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Ratgeber

Ratgeber Lautsprecher für PCs


Ohne Lautsprecher kommt heute kaum mehr ein PC aus. In Notebooks sind meist mehr oder weniger hochwertige Lautsprecher integriert. Für den Desktop-PC sind eine Vielzahl von verschiedenen Computer Boxen im Angebot, die Auswahl fällt oft schwer. Neben dem Preis gehört der geplante Anwendungszweck zu den wichtigsten Kaufkriterien. Weitere Aspekte betreffen äußere Form, Abschirmung, Leistung, Anschlussart und die Klangqualität.

Der Anwendungszweck entscheidet über die Auswahl


Grundsätzlich sollten vor dem Kauf von PC Boxen einige Punkte geklärt werden. Ist man sich darüber im Klaren, wofür die Lautsprecher hauptsächlich genutzt werden sollen, grenzt sich bereits die Auswahl ein. Insgesamt lassen sich die Anwendungsgebiete in drei Gruppe einteilen:

- Wer in erster Linie nur die Systemtöne des Computers wie Anmeldesound, Erinnerungen oder Warntöne hören will, braucht keine große Soundanlage. Hier genügen einfache und kostengünstige Computer-Lautsprecher. Deren Qualität ist heute in der Regel bereits so gut, dass sich damit auch Webvideos oder Sounds abspielen und anhören lassen.

- Wer am PC oft und gerne Musik hört, der sollte auf hochwertigere PC-Soundsysteme zurückgreifen. Diese bieten neben dem besseren Sound auch eine Vielzahl von Einstellungsmöglichkeiten. Für das reine Musikhören sind zwei gute Stereo-Lautsprecher für PCs ausreichend.

- Soll der Computer als Multimedia-Zentrale ausgebaut werden, dann sind auch Multimedia-PC-LautsprecherPC-Lautsprecher gefragt. Damit lassen sich Filme mit Raumklang genießen und auch begeisterte Gamer kommen so auf ihre Kosten. Zwei Boxen genügen für den PC Surround-Sound nicht mehr, es werden zusätzliche Lautsprecher nötig.

Subwoofer für den maximalen Raumklang


Subwoofer sind Lautsprecherboxen, die ausschließlich tiefe Töne übertragen. Zusammen mit zwei Stereolautsprechern lässt sich ein echter Raumklang erzeugen. Die Box, die für PC-Lautsprechersysteme etwa so groß wie ein Schuhkarton ist, liefert vollen basslastigen Sound. Die zugehörigen Stereolautsprecher kommen mit kleineren Gehäusen aus, da sie nur noch für die hohen Töne zuständig sind und passen so gut auf den Schreibtisch. Da das menschliche Ohr nur schwer in der Lage ist, tiefe Töne zu orten, kann der Subwoofer unter dem Schreibtisch verstaut werden. Lautsprechersysteme mit Subwoofer werden in zwei Gruppen unterteilt:

- PC-Lautsprecher 2.1 bestehen aus zwei Satellitenlautsprechern und einem Subwoofer

- PC-Lautsprecher 5.1 bestehen aus fünf Lautsprechern und einem Subwoofer.

PC-Lautsprecher für kleine Schreibtische


Ist auf dem Schreibtisch nur wenig Platz, dann gibt es gleich mehrere Möglichkeiten, trotzdem in den Genuss von Musik zu kommen.

Flachlautsprecher

Diese platzsparenden PC Boxen sind flacher als ein TFT-Display. Aufgestellt werden sie entweder mit einem Standfuß, noch weniger Platz benötigen die Lautsprecher, wenn sie an der Wand montiert werden. Da bei dieser Art von Lautsprechern hauptsächlich auf Platzersparnis Wert gelegt wird, ist ein Subwoofer zwingend nötig, der die Übertragung der tiefen Töne übernimmt.

Integrierte Lautsprecher

Besonders wenig Platz brauchen Lautsprecher, die bereits im Monitor integriert sind. Die Stromversorgung findet über den Monitor statt, um sie zu aktivieren, wird ein Verbindungskabel vom PC zur Soundkarte benötigt. Moderne Monitore nutzen die HDMI-Schnittstelle, mit der Sound und Bild gleichzeitig übertragen werden können. Der Klang dieser Lautsprecherboxen ist allerdings nicht mit einer guten PC-Soundanlage zu vergleichen. Grund dafür ist, dass die modernen Flachbildschirme kaum Resonanzraum bieten.

Die Soundbar

Platzsparend sind ebenfalls die Klangleisten oder Soundbars. Bei diesen Systemen sind alle Lautsprecher Computer in einem Gehäuse untergebracht. Dieses langgezogene Gehäuse kann am Monitor befestigt oder vor ihm aufgestellt werden. Im Vergleich zu den integrierten Lautsprechern bieten die Soundbars meist bessere Klangergebnisse.

Raumklang – Lautsprecher für den Surround-Sound


Möchte man sich beim Filme gucken mittendrin fühlen und echten Raumklang erleben, dann sind mehr als zwei Boxen und ein Subwoofer nötig. Um diesen Klang zu erzeugen, werden verschiedene Systeme und Technologien angewandt, die den Klang dreidimensional werden lassen.

