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Ratgeber Bilderleuchten


Ratgeber Bildbeleuchtung


Ganz allgemein versteht man unter Beleuchtung die optische Ausleuchtung und Erhellung eines Raumes bzw. Teile eines Raumes, oder von Objekten (z.B. Bilder, Vasen, Staturen) mit künstlichem Licht. Bei einer Beleuchtung mit Sonnenlicht wird auf Kunstlicht verzichtet. Stattdessen wird mit technischen Hilfsmitteln (z.B. durch Spiegel) das Sonnenlicht gezielt auf bestimmte Stellen gerichtet. Als Belichtung wird dagegen das Ausleuchten eines Raumes oder Objektes mit Tageslicht durch Fenster oder Oberlichter bezeichnet.

Früher erfolgte die Beleuchtung in der Regel durch Kerzen und Öllampen. Später wurde die Gasbeleuchtung erfunden und Karbidlampen eingeführt. Heutzutage erfolgt die Beleuchtung mittels elektrischen Leuchten, die man umgangssprachlich auch als Lampe bezeichnet. In der Fachsprache wird von Leuchtmitteln gesprochen.

Die Beleuchtung von Bildern ist eine besondere Herausforderung, da sowohl klassische als auch zeitgenössische Kunst durch die passende Beleuchtung erst richtig in Szene gesetzt werden. Da dieses Handwerk nicht jeder beherrscht, gibt es im Bereich der Lichtgestalter und Galeristen entsprechende Spezialisten, die sich (fast) ausschließlich mit dieser hohen Form der Beleuchtung und Inszenierung auseinandersetzen. Diese Experten bringen dabei nicht nur Kunstwerke in Museen, bei Ausstellungen und in Galerien zum strahlen, sondern sorgen auch in Praxisräumen, Büroräumen und Privaträumen für eine gleichmäßige, kunst-, effekt- und stilvolle Ausleuchtung klassischer und zeitgenössischer moderner Kunst. Darüber hinaus ist wichtig, dass Bilder nicht nur richtig inszeniert werden, sondern die Bildbeleuchtung auch blendfrei ist und durch das Licht die richtige Atmosphäre geschaffen wird.


Spezialisierte Beleuchtung

Bilderlampen sind spezialisiert auf die Beleuchtung von großen und kleinen Bildern. Eine eindrucks- und stilvolle Beleuchtung von Kunstwerken im heimischen Wohnzimmer muss sich den besonderen Bedingungen und des Ambientes des Wohnraumes anpassen und alles entsprechend miteinander verbinden. Vom gestalterischen Aspekt her lassen sich die Erfahrungen von Bildbeleuchtungen in Galerien mit den Anforderungen der Wohnraumarchitektur verbinden. Um den besten Effekt zu erzielen, kommt es daher darauf an, wo die Bildbeleuchtung zum Einsatz kommen soll.

Bilderlampen setzen ein Bild und anderen Kunstwerke erst richtig in Szene und haben durchaus Einfluss, u.a. auf die Wahrnehmung von Farbe und Gestaltung eines Kunstwerkes. Besonders wichtig ist es dabei, dass die Bildbeleuchtung den Charakter, die Farben oder die Farbklänge des Kunstwerkes nicht gegen den Willen des Künstlers beeinflussen und möglicherweise Interpretationsmöglichkeiten eröffnet werden, die entgegen dem Ansinnen des Künstlers stehen.

Darüber hinaus muss bei einer Bildbeleuchtung darauf geachtet werden, dass im Laufe der Zeit durch das Leuchtmittel selbst die Farben des Bildes nicht ausbleichen. Weder der Betrachter, noch irgendjemanden, der beispielsweise unter einem Bild auf einem Stuhl, Sessel oder Sofa Platz genommen hat, darf durch die Beleuchtung geblendet werden. Darüber hinaus ist bei der Bildbeleuchtung darauf zu achten, dass Lichtreflexe im Bild vermieden werden, damit die von Künstler gewünschte Wirkung auf den Betrachter nicht verloren geht.

