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Rugby

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Rugby

Die Geschichte des Rugbysports beginnt bereits im frühen 19. Jahrhundert. Der Legende nach nahm der Engländer William Webb Ellis, um einer Niederlage zu entgehen, während eines Fußballspiels, den Ball in die Hand und legte ihn im Tor der gegnerischen Mannschaft ab. Zugetragen hat sich dieses Ereignis in der Stadt, welcher der Sport dann auch seinen Namen zu verdanken hat, Rugby. Ob diese Geschichte komplett der Wahrheit entspricht, kann wohl niemand mehr so genau sagen, Fakt ist jedoch, dass sich der Rugbysport weltweit sehr großer Beliebtheit erfreut. Auf den ersten Blick kann man dem Rugby eine gewisse Ähnlichkeit mit dem American Football nicht abstreiten. Es handelt sich bei beiden um intensive Mannschaftssportarten, die mit viel Körperkontakt gespielt werden.
 

Die Regelwerke der beiden Sportarten unterscheiden sich letztlich aber doch enorm. Das Ziel des Spiels ist es, den Ball im gegnerischen Malfeld auf dem Boden abzulegen. Gelingt das, bezeichnet man dies als einen Versuch.
 

Im Gegensatz zum Football darf der Ball, auch Ei genannt, nur nach hinten geworfen oder übergeben werden. Ähnlich wie auch beim Football versucht die gegnerische Mannschaft den ballführenden Spieler zu Boden zu werfen, um so den Ball zu erobern. Rugby wird in allerlei unterschiedlichen Variationen gespielt. So kommt es auch, dass nicht immer die gleiche Anzahl an Spielern auf dem Feld steht. Nach den Regeln der Rugby Union stehen 15 Spieler auf dem Platz. Folgt man dagegen dem Regelwerk der Rugby League, dann gehören lediglich 13 Spieler pro Mannschaft auf das Spielfeld. Beliebt ist der Sport vor allen Dingen in der südlichen Hemisphäre und in Teilen des Commonwealth. Doch auch weltweit ist Rugby auf dem Vormarsch, weshalb es vom Olympischen Komitee im Jahr 2009 wieder zu einer olympischen Disziplin erklärt wurde.
 

Schutzkleidung

Vergleicht man Rugby mit dem amerikanischen Football, so springt einem sofort ins Auge, dass im Rugby wesentlich weniger Schutzausrüstung getragen wird als beim Football. Dies liegt auch daran, dass Rugby gar nicht so gefährlich ist, wie man zunächst einmal vermuten würde. Das wilde Gedränge auf dem Platz vermittelt einen wüsten Eindruck. Rugby unterliegt aber sehr strengen Regeln und sämtliches unsportliche Verhalten wird von den Schiedsrichtern sofort unterbunden. Tritte und Schläge sind selbstverständlich strengstens verboten. Insgesamt ist das Verletzungsrisiko im Rugby geringer, als bei so manchen anderen beliebten Sportarten wie Fußball oder Handball.
 

Auch wenn der Sport an sich nicht wirklich gefährlich ist, kann die richtige Schutzkleidung dabei helfen, das Restrisiko zu minimieren. Zur vorgeschriebenen Schutzausrüstung für jeden Spieler gehört zunächst einmal der Mund- bzw. Zahnschutz. Dieser schützt die Zähne nicht nur vor unabsichtlichen Schlägen und Tritten, er sorgt auch dafür, dass diese nicht hart aufeinanderschlagen, wenn man von einem anderen Spieler zu Boden gerissen wird. Wer mehr schützen will, als nur die Zähne, der greift am besten zu einem Kopfschutz. Hierbei handelt es sich aber nicht um einen harten Helm, sondern mehr um eine weiche Schutzpolsterung. Diese umschließt üblicherweise auch die Ohren und wird mit Hilfe eines Riemens unter dem Kinn fixiert.
 

Wer beispielsweise auch noch den Oberkörper schützen will, für den gibt es Schutzkleidung mit Polsterung für die empfindlichsten Stellen. Schultern oder Bizeps werden dann besonders geschützt. Schwere Panzerung wie im Football ist auch für die Schulterpartie nicht zu finden.
 

Schuhe

Wer Rugby spielen will, der wird schnell feststellen, wie viel die Spieler auf dem Feld hin und her sprinten müssen. Richtungswechsel und Ausweichmanöver gehören hier zum Alltag. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auch an das Schuhwerk hohe Ansprüche gestellt wird. Rugby wird zumeist auf einem Naturrasen gespielt. Ähnlich wie auch beim Fußball ist es hier wichtig, nicht die Haftung zu verlieren. Rugbyschuhe sind daher auch Fußballschuhen sehr ähnlich. Beide verwenden Stollen, die sich tief in die Erde bohren. Nur mit diesen kann man gewährleisten, dass immer genügend Traktion zu Verfügung steht, und man nicht so leicht mit der Nase im Gras landet.
 

Für welchen Schuh man sich letztlich entscheidet hängt auch damit zusammen, welche Rolle man denn in der Mannschaft spielt. Für Angreifer etwa ist ein flexibler Schuh wichtig, da diese sich häufig im Gedränge wiederfinden. Schuhe für den Kicker hingegen weisen noch mehr Ähnlichkeiten mit modernen Fußballschuhen auf. So verfügen sie häufig über eine Zone auf der Oberseite des Schuhs, mit welcher sich der Ball besonders präzise treten lässt.
 

Ausrüstung und Training

Übung macht bekanntlich den Meister. Doch damit man überhaupt mit dem Üben anfangen kann, braucht man erst mal die passende Ausrüstung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass das beste Trainingsgerät, welches man sich beschaffen sollte, das sogenannte Ei ist. Das Ei, der Spielball, ist das Herzstück des Rugbysports. Hergestellt wird dieser auf diversen Materialien wie Leder, Kunstleder oder auch Kunststoff.
 

Die guten Flugeigenschaften verdankt der Spielball seiner typischen Eiform. Eine griffige Oberfläche erleichtert das Fangen und das Handling des Balls. Wer zudem noch Techniken ohne andere Mitspieler trainieren will, für den gibt es verschiedene Trainingsgeräte, an welchen man die korrekte Technik, etwa für das Tackling, üben kann.
 

Bekleidung

Die richtige Bekleidung für das Rugbyspiel ist schnell gefunden. Typischerweise besteht eine Rugby Uniform aus einem Rugby Trikot, einer kurzen Hose, sowie hohen Kniestrümpfen. Beim Kauf des Trikots sollte man darauf achten, dass dieses aus einem möglichst stabilen Material hergestellt wurde. Beim Rugby kann es schon mal heiß hergehen und man wird gerne einmal am Trikot festgehalten oder zu Boden gerissen.
 

Das gleiche gilt natürlich auch für die kurze Hose, die traditionell auf dem Spielfeld getragen wird. Bei dieser sollte man zudem noch darauf achten, dass man sie mit einem Kordelzug festziehen kann. Ein elastischer Bund, könnte während des Spiels schon schnell den Geist aufgeben. Bei den kniehohen Socken sollte man darauf achten, dass sich problemlos Stutzen unter diese ziehen lassen.

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