Elektroheizungen

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Ratgeber Elektroheizungen


Aktualisiert: 07.12.2018 | Autor: Online-Redaktion

Gut zu wissen

Die Behaglichkeit in Räumen ist maßgeblich von der Raumtemperatur abhängig, denn schließlich friert niemand gerne. Heizen kann man heute auf verschiedene Art und Weisen, neben den herkömmlichen Heizungen zur Verbrennung fossiler Brennstoffe wie Heizöl oder Erdgas sind auch Elektroheizungen noch weit verbreitet, deren benötigte Energie aus der Steckdose kommt.

Wissenswert

Nach statistischen Erhebungen werden in Deutschland lediglich rund 4% aller Häuser vollständig durch Elektroheizungen beheizt.
 

Dies liegt nicht zuletzt an den vergleichsweise deutlich höheren Heizkosten, die Elektroheizungen im Vergleich zu modernen Alternativen verursachen. Dennoch kann eine Elektroheizung in manchen Situationen durchaus Sinn machen.

Elektroheizungen sind in verschiedenen Bauarten erhältlich. Da diese strombetriebenen Heizungen im Betrieb im günstigsten Falle bis zu dreimal höhere Kosten verursachen als z.B. moderne Gas- oder Ölheizungen, kommen sie heute in erster Linie als Zusatzheizungen für eine besonders schnelle Erwärmung der Raumluft zum Einsatz. Ein weiteres Einsatzgebiet von Elektroheizungen sind Räume, in welchen aus baulichen oder wirtschaftlichen Gründen keine Zentralheizung zur Verfügung steht. Auch hier kann eine Elektroheizung zum temporären Betrieb mit einigen Vorteilen aufwarten. Für den Dauerbetrieb in Wohnräumen sind solche Heizungen jedoch nicht nur unwirtschaftlich, sondern belasten die Umwelt durch ihre niedrige Energieeffizienz.
 

Grundsätzlich funktioniert jede Elektroheizung mehr oder weniger nach demselben Prinzip. Fließt Strom durch die integrierten Heizwiderstände, entsteht entsprechende Wärme, die auf unterschiedliche Weise wieder abgegeben wird. Zunächst unterscheidet man bei Elektroheizungen grundsätzlich zwischen Direktheizungen und Speicherheizungen. Da Speicherheizungen wie z.B. Nachtspeicheröfen aufgrund ihrer Unwirtschaftlichkeit heute kaum noch neu angeschafft werden, konzentriert sich diese Übersicht auf Direktheizungen, zu welchen u.a. die Heizlüfter, Konvektions-Heizkörper, Radiatoren oder die Infrarotheizungen gehören. Bei den Direktheizungen unterscheidet man wiederum zwischen Konvektionsheizungen und Heizstrahlern. Konvektionsheizungen „saugen“ die Umgebungsluft an, wärmen diese durch ein Vorbeiführen an Heizdrähten oder anderen Heizelementen auf und geben sie wieder an die Raumluft ab. Bei Wärmestrahlern werden Körper (wie z.B. der menschliche Körper) direkt angestrahlt, wodurch ein Gefühl von Wärme entsteht.
 

Die gängigsten Arten von Elektroheizungen in Form von Direktheizungen sind:
 

  • Heizlüfter
    Heizlüfter sind die wohl bekanntesten Vertreter von Elektro-Direktheizungen. Sie saugen die Umgebungsluft durch einen integrierten Ventilator an, erwärmen sie an einer Heizwendel oder Keramik-Heizelementen und blasen die erwärmte Luft mittels des Ventilators an der Vorderseite wieder in den Raum. Heizlüfter zeichnen sich durch ihre schnelle Heizlüftung aus und sind durch geringe Gehäuseabmessungen und ein ebenso geringes Gericht sehr flexibel hinsichtlich ihrer Einsatzmöglichkeiten. Da es durch die Funktionsweise zwangsweise zur Aufwirbelung von Staub kommt, eignen sich solche Geräte für Allergiker eher weniger.
     
  • Elektrische Konvektoren oder Radiatoren
    Elektroheizungen in Form von Konvektoren oder Radiatoren ähneln von ihrer Form her klassischen Heizkörpern. Sie sind sowohl als mobile Geräte auf Rollen oder mit Standfüßen, als auch als stationäre Ausführungen zur Wandmontage erhältlich. Radiatoren werden oft auch als Ölradiatoren bezeichnet, da in ihrem Inneren eine ölhaltige Flüssigkeit zirkuliert, die zunächst von den Elektro-Heizelementen erwärmt wird. Die in der Flüssigkeit gespeicherte Wärme wird an die entsprechenden Heizrippen des Radiators übertragen, durch die Heizrippen wird durch Wärmeübertragung wiederum die Raumluft des entsprechend zu beheizenden Raumes erwärmt. Ähnlich funktionieren Konvektoren, allerdings dient hier keine Flüssigkeit, sondern Luft als Medium zur Wärmespeicherung. Bei Modellen mit integriertem Lüfter wird der Wärmeaustausch zwischen Elektro-Heizung und Raumluft gefördert und die erwärmte Luft besser im Raum verteilt.
     
