Sandfilterpumpen

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Ratgeber Sandfilterpumpen


Aktualisiert: 07.12.2018 | Autor: Online-Redaktion

Gut zu wissen

Ein eigener Swimming-Pool ist zweifelsfrei eine feine Sache. Man kann sich an heißen Tagen darin perfekt abkühlen, fernab von überfüllten Freibädern oder Badeseen. Ein solcher Pool will allerdings auch gepflegt werden, damit der Spaß – im wahrsten Sinne des Wortes - nicht frühzeitig durch trübes Wasser im Pool getrübt wird. Eine besonders wichtige Komponente größerer Pools ist meist eine Sandfilterpumpe, die neben chemischen Reinigungsprodukten für die physische Reinigung des Poolwassers zuständig ist.

Wissenswert

Laut statistischer Erhebungen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) besaßen im Jahr 2013 rd. 660.000 Hauseigentümer in Deutschland einen eigenen Swimming-Pool.
 

Die Zahl dürfte sich in den letzten Jahren nochmals deutlich erhöht haben, da durch innovative Systeme und Materialien solche privaten Schwimmbecken immer erschwinglicher werden.

Sandfilterpumpen sind ein wichtiger Bestandteil vieler Swimming-Pools, die das Poolwasser auf physikalischem Wege von den verschiedenartigsten Verunreinigungen befreien sollen. Außerdem hält eine solche Pumpe das Wasser in Bewegung, damit sich keine Algen bilden können. Als Filtermedium kommt bei einer Sandfilterpumpe ein spezieller Quarzsand zum Einsatz, der in einem dafür vorgesehenen Filterkessel untergebracht wird. Das vom Skimmer im Pool angesaugte Wasser wird durch die Sandfilterpumpe in den Filterkessel gedrückt und durch den Quarzsand gereinigt, das auf diesem Weg gereinigte Poolwasser anschließend in das Becken zurückgeleitet. Bei vielen Pumpen ist vor dem eigentlichen Filterkessel ein entsprechender Vorfilter vorgeschaltet.
 

Sandfilterpumpen eignen sich grundsätzlich für alle größeren Pools, deren Wasser nicht täglich gewechselt wird, unabhängig von deren Bauart. So kann damit sowohl ein im Boden versenktes Schwimmbecken, aber auch ein oberirdisch stehendes Becken gereinigt werden. Auch für größere aufblasbare Pools sind solche Sandfilterpumpen erhältlich. Bei kleineren Pools sind Sandfilterpumpen eine gute Alternative zu den sog. Kartuschenfilterpumpen, welche lediglich mit Filtermedien aus speziellem Papier ausgestattet sind, für größere Becken sind solche Kartuschenfilterpumpen ohnehin nur bedingt oder gar nicht geeignet.
 

Sandfilterpumpen gibt es in verschiedenartigen Preis- und Leistungsklassen. Der Preis hängt in erster Linie von der individuellen Leistung einer solchen Filteranlage ab, die sich unter anderem durch die Filterleistung in Litern pro Stunde definiert. Damit eine solche Sandfilterpumpe ihren Einsatzzweck zur Zufriedenheit erfüllen kann, muss sie hinsichtlich ihrer Leistung optimal auf die Größe des Pools abgestimmt werden.

Auf den Punkt!

Einfachere Sandfilterpumpen mit einer Umwälzleistung von rd. 2.000 Litern pro Stunde sind bereits ab rund 90 Euro erhältlich. Für ein leistungsfähigeres Gerät mit Umwälzleistungen um die 15.000 Liter pro Stunde muss man im Schnitt um die 230 Euro einplanen.

Ist eine Sandfilterpumpe das Richtige für mich?

Ob Sie mit einer Sandfilterpumpe glücklich werden, sollten Sie nach Beantwortung der nachfolgend gestellten Fragen besser beurteilen können:
 

  • Mit welchen Verschmutzungen kann es eine Sandfilterpumpe aufnehmen?
    Der große Vorteil von Sandfilterpumpen liegt darin, dass sie es auch mit gröberen Verschmutzungen wie etwa durch Blätter, Sand oder kleinere Steine im Poolwasser aufnehmen kann. Während des Filtervorgangs im Filterkessel bleiben gröbere Verschmutzungen im Filtermedium hängen, wodurch sich mit qualitativen Pumpen eine Reinigungsleistung von bis zu 85 % des gesamten Poolwassers erreichen lässt. Natürlich können auch die besten Pumpen keine 100%ige Reinigungsleistung gewährleisten, da vor allem sehr feine Verschmutzungen, aber auch Bakterien mit einer solchen Pumpe nicht herausgefiltert werden können. So empfiehlt sich für eine optimale Reinigung des Poolwassers eine zusätzliche Verwendung von chemischen Wasserreinigungsprodukten, welche auch Mikropartikel auflösen und Bakterien im Wasser wirkungsvoll abtöten können.
     
