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Ratgeber Audiokassetten


Ratgeber Audiokassetten


Eine Audiokassette ist im Prinzip ein Tonband, das zur einfacheren Bedienung und aus Gründen der Kompaktheit in ein genormtes rechteckiges Gehäuse integriert wurde. Vorwiegend wird für das Gehäuse Kunststoff verwendet. Eher selten werden die Gehäuse aus den Materialien Aluminium, Messing oder Keramik gefertigt. Das in der Kassette enthaltene Tonband ist ein elektromagnetischer Tonträger, der die analoge Aufzeichnung und Wiedergabe unterstützt. Der elektromagnetische Tonträger besteht aus Kunststoff, der mit einer magnetisierbaren Beschichtung versehen wird. Die auf dem Tonband gespeicherten Audiodaten werden durch den im Abspielgerät befindlichen Tonkopf ausgelesen und umgewandelt. Befinden sich auf der Kassette Monoaufnahmen, werden diese auf zwei Tonspuren dargestellt. Stereoaufnahmen weisen vier Tonspuren auf. Für Ton-Kassetten, die mit Musik bespielt sind, wird die noch vielen geläufige Bezeichnung Musikkassetten oder MC Kassetten verwendet. Eine weitere gängige Bezeichnung ist Tapes.

Die Geschichte der Audiokassette reicht bis August 1963 zurück. Bereits 1965 waren die ersten bespielten Kassetten im Handel erhältlich. 1967 waren die ersten Kassetten mit Stereoton auf dem Markt. Obwohl die Compact Cassette ursprünglich nur als Kassette für Diktiergeräte gedacht war, trat sie innerhalb kürzester Zeit ihren Siegeszug im Bereich der Musik an und wurde als Speichermedium verwendet. Endlich bestand die Möglichkeit, auf einem einfach zu handhabenden Tonträger Musik aufzunehmen und vor allem selbst zusammenzustellen. Und vor allem: auch unterwegs im Auto die Musik zu hören, die man wollte. Dies war bereits 1968 möglich, als Philips das erste Autoradio mit Kassettendeck auf den Markt brachte.

Details und Eigenschaften der Audiokassetten

Mit Tapes besteht die Möglichkeit, Aufnahmen direkt aus dem Radio oder über Mikrofon durchzuführen. Ein Überspielen der Inhalte einer Kassetten auf eine zweite Kassette ist durch die Verwendung eines Doppeldeck-Kassettenrekorders oder über zwei Geräte, die mit einem Audiokabel verbunden sind, möglich. Eine Kassette ist beidseitig bespielbar und abspielbar. Für jede Bandseite stehen entweder zwei Tonspuren für Stereoaufnahmen oder eine Tonspur bei Monoaufnahmen zur Verfügung. Das Band ist halbiert in zwei Bereiche, von denen jeder einer Seite zugeteilt ist.

Die Inhalte der Audiokassette können gelöscht oder mehrfach überspielt werden. Durch einen Löschschutz, der als ausbrechbare Kunststoffzunge auf der linken oberen Schmalseite der Audiokassette angebracht ist, kann unbeabsichtigtes Löschen verhindert werden. Ist die Kunststoffzunge ausgebrochen, ist der Inhalt der Kassette vor dem Löschen geschützt. Soll die Kassette anderweitig verwendet werden, wird der offene Bereich einfach mit einem Klebeband überklebt. Der im Rekorder integrierte Sensor erkennt die Fläche als geschlossene Fläche und die Kassette als bespielbar.

Je öfter Tonkassetten bespielt werden, umso schlechter wird die Bandqualität, da sich die magnetisierte Schicht im Laufe der Zeit abnutzt. Schlecht gepflegte Tonabnehmer verursachen ebenfalls eine schnelle Abnutzung und Reduzierung der Qualität.

Audiokassetten haben unterschiedlich lange Spielzeiten. Die Spielzeit ist in Form der Angabe C60 für insgesamt 60 Minuten, C90 oder C120 angegeben. Dies sind die gängigsten Spielzeiten. Bei der Auswahl der sogenannten Kassettenlänge sollte jedoch bedacht werden, dass mit der Länge die Qualität des Bandes leidet. Je länger das im Gehäuse liegende Tonband ist, umso dünner ist es und umso empfindlicher reagiert es auf die Zugbelastung während des Abspielens. Obwohl überlange Kassetten mit einer Spieldauer bis zu 240 Minuten erhältlich sind, sind diese Audiokassetten nur bedingt zu empfehlen. Bereits bei der Spielzeit einer C60 und einer C120 ist das um 60 Minuten längere Band um 6 µm dünner. Ein C60er-Band weist 15 µm auf, das 120er-Band nur mehr 9 µm.

