 € erhältlich, der Preis variiert je nach Bauart und Marke. 
Shopping Tipp

Für Sportwagen sind Sport-Stoßdämpfer die ideale Wahl. Auf unserem Portal finden Sie ein großes Angebot an Sport-Stoßdämpfern


Motorrad-Stoßdämpfer
Motorräder besitzen in der Regel 3 - 4 Dämpfer: 2 Frontgabel-Federungen und 1 - 2 Heck-Federbeine.
 
Front-Stoßdämpfer und -Federung sitzen in der Gabel innerhalb eines Rohrs oder liegen frei. Das Heckfederbein befindet sich entweder mittig oder rechts und links vom Hinterrad und liegt in der Regel ohne Rohr offen. Es besteht aus nur einem Dämpfer und wird daher auch als Monoshock bezeichnet. Zusätzlich sind an manchen hinteren Stoßdämpfern Ausgleichsbehälter befestigt, welche deren Belastbarkeit erhöhen.
 

Für 25 € - 1.200 € sind Motorrad-Stoßdämpfer einzeln oder paarweise erhältlich. 
 


Roller-Stoßdämpfer

Anzahl und Position der Stoßdämpfer sind am Roller und Motorrad identisch: Die Frontgabel besitzt 2 Stoßdämpfer mit Federung und das Hinterrad 1 - 2 Monoshocks bzw. einzelne Stoßdämpfer. Erstere können ebenfalls durch ein äußeres Rohr geschützt sein oder offen liegen. Monoshocks können mit Ausgleichsbehältern ausgestattet sein. Front- und Heck-Stoßdämpfer unterscheiden sich hinsichtlich ihrer Bauform. Front-Stoßdämpfer sind länger und in der Regel schmaler als Heck-Stoßdämpfer. Insgesamt fallen Roller-Stoßdämpfer kleiner aus als die Modelle für Motorrad oder Auto. Angeboten werden Sie für ungefähr 15 € - 160 €
 


Quad-Stoßdämpfer
In Quads sind insgesamt 4 Stoßdämpfer verbaut. Diese befinden sich, wie beim Auto, an den einzelnen Rädern des Fahrzeugs. Befestigt sind sie an der Radaufhängung und der Karosserie oder dem Fahrzeugrahmen. Die Federn sind in Quads bereits in den Stoßdämpfern integriert. Die Feder ist um den Stoßdämpfer gewunden und wird durch einen Abstützring gehalten. Einige Quad-Stoßdämpfer sind zusätzlich mit Ausgleichsbehältern ausgestattet. Sie sind jeweils für Vorder- oder Hinterachse oder im Set erhältlich. Quad-Stoßdämpfer kosten 25 € - 2.140 €, wobei Sets im höheren Preissegment liegen. 
 
Autoanhänger-Stoßdämpfer
Autoanhänger können mit Rad- und Deichsel-Stoßdämpfern ausgestattet sein. Die Anzahl der Rad-Stoßdämpfer variiert nach Achsenanzahl des Anhängers und liegt zwischen 2 - 4 Stoßdämpfern. Sie sind mit der Radaufhängung und Federachse des Anhängers verbunden. Deichsel-Stoßdämpfer finden sich nur in gebremsten Anhängern innerhalb der Auflaufeinrichtung. Sie verringern den Auflaufstoß während einer Bremsung. Rad-Stoßdämpfer für Anhänger kosten zwischen 20 € - 180 € und Deichsel-Stoßdämpfer etwa 30 € - 60 €. Rad-Stoßdämpfer sind teilweise im Set mit bis zu 4 Stoßdämpfern und den zugehörigen Scharnieren erhältlich.
 
Fahrrad-Stoßdämpfer
Einige Fahrräder, vor allem Mountainbikes (MTB), besitzen 2 - 3 Stoßdämpfer. Ähnlich wie im Motorrad oder Roller sind 2 in der Frontgabel und 1 am Hinterrad montiert. In der Regel werden Stoßdämpfer gemeinsam mit den Federn in MTBs verbaut. Einige Gabeldämpfer (die Stoßdämpfer, die in einer Frontgabel sitzen) sind durch ein Rohr geschützt. Fahrrad-Stoßdämpfer sind deutlich kleiner als andere Stoßdämpfer-Modelle.
 

Fahrrad-Stoßdämpfer sind für einen Preis von 15 € - 1.150 € erhältlich.
 


Bauarten

In Fahrzeugen werden hydraulische Stoßdämpfer eingebaut, die mit Öl, Öl- bzw. Gasdruck arbeiten, um Stöße abzumildern. 

Ausführliche Informationen zur Funktionsweise hydraulischer Stoßdämpfer finden Sie in unserem FAQ-Bereich unter der Frage Wie funktionieren Stoßdämpfer?

