Billard, Pool & Snooker

Ratgeber Billard, Pool & Snooker


Ratgeber Billard, Pool & Snooker


Als ursprünglicher Kneipensport begonnen, haben sich Billard, Snooker und Co. immer mehr zu einem professionellen Sport entwickelt, der inzwischen auch international auf großen Turnieren ausgetragen wird.

Bereits seit dem 13. Jahrhundert sind Hinweise auf Ballspiele bekannt, die auf freiem Feld gespielt wurden oder bei dem die Bälle mit einem Schläger oder Stock geschlagen wurden. Um auch in Gegenden mit meist schlechtem Wetter das Spiel betreiben zu können, verlegte man das Geschehen nach und nach in geschlossene Räume und dort schließlich auf einen Tisch. Auch wenn die Spielfläche sich dadurch erheblich verkleinerte, blieb die Grundidee des Spiels die gleiche. Damit die Bälle nicht vom Tisch fielen, befestigte man an den Rändern Leisten. Bei diesen ersten Formen eines Ballspiels auf einem Tisch gehörten diverse Schikanen wie Tore, Bögen, Kegel und Löcher zur Ausstattung, wobei die Bälle mit dem dicken Ende des Schlägers geschlagen wurden. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts war das Billardspiel bereits an zahlreichen Königshäusern Europas etabliert und Bestandteil des Gesellschaftslebens.

Heutzutage wird es natürlich nicht nur von Profisportlern betrieben, sondern in diversen Bars und Kneipen werden die Tische mit Kugeln und Queues zur Verfügung gestellt. Wenn man sich nicht gerade mit eigenem Zubehör ausstatten möchte, zählen Billard und Snooker zu einer der eher preisgünstigeren Möglichkeiten einen netten Abend zu verbringen.

In der Regel kann man die Tische stundenweise mieten und benötigt keinerlei Vorkenntnisse oder besondere körperliche Fitness. Ein geschultes Auge und die richtige Taktik sind dafür umso wichtiger um seinen Gegner zu schlagen und das Spiel zu gewinnen.

Billardtische

Der Billardtisch für Poolbillard unterscheidet sich vor allem in seiner Größe und Spielflächengestaltung von anderen Billardtischen. Die Größen und Ausgestaltungen sind in einer Norm durch die offiziellen Verbände festgelegt. Abhängig davon, ob Sie ihn für den privaten Haushalt im Spielezimmer oder für den Verein, der offizielle Turniere bestreitet, nutzen wollen, können Sie zwischen verschiedenen Varianten wählen.

Zum einen gibt es einen 8-Fuß-Tisch, der mindestens 300kg wiegt und 2,24m lang und 1,12m breit ist. Der 9-Fuß-Tisch zum anderen muss mindestens 350kg wiegen und ist 2,54m lang und 1,27m breit. Der Letztere wird vor allem in der Bundesliga und auf deutschen sowie internationalen Turnieren verwendet. Beiden müssen jedoch zwischen 0,75m und 0,85m hoch sein.

Für den häuslichen, privaten Gebrauch oder auch in den Billardclubs werden Sie vor allem die kleinere Variante finden, die aber dennoch völlig ausreichend ist. Achten Sie nur bei der Positionierung im Raum besonders darauf, dass Sie zwischen Wand und der Bande des Tisches mindestens 1,50m Abstand haben, damit Sie sich je nach Lage der Kugeln entsprechend frei bewegen können und beim Abstoß, gegebenenfalls auch mit Hilfsmitteln wie einer Brücke, nicht gehindert oder gestört werden.

Die reine Tisch- bzw. Auflagefläche ist mit einem sogenannten Billardtuch bezogen. Für ein reibungsloses und wahrlich flüssiges Spiel muss dieses äußerst straff gespannt und vor allem glatt gezogen sein, damit die Kugeln optimal über den Tisch gleiten können und nicht durch kleine Unebenheiten in ihrer Richtung, Geschwindigkeit und dem Drall gehindert werden.

Queues
Nicht nur der sauber und straff bespannte Tisch spielt eine große Rolle beim Billardspielen, sondern natürlich auch der Stock, das sogenannte Queue, mit dem die Kugeln erst in Bewegung gesetzt werden.

Verschiedene Marken stellen sie in unterschiedlichen Farben und aus verschiedensten Materialien her. Demnach kann man sie in allen Preisklassen von günstig bis preisintensiv erwerben. Damit sie nicht so sperrig sind und leichter vor allem vor Kratzern geschützt verstaut werden können, kann man die schon eher professionellen Modelle in der Mitte auseinander schrauben und in der dazugehörigen Tasche unterbringen. Die in Bars und Billardclubs zu verwendenden Queues sind in der Regel durch einen an der Wand angebrachten Halter festgemacht und können je nach Bedarf einfach entnommen werden. Auch hier sollte man die Möglichkeit haben, zwischen verschiedenen Längen zu wählen, um seine eigene Kraft beim Anstoßen der Kugeln auch sinnvoll einsetzen zu können.

An der Spitze des Queues befindet sich eine kleine Art Lederkappe, die vor allem dazu dient, dass der Queue beim Treffen der Kugel nicht an dieser vorbei rutscht. Die Anwendung von spezieller Kreide an dieser Stelle unterstützt diese Funktion noch. Bei den hochwertigeren Queues ist an der Stelle, wo man ihn mit den Händen umgreift Leder angebracht. Dieses verhindert das Entstehen von nassen Handflächen bzw. trägt dazu bei, sollte die Nervosität doch einmal mit Einem durchgehen, den Queue rutschfest umfassen zu können und garantiert somit einen festen Griff bei jedem Anstoß.

Billard- Zubehör
Hat man sich zu einer Partie Billard verabredet um einen schönen Abend zu verbringen, benötigt man noch einiges mehr als nur den Tisch und die Kugeln. Natürlich sind das, zusammen mit den Queues, die wesentlichen Bestandteile des Billardspielens. Um aber auch knifflige Bälle mit den Billardstöcken ohne großes Verrenken oder sich komplett auf den Tisch zu legen zu müssen (was ohnehin nicht erlaubt wäre), erreichen zu können, gibt es cleveres Hilfsmaterial, was den einen oder anderen Stoß ungemein vereinfachen wird. So zum Beispiel die sogenannte Billardbrücke, die als Verlängerung des Queues ein Erreichen des Balles auch aus einer schwierigen Position heraus möglich macht. Diese Brücke ist ein noch längerer Holzstab als der Queue, der am vorderen Ende eine Art X angebracht hat, in dessen Zwischenräume der Queue hineingelegt wird. Die Brücke kann auf dem Tisch abgelegt werden, darf dabei nur keine anderen Kugeln berühren oder gar bewegen. Nun kann man problemlos auch über andere Kugeln hinweg seinen Stoß ausführen ohne benachteiligt zu sein.

Zu Beginn des Spiels müssen die Kugeln vorab in einer bestimmten Anordnung auf das untere Drittel des Tisches gelegt werden. In Form eines Dreieckes nimmt man hier die Spielaufbauhilfe zur Hand. Mit der Spitze des Dreiecks zur Mitte des Tisches hin ausgerichtet, können nun die Kugeln innerhalb des Dreiecks abgelegt werden. Nachdem man das Dreieck dann entfernt hat und wieder an den extra dafür angebauten Halter am Tisch gehängt hat, kann der Anstoß erfolgen. Bevor Sie den ersten Stoß ausüben, vergewissern Sie sich jedoch, dass Sie die Spitze des Queues ausreichend gekreidet haben, um unnötiges Abrutschen zu vermeiden.
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