  • Wie bemisst sich die erforderliche Leistung einer Sandfilterpumpe?
    Die erforderliche Leistung einer Sandfilterpumpe hängt größtenteils von der Wassermenge im entsprechenden Pool ab, das Zauberwort heißt hier Umwälzleistung. Die Umwälzleistung einer Sandfilterpumpe wird üblicherweise in Litern pro Stunde angegeben und dokumentiert, wieviel Poolwasser in einer Stunde gereinigt werden kann. Im Idealfall sollte eine solche Sandfilterpumpe das gesamte Poolwasser mindestens zweimal am Tag komplett umwälzen können, wobei sie natürlich nicht 24 Stunden pro Tag laufen muss, sondern von einer durchschnittlichen Laufzeit von 8 Stunden pro Tag ausgegangen wird. Für eine optimale Ermittlung der erforderlichen Umwälzleistung kann man sich einer Faustregel bedienen, wonach diese ein Viertel der Wassermenge im Pool betragen soll. Die Wassermenge in Kubikmeter (entspricht 1.000 Litern Wasser) errechnet sich wiederum durch Multiplikation der Länge des Beckens mit dessen Breite und Tiefe. So empfiehlt sich für ein Becken mit einer Länge von 5 Metern, einer Breite von 4 Metern und einer Tiefe von 1,50 Metern eine Sandfilterpumpe mit einer Leistung von rd. 7.500 Litern pro Stunde (Rechenweg: Länge 5m x Breite 4m x Tiefe 1,50m = 30 Kubikmeter x 1.000 Liter = 30.000 Liter / 4 = 7.500 Liter).
     
  • Gibt es Alternativen zu Sandfilterpumpen?
    Für kleinere Pools eignen sich auch sog. Kartuschenfilterpumpen, die mit einem Filtermedium aus Papier in speziellen Kartuschen ausgestattet sind. Kartuschenfilterpumpen sind zwar in der Regel günstiger in der Anschaffung als Sandfilterpumpen, die Nachteile solcher Pumpen liegen allerdings darin, dass sie nur mit kleineren Verschmutzungen zurechtkommen und durch größere Verschmutzungen wie Blätter, Sand oder kleine Steine relativ häufig verstopfen und daher häufig gesäubert werden müssen, bzw. ihre Filterkartusche ausgetauscht werden muss. Insofern sind für größere Pools im Außenbereich Sandfilterpumpen mehr oder weniger alternativlos.
     
  • Wieviel Strom verbraucht eine Sandfilterpumpe?
    Grundsätzlich lässt sich hierzu im Vorfeld keine Aussage treffen, da die individuelle Pumpe betrachtet werden muss. Je nach Filterleistung verbrauchen derartige Pumpen im Schnitt zwischen 200 und 700 Watt pro Stunde, was bei einer durchschnittlichen Laufzeit von 8 Stunden pro Tag und bei einem Kilowattstundenpreis von ca. 0,30 EUR Stromkosten zwischen 0,48 EUR und 1,8 EUR pro Tag verursacht. Es ist nicht zwangsläufig, dass der Stromverbrauch durch die zunehmende Filterleistung konstant mitansteigt, da der Verbrauch einer solchen Pumpe auch stark von der Energieeffizienz der darin verbauten Pumpenmotoren und der Gesamtkonstruktion der Pumpe abhängig ist. So kann es also durchaus vorkommen, dass einfachere Sandfilterpumpen mit geringerer Umwälzleistungen einen höheren Stromverbrauch verursachen als qualitativ hochwertige Pumpen mit höheren Umwälzleistungen.
     
  • Worauf sollte ich bei der Anschaffung einer Sandfilterpumpe ggf. noch achten?
    Für einen reibungslosen Einsatz im Außenbereich sollte eine Sandfilterpumpe aus einem möglichst witterungsbeständigem Material wie z.B. korrosionsbeständigem Kunststoff bestehen, die Schrauben sollten wiederum aus rostfreiem Edelstahl gefertigt sein. Außerdem sollte Wert auf ein Modell mit hochwertigen Dichtungen gelegt werden, damit kein Wasser in den Pumpenmotor gelangen und eventuell Kurzschlüsse auslösen kann. Da in vielen Pools sinnvollerweise auch chlorhaltige Wasserreinigungsmittel zum Einsatz kommen, sollte eine Sandfilterpumpe für solche Einsatzbereiche auch entsprechend beständig gegen Chlor sein. Zudem sollte eine solche Pumpe so konstruiert werden, dass Sie durch Haare im Wasser nicht beschädigt werden kann, die sich bei allzu preiswerten Modellen gerne um das Pumpenrad wickeln und dadurch durch dessen Blockade ein Durchbrennen des Motors verursachen kann.


 

Fazit

Die individuellen Vor- und Nachteile von Sandfilterpumpen finden Sie in nachfolgender Übersicht:

Vorteile
  • Für größere Schwimmbecken im Außenbereich geeignet
  • Hohe Filterleistung auch bei gröberen Verschmutzungen
  • Verhältnismäßig einfach zu reinigen und zu warten
  • Lange Haltbarkeit des Filtermediums (zwischen 2 und 3 Jahren)
  • Geringe Betriebskosten
Nachteile
  • Höhere Anschaffungskosten als bei Kartuschenfilterpumpen
  • Verursachen Stromkosten

Sind Sie auf der Suche nach anderem Pool-Zubehör wie Sandfilterpumpen? Werfen Sie doch auch einmal einen Blick in unseren Kaufratgeber zu diesem Thema.


Online-Redaktion

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