Wissenswert
Das McPherson Federbein
 
Viele Autos besitzen an der Vorderachse ein McPherson-Federbein. Der Radträger dieses Federbeins ist am Dämpfer montiert und nicht an der Radaufhängung. Die Fahrwerksfeder befindet sich bereits am Dämpfer und wird durch eine Federschale am unteren Ende gehalten. Das McPherson-Federbein ist sehr platzsparend und kostengünstig. 
Aufgrund der verschiedenen Anforderungen an einen Stoßdämpfer gibt es unterschiedliche Bauarten. Daher sollten Sie beim Kauf eines Stoßdämpfers wissen, ob Sie sportlich oder bequem fahren möchten. So können Sie die passende Stoßdämpfer-Bauart auswählen: 
 

Standard-Stoßdämpfer
Im normalen Straßenverkehr werden die Stoßdämpfer weniger stark beansprucht, dafür wird von den meisten Fahrern eine sehr komfortable und weiche Dämpfung gewünscht.
Auf den Punkt!
Folgende Bauarten zählen in der Regel zu den Standard-Stoßdämpfern:
 
Der Zweirohr-Gasdruck-Stoßdämpfer ist die günstigere Alternative zum sportlichen Einrohr-Gasdruck-Modell und wird sehr häufig in normalen Straßenfahrzeugen eingebaut.
 
Ein Zweirohr-Öldruck-Stoßdämpfer ist die älteste Stoßdämpfer-Bauart und wird heutzutage weniger häufig in Fahrzeugen montiert.


Zweirohr-Gasdruck-Stoßdämpfer
Der Zweirohr-Gasdruck-Stoßdämpfer besitzt einen Zylinder und – im Gegensatz zum Einrohr-Gastdruck-Stoßdämpfer – ein zweites Außenrohr. Unterhalb des Zylinders befinden sich anstatt eines Gasbehälters kleine Ventile, die in das zweite Rohr führen. In der Ausgangsposition ist es teilweise mit Öl und Gas ausgefüllt. Das Gas verhindert ein Aufschäumen des Öls, dabei wird weniger Druck ausgeübt als in Einrohr-Gasdruck-Stoßdämpfern. Das Öl wird während der Einfederung durch die Ventile des Kolbens und den zweiten Boden gedrückt, wodurch es das Gas im zweiten Rohr komprimiert. Während der Ausfederung strömt das Öl zurück und das Gas dehnt sich wieder aus. 
 
Manche Zweirohr-Gasdruck-Stoßdämpfer können Sie in der Druck- und Zugstufe nachjustieren. Zweirohr-Öldruck-Dämpfer dämpfen sanfter und sind kostengünstiger in der Anschaffung.
Tipp

Achten Sie bei Zweirohr-Stoßdämpfern auf die richtige Montage und Aufbewahrung. Das Gas des Gasdruck- bzw. die Luft des Öldruck-Dämpfers können bei falscher Lagerung in den Kolbenraum eindringen und die Funktionsfähigkeit des Stoßdämpfers beeinträchtigen.


Zweirohr-Öldruck-Stoßdämpfer
Zweirohr-Öldruck-Dämpfer sind wie Zweirohr-Gasdruck-Stoßdämpfer konstruiert: Sie bestehen aus einem Zylinder mit doppelter Wand und einem Kolben. Sie unterscheiden sich durch den Zwischenraum des inneren und äußeren Rohrs. Dieser ist in einem Zweirohr-Öldruck-Dämpfer nicht mit Öl und Gas, sondern mit Öl und Luft gefüllt. Sie sind dadurch langlebiger. 
 
Die Druck- und Zugstufe können Sie an manchen Zweirohr-Öldruck-Stoßdämpfern nachjustieren. Da das Öl in diesem Stoßdämpfer schnell aufschäumt, wird diese Bauart nicht mehr sehr häufig verwendet und oftmals durch einen Zweirohr-Gasdruck-Dämpfer ersetzt.
Wissenswert
Abhilfe gegen schäumendes Öl
 
Zweirohr-Öldruck-Stoßdämpfer besitzen keinen Gasbehälter. Das Öl kann durch die Auf- und Ab-Bewegung des Kolbens und die Luft im zweiten Rohr aufschäumen, wodurch die Dämpfungswirkung abnimmt. Um dem zu entgehen, wurden Gasdruck-Stoßdämpfer entwickelt. Sie sind zusätzlich mit Gas (Stickstoff) befüllt, welches das Öl unter Druck hält, sodass es nicht mehr schäumen kann. Gas ist komprimierbar, es wird bei Druck zusammengepresst und dehnt sich bei Zug wieder aus.


Sport-Stoßdämpfer
Ein sportlicher Fahrstil beansprucht Stoßdämpfer sehr stark, daher sollte die Dämpfung hart sein. Es gibt sogenannte Sport-Stoßdämpfer, die diesem Anspruch gerecht werden und zudem nachjustierbar sind. Für eine besonders harte Dämpfung variieren die Hersteller gerne die Durchmesser und die Länge der Stoßdämpfer-Bauteile. Sport-Stoßdämpfer sind sowohl im Motorsport als auch in herkömmlichen Straßenfahrzeugen, die ein sportliches Fahrwerk besitzen oder getunt sind, zu finden.
Auf den Punkt!
Zu Sport-Stoßdämpfern zählen vorrangig 3 Bauformen:
 
Der Einrohr-Gasdruck-Stoßdämpfer wird vor allem im Motorsport eingesetzt, da er eine sehr starke Dämpfkraft besitzt. 
 
Für Motorsport und Car Tuning ist der Upside-Down-Stoßdämpfer empfehlenswert, da er die Fahrzeugräder besonders stark auf der Fahrbahn hält. 
 
In einem Stoßdämpfer mit Ausgleichsbehälter bleibt die Temperatur des Öls länger stabil, wodurch er stark beansprucht werden kann. 


