Motorradauspuffanlagen (25.069 Angebote bei 27 Shops)

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Ratgeber Motorradauspuffanlagen


Ratgeber Motorrad Auspuffanlagen


Auspuffanlagen gehören sowohl bei Autos als auch bei Motorrädern zur Standardausstattung. Hierbei handelt es sich genauer gesagt um eine Abgasanlage des Verbrennungsmotors. Die Hauptaufgabe der Anlage ist die Ableitung der Abgase. Außerdem soll der Auspuff die Druckstöße, die bei der explosionsartigen Verbrennung in den Brennräumen des Motors entstehen, abdämpfen. Der Auspuff besteht aus einem Endrohr, einem Krümmer, einem Hosenrohr und einem Katalysator. Das Endrohr ist das auffälligste Teil des Auspuffs. Es geht direkt in den Krümmer über. Dieser sorgt dafür, dass der Kraftstoffverbrauch reduziert wird und den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Auf den Krümmer folgt das Hosenrohr. Dieses beginnt zweigeteilt, endet aber in einem einzelnen Rohr. Als letztes folgt der Katalysator, der die Abgase filtert, damit weniger Schadstoffe an die Umwelt abgegeben werden.

Motorrad Auspuffanlagen – Modelle

Worauf Sie beim Kauf einer Motorrad Auspuffanlage achten müssen, damit Ihr Motorrad wieder voll funktionstüchtig ist, haben wir im Folgenden genauer zusammengefasst. Eine Liste der wichtigen Punkte finden Sie weiter unten:

- Die Lesbarkeit der Zulassungsnummer
- Die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften
- Die Qualität und die Installation
- Die Rostanfälligkeit der Materialien

Auspuffanlagen für Motorräder werden von einer ganzen Reihe von Herstellern angeboten. Aufgrund der großen Auswahl ist es wichtig, die neuen Bestandteile für den Auspuff genau zu überprüfen. Die Schalldämpfer müssen zum Beispiel ausdrücklich auf das jeweilige Motorrad-Modell zugelassen sein. In technischer Hinsicht unterscheiden sich die Auspuffanlagen kaum. Deren Aufbau und Konstruktion wird nämlich von verschiedenen Normen vorgeschrieben, die kaum Abweichungen von den Vorgaben erlauben.

Komplettanlagen
Komplettsysteme bestehen in der Mehrheit der Fälle aus drei Teilen. Dazu gehören das Kümmerrohr, die Verbindungsstücke bzw. Sammler, sowie die Endtöpfe. Innerhalb der Komplettanlagen wird zwischen den unterschiedlichsten Ausführungen unterschieden. Diese variieren vor allem durch die Anzahl der Krümmer und der Schalldämpfer. Die Montage solcher Komplettanlagen gestaltet sich aufgrund der differenzierten Teile sehr schwierig und sollte daher von Profis übernommen werden. Allerdings wird diese Anlage eigentlich auch nur in Kombination mit leistungsstarken Sportbikes eingesetzt. Da das System mehrere Elemente kombiniert, setzt der Preis erst im hohen Bereich an.

Slip-On-Anlagen
Viele begeisterte Motorradfahrer tauschen den Originalauspuff ihres Motorrads gegen eine Zubehöranlage ein. Durch den Austausch wollen Sie einen stärkeren Sound oder eine höhere Leistung erreichen. Zu diesen Zubehöranlagen gehören auch die sogenannten Slip-on-Systeme. Diese können sogar ohne große Vorkenntnisse vom Laien montiert werden. Allerdings werden hierbei in der Regel auch nur der Endschalldämpfer und das zugehörige Verbindungsrohr ausgewechselt.

Eine Sonderform der Slip-on-Anlagen stellen die sogenannten Bolt-on-Dämpfer dar. Bei diesen wird nur der Endkopf aufgesteckt und mit Klammern fixiert. Die Dämpfer sind demzufolge nur mit dem Verbindungsrohr verschraubt. Der Nachteil dieser Dämpfer ist, dass diese nur einen geringen Leistungszuwachs zur Verfügung bewirken. Dafür wird aber die Geräuschemission um einiges lauter. Von Vorteil ist auch der günstige Preis, der nur bei etwa einem Fünftel von dem der Komplettanlagen liegt.

Vor- und Nachteile einer neuen Anlage

Der Klang des Auspuffs spielt beim Kauf von Anlagen eine sehr wichtige Rolle. Im Allgemeinen gilt: Der neu installierte Zubehördämpfer zeichnet sich im Gegensatz zu den Serienanlagen durch ein anderes Konstruktionsprinzip aus. Dadurch wird natürlich schnell ein Klang von einer anderen Tonlage realisiert. Hierbei ist allerdings zu beachten, dass die Geräuschemission des neuen Schalldämpfers die alte nur minimal überschreiten darf. Vor diesem Hintergrund erscheint ein Wechsel nicht unbedingt sinnvoll. Gegen das Auswechseln des Motorrad-Auspuffs spricht auch die geringe Leistungsausbeute. Diese kann nicht mehr wesentlich erhöht werden, da in Bezug auf die Schallemission und die Abgasgrenzwerte immer schärfere Vorschriften durchgesetzt werden.

