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Uhren & Schmuck

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Ratgeber Uhren & Schmuck


Schon vor über 100.000 Jahren schmückten sich die ersten Menschen mit Ketten aus Muscheln oder Tierzähnen. Diese Ketten waren die gesamte Menschheitsgeschichte hindurch eine beliebte Grabbeigabe, was beweist, wie wichtig es dem Menschen ist, sich zu schmücken. Schmuck in jeglicher Form dient der Steigerung der eigenen Attraktivität - vermutlich wollten schon die Steinzeitmenschen auf diese Weise anziehender für eventuelle Partner wirken -, aber auch dem Herausstellen des eigenen Status. Ketten und Ringe sollen auch zeigen, „wer man ist“. Je wertvoller der Schmuck einer Frau ist, desto höher steht sie auf der sozialen Leiter.

In früheren Jahrhunderten – in manchen Ländern gilt dies bis heute noch – war wertvoller Schmuck auch eine Art Absicherung für Ehefrauen. Sie bekamen von ihren Männern zur Hochzeit sowie zur Geburt der Kinder Schmuck geschenkt, welche die Frau, sollte der Mann sterben und als Familienernährer ausfallen, in die Lage versetzen, für sich und ihre Familie zu sorgen. Dies ist heutzutage glücklicherweise anders. Geblieben jedoch ist, wie schon seit Anbeginn des menschlichen Daseins, die Faszination für Schmuck sowie die Bedeutungen, die dahinter stehen.

Schmuck

Schmuck gibt es in vielen Formen und Varianten. Die Ziergegenstände werden dabei nach Form, Funktion, Material, Anlass oder dem zu schmückenden Körperteil unterschieden. Besonders beliebt ist der günstig produzierte Modeschmuck. Dabei handelt es sich um Ketten und Ringe, die aus weniger wertvollen Materialien gefertigt werden und die jeweils aktuelle Mode aufgreifen. Aus diesem Grund ist Modeschmuck in der Regel nur für eine Modesaison bis hin zu wenigen Jahren tragbar, bis wieder andere Trends auftauchen und auch im Bereich des Modeschmucks ankommen.

Günstiger Schmuck verwendet beispielsweise Glas anstelle von Edelsteinen, auch werden Ketten und andere Schmuckgegenstände oftmals lediglich vergoldet oder versilbert statt aus massiven Edelmetallen gefertigt zu sein. Als „Erfinderin“ des Modeschmucks gilt die französische Designerin Coco Chanel, die zu ihren Kollektionen auch unechten Schmuck entwarf. Doch bereits im alten Ägypten wurden Glasperlen so eingefärbt und verwendet, dass diese wie Edelsteine aussahen.

Schmuckformen
Ketten, Ringe, Anstecker oder Bänder – Schmuck gibt es in vielen Formen. Ketten etwa werden vor allem als Halsketten getragen, aber auch als schmückendes Element um den Fußknöchel oder als Gürtelersatz locker um die Taille. Halsketten können unterschiedlich lang, mit Edelsteinen oder Perlen besetzt sein oder aber auch mit einem Anhänger versehen. Kurzer Halsschmuck, der sich an den Hals anschmiegt, wird als Halsband bezeichnet.

Ringe wiederum können als Fingerring oder Ohrring getragen werden. Seit einigen Jahren sind Ringe auch als Piercingschmuck beliebt, etwa in Form eines Nasenrings. Als Zeichen der Liebe und der ehelichen Verbundenheit gelten Trauringe, die jeweils in einer Variante für den Mann und für die Frau im Set gekauft werden. Trauringe erhalten oft eine Gravur mit dem Namen der Eheleute sowie dem Datum der Hochzeit. Zum Ansteckschmuck zählen Broschen, Pins, Nadeln und Abzeichen jeglicher Form.

Materialien für Schmuck
Besonders begehrt ist Schmuck aus den Edelmetallen Gold und Silber. Schon von jeher sind Menschen vom Glanz dieser Metalle fasziniert. Ihre Seltenheit sorgte schon in früheren Zeiten dafür, dass Gold- und Silberschmuck – besonders, wenn dieser edel gearbeitet war – als wertvoll angesehen wurde. Wer Schmuck aus diesen Metallen kauft, sollte auf einer Urkunde bestehen, welche die Echtheit des Metalls bescheinigt.