Einrohr-Gasdruck-Stoßdämpfer
Der Begriff Einrohr bezieht sich auf einen Zylinder. Der Zylinder-Innenraum ist durch den darin befindlichen Kolben in 2 Abteile aufgeteilt. In der Ausgangsposition sind diese beiden Räume in der Regel gleich groß. Der Kolben ist von oben in den Zylinder eingeführt und mit dem Fahrzeugrahmen oder der Karosserie verbunden. Unterhalb des Zylinders liegt der Gasbehälter, der durch einen Trennkolben abgeschlossen ist. 
 
Der Trennkolben ist beweglich und passt sich der Druck- und Zugstufe an. Er gibt Raum frei, wenn die Kolbenstange eintaucht und Raum einnimmt. In der Druckstufe komprimiert der Trennkolben das Gas, in der Zugstufe kann es sich wieder ausdehnen. 
 

Vorteil der Einrohr-Gasdruck-Dämpfer ist die sehr gute Kühlung und der starke Gegendruck des großen Gasbehälters. Zusätzlich besitzt der Kolben eine große Wirkungsfläche, wodurch er sehr starken Druck auf das Öl ausübt und dadurch noch besser dämpft. 
 


Upside-Down-Stoßdämpfer
Upside-Down bedeutet „kopfüber“. Bei einem Upside-Down-Stoßdämpfer handelt es sich entweder um ein Einrohr- oder Zweirohr-Gasdruck-Modell, das umgedreht montiert wird. Der Zylinder befindet sich oben und die Kolbenstange ist von unten in den Zylinder eingeführt. Der leichtere Teil des Stoßdämpfers (der Kolben) ist dadurch an der beweglichen Radaufhängung montiert und der stabile Zylinder an der Karosserie oder dem Fahrzeugrahmen. Diese Konstruktion wird im Allgemeinen als stabiler und robuster beschrieben. 
 
Der bewegliche Kolben ist durch das Upside-Down-Prinzip leichter und spricht feiner an. Die Umkehrung des Stoßdämpfers bewirkt eine Veränderung der Kräfteverteilung: Die Dämpfung der Druckstufe ist im Upside-Down-Dämpfern stärker als die Dämpfung der Zugstufe. Das Fahrzeugrad wird dadurch intensiver auf die Fahrbahn gedrückt und die Antriebskraft besser übertragen. 
 
Upside-Down-Stoßdämpfer sind sehr häufig in Motorrad-Federgabeln eingebaut, sie sind aber auch für sportlich ausgerüstete Fahrzeuge geeignet.
 
Stoßdämpfer mit Ausgleichbehälter

Diese Stoßdämpfer-Modelle besitzen einen zusätzlichen Ausgleichsbehälter. Er besteht aus einem kleinen Zylinder und ist mit dem großen Zylinder des Stoßdämpfers verbunden. Der Ausgleichsbehälter befindet sich dabei immer auf der gegenüberliegenden Seite des Kolbens und besitzt einen kleinen Gasbehälter, der durch einen Trennkolben abgedichtet ist. Das Öl wird während der Einfederung durch die Ventile des Kolbens in den Ausgleichsbehälter gedrückt. Der Trennkolben komprimiert das Gas. 
 

Die Ausgleichsbehälter sind an Einrohr-, Zweirohr- und Upside-Down-Stoßdämpfern montiert und können meist nachjustiert werden. Im Einrohr-Stoßdämpfer mit Ausgleichsbehälter entfällt der Gasbehälter, da er bereits im Ausgleichszylinder eingebaut ist. Die Ausgleichsbehälter sind entweder fest am Zylinder montiert oder durch einen Schlauch mit ihm verbunden. Der Stoßdämpfer besitzt dank des Behälters mehr Ölvolumen, das wiederum eine stabilere Temperatur des Öls bewirkt. 
 
Stoßdämpfer, die über einen Ausgleichsbehälter verfügen, werden oftmals für Tunings und On- und Offroad-Fahrzeuge eingesetzt. Aufgrund ihres zusätzlichen Gewichts und ihrer größeren Form können sie nicht in jedem Fahrzeug eingebaut werden. 

Bedenken Sie
Heißes Öl mindert die Dämpfung.
 
Das Stoßdämpfer-Öl wird bei starker Belastung schnell heiß und dünnflüssig, dadurch fließt es schneller durch die Kolbenventile und die Dämpfkraft nimmt ab. Eine Kühlung des Stoßdämpfers ist daher sehr wichtig.


Zubehör

Stoßdämpfer sind aus vielen Einzelteilen zusammengesetzt. Äußere und stark beanspruchte Bauteile verschleißen dabei besonders schnell. Um diese auszuwechseln, benötigen Sie das optimale Werkzeug und die richtigen Ersatzteile. 

Zum meistgekauften Zubehör von Stoßdämpfern gehören:
 


Domlager
Das Domlager wird auch Federbeinlager genannt und ist das Verbindungsglied zwischen Federbein und Karosserie. Es besteht aus einem Gummipuffer, der teilweise auf Ober- und Unterseite durch Metallplatten und eine Metallschale geschützt wird. Mithilfe von Schrauben wird das Federbeinlager an Karosserie und Stoßdämpfer befestigt. Durch das Domlager ist das Federbein beweglich, besonders in Winkelausrichtung und Verdrehung der eigenen Achse. Der Fahrkomfort wird dadurch erhöht. 