Worauf Sie sonst noch achten sollten…

Wenn Sie sich für das Auswechseln ihres Auspuffs entscheiden, sollten Sie im Anschluss unbedingt die Abgaswerte des Motorrads überprüfen. Wenn diese nämlich die gesetzlich vorgeschrieben Grenzen überschreiten, erhält das Motorrad beim nächsten TÜV keine Plakette. In diesem Zusammenhang sollte gegebenenfalls auch überprüft werden, ob ein passender Katalysator zur Verfügung steht. Dieser kann ohne Probleme auch selbst eingebaut werden.

Die strengen Vorschriften werden auch im Bezug auf die Lärmemission durchgesetzt. Betroffen sind vor allem Motorradfahrer im Straßenverkehr. Dort wird die Lautstärke ihrer Bikes von Polizeikontrollen kontrolliert. Im Allgemeinen gilt: Die lärmvermindernden Einsätze dürfen nur fernab von großen Straßen herausgenommen werden. Andernfalls droht dem Führer des Motorrads ein hohes Bußgeld. Außerdem muss das Fahrzeug dann in einem ordnungsgemäßen Zustand noch einmal bei der Polizei vorgeführt werden. Bevor Sie einen Ausflug starten, sollten Sie des Weiteren überprüfen, ob die Prüfnummer des Auspuffs gut zu lesen ist.

Die Wartung

Auspuffanlagen für Motorrad und Autos ist in der Mehrheit der Fälle das Problemteil des Fahrzeugs. Grund dafür ist der Rost, der sich schon nach kurzer Zeit auf dem Auspuff bildet. Eine ideale Lösung für die Beseitigung des Rosts ist natürlich ein Auspuff aus einem nichtrostenden Material, wie zum Beispiel Edelstahl. Dieser ist vor allem in der PKW-Szene immer öfter zu finden, entspricht aber aufgrund seiner unschönen Farbe nicht den Vorstellungen der Autobesitzer. Hinzu kommt, dass die Hersteller für den Edelstahl-Auspuff einen vergleichsweise hohen Preis verlangen. Da kann es durchaus günstiger sein, wenn man den alten Auspuff für ein wenig Geld saniert. Die Sanierung sollten Sie auf jeden Fall beginnen, bevor der Auspuff vollkommen durchgerostet ist.

Begonnen wird die Sanierung mit einer Drahtbürste. Diese ist sehr gut für die Entfernung von Rost und Schmutz geeignet. Im Anschluss werden der oberflächliche Rost und der abblätternde Lack mit Hilfe von einem Drahtbürstenaufsatz für den Winkelschleifer entfernt. Wichtig ist, dass Sie bei dieser Arbeit eine Schutzbrille tragen, da es ansonsten durch herumfliegende Drähte zu ernsthaften Verletzungen kommen kann. Der nächste Schritt schließt die Demontage des Auspuffs ein. Sie ist notwendig, um den Auspuff vollkommen vom Rost zu befreien. Ist der Auspuff demontiert, kann der Rost mit den oben genannten Werkzeugen entfernt werden. Dabei müssen Sie darauf achten, dass Sie im Bereich der Zulassungsnummer sehr vorsichtig arbeiten. Sie muss nämlich im Falle einer Polizeikontrolle gut lesbar sein. Sollte der Auspuff bereits über kleine Löcher verfügen, können diese von einem Schweißer meist noch korrigiert werden. Um dem Auspuff am Schluss noch eine gepflegte Optik zu verleihen, können Sie ihn mit einer neuen Lackschicht versehen. Dafür muss der Auspuff zunächst einmal mit einem entfettenden Mittel bearbeitet werden. Im Anschluss können Sie mit der Lackierung beginnen und den Auspuff nach abgeschlossener Arbeit wieder in das Fahrzeug einbauen.

Die Pflege

Um ein erneutes Anrosten des Auspuffs zu verhindern, können Sie das Exemplar regelmäßig heiß laufen lassen. Dies ist zum Beispiel auf langen Fahrten der Fall. Durch die entstehende Hitze trocknet das Kondenswasser im Auspuff, das normalerweise für die Bildung von Rost verantwortlich ist. Ein langsames Rosten des Auspuffs kann im Großen und Ganzen jedoch nicht verhindert werden. Allerdings können in der kalten und regnerischen Jahreszeit eine regelmäßige Reinigung und ein leichtes Einölen den Rost vermindern. Im Allgemeinen gilt: Durch die regelmäßige Pflege des Auspuffs wird seine Lebensdauer erheblich verlängert. Da es sich bei dem Auspuff jedoch um ein Verschleißteil handelt, muss er dennoch irgendwann ersetzt werden. Eine Komplett-Erneuerung des Auspuffs sollte idealerweise im Frühjahr vorgenommen werden. So wird vermieden, dass der neue Auspuff bereits im Herbst oder im Winter wieder Rost ansetzt.

Wichtig: Wie Sie sehen, hat der Einbau einer neuen Auspuffanlage seine Vor- und Nachteile. Sie sollten dementsprechend gut abwägen, ob Sie den Auspuff lediglich aus ästhetischen bzw. akustischen Gründen auswechseln.
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