Zwei Kanäle – Sound mit Zeitverzögerung

Bei Systemen mit zwei Desktop-Lautsprecher besteht häufig die Möglichkeit, den sogenannten „virtuellen Raumklang“ einzuschalten. Allerdings sorgt diese Maßnahme nur sehr bedingt für dreidimensionalen Klang. Erfolgversprechender und wirkungsvoller sind Systeme, die Töne spreizen und gleichzeitig mit Zeitverzögerung abspielen. Damit entsteht der Eindruck, die Töne würden aus unterschiedlichen Richtungen kommen. Damit dieser Effekt überhaupt erst entstehen kann, müssen die beiden Lautsprecher in etwa gleichem Abstand zu den Zimmerwänden aufgestellt werden. Die Wände dienen als Reflexionsfläche für den Schall. Zwei-Kanal-Systeme bilden gute Kompromisslösungen bei Platzmangel oder nicht ganz so hohen Ansprüchen.

Mehrkanalsysteme für den ultimativen Klang

Fünf Lautsprecher und ein Subwoofer sind bei guten Raumklangsystemen Standard. Die Aufstellung der Lautsprecher findet in der Regel wie folgt statt:
- Jeweils ein Lautsprecher wird rechts und links des Bildschirms platziert.
- Ein sogenannter „Center-Lautsprecher“ steht mittig über oder unter dem Monitor.
- Zwei weitere Lautsprecher werden links und rechts hinter oder seitlich auf Höhe des Betrachters aufgestellt.

Für die richtige Verteilung des Tons auf die einzelnen Boxen ist ein Dekoder erforderlich. Dieser kann in die Soundkarte integriert sein oder als externes Gerät an den PC angeschlossen werden. Dolby Digital ist aktuell das bewährte System für die Aufteilung des PC Surroundsound auf die einzelnen Kanäle.


Die Lautsprecherleistung


Häufig findet man mittlerweile bei der Angabe der Leistung Bezeichnungen mit der Angabe „PMPO“. Diese Angabe gibt jedoch nicht die wirkliche Wattleistung eines Lautsprechers wieder, sondern lediglich die maximal mögliche. Der reale Wert liegt etwa bei einem Zehntel des PMPO-Wertes. Die echten Durchschnittswerte werden mitunter als RMS-Wert (Root Mean Square) angegeben.

Leistung und Qualität einer Lautsprecherbox PCs hängen nur bedingt zusammen. Für die Belastbarkeit und damit die mögliche Lautstärke eines Lautsprechersystems ist letztendlich der Wirkungsgrad entscheidend. Der Wirkungsgrad wird wie die Lautstärke selbst in Dezibel (dB) angegeben. Je höher dieser Wirkungsgrad, umso weniger Verstärkerleistung muss eingesetzt werden. Werden PC-Boxen mit einem hohen Wirkungsgrad verwendet, so kann bereits mit einer Dauerleistung von fünf Watt eine hohe Lautstärke erreicht werden.

Klangregler für die Feineinstellung


Auch wenn PC-Lautsprecher schon erstaunlich gute Klangqualitäten bieten können, ist die Soundwiedergabe im Vergleich zu einer durchschnittlichen Hifi-Anlage doch schlechter. Für den Gebrauch im Alltag und bei der Arbeit, zum Musikhören und DVD abspielen am PC ist der Klang jedoch durchaus ausreichend. Um das Beste aus dem System herauszuholen, sollten am Lautsprecher Klangregler vorhanden sein. Schwache Bässe und flaue Höhen können damit reguliert werden. Dies gelingt allerdings nur dann, wenn jeweils getrennte Regler vorhanden sind.

Anschlussarten für PC-Lautsprecher


In der Regel werden die Lautsprecher per Klinkenstecker mit der Soundkarte verbunden, weiterhin besteht die Möglichkeit einer Verbindung von Lautsprecher und PC über einen USB-Anschluss. Bei dieser Variante wird die Soundkarte im Computer umgangen, Features der Karte wie zum Beispiel ein Dolby-Digital-Dekoder, können nicht genutzt werden. Für den mobilen Einsatz, aber auch für den Schreibtisch sind auch kabellose PC-Lautsprecher erhältlich. Per Bluetooth werden die Soundsignale übermittelt. Wird diese Technologie eingesetzt ist folgendes zu beachten: Je größer der Abstand zwischen Sender und Empfänger, umso mehr Sendeleistung ist erforderlich. Werden PC-Lautsprecher kabellos und mobil betrieben, sind die Akkus von Lautsprecher wie Notebook ziemlich schnell leer. Werden kabellose Lautsprecher ausschließlich stationär betrieben, dann kann auch der analoge Funk für die Übertragung verwendet werden. Allerdings kann es hier leicht zu Störungen kommen, da auch andere Geräte wie Funkgeräte oder Babyphon diese Frequenzen nutzen.


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