Die billiger.de Gesamtnote setzt sich zu gleichen Teilen aus Nutzerbewertungen und Testberichten zusammen.
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Allgemein | |
| Marke | Nintendo |
| EAN | 0045496472542 |
| Gelistet seit | Juli 2015 |
| Ausführung | Box |
| Genre | Action, Rollenspiel, Strategie, Jump'n'Run, Beat-em up |
| Max. Anzahl Spieler | 1 |
| Produkttyp | Standardedition |
| Publisher | Nintendo |
| Sprache | deutsch, englisch |
| Eigenschaft | Wert |
|---|---|
| Alterseinstufung | |
| Altersfreigabesystem | USK |
| PEGI-Freigabe ab (Jahren) | 12 |
Fire Emblem Fates ist ein Meisterwerk. Die Präsentation glänzt durch eine hervorragende Optik, schicke Effekte und eine eindrucksvolle Musikuntermalung. Die Sprachfetzen der Charaktere sind zwar nicht besonders variantenreich, aber das lässt sich verschmerzen. In punkto Spieldesign erfüllt der Titel nämlich alle Kriterien: hohe Dynamik, komplexes Kampfsystem, motivierende Rollenspiel-Elemente und vielfältige Kapitel erwarten den Spieler. Der gute spielerische Eindruck wird durch einen tollen Umfang ergänzt – die Kampagne ist vielschichtig, es gibt viele Nebenquests, die Ausbauoptionen für die Helden sind zahlreich und die sogenannten „Romance“-Optionen motivieren zum erneuten Spielen. Die Balance punktet darüber hinaus durch die ausgewogenen Charakter-Klassen und die zahlreichen Schwierigkeitsgrade. Auf ein ausführlicheres Tutorial wurde allerdings verzichtet. Was die Story angeht, unterscheiden sich die zwei Teile Vermächtnis und Herrschaft in ihren Perspektiven: Im ersteren spielt man als Teil der Hoshido-Fraktion, während man im letzteren zum Nohr-Königtum gehört. Abgesehen von den stellenweise kitschigen Dialogen ist die Geschichte äußerst mitreißend und die Atmosphäre begeistert.
Fates ist der neue Teil der Fire-Emblem-Strategie-Rollenspiel-Reihe, der in drei Versionen existiert. Das hier getestete „Vermächtnis“ präsentiert die Story hinter Fates aus Sicht eines der Mitglieder der Königsfamilie von Nohr und besticht durch eine exzellente Inszenierung. Der Hersteller bewirbt „Vermächtnis“ als die leichtere und daher einsteigerfreundlichere Ausführung. Und tatsächlich werden sich Anfänger dank des neuen Phoenix-Modus gut zurechtfinden. Doch auch erfahrene Strategen können zugreifen, da die Kämpfe immer noch anspruchsvoll ausfallen. Ebenfalls neu ist die Option zum Bau des eigenen Königreichs, wenngleich die Idee noch der Verbesserung bedarf, da sich relativ wenige Waffen richtig praktisch craften lassen. Dafür ist die Implementierung der Drachenadern sehr gut gelungen, denn sie wirken sich unterschiedlich auf die Umgebung aus und erhöhen das taktische Potenzial. Die letzte nennenswerte spielerische Optimierung betrifft das glaubwürdigere Link-System zur Verbesserung der Charakter-Beziehungen. Schade ist, dass es den Missionen teils an Abwechslung mangelt, doch die tolle audiovisuelle Präsentation lässt einen darüber hinwegsehen.
Mit „Vermächtnis“ und „Herrschaft“ kommen gleich zwei Spiele der Fire-Emblem-Reihe auf den Markt, die sehr eng miteinander verknüpft sind. Darin werden zwei Wege eines Krieges beleuchtet, die der Protagonist Corrin einschlagen könnte. In „Herrschaft“ entscheidet er sich für einen offenen Krieg auf der Seite der Hoshido gegen seinen vermeintlichen Vater, in „Vermächtnis“ entscheidet er sich für einen Lösungsversuch aus dem Inneren der Nohr-Franktion heraus. Dabei gibt es nicht nur erzählerische Unterschiede zwischen den beiden Titeln: Erfahrene Fire-Emblem-Spieler stoßen bei „Herrschaft“ auf unzählige Challenges und einen höheren Schwierigkeitsgrad, während Neulinge eher zum weniger anspruchsvollen „Vermächtnis“ greifen, welches dafür mehr Nebenmissionen und zwischenmenschliche Interaktionen bietet. Hier werden die Missionen aber schneller langweilig, weil die Aufgabenstellung oft die gleiche ist. Dagegen bietet „Herrschaft“ deutlich mehr Abwechslung. In beiden Spielen wird das grundsätzliche Gameplay der FE-Reihe beibehalten: Das Schlachtfeld ist in Quadrate aufgeteilt, auf welchen sich der Spieler taktisch geschickt platzieren muss. Neuerungen gegenüber den Vorgängern sind z.B. dynamisch veränderbare Maps sowie die Einführung von Drachenadern auf dem Schlachtfeld, die verschiedene Effekte haben können. Das Spiel bietet neben dem Casual- auch einen etwas schwierigeren Classic-Modus. Alles in allem bietet das Spiel ein hervorragendes Spielerlebnis auf dem Nintendo 3DS und viele Serienfans werden mit dem Kauf definitiv zufrieden sein, egal für welchen Weg sie sich entscheiden.
Das 3DS-Nintendo-Spiel Fire Emblem: Fates ist die Fortsetzung des erfolgreichen Fire Emblem: Awakening und stabilisiert weiterhin die durchdachte Serie. In Zusammenarbeit mit Intelligent System gelingt es Nintendo, die Stärken der Serie zu festigen und mit neuen spielerischen Innovationen und einer spannenden Handlung zu kombinieren. Neben vielen süchtig machenden Elementen überzeugt in Fire Emblem: Fates ebenso der Soundtrack und die gebotene taktische sowie strategische Tiefe. Mit Herrschaft und Vermächtnis werden zwei unterschiedliche Versionen des gleichen Spiels angeboten. Dabei wechseln die Perspektiven auf einen tobenden Krieg zwischen den zwei Königreichen Nohr und Hoshido. In Vermächtnis wird ein normales Rollenspiel geliefert, in welchem man nach klassischem Vorgehen für das Gute kämpft. In Herrschaft wiederum muss stets die Handlung des Gegners hinterfragt werden. Dass man mit Sicherheit auf der richtigen Seite kämpft, kann in hierbei nie behauptet werden, wurde die Hauptfigur doch kurz nach der Geburt von dem Bösen entführt und familiär aufgezogen. Letztere Variante ermöglicht mehr Tiefgang und stärkere Herausforderungen. Fire Emblem: Fates ist bisher der Höhepunkt der Serie und lohnt sich auch für Spieler, welche mit den Vorgängern noch nicht in Berührung gekommen sind.