Die meisten Schmuckstücke werden allerdings nicht aus reinem Gold bzw. Silber gefertigt, sondern aus Legierungen. Reines Gold und auch reines Silber sind sehr weich, was der gewünschten Stabilität des Schmuckstücks widerspricht. Legierungen etwa von Kupfer und Gold führen zu der gewünschten Festigkeit, außerdem haben diese den Effekt, unterschiedliche Goldfarben produzieren zu können. Rotgold etwa ist eine Mischung aus Gold und Kupfer, Weißgold besteht oft aus Palladium oder Platin und einem wechselnden Anteil Gold. Im Allgemeinen gilt, je höher der Gold- bzw. Silberanteil, desto wertvoller das Schmuckstück. Der Anteil des reinen Edelmetalls wird stets in Karat angegeben und sollte auch in das Schmuckstück eingestempelt sein. 24-karätiges Gold ist reines Gold, welches als Feingold bezeichnet wird.

Außer echtem Gold können Sie auch Goldimitate erwerben, die erheblich günstiger, allerdings auch nicht so wertvoll sind. Unechtes Gold besteht meist aus Messing oder Kupfer. Viele günstige Goldketten sind zudem nicht massiv golden, sondern bestehen aus mit Blattgold vergoldetem Silber.

Neben Schmuck aus Edelmetallen sind vor allem fein gearbeitete Schmuckstücke aus Bronze, Eisen, Platin oder Titan gefragt. Diese erhalten ihren Wert weniger durch das verwendete Material, sondern vielmehr durch die gezeigte Handwerkskunst. Zur Verzierung jeglicher Schmuckstücke werden gern Edelsteine verwendet. Es gibt unzählige Edelsteine, deren Farbenpracht den Menschen ebenfalls schon seit Jahrtausenden beeindruckt. Vielleicht der bekannteste Edelstein ist der Diamant, der als das härteste Material überhaupt gilt und der aus diesem Grund für die Unvergänglichkeit der Liebe steht. Dementsprechend ist ein typisches Verlobungsgeschenk ein Diamantring.

Auch andere Edelsteine bekamen im Lauf der Jahrhunderte bestimmte Bedeutungen zugewiesen, was vor allem dann wichtig zu wissen ist, will man derartige Schmuckstücke verschenken. Doch auch aus vielen anderen Materialien lässt sich wunderbarer Schmuck herstellen, so beispielsweise aus Zuchtperlen oder „dem Gold des Meeres“ Bernstein. Weiterhin beliebt sind auch Materialien wie Holz oder Emaille.

Uhren

Auch Uhren zählen zu den Ziergegenständen und haben eine wichtige Schmuckfunktion. Allerdings sollen Uhren nicht nur schick aussehen, sondern vor allem zuverlässig die richtige Zeit angeben. Uhren werden nach ihrer Trageweise sowie dem Uhrwerk und ihrer jeweiligen Funktion unterschieden. In Falle der tragbaren Uhren gibt es Armbanduhren sowie Taschenuhren. Letztere werden mit einer Uhrenkette an der Kleidung befestigt und in einer Tasche am Körper getragen.

Armbanduhren können ein Armband aus Leder, Metall oder Kunststoff haben. Mit einer Schließe versehen, können Armbanduhren bequem um das – in der Regel linke – Handgelenk getragen werden. Nur mit einem einwandfrei funktionierenden Uhrwerk geben Uhren die richtige Zeit an. Es gibt Uhren mit einem Quarzwerk, Funkuhren oder die schon seit Jahrhunderten bekannten Räderuhren, die für eine reibungslose Funktionsweise immer wieder aufgezogen werden müssen.

Funkuhren erhalten die richtige Uhrzeit als Funksignal, was ein häufiges Nachtstellen der Uhr auf die richtige Zeit überflüssig macht. Mit Ausnahme der Räderuhr funktioniert heute fast jede Uhr nur mit Strom, der in der Regel aus einer regelmäßig zu wechselnden Batterie gespeist wird. Neben Zeitmessern mit Schmuckfunktion gibt es noch Uhren, die zu einem bestimmten Zweck benötigt werden und daher gewisse Forderungen erfüllen müssen. Ein gutes Beispiel hierfür ist die Taucheruhr, die absolut wasserdicht sein muss und zudem oft mit zusätzlichen Funktionen, wie etwa einem Tiefenmesser, ausgestattet ist.
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