Worauf bei der Bildbeleuchtung zu achten ist
Aus den bereits zusammengetragenen Anforderungen an die Bildbeleuchtung – sowohl im Bereich einer Galerie als auch im heimischen Wohnzimmer – lässt sich ableiten, worauf beim Kauf und bei der Installation von Bilderlampen geachtet werden muss.

Grundsätzlich sind Blendungen der Bilderlampen aller Art zu vermeiden. Die Bildbeleuchtung darf daher nie gegen die Blickrichtung gerichtet sein. Außerdem sollte niemals quer durch den Raum auf ein Bild geleuchtet werden.

Der Beleuchtungswinkel muss passend eingestellt werden. Ein zu steiler Beleuchtungswinkel ist unter allen Umständen zu vermeiden. Das heißt, die Bilderlampe darf nicht zu steil von oben oder von der Seite auf das Bild gerichtet werden. Dadurch würden unerwünschte und teilweise störende Relief-Schatten sowie Helligkeitsunterschiede entstehen, die von oben nach unten bzw. von der einen zur anderen Seite verlaufen. Auch muss die Bildbeleuchtung so angebracht werden, dass der Betrachter keine Schatten auf das Kunstwerk wirft. Das heißt, dass die Bilderlampen nicht zu flach noch vorne leuchten dürfen.

Das ganze Bild sollte möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet werden. Bestimmte Ausschnitte mit einem engen Spot hervorzuheben sollte nach Möglichkeit verhindert werden, da dadurch der Betrachter zu sehr beeinflusst wird. Darüber hinaus würde das Bild in unzulässiger Weise verfremdet werden, es sei denn, der Künstler wünscht es so. Der Helligkeitsabfall von oben nach unten sollte möglichst sanft gestaltet werden, da dieser in der Regel auch durch Einsatz moderner Technik nicht komplett kompensiert werden kann. Allerdings kann man sich hierbei die Unzulänglichkeit des menschlichen Auges zu Nutze machen, da dieses längst nicht so empfindlich ist wie ein Film oder Messgerät. Allerdings sollte unbedingt darauf geachtet werden, dass der Rand der Bildbeleuchtung außerhalb des Bildes liegt, da dieser sehr auffällig ist und auf dem Bild sofort wahrgenommen werden würde.

Auch die Belastbarkeit des Bildes sollte bei einer Bildbeleuchtung im Auge behalten werden. Grundsätzlich bleicht Licht die Farben eines Bildes aus. Die vom Künstler verwendeten Farben und Materialien sind allerdings meist unterschiedlich empfindlich gegen Licht, was bei der richtigen Bildbeleuchtung unbedingt berücksichtigt werden sollte. Die Belastung von Farbe und Material hängt vor allem von der Dauer der Beleuchtung ab. Deshalb gilt die Faustregel, dass besonders empfindliche Bilder nur in abgedunkelten Räumen, nur für eine kurze Zeit und nur mit einem schwachen Licht beleuchtet werden dürfen. Die Belastung von Farben und Material kann mit speziellen UV-Filtern vor dem Kunstwerk und/oder vor der Beleuchtung zwar reduziert, jedoch nicht komplett aufgehoben werden.

Aus welcher Richtung Bilder beleuchtet werden können
Bilder und Kunstwerke können von unterschiedlichen Richtungen aus beleuchtet werden. Wichtig bei der Frage, von wo die Bildbeleuchtung kommt, ist gleichzeitig auch die Frage, woher der Strom für die Bilderlampen zur Beleuchtung kommt.

