Kategorien

Fertiggerichte

Ratgeber

Fertiggerichte

Fertiggerichte, auch unter dem Begriff „Convenience Food“ bekannt, landen vor allem dann im Einkaufswagen, wenn die Zeit knapp und der Hunger groß sind. Zwar stehen die bequemen Mahlzeiten aus der Konserve oder dem Kühlregal in einem eher schlechten Ruf, was den Nährstoffgehalt betrifft. Allerdings entwickelt sich auch dieser Markt in einem rasanten Tempo voran, sodass wir heute nicht nur die Auswahl zwischen zahlreichen Gerichten und Geschmacksrichtungen, sondern auch zwischen „gesunden“ und „ungesunden“ Fertiggerichten haben.
 

Grundsätzlich unterscheidet man im Bereich der Fertiggerichte zwischen komplett verarbeiteten und sogenannten Halbfertigprodukten. Beide Kategorien sind sowohl in der Tiefkühltruhe als auch im Kühlregal oder dem normalen Supermarktregal zu finden.
 

Komplett verarbeitete Produkte, das sind zum Beispiel die Tiefkühlpizza oder die Lasagne für die Mikrowelle, die Suppe aus der Konserve oder das fertig geschnittene Hähnchenfilet aus dem Kühlregal. Selbst Salatmischungen werden bereits als komplett und bedenkenlos verzehrfertig im Supermarkt angeboten, sodass Rucola, Eisbergsalat und Co. direkt auf dem Teller landen können. Unter sogenannten Halbfertigprodukten hingegen versteht man Lebensmittel, die bereits vorgekocht oder vorgegart sowie in der Regel portionsweise verpackt wurden. Beispielsweise lassen sich so die wichtigsten Grundlagen für ein Pasta- oder Kartoffelgericht, den Hackbraten oder die Currywurst erwerben.
 

Genau wie die Auswahl an verarbeiteten Fertiggerichten ist auch die der Halbfertigprodukte riesig. Neben Gnocchi, Pasta, Tortellini, dem Hähnchenschnitzel oder dem Rohkostsalat können weitere Zutaten zu dem Gericht hinzugefügt und die Mahlzeit damit nach eigenen Wünschen verfeinert werden. Wer bereits für die Grundlage gesorgt hat, benötigt manchmal nur noch eine passende Sauce oder Beilage, die sich dank bequemer Halbfertigprodukte ganz einfach dazukaufen lässt.
 

Den Ruf, dick zu machen, haben viele Fertiggerichte längst eingebüßt. Im Gegenteil, finden sich doch immer mehr Produkte auf dem Markt, die mit gar keinen oder nur wenigen Zusatzstoffen daherkommen, kalorienarm und zum Teil sehr proteinreich sind. Grundsätzlich gilt zwar nach wie vor: Selbst kochen ist gesünder. Wer sich jedoch die restliche Zeit über ausgewogen und hauptsächlich von frischen Zutaten ernährt, wird von einem Fertiggericht zwischendurch nicht zwangsläufig seine gute Figur einbüßen.
 

Pizza & Pasta: Fertiggerichte mit Kultstatus

Eine Tiefkühlpizza hat wohl so ziemlich jeder schon einmal verzehrt. Nicht ohne Grund: In 10 - 15 Minuten ist das meist recht preisgünstige Produkt aus dem Supermarkt eine bequeme Mahlzeit, die nach einem langen Tag auf der Couch genossen werden kann.
 

Doch auch Fertigpizza ist nicht gleich Fertigpizza. Was die verschiedenen Fertigspeisen voneinander unterscheidet, ist in erster Linie ihr Belag. Zwar werden auch die Teige der Pizzen je nach Hersteller unterschiedlich zubereitet, über Geschmack und Nährwerte entscheidet jedoch meist das, was oben drauf liegt. Und: Mit wenigen separaten Zutaten wird aus der einfachen Margherita aus dem Tiefkühlfach eine nach eigenen Wünschen verfeinerte Pizza, die durch frische, bunte Zutaten aufgepeppt wurde.
 

Wer zwischen der Entscheidung steht, eine Pizza selbst zu machen oder ganz einfach zu kaufen, dürfte mit einem Fertigpizzateig aus dem Kühlregal auf seine Kosten kommen. Schnell, bequem und dennoch abwechslungsreich lässt sich aus dem Fertigprodukt ein beinah selbstgemachtes Gericht zaubern. Der große Vorteil: Pizza-Liebhaber können selbst bestimmen, wie sie ihr italienisches Lieblingsgericht belegen. Hier gilt es, der Kreativität freien Lauf zu lassen.
 