Shopping Tipp

Wer es sportlich mag, kann anstatt der Standard-Domlager auch Sport-Domlager in sein Fahrzeug einbauen. Sie bestehen nicht aus Gummi, sondern in der Regel aus Aluminium. Die Federung des Domlagers wird dadurch verhindert, was besonders im Rennsport erwünscht ist. Der Fahrkomfort nimmt dadurch ab, aber die Zielgenauigkeit und der Grip zu.

Es ist empfehlenswert, das Domlager regelmäßig zu erneuern. Die Metallteile des Federbeinlagers rosten mit der Zeit und der Gummi wird porös. Für jedes Auto-Modell ist in der Regel ein spezielles Domlager verfügbar, da sie sich in der Ausführung unterscheiden. Informationen dazu finden Sie in der jeweiligen Produktbeschreibung des Stoßdämpfers. Federbeinlager kosten zwischen 1 € - 240 €, wobei die Sport-Domlager im höheren Preissegment liegen.
 


Fahrwerksfedern
Die Fahrwerksfeder ist ein Bestandteil des Federbeins. Sie verbindet zusammen mit dem Stoßdämpfer die Fahrzeugräder mit der Karosserie oder dem Fahrzeugrahmen. Die beiden Elemente gleichen Fahrbahnunebenheiten aus, indem sie ein- und wieder ausfedern. Fahrwerksfedern beeinflussen ebenfalls die Bodenhaftung der Räder, da sie diese auf die Fahrbahn pressen. Bei den meisten Fahrwerksfedern handelt es sich um Druck-Schraubenfedern aus Stahl. Sie kosten in der Regel 5 € - 500 €.
 
Fahrwerksfedern sind in 5 Formen erhältlich:
 
  • Zylindrische Fahrwerksfeder
    Zylindrische Fahrwerksfedern werden in den meisten Fahrzeugen verwendet. Die Windungen sind gleich groß und verlaufen geradlinig.
     
  • Taper-Wire-Feder 
    Der Draht der Feder und die Federform verjüngen sich von der Mitte aus zu den Federenden. Diese Federn sind dadurch besonders weich und erhöhen den Fahrkomfort.
     
  • Miniblock-Feder
    Draht und Federform verjüngen sich, ähnlich wie bei den Taper-Wire-Federn. Die Federform verjüngt sich jedoch erst an den Enden und die mittleren Windungen bleiben gerade. Die Miniblock-Federn besitzen dadurch die Form einer Tonne. Durch diese Federform steigert sich die Federung stufenweise.
     
  • Side-Load-Feder
    Side-Load-Federn besitzen die Form einer Banane, das heißt, die Feder ist leicht gebogen mit einer geringen Verjüngung der Enden. Diese Form bewirkt eine verbesserte Kräfteverteilung und spricht damit den Stoßdämpfer besser an. 
     
  • Federkugel
    Federkugeln werden nur in Citroën-Fahrzeugen eingesetzt. Es handelt sich dabei um Stahlkugeln, die mit Gas und Hydraulikflüssigkeit ausgefüllt sind. Eine Gummi-Membran trennt Gas und Flüssigkeit voneinander, wobei die Flüssigkeit immer unten und das Gas darüber liegt. Ein Kolben ist mit der Radaufhängung verbunden und befindet sich im Schaft der Federkugel. Bei Unebenheiten auf der Fahrbahn bewegt er sich auf und ab. Die Flüssigkeit wird in der Druckstufe nach oben gepresst und das Gas komprimiert. Die Zugstufe gibt Raum für die Flüssigkeit frei, wodurch sich das Gas ausdehnt.
Shopping Tipp
Für Citroën-Fahrzeuge stehen ca. 20 verschiedene Federkugeln zur Auswahl, aber jeder Fahrzeug-Typ benötigt ein bestimmtes Federkugel-Modell. 
 
Schauen Sie daher vor dem Kauf einer Federkugel in den Fahrzeugpapieren Ihres Fahrzeugs nach, welche die passende Fahrwerksfeder für Ihr Fahrzeug ist.


Federspanner
Möchten Sie den Stoßdämpfer, die Feder oder ein anderes Federbein-Verschleißteil auswechseln, benötigen Sie einen Federspanner. Dieser wird um die Fahrwerksfeder gelegt und festgespannt, damit sie nicht ausfedern kann: Fahrwerksfedern stehen immer unter einer bestimmten Spannung. Um ihre Funktion zu gewährleisten, muss diese Spannung bestehen bleiben. Damit sie während der Demontage aufrechterhalten wird, werden Federspanner eingesetzt. Die Preisspanne von Federspannern ist sehr groß, da Produkte für den Heimgebrauch als auch für das Gewerbe angeboten werden. Preislich liegen Federspanner zwischen 5 € - 3.750 €.
Shopping Tipp

Nicht jeder Federspanner ist für jede Fahrwerksfeder geeignet. Außerdem bieten einige Hersteller spezielle Federspanner für bestimmte Fahrzeugmodelle an. Daher sollten Sie vor dem Kauf eines Federspanners prüfen, welches Fahrwerksfeder-Modell Sie besitzen.

Unterschieden werden 3 Federspanner-Modelle:
 
  • McPherson-/ Universal-Federspanner
    Universal-Federspanner eignen sich für nahezu alle Fahrwerksfedern. Der Spanner besteht aus 1 - 2 Gewindestangen. Diese sind entweder durch Federschalen miteinander verbunden oder die Federschalen sind an einer einzelnen Stange montiert. Der Spanner wird an die Feder gelegt. Mithilfe eines Gewindes werden die Federhalter zusammengepresst, dadurch wird die Feder gespannt. 
     
