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Ratgeber Bremsen

Eines der wichtigsten Bestandteile des Automobils sind die Bremsen, sie sorgen im Notfall dafür, dass das Fahrzeug schnell zum Stehen kommt. Gerade weil Bremsen eine verantwortungsvolle Aufgabe besitzen und im schlimmsten Fall über Leben und Tod entscheiden, sollten sie immer gut gewartet und in einem tadellosen Zustand sein. Allerdings haben fällt dem TÜV bei Hauptuntersuchungen immer wieder auf, dass gerade ältere Fahrzeuge gefährliche Mängel im Bereich der Bremsanlage aufweisen. Genau aus diesem Grund und um schlimmeres zu vermeiden, sollte man bei einem Fahrzeug, was älter ist als 7 Jahren, regelmäßig einen kurzen Sichtcheck bzw. technische Bewertung der Bremsanlagen durchführen lassen.

Oft kündigen Bremsschäden sich durch auffällige Schleifgeräusche an, auch das sogenannte Pulsieren der Pedale kann ein Anzeichen dafür sein, dass mit den Bremsen etwas nicht in Ordnung ist. Sollte der Druckpunkt des Pedals beim Bremsen langsam nachlassen, dann ist es höchste Zeit die nächste Werkstatt aufzusuchen. Da es bei Bremsen eine Menge an Zubehör gibt, bietet dieser Ratgeber eine Information darüber, was man beim nächsten Bremsenkauf beachten sollte.

Woran erkennt man eine defekte Bremse?

Man muss in der Regel kein Mechatroniker sein, um eine defekte bzw. nicht gut arbeitende Bremse am eigenen Pkw zu erkennen. Selbst das ungeschulte Auge kann wahrnehmen, wann es Zeit ist für einen Satz neue Bremsbacken oder Bremsscheiben. Man sollte als Autobesitzer darauf achten, dass die Bremsscheiben eine blanke Oberfläche besitzen und nicht irgendwelche Riefen vorhanden sind. Weniger schlimm ist der sogenannte Flugrost, dieser kann sich ab und an auf den Bremsscheiben festsetzen, wenn das Auto lange steht zum Beispiel , ist allerdings mit ein paar Bremsungen während der nächsten Fahrt schnell wieder gelöst.

Über die Anschaffung von neuen Bremsscheiben sollte man allerdings spätestens nachdenken, wenn Rostnarben oder Rostpickel zu sehen sind, in einem solchen Fall sollte man schleunigst in die Werkstatt fahren. Aber nicht nur die Scheiben lassen sich von einem Laien prüfen, auch die Bremsflüssigkeit kann man selber überprüfen. Hier gilt die Regel, dass Bremsflüssigkeit eine Honig- oder Bernstein ähnliche Farbe haben sollte, dann ist sie noch gut. Ist die Flüssigkeit allerdings sehr dunkel oder gar schwarz, sollte diese schnellstmöglich gewechselt werden. Wenn zu wenig Bremsflüssigkeit vorhanden ist, sollte man auch die Bremsschläuche kontrollieren, denn das ist ein Hinweis dafür, dass irgendwo ein Leck vorhanden sein muss oder aber das die Scheiben bzw. die Beläge stark verschlissen sind. Hier gilt es die gesamte Bremsanlage sorgsam zu prüfen.

Bremsbelege

Wenn man den Sicherheitsaspekt nimmt, dann gehören Bremsbelege zu den wichtigsten Teilen an einem Fahrzeug. Denn sie sind mit dafür verantwortlich, dass ein Fahrzeug schnell zum Stillstand kommt und können Menschleben retten. Nun stellt sich häufig die Frage, wann die Bremsbelege erneuert werden müssen. In der Regel kann man sagen, dass verätzte oder verölte Beläge ein Indiz dafür sind, dass diese schleunigst erneuert werden sollten. Hier sollte man mit den neuen Belegen zu einer Fachwerkstatt fahren und diese von einem ausgebildeten Fachmann wechseln lassen – dies ist in Deutschland sogar gesetzlich festgelegt.

