Entladungslampen (3.117 Angebote bei 41 Shops)


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Ratgeber Entladungslampen


Ratgeber Entladungslampen


Unter einer Entladungslampe versteht man eine Anordnung, die aus einer Kathode und einer Anode besteht. Diese befinden sich in einer mit Gas gefüllten Glasröhre. Das Licht wird erzeugt, indem man eine Mindestspannung anlegt, die zu einer Gasentladung führt. Die Entladungslampe wird im Allgemeinen auch als Entladungsröhre, bzw. als Gasentladungsröhre bezeichnet.

Entwickelt wurde diese Form des Leuchtmittels im 19. Jahrhundert. Damals wurden die Entladungslampen als Geißler'sche Röhren bezeichnet. Diese wiesen in Abhängigkeit von der Zusammensetzung der Gasfüllung unterschiedliche Lichtfarben auf. Entladungslampen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Diese unterscheiden sich unter anderem in Bezug auf die Füllung, die sowohl aus Gas und Gasgemischen als auch aus später verdampfenden Stoffen bestehen kann.

Entladungslampen – Allgemeines

Worauf Sie beim Kauf einer Entladungsröhre achten müssen, haben wir im Folgenden genauer ausgeführt. Eine Liste der wichtigsten Kaufkriterien finden Sie anbei:

- Die Verarbeitung
- Die Montage bzw. Installation
- Die Lebensdauer
- Das Einsatzgebiet
- Die Entsorgungsmöglichkeiten

Wichtigstes Unterscheidungskriterium der unterschiedlichen Entladungslampen ist der Druck, der im Entladungsgefäß herrscht. Entsprechend der verschiedenen Drucksituationen wird zwischen den Niederdruck-Entladungslampen, den Hochdruck-Entladungslampen und den Höchstdruck-Lampen unterschieden.

Wie bereits angedeutet wurde, wird das Licht in Entladungslampen beim Stromdurchgang durch ionisiertes Gas oder Metalldampf erzeugt. In Abhängigkeit von der jeweiligen Füllung wird das Licht dabei direkt sichtbar oder indirekt sichtbar erzeugt. Bei der indirekten Erzeugung wird die UV-Strahlung durch die Leuchtstoffe im Inneren des Glaskolbens umgewandelt.

Niederdruck-Entladungslampen
Die Besonderheit von Niederdruck-Entladungsröhren besteht darin, dass die Temperatur von Gas und Elektronen nicht aneinander gekoppelt sind. Das bedeutet, dass in der Röhre kein thermisches Gleichgewicht herrscht. Diese Form der Entladung wird im Allgemeinen auch als Glimmentladung bezeichnet. Es gibt zwei verschiedene Formen der Niederdruck-Entladungslampe. Zur ersten Kategorie gehören die mit Elektroden betriebenen Lampen. Zu diesen gehören unter anderem die Neonröhre und die Glimmlampen. Die zweite Variante der Niederdruck-Entladungslampe verfügt über direkt beheizte Glühkathoden. Häufig eingesetzte Niederdruckentladungslampen sind die Quecksilber- und die Natriumdampf-Niederdrucklampen. In diesen herrscht ein Betriebsdruck von einigen Millibar. Natriumdampf-Niederdrucklampen senden direkt sichtbares Licht aus. Dieses befindet sich auf einer Wellenlänge von 585 nm. Im Gegensatz dazu werden in Quecksilberdampf-Niederdrucklampen die Quecksilberatome durch Elektronenstöße zur Aussendung von UV-Strahlung angeregt. Diese UV-Strahlung ist unsichtbar, bis sie auf die Innenseite der Röhre trifft. Diese ist mit einem Leuchtstoff ausgekleidet, der die UV-Strahlung in sichtbares Licht umwandeln.

Typisch für alle Formen der Niederdruck-Entladungslampen ist, dass diese nicht direkt ihre volle Leuchtkraft zur Verfügung stellen, sondern diese erst nach einer bestimmten Zeit entwickeln.

Hochdruck-Entladungslampen
Hochdruck-Entladungslampen zeichnen sich im Allgemeinen durch eine sehr wirtschaftliche Arbeitsweise aus. Sie unterscheiden sich stark von den bisher eingesetzten Glühbirnen, die seit dem Jahre 2012 nicht mehr im Sortiment der verschiedenen Leuchtmittel-Hersteller zu finden sind. Der Vorteil von Hochdruck-Entladungslampen besteht darin, dass sie kleinste Räume mit einer sehr hohen Menge an Licht versorgen können. Dabei zeichnen sich die Lampen durch eine geringe Wärmeentwicklung aus. Die Hochdrucklampen basieren auf dem Prinzip der Bogenentladung. Im Rahmen der Bodenentladung entsteht ein Dauerblitz zwischen zwei Elektroden. Dieser bringt die Füllung der Entladungslampe zum Leuchten. Der Vorteil ist, dass dieses Prinzip mit unterschiedlichen Metallen und Füllstoffen durchgeführt werden kann.