Die Spielzeit von bereits bespielten Musikkassetten oder Hörbuchkassetten ist individuell gestaltet und hängt von der Länge der Inhalte ab.

Einsatzbereiche von Kassetten im 20. Jahrhundert

Obwohl die Kassette immer seltener ihren Einsatz findet und durch Datenträger wie CD und DVD weitgehend verdrängt wurde, gibt es immer noch zahlreiche Anwendungen, die mit diesem Medium arbeiten. Denn Kassetten bieten teilweise Vorteile, die die modernen Medien nicht leisten.

Abspielgeräte wie Kassettenrekorder sind wesentlich robuster als DVD- und CD-Player. Dies ist einer der wichtigsten Gründe, warum in vielen Ländern Afrikas der Großteil der Musikaufnahmen über Musikkassetten auf den Markt kommt. Vor allem DVD-Player sind gegen den feinen Sandstaub, der in vielen Regionen vorhanden ist, extrem empfindlich. Die Audiokassette selbst ist ebenfalls robuster als moderne Medien und ist resistenter gegen Staub und Hitze und allgemein unempfindlicher.

Bei Rundfunkaufnahmen, die keine hohe Qualität benötigen, ist die Audiokassette immer noch das Tonmedium der ersten Wahl. Hörspielkassetten für Kinder bieten den Vorteil, dass sie robuster sind als CDs und für Kinder einfacher zu handhaben.

Sogar im Auto ist die Audiokassette aufgrund der unkomplizierten Handhabung noch sehr beliebt. Wie bei der CD besteht auch bei der Musikkassette die Möglichkeit, mit einem Sprung den nächsten oder übernächsten Song auszuwählen. Im Handel werden immer noch Autoradios mit Kassettendecks angeboten. Häufigen Einsatz findet die Audiokassette im Spezialformat immer noch als Kassette für Diktiergeräte.

Die verschiedenen Arten von Audiokassetten

Es gibt unterschiedliche Arten von Audiokassetten, die heute noch zahlreich genutzt werden.

Adapter Kassette
Die Adapter Kassette ist keine Audiokassette im herkömmlichen Sinn. Sie stellt die Verbindung zwischen modernem Datenträger und der darauf befindlichen Audiodateien und einem Kassettenabspielgerät dar. Die Adapter Kassette besitzt kein Band, sondern nur einen Übertragungs-Tonkopf. Sie wird über ein Kabel an das Wiedergabegerät der technischen Neuzeit angeschlossen, das ein MP3-Player oder ein CD-Player sein kann. Auf der anderen Seite ist die Adapter Kassette mit dem Kassettenwiedergabegerät verbunden. Über die Lautsprecher dieses Gerätes können die Audiodateien, die sich auf dem CD-Player oder MP3-Player befinden, gehört werden. Als Beispiel dient ein Autoradio mit Kassettendeck, das noch keinen CD-Player integriert hat.

Die Endlos-Kassette
Dieser Kassettentyp kommt vor allem bei Anrufbeantwortern und Beschallungen zum Einsatz. Die Endlos-Kassette kann eine Spieldauer von mehreren Minuten aufweisen. Aber auch nur von wenigen Sekunden.

Mini- und Mikrokassetten
Die Mini- und Mikrokassette werden vorwiegend für Anrufbeantworter und Diktiergeräte genutzt und sind wesentlich kleiner als herkömmliche Kassetten. Sie besitzen eine geringe Bandgeschwindigkeit von maximal 2,4 Zentimetern pro Sekunden. Daraus resultiert eine schlechtere Klangqualität als bei normal großen Audiokassetten.

Ein weiterer wichtiger Kassettentyp, wenn auch keine Audiokassette, ist die Reinigungskassette. Diese Kassette wird für die Reinigung des Tonkopfes der Abspielgeräte verwendet und ist für eine lang anhaltende Qualität des Bandes von großer Bedeutung. Die Reinigungskassette besitzt ein Band mit spezieller Vliesoberfläche. Andere Reinigungskassetten weisen ein normal wirkendes Band auf, das laut Hersteller den Tonabnehmer von den Magnetpartikel-Ablagerungen reinigt.
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