  • Krallen-Federspanner
    Krallen-Federspanner werden vor allem für zylindrische Fahrwerksfedern verwendet. Sie bestehen aus 2 einzelnen Gewindestangen, die jeweils 2 Krallen bzw. Wiederhaken besitzen. Die Gewindestangen werden gleichzeitig an die Feder gelegt. Die Wiederhaken befinden sich jeweils an der obersten und untersten Federwindung und sind zueinander ausgerichtet. Mithilfe eines Gewindes wird die Fahrwerksfeder gespannt.
     
  • Innen-Federspanner
    Einige Fahrwerksfedern sind nicht um den Stoßdämpfer gewunden, sondern einzeln montiert. Für diese Fahrwerksfedern können Sie Innen-Federspanner verwenden. Sie bestehen aus 1 Gewindestange und 2 runden Federhalter-Scheiben: Einen Federhalter legen Sie in die untere Federwindung und fädeln die Stange von unten durch diesen durch, den anderen Federhalter schieben Sie anschließend in eine obere Federwindung auf die Gewindestange. Die Federhalter können Sie mithilfe eines Gewindes zusammendrehen und damit die Feder festspannen. 
     


Federwegsbegrenzer

​Sind Fahrwerksfedern zu weich, federn sie sehr stark und das Rad schlägt an die Karosserie. Die Folge sind Schäden am Fahrzeug und stark spürbare Stöße. Um dem entgegenzuwirken, können Sie Federwegsbegrenzer einsetzen: Diese Ringe aus Hartgummi sind in der Regel strapazierfähig, ölundurchlässig und witterungsbeständig. Federwegsbegrenzer können Sie entweder zwischen die Federwindungen oder auf die Stoßdämpfer-Kolbenstange setzen. Die Fahrwerksfeder kann dadurch nicht mehr so stark einfedern und schützt so die Karosserie. Wie hoch die Begrenzung sein soll, können Sie selbst bestimmen. Umso mehr Ringe Sie anlegen, desto kürzer wird der Federweg.
 

Empfohlen werden Federwegsbegrenzer auch für tiefergelegte Fahrzeuge: Der Platz zwischen Karosserie und Rad ist bei diesen Fahrzeugen geringer, wodurch das Rad schneller an die Karosserie schlägt. Federwegsbegrenzer schaffen dabei Abhilfe. Sie kosten zwischen 5 € - 25 €.


Manschetten
Manschetten schützen Stoßdämpfer vor Staub und Schmutz. Stoßdämpfer, insbesondere die Kolbenstange, sind äußeren Umwelteinflüssen stark ausgesetzt, da sie teilweise ohne schützendes Rohr montiert sind. Staub und Schmutz setzen sich schnell an der Kolbenstange fest und dringen während der Druck- und Zugstufe in die Dichtungen des Stoßdämpfers ein. Sie beschädigen die Dichtungen und beeinträchtigen wichtige Funktionen. Um der Verschmutzung vorzubeugen, können Sie Manschetten über die Kolbenstange stülpen. Sie bestehen in der Regel aus einem Gummi-Faltenbelag oder einem Gummi-Zylinder. Einige Manschetten besitzen zusätzlich Anschlagdämpfer, die einen zu harten Anschlag des Kolbenendes auf den Stoßdämpfer-Zylinder bzw. auf die Manschette verhindern.
 

Manschetten sind in verschiedenen Formen und Längen erhältlich. Sie sind jeweils für die vorderen oder hinteren Stoßdämpfer angefertigt. Für einige Fahrzeugmodelle werden zudem spezielle Manschetten angeboten. Manschetten können Sie oftmals im Set kaufen, ihr Preis liegt zwischen 2 € - 35 €
 


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

An dieser Stelle haben wir alles Wissenswerte über Stoßdämpfer für Sie zusammengestellt. Für die FAQ-Sammlung haben wir uns hierbei an dem Wissensbedarf anderer Käufer von Stoßdämpfern orientiert.


Bedarf

Stoßdämpfer sind wichtige Bauteile eines Fahrzeugs: Sie halten die Räder des Fahrzeugs auf der Fahrbahn und dämpfen die Fahrzeugschwingungen ab. Stoßdämpfer werden mit der Fahrwerksfederung am Fahrzeugrad eingesetzt. Die Feder steht dabei unter Spannung. Sie federt bei Unebenheiten ein oder aus, wodurch sie das Rad auf der Fahrbahn hält. Die Federn schwingen allerdings oftmals nach und übertragen diese Schwingungen auf das Fahrzeug. Stoßdämpfer nehmen diese Schwingungen auf und dämpfen sie ab. Ohne die Stoßdämpfer würde das Fahrzeug springen und außer Kontrolle geraten. 

Weitere Informationen zu Stoßdämpfern finden Sie in der Rubrik Stoßdämpfer-Typen

Funktion

Stoßdämpfer wirken zusammen mit der Fahrwerksfeder. In Fahrzeugen werden standardmäßig hydraulische Stoßdämpfer verbaut. Diese bestehen aus mindestens einem mit Öl gefüllten Zylinder und einem Kolben
 
Der Kolben kann sich aufgrund von Wärmeenergie innerhalb des Zylinders auf und ab bewegen. Er ist zusätzlich mit mehreren kleinen Ventilen ausgestattet, durch die das Öl während der Auf- und Abwärtsbewegung fließt. Öl lässt sich nicht komprimieren, daher wird der Kolben in seiner Bewegung gebremst. 
 