Dementsprechend wird in der Kategorie der Hochdruck-Entladungslampen zum Beispiel zwischen Halogen-Metalldampflampen, Natrium- und Quecksilberdampflampen unterschieden. Egal um welches Material es sich handelt, nahezu alle Entladungsröhren werden in Kombination mit einem Betriebsgerät genutzt. Dieses ist für die Begrenzung des Stroms und die Zündung verantwortlich.

Eine häufig verwendete Form der Hochdruck-Entladungslampen stellt die Natriumdampflampe dar. Sie besitzt einen Glaskolben, der mit einer Mischung aus Natrium-Dampf und Edelgas befüllt ist. Der enthaltene Natrium-Dampf erzeugt bei der Zuführung von elektrischem Strom, also bei der elektrischen Entladung, sichtbares Licht, das nicht erst durch einen Leuchtstoff umgewandelt werden muss. Natriumdampf-Entladungsleuchten werden häufig im Außenbereich eingesetzt. Grund dafür ist, dass das erzeugte Licht keinen UV-Anteil besitzt und daher nicht das Farbsehen, sondern lediglich das Wahrnehmen von Kontrasten unterstützt. Im Außenbereich profitieren Sie vor allem von der hohen Lichtausbeute der Natriumdampf-Entladungsleuchte. Diese liegt bei circa 130 Lumen pro Watt.

Eingesetzt werden Natriumdampf-Entladungsleuchten im Bereich von Sportstätten und in Industriehallen. Dort profitiert man vor allem von der langen Lebensdauer dieser Exemplare. Von der hohen Kontrastfähigkeit wird im Bereich der Hafen- und Tunnelbeleuchtung Gebrauch gemacht.

Neben den bekannten LED-Leuchten stellt die sogenannte Halogenmetalldampflampe eine der effizientesten Lampenformen dar. Ihr Glaskolben ist mit Halogenen gefüllt. Auch hier entsteht das Licht natürlich durch die elektrische Entladung des Dampfes. Halogenentladungslampen benötigen im Gegensatz zur Natrium-Dampf-Lampe eine Einbrennzeit und eine Abkühlphase. Sie sollten sich für eine Halogenmetalldampflampe entscheiden, wenn Sie Wert auf eine gute Farbwiedergabe legen. Diese erinnert stark an die Lichtfarbe der bekannten Leuchtstoffröhren. Außerdem weist die Halogenmetalldampflampe eine gute Lichtausbeute von 95 Lumen pro Watt auf und verfügt zudem über eine lange Lebensdauer von bis zu 15.000 Stunden. Da Halogenentladungslampen meist eine kompakte Größe besitzen, werden sie gerne im Bereich der Gastronomie und der Shopbeleuchtung eingesetzt. Ebenfalls bewährt haben sie sich im Bereich der Bürobeleuchtung.

Höchstdruck-Entladungslampen
Die Aufgabe der Höchstdruck-Entladungslampen besteht darin, das Tageslicht bzw. das natürliche Sonnenlicht abzubilden. Die Besonderheit dieser Entladungslampe ist, dass diese nur mit einem speziellen Zünder betrieben werden kann. Dieser ist für die Überbrückung der nicht leitenden Gasstrecke zwischen den Elektroden verantwortlich. Höchstdruck-Entladungslampen sind in der Regel mit einem Quecksilber-Edelgas-Gemisch gefüllt. Dieses steht bereits bei der normalen Raumtemperatur unter einem hohen Druck. Der Druck steigt im Betrieb auf circa 10 bis 40 Megapascal an. So erreichen Höchstdruck-Entladungslampen eine Aufnahmeleistung von 50 Watt bis 24 KiloWatt.

Wer sich zum Beispiel im Rahmen der Fotografie für eine Höchstdruck-Entladungslampe entscheidet, sollte beachten, dass hier auf Grund der Füllung Explosionsgefahr vorliegt. Dementsprechend sollten Sie die Lampe nicht ohne die passende Sicherheitsausstattung bedienen. Zu dieser gehören Handschuhe und eine Schutzbrille. Bei der Montage solcher Lampen sollten Sie sich zudem immer an die Vorgaben des Herstellers halten.

Die Entladungslampe richtig entsorgen

Herkömmliche Glühlampen und auch Halogenglühlampen können über den einfachen Hausmüll entsorgt werden. Im Gegensatz dazu stehen die Entladungslampen, die eine hohe Konzentration an umweltbelastenden Inhaltsstoffen besitzen. Das oft verwendete Quecksilber wird vom Gesetz als gefährlicher Abfall eingestuft. Aus diesem Grund wird die Entsorgung von Entladungslampen üblicherweise vom Handel oder speziellen Sammelstellen übernommen. Beachten Sie hierbei, dass die Entsorgung der Entladungslampe als unbedingt einzuhaltende Pflicht des Nutzers angesehen wird. Die Entsorgung ist in der Regel kostenfrei. Sie müssen also lediglich darauf achten, dass die verbrauchte Entladungslampe nicht zerbrochen wird.
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