Die klassischste Lösung ist bei fast allen Bildern auch die beste Wahl: Die Beleuchtung erfolgt von der Decke aus. Empfohlen wird ein Abstand von der Lichtquelle zur Bildebene zwischen 60 und 120 cm, abhängig von der Größe des Bildes und der Raumhöhe. Bei dieser Form der Bildbeleuchtung kommt das Licht von schräg oben, so dass auch der Betrachter keinen Schatten auf das Bild wirft. Spiegelreflexe auf dem Bild spielen sich unterhalb der Augen des Betrachters ab und störende Elemente fallen bei dieser Beleuchtungsvariante weg.

Bei der Beleuchtung von der Decke aus gibt es mehrere Möglichkeiten, wie die Stromversorgung der Bilderlampen erfolgen kann. Am besten ist es, wenn bereits passende Stromauslässe vorhanden sind oder die Bilderlampe bei einer relativ niedrigen Decke in dieser verankert ist. Bei Hohlraumdecken können entsprechende Stromleitungen über der Zwischendecke verlegt werden. Gibt es keine Hohlraumdecke und sind auch keine passenden Stromauslässe vorhanden, bieten sich hier Schienensysteme an, auf denen die Bilderlampen an beliebiger Stelle befestigt werden können. Es gibt Schienensysteme für 220 Volt und sogenannte Niedervoltsysteme. Eine weitere, wenn auch kostspielige und aufwendige Möglichkeit ist, eine Zwischendecke für das Beleuchtungssystem, beispielsweise als Band, Stufe oder Fries einzuziehen.

Wenn die Möglichkeit, das Bild von der Decke aus zu beleuchten nicht besteht, oder gute Gründe gegen diese Beleuchtungsvariante sprechen (mangelnder Platz, keine Stromauslässe vorhanden oder Bilderlampe als optisch störendes Element), kommt eine Beleuchtung von der Bilderwand in Frage. Auch hier sollte das Licht möglichst schräg von oben kommen. In der Regel wird dies erreicht, in dem das Lichtmittel mit einem Ausleger oder eine andere Halterung je nach Bildgröße 40 bis 80 cm vor die Bildebene gezogen wird. Im günstigsten Fall befindet sich ein Stromauslass hinter dem Bild. Andernfalls kann der Strom auch in der Bildschiene geführt werden oder aus einer Steckdose in der Nähe entnommen werden.

Die dritte Beleuchtungsalternative ist die Beleuchtung durch eine Tisch- oder Stehlampe, also weder von der Decke noch von der Bildwand aus. Durch Tisch- und Stehlampen kann man den Raum so ausleuchten, dass eine spezielle Bildbeleuchtung überflüssig ist. Der im privaten Bereich am häufigsten auftretende und zugleich schwierigste Fall wird aber sein, dass das Bild direkt über einer Couch hängt und beleuchtet werden soll. Mit Strahlern von der Decke aus ist eine Beleuchtung kaum möglich, da derjenige, der auf der Couch sitzt, wahrscheinlich immer geblendet wird. In diesem Fall wird mit Licht gearbeitet, das nicht blendet, auch wenn man in Richtung der Lichtquelle schaut. Dafür gibt es bestimmte Stehleuchten, deren Lampenschirm die Helligkeit auf die ganze Fläche des Bildes verteilt. Alternativ kann durch Deckenfluter die Umgebung indirekt beleuchtet werden und das Bild von allen Positionen aus betrachtet, ohne geblendet zu werden.

Abstand zwischen Bild und Bildbeleuchtung
Die Lichtquelle sollte grundsätzlich nicht zu nah am Bild sitzen, da sonst die Helligkeit ungleichmäßig verteilt wird. Dadurch kann das Bild unbeabsichtigt verfremdet werden. Ist zwischen Bild und Bildbeleuchtung genügend Abstand, wirkt die Lichtverteilung auf dem Bild gleichmäßiger. Wird das Licht vom Reflektor zu stark gebündelt, muss der Abstand zwischen Bild und Lichtquelle vergrößert werden. Ist die Lichtquelle zu nah, werden die Grenzen der Lichtquelle sichtbar und lenken vom Bild ab, bzw. verfremden dieses.
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