Fährt ein Fahrzeug über eine Erhebung auf der Fahrbahn, wird der Stoßdämpfer durch die Radaufhängung und das Fahrzeugrad zusammengepresst. Der Stoß wird abgedämpft, da das Öl nur langsam durch die Ventile des Kolbens fließt. Die Fahrwerksfeder drückt nach der Unebenheit die Radaufhängung wieder in die Ausgangsposition zurück und zieht gleichzeitig den Stoßdämpfer wieder auseinander.
Das Rad überträgt seine Bewegung auf die Fahrwerksfeder, wodurch diese ein- oder ausschwingt. Die Feder ist im Fahrzeug fest mit dem Stoßdämpfer verbunden. Er mindert die Schwingungen der Feder, weshalb er auch als Schwingungsdämpfer bezeichnet werden kann.

Wenn Sie mehr über Stoßdämpfer erfahren möchten, informieren Sie sich in der Rubrik Stoßdämpfer-Typen.

Sicherheit und Komfort gewährleisten Stoßdämpfer durch ihre dämpfende Wirkung. Befinden sich auf der Fahrbahn Unebenheiten, werden die Stöße durch den Stoßdämpfer nicht auf den Fahrzeugrahmen, die Karosserie und die Insassen übertragen. Ein Fahrzeug ohne Stoßdämpfer würde aufschwingen und springen, wodurch die Fahrzeugräder den Kontakt zur Fahrbahn verlieren und das Fahrzeug schnell außer Kontrolle geraten würde. Stoßdämpfer sind daher ein wichtiges Bauelement in Fahrzeugen. Ohne Stoßdämpfer nehmen Fahrzeug-Insassen die Federschwingung intensiver wahr, wodurch der Fahrkomfort sinkt.

 

Geräusche

Hören Sie während der Fahrt ein Poltern, können defekte Stoßdämpfer die Ursache sein. In diesem Fall sollten Sie eine Werkstatt aufsuchen und die Stoßdämpfer untersuchen lassen. Sind Stoßdämpfer verschlissen, wird die Dämpfwirkung nicht gewährleistet. Die Schwingungen der Federung werden nicht mehr gedämpft und das Fahrzeugrad springt, wodurch es sich an unterschiedlichen Stellen abnutzt. Die verschlissenen Stellen verursachen während der Fahrt Geräusche. Wechseln Sie deshalb defekte Stoßdämpfer immer aus. 

Weitere Informationen zur Überprüfung von Stoßdämpfern erhalten Sie unter der Frage Wie kann ich Stoßdämpfer auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüfen?

Justierung

Stoßdämpfer werden vor allem von Druck- und Zugstufen beansprucht. Die Druckstufe wirkt während der Einfederung des Stoßdämpfers: Es wird Druck auf den Stoßdämpfer ausgeübt. Der Dämpfer verhindert dabei das Hochschnellen des Rades. Ohne Dämpfer würde es kurzzeitig in der Luft schweben. Die Zugstufe hingegen setzt in der Ausfederung ein und zieht den Stoßdämpfer wieder auseinander. Damit blockiert der Stoßdämpfer das Ausfedern der Feder, das sonst das Aufschwingen des Fahrzeugs auslösen würde. 
Üblicherweise dämpft der Stoßdämpfer in der Zugstufe stärker als in der Druckstufe, eine Ausnahme bildet der Upside-Down-Stoßdämpfer. Bei dieser Bauart wird dieses System umgekehrt verwendet. 
 
Stoßdämpfer werden gewöhnlich immer gemeinsam mit der Federung justiert, da Stoßdämpfer und Federung eine Einheit bilden. Auto-Stoßdämpfer stellen Hersteller bereits vor dem Verkauf ein, daher müssen Sie diese nicht mehr nachjustieren. 
 
Das Nachstellen der Stoßdämpfer ist vor allem an Fahrrädern sinnvoll, da das Körpergewicht der Radfahrer unterschiedlich ausfällt. Je höher die Belastung ist, desto härter sollte der Dämpfer eingestellt sein. In der Regel ist es möglich, auch die Stoßdämpfer anderer Fahrzeugarten nachzujustieren. Dafür besitzen einige Stoßdämpfer eine Vorrichtung in Form einer Mutter, einem Drehregler oder einer Schraube. Die Druckstufe wird in der Regel am oberen Ende und die Zugstufe am unteren Ende des Stoßdämpfers eingestellt. 
Achtung!
Die Einstellung von Stoßdämpfern sollten Sie gemeinsam mit einem Fachmann durchführen.
 
Eine Einstellung der Stoßdämpfer sollte nur ein Fachmann ausführen, da eine falsche Justierung schwerwiegende Folgen haben kann. Das Fahrzeug könnte sich aufschaukeln und die Insassen sowie andere Verkehrsteilnehmer in Gefahr bringen.
Nur im Motorsport werden Stoßdämpfer in der Regel oft nachjustiert, um bei Wettkämpfen möglichst viel Fahrbahnkontakt zu haben. Im normalen Straßenverkehr genügt die Werkseinstellung der Stoßdämpfer in der Regel. 
Shopping Tipp

Hersteller bieten Stoßdämpfer mit verschiedenen Druck- und Zugstufen an, sodass Sie sich bequem ein Modell mit passender Einstellung kaufen können und die Stoßdämpfer nicht mehr nachjustieren lassen müssen.