Ein weiterer Hinweis auf abgenutzte Bremsbeläge ist, wenn sie einseitig abgefahren sind. Dieser Hinweis sollte sehr ernst genommen werden, denn er weist ebenfalls daraufhin, dass eventuell ein Montagefehler oder ein festsitzender Bremskolben dafür sorgt, dass die Bremsanlage nicht einwandfrei funktioniert. Auch hier sollte man schnell eine Fachwerkstatt aufsuchen.

Damit man neue Bremsbeläge nicht überteuert in einer Fachwerkstatt kaufen muss, hat das Kraftfahrt-Bundesamt eine Schlüsselnummer entwickelt, womit jeder die passenden Bremsbacken für sein jeweiliges Fahrzeug finden kann. Einfach auf die KBA-Nummer im Fahrzeugschein achten und daraufhin die geeigneten Beläge suchen. Man sollte allerdings beim Kauf darauf achten, dass es qualitativ hochwertige Beläge sind, denn günstige haben in der Regel eine nicht so hohe Lebensdauer und man läuft Gefahr zweimal welche zu kaufen. Von gebrauchten Belägen sollte man die Finger lassen, denn man weiß nicht wie lange diese schon in Gebrauch waren und welchen Gegebenheiten sie standhalten mussten.

Bremssattel

Zuerst sollte man wissen, was ein Bremssattel überhaupt ist. Man kann sagen, dass der Bremssattel oder auch Bremszange genannt, die Verbindung zwischen dem Bremsbelag und der Bremsscheibe darstellt. Dieses Verbindungsstück ist elementar wichtig, denn ohne es würde die Bremsanlage am jeweiligen Pkw nicht richtig funktionieren. Denn der Bremssattel drückt die Bremsbeläge beidseitig gegen die Bremsscheiben und so kommt das Fahrzeug letzten Endes zum Stehen. Wenn man es mit einer Zange vergleicht, kann man sagen, dass die Bremszange die Bremsbeläge zu spannt und somit der gewünschte Bremsmechanismus eingeleitet wird.

Bremsschläuche

Da heutzutage die Bremsanlagen in den Fahrzeugen hydraulisch funktionieren, gehören sogenannte Bremsschläuche als Leiter der Bremsflüssigkeit zur Bremsanlage dazu. Die Bremsflüssigkeit wird auf Kolben der jeweiligen Radzylinder geleitet und somit lassen sich die Bremsbacken oder Bremsklötze bewegen. Durch eine Vorschrift des Gesetzgebers sind Autohersteller dazu verpflichtet, mindestens zwei voneinander unabhängige Bremssysteme zu besitzen. Dies soll gewährleisten, dass das Fahrzeug in jedem Fall bremsen kann und zum Stehen kommt.

Man sollte die Bedeutung der Bremsschläuche auf keinen Fall unterschätzen, denn sie sorgen dafür, dass die aggressive Bremsflüssigkeit auch dort ankommt wo sie benötigt wird. Aus dem Grund, dass die Flüssigkeit sehr aggressiv ist, sollten die Schläuche auch regelmäßig gewartet werden, denn schon kleinste Risse oder undichte Stellen können ein großes Sicherheitsrisiko darstellen. Gerade nach einem langen und kalten Winter, in dem Streusalz auf den Straßen zum Einsatz gekommen ist, sollten die Bremsschläuche ebenfalls kontrolliert werden, denn auch dies kann sie angreifen und beschädigen.

Festzuhalten ist, dass die Bremsanlage eines jeden Fahrzeuges, ganz gleich ob Auto, Motorrad oder LKW, regelmäßig gewartet werden muss. Man sollte bei auffälligen Anzeichen nicht zu lange damit warten sich neue Bremsen zu kaufen, bzw. die jeweiligen Zubehörteile einer gesamten Bremsanlage. Denn nur sichere Fahrzeuge, die im Notfall schnell zu stehen kommen, garantieren auch den gewünschten Fahrspaß.
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