Hervorragend ergänzen lässt sich nicht nur die Tiefkühlpizza aus dem Supermarkt, sondern auch die Fertig-Pasta, ein weiteres beliebtes Convenience-Produkt. Zahlreiche Zutaten wie Zuckerschoten, frische Paprika, Cocktailtomaten, Basilikum und andere frische Kräuter lassen sich ausgezeichnet zum Aufpeppen eines Pasta-Gerichts verwenden.
 

Dass Fertiggerichte nicht zwangsläufig ungesund sein müssen, beweist ein Produkt aus der Tiefkühltruhe wohl am besten: das Tiefkühlgemüse. Schockgefrostet und dadurch sogar reich an Vitaminen und Mineralstoffe, die viele frische Gemüse- und Obstsorten auf dem langen Transportweg in den Supermarkt bereits verloren haben, ist Tiefkühlgemüse als mindestens genauso gesund wie frische Zutaten aus der Gemüseabteilung. Ein großer Vorteil ist, dass Tiefkühlgemüse das ganze Jahr über zum gleichen Preis erhältlich ist, und das auch außerhalb der eigentlichen Saison. Besonders bequem ist die Zubereitung von Tiefkühlgemüse, weil zeitintensives und manchmal lästiges Schnippeln, Waschen und Blanchieren wegfallen. Tiefkühlgemüse lässt sich sowohl in der Pfanne als auch im Wok, im Kochtopf, im Backofen oder in der Mikrowelle blitzschnell zubereiten und durch leckere Saucen oder Fleischkomponenten ergänzen.
 

Die Klassiker unter den Fertiggerichten: Suppen

Nicht nur in der kalten Jahreszeit, wenn es einen abends auf die kuschlige Couch oder vor den Kamin zieht, haben Suppen und Eintöpfe aller Art Hochsaison. Auch im Winter erfreuen sich frische Suppen mit leckeren saisonalen Zutaten einer wachsenden Beliebtheit. Nicht ohne Grund, schließlich sind Suppen gesund, in der Regel reich an wichtigen Nährstoffen, wärmend und vor allem eines: schmackhaft. Die Auswahl an Suppen und Eintöpfen reicht von der klassischen Hühnersuppe bei Erkältung über die kräftige Erbsensuppe mit Würstcheneinlage bis hin zur schlanken Kürbis-Thai-Suppe oder der edlen Tafelspitz-Brühe.
 

Eine Suppe selbst zuzubereiten, die einzelnen Zutaten und das Suppengrün zu schnippeln, einzulegen oder einkochen zu lassen, erfordert nicht nur Zeit, sondern auch jede Menge Geduld. Ist der Hunger groß oder die Zeit in der Mittagspause begrenzt, bieten sich Suppen und Eintöpfe aus dem Supermarktregal oder vom Feinkostladen nebenan als lohnenswerte Alternative an. Unterschieden wird in der Welt der Suppen grundsätzlich zwischen der klaren und der gebundenen Suppe. Eine klare Brühe lebt von einer Basis aus Gemüse, Fleisch, Fisch oder Wild, so zum Beispiel die Rinderbrühe. Hinzu kommt in der Regel eine Suppeneinlage, wobei es sich um Nudeln oder Flädle, Klöße, Grießnockerl oder Reis handeln kann.

Gebundene Suppen hingegen haben ihren Namen, weil bei ihrer Herstellung auf ein Bindemittel zurückgegriffen wird, um so letztendlich die gewünschte sämige Konsistenz zu erzeugen. Eine gebundene Suppe ist also beispielsweise eine Creme- oder Rahmsauce, bei denen zusätzlich Sahne zum Einsatz kommt. Bei einer Püreesuppe bilden Kartoffeln, Gemüse oder Hülsenfrüchte die Basis, abgerundet wird die Suppe am Ende mit frischen Kräutern oder nach Belieben ein wenig Butter.
 

Perfekt für den Sommer: Kaltschalen

Kalte Suppen, auch Kaltschalen genannt, erfreuen sich vor allem im Sommer und bei besonders hohen Temperaturen einer großen Beliebtheit und zieren gerade in den heißen Monaten auch die Kühlregale im Supermarkt. Eine weltbekannte kalte Suppe ist beispielsweise die Gazpacho, bestehend aus Tomaten, Gurken und Paprika. Auch Eintöpfe gehören streng genommen zur Kategorie der Suppen, auch wenn sie oftmals als eigenständiges Gericht gereicht werden.

Nach oben