Kauf

Damit Sie die richtige Stoßdämpferart finden, sollten Sie folgende Fragen beantworten:
 
  • Für welches Fahrzeug benötigen Sie Stoßdämpfer?
    Stoßdämpfer werden in unterschiedlichen Fahrzeugen eingesetzt, z. B. in Autos oder Rollern. Für jeden Fahrzeug-Typ sind spezielle Stoßdämpfer-Modelle erhältlich. Wählen Sie daher das Stoßdämpfer-Modell passend zu Ihrem Fahrzeug aus. 
     
  • Schnelligkeit oder Komfort?
    Unterschiedliche Stoßdämpfer-Bauarten besitzen verschiedene Eigenschaften. Einige Bauarten sind besonders komfortabel: Die Stöße der Fahrbahn-Unebenheiten werden stärker gemildert. Andere bewirken eine bessere Bodenhaftung der Fahrzeugräder: Dies ist Voraussetzung für schnelles Fahren. Ihre Bedürfnisse entscheiden über die richtige Stoßdämpfer-Bauart.

Mehr Informationen zu Stoßdämpfer-Modellen und -Bauarten, erhalten Sie in der Rubrik Stoßdämpfer-Typen.

Lagerung

Kaufen Sie Stoßdämpfer auf Vorrat, sollten Sie diese richtig lagern. Stellen Sie Stoßdämpfer in einen trockenen und gleichmäßig temperierten Raum. Der Kolben sollte während der Lagerung zur Hälfte eingefahren sein. Die Gummidichtungen und das Öl altern mit der Zeit. Überprüfen Sie daher Stoßdämpfer, bevor Sie diese einsetzen.

 

Länge

Kürzungen der Stoßdämpfer können Sie vom Hersteller oder in einer Werkstatt vornehmen lassen. Eine bequemere Möglichkeit ist es allerdings, neue Stoßdämpfer in der passenden Länge zu kaufen. 
Shopping Tipp
Nutzen Sie unseren Preisvergleich und finden Sie die passenden Stoßdämpfer ganz einfach online.

Modelle

Stoßdämpfer-Modelle lassen sich nach Art des Fahrzeugs unterscheiden, in das sie eingebaut werden. So gibt es folgende Stoßdämpfer-Typen:
 
  • Auto-Stoßdämpfer
    Autos benötigen für jedes Fahrzeugrad jeweils 1 Stoßdämpfer. Die Stoßdämpfer sind groß und befinden sich hinter den Radkästen eines Autos.
     
  • Motorrad-Stoßdämpfer
    Im Motorrad sind 3 - 4 Stoßdämpfer eingebaut. An der Vorderachse sind 2 in der Gabelfederung befestigt. Am Hinterrad befinden sich 1 - 2 Stoßdämpfer mittig oder zu beiden Seiten des Rads. Motorrad-Stoßdämpfer sind kleiner als Auto-Stoßdämpfer.
     
  • Roller-Stoßdämpfer
    Ein Roller besitzt ebenfalls 3 - 4 Stoßdämpfer: 2 in der Frontgabel und 1 - 2 einzelne Stoßdämpfer am Hinterrad. Modelle für Roller sind etwas kleiner als Motorrad-Stoßdämpfer.
     
  • Quad-Stoßdämpfer
    Quads benötigen wie Autos 1 Stoßdämpfer an jedem Rad. Eine Federung ist immer in den Quad-Stoßdämpfern integriert. Diese Modelle sind ähnlich groß wie Roller-Stoßdämpfer. 
     
  • Autoanhänger-Stoßdämpfer
    Im Autoanhänger können Sie Stoßdämpfer an den Rädern und in der Deichsel einsetzen. Je nach Anhängerart können dies 2 - 5 Stoßdämpfer sein. Diese Dämpfer haben eine ähnliche Größe wie Roller- und Quad-Stoßdämpfer. 
     
  • Fahrrad-Stoßdämpfer
    In Fahrrädern können 3 Stoßdämpfer eingebaut sein: 2 in der Frontgabel und 1 am Hinterrad. Fahrrad-Stoßdämpfer sind die kleinsten Produkttypen. 

In unserem Ratgeber finden Sie weitere Informationen zu den Stoßdämpfer-Typen.

Grundsätzlich können Sie zwischen Standard- und Sport-Stoßdämpfern wählen. Während für einen sportlichen Fahrstil eine härtere Dämpfung benötigt wird, ist im normalen Straßenverkehr eine weiche und komfortable Dämpfung wünschenswert.
Standard-Stoßdämpfer erhalten Sie in folgenden Ausführungen:
 
  • Zweirohr-Gasdruck-Stoßdämpfer
    In dem Zweirohr-Gasdruck-Dämpfer befindet sich um den Zylinder ein Rohr. Dadurch entsteht ein Hohlraum zwischen Zylinder und Rohr, der mit Öl und Gas befüllt ist. Kleine Ventile führen von dem Zylinder in diesen Hohlraum. Im Zylinder befindet sich Öl und ein von oben eingeführter Kolben. 
     