  • (Infrarot-)Heizstrahler
    Auch Heizstrahler gibt es in mobilen und stationären Ausführungen. Letztere werden üblicherweise an einer Wand montiert. Derartige Elektro-Heizungen sind mit einem Heizelement wie einem Glühfaden oder Heizwendeln ausgestattet, welches durch elektrischen Strom sehr hoch erhitzt wird. Die Hitze wird durch einen integrierten Reflektor reflektiert und nach vorne hinweg in Form von Infrarotstrahlung abgegeben. Innerhalb des bestrahlten Bereiches verspürt man innerhalb nur weniger Sekunden eine angenehme und behagliche Wärme, Allergiker schätzen die Geräte, da sie im Vergleich zu Heizlüftern keinen Staub aufwirbeln. Häufige Einsatzgebiete von Heizstrahlern sind z.B. Gästebäder oder Toiletten, im Freien kommen sie häufig als Terrassenstrahler zur Verwendung, wo sie auch bei geringeren Temperaturen einen angenehmen Aufenthalt ermöglichen. Die Geräte verursachen unter den Elektro-Heizungen die geringsten Verbrauchskosten.
Auf den Punkt!

Der Preis von Elektroheizungen richtet sich in erster Linie nach ihrer Leistung in Watt, der Funktionsausstattung und der entsprechenden Bauart.
 

Derartige Heizgeräte sind zu vergleichsweise günstigen Anschaffungskosten erhältlich. So bekommt man einen qualitativen Heizlüfter mit Keramik-Heizelementen und integriertem Ventilator bereits für knapp 50 EUR, auch leise Radiatoren sind bereits zu einem ähnlichen Preis erhältlich.

Ist eine Elektroheizung das Richtige für mich?

Elektroheizungen erzeugen eine schnelle und behagliche Wärme aus der Steckdose. Ob Sie mit einem solchen Gerät glücklich werden können, lässt sich durch folgende Fragestellungen besser einschätzen:
 

  • Worin liegen die Vorteile von Elektroheizungen?
    Ein großer Vorteil von Elektroheizungen sind ihre vergleichsweise niedrigen Anschaffungskosten, außerdem werden für ihren Betrieb keine großen Installationen benötigt, eine herkömmliche Steckdose reicht aus. Aufgrund ihres hohen Stromverbrauchs lohnt sich allerdings ihr Betrieb allerdings in erster Linie in Räumen, die nicht an das Zentralheizungssystem angeschlossen sind. Ein weiterer Vorteil solcher Elektroheizungen liegt im Umstand begründet, dass sie in den entsprechenden Räumen für eine besonders schnelle Wärme sorgen. Während herkömmliche Komponenten von Zentralheizungen wie Heizkörper oder Fußbodenheizungen erst eine gewisse Zeit aufwärmen müssen und dabei relativ träge sind, liefert eine Elektroheizung sofort Wärme, nachdem ihr Stecker in eine Steckdose eingesteckt wird.
     
  • Benötige ich ein Heizgerät, das in erster Linie in kleineren Räumen zum vorübergehenden Heizen benutzt wird?
    In diesem Fall kann eine Elektroheizung eine nützliche Sache sein. Vor allem in Bädern, die meist nur zweimal am Tag benutzt werden, ist eine Badheizung in Form einer Elektroheizung ein nützlicher Helfer. Sie sorgt für ein schnelles Erwärmen der Raumluft und verursacht aufgrund ihrer geringen Laufzeit auch keine übermäßigen Kosten. Das kann z.B. ein kompakter Heizlüfter als Standgerät, ein spezieller Badwärmer (Handtuchwärmer) zur Wandmontage oder aber auch ein Infrarotstrahler sein. Auch im Schlafzimmer, in welchem nachts üblicherweise nicht dauerhaft geheizt wird, kann eine Elektroheizung zur vorübergehenden Beheizung an besonders kalten Tagen eine interessante Alternative sein.
     
  • Wofür sind Elektroheizungen besonders geeignet?
    Ihre Trümpfe können Elektroheizungen vor allem in Räumen ausspielen, die zwar bei Temperatur gehalten werden müssen, allerdings zu diesem Zweck nicht an eine Zentralheizung angeschlossen sind. Das können z.B. Keller- oder Hobbyräume, Garagen, Gewächshäuser oder ähnliches sein. Zum Zwecke der Beheizung oder für einen länger anhaltenden Frostschutz können Elektroheizungen wie z.B. Heizlüfter oder sog. „Frostwächter“ zum Einsatz kommen, die durch ein integriertes Thermostat das Unterschreiten einer bestimmten Temperatur verhindern. Auch überall dort, wo schnell Wärme benötigt wird, haben Elektroheizungen die Nase vorne. So sind z.B. Infrarotstrahler sehr beliebt, wenn es um schnelle Wärme über dem Wickeltisch im Kinderzimmer geht, der Raum selbst aber nicht dauerhaft beheizt werden soll.

Fazit

Nachfolgend sind die Vor- und Nachteile von Elektroheizungen zu einer kompakten Übersicht zusammengefasst:

Vorteile
  • Schnell zur Verfügung stehende Wärme
  • Verhältnismäßig günstig in der Anschaffung
  • Keine aufwendigen Installationen erforderlich
  • Können mehr oder weniger an jeder Steckdose betrieben werden
Nachteile
  • Hoher Stromverbrauch
  • Schlechte Energieeffizienzrate und CO2-Bilanz

Suchen Sie weitere Informationen zum Thema Heizgeräte, dann besuchen Sie doch einmal unseren ausführlichen Ratgeber.


Online-Redaktion

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