  • Zweirohr-Öldruck-Stoßdämpfer
    Zweirohr-Öldruck-Dämpfer besitzen den gleichen Aufbau wie Zweirohr-Gasdruck-Dämpfer. Der Hohlraum zwischen Zylinder und Rohr ist neben Öl anstatt des Gases jedoch mit Luft befüllt. 

 
Zu Sport-Stoßdämpfern zählen vorrangig folgende Bauformen:

 
  • Einrohr-Gasdruck-Stoßdämpfer
    Einrohr-Gasdruck-Dämpfer besitzen einen Zylinder, der zu zwei Dritteln mit Öl und zu einem Drittel mit Gas befüllt ist. Eine Membran trennt Öl und Gas voneinander. In dem Zylinder ist von oben ein Kolben eingeführt. 
     
  • Upside-Down-Stoßdämpfer
    Upside-Down-Stoßdämpfer bestehen aus umgekehrten Ein- oder Zweirohr-Gasdruck-Dämpfern. Der Kolben ist dabei nicht von oben in den Zylinder eingeführt, sondern von unten. 
     
  • Stoßdämpfer mit Ausgleichsbehälter
    Stoßdämpfer mit Ausgleichsbehälter sind Einrohr-, Zweirohr- oder Upside-Down-Stoßdämpfer, die mit einem zusätzlichen äußeren Behälter ausgestattet sind. Dieser ist mit Öl und Gas befüllt, beide Substanzen sind durch eine Membran getrennt. Vom Zylinder führen Leitungen in den Behälter, sodass das Öl in den Ausgleichsbehälter fließen kann und das Gas damit komprimiert. 

Mehr zu den unterschiedlichen Bauarten erfahren Sie in der gleichnamigen Rubrik unseres Kaufberaters.

Schocktester

Schocktester überprüfen das Dämpfungsverhalten der Stoßdämpfer. Sie bestehen aus einem Elektromotor und mehreren Sensoren. Diese messen die Schwingungen des Fahrzeugrads und damit die Dämpfwirkung der Stoßdämpfer. Auf dem Laufband wird jeweils 1 Fahrzeugrad getestet, indem es in Schwingung versetzt wird. Die Sensoren zeichnen die Dämpfwirkung nach einer Federung auf und halten sie in einem Protokoll fest. Eine Grafik und mehrere Werte zeigen, ob der Dämpfer noch genügend Dämpfkraft besitzt. 
 
Ihre Stoßdämpfer können Sie in der Regel in Werkstätten oder Prüfstellen, wie TÜV oder Dekra, überprüfen lassen. Mit dem Schocktester erzielen Sie aussagekräftige Ergebnisse.

 

Wechsel

Stoßdämpfer verschleißen nach einer gewissen Zeit, daher müssen sie regelmäßig ausgetauscht werden. 
 
Ist der Stoßdämpfer defekt, übertragen sich die Federschwingungen auf das Fahrzeug und die Fahrzeugräder verlieren den Bodenkontakt. Ein defekter Stoßdämpfer ist ein Risiko für Sie und andere Verkehrsteilnehmer, deshalb ist der Wechsel in diesem Fall sehr wichtig.
 
Stoßdämpfer sollten Sie wechseln oder auf ihre Funktionstüchtigkeit testen, sobald Sie eines der folgenden Anzeichen an Ihrem Fahrzeug bemerken: 
 
  • Geräusche bei Unebenheiten auf der Straße
  • Ungleichmäßige Abnutzung der Räder
  • Verlängerter Bremsweg
  • Nachschwingen des Fahrzeugs nach Bodenwellen
  • Starkes Einfedern des Fahrzeugs während einer Bremsung oder Beschleunigung
  • Aufschaukeln in Kurven
     
Ohne diese Anzeichen wird ein Test der Stoßdämpfer nach 80.000 km empfohlen. Stoßdämpfer sind Verschleißteile, vor allem die Dichtungen nutzen sich schnell ab. Öl kann durchfließen und die Dämpfkraft verringern. 
Achtung!
Defekte Stoßdämpfer stellen ein Sicherheitsrisiko dar. 
 
Sind Ihre Stoßdämpfer defekt, sollten Sie diese in einer Werkstatt auswechseln lassen. Defekte Stoßdämpfer gefährden Sie und andere Verkehrsteilnehmer.
Stoßdämpfer können Sie in Werkstätten oder anderen Prüfstellen testen lassen. Sie werden in einem Schocktest oder einer Sichtkontrolle überprüft. 
Tipp

Sie können Ihre Stoßdämpfer auch selbst testen: Drücken Sie kurz und stark auf das Heck oder die Front Ihres Fahrzeugs. Sinkt das Auto während des Drucks stark ein und schwingt nach, sind die Stoßdämpfer bereits defekt. Dieser Test ist im Allgemeinen jedoch nicht aussagekräftig. 

Wenden Sie sich an eine Autowerkstatt für einen ordnungsgemäßen Einbau Ihres Stoßdämpfers. Fachkundige Personen können auch selbst Stoßdämpfer in ihr Fahrzeug einbauen und sollten dazu die Montageanleitung des Herstellers beachten.
 
Stoßdämpfer werden in unterschiedlichen Fahrzeugen eingebaut, entsprechend unterscheidet sich die Stoßdämpfer-Montage. 
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