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Ratgeber Felgen


Als Felge wird der Bestandteil des Rads bezeichnet, der beim Abnehmen des Reifens übrig bleibt. Die Felge stellt also einen unerlässlichen Teil des Autos dar. Die Aufgabe der Felge besteht darin, den Reifen mit der Karosserie des Autos zu verbinden. In Bezug auf die Funktion gibt es keine Unterschiede zwischen den verschiedenen Modellen. Allerdings unterscheiden sich die zahlreichen Ausführungen der Felgen in ihrer Gestaltung und ihrer Farbgebung. Am weitesten verbreitet sind Felgen in schlichter Optik. Für die Herstellung werden Leichtmetalle und Stahl verwendet. Dabei wählen die Hersteller entweder das Schmiede- oder das Gussverfahren. Ganz neu sind Felgen, die aus sogenannten Magnesium-Legierungen gefertigt werden.

Felgen – Allgemeines

Egal ob als hochmoderne Leichtmetallversion für den Sommer oder als schlichte Stahlausführung: Die Felgen stellen einen wesentlichen Bestandteil des Autos dar. Aus diesem Grund haben wir uns im folgenden Text einmal etwas näher mit der Felge und ihren Besonderheiten auseinander gesetzt. Eine Liste der wesentlichen Informationen finden Sie anbei:

- Die Optik
- Das Material
- Das Preis-Leistungsverhältnis
- Das TÜV-Gutachten
- Die Kombinierbarkeit von Felge und Reifen

Unabhängig von der Farbe, dem Design und dem Material stellt das wohl wichtigsten Kaufkriterium das TÜV- oder alternativ das ABE-Gutachten dar. Ein solches Gutachten bestätigt, dass die PKW-Felgen den gesetzlichen Vorschriften entsprechen. Ohne Gutachten erlischt die Betriebserlaubnis des Autos automatisch, was ein hohes Bußgeld zur Folge haben kann.

Leichtmetall- und Stahlfelgen
Eine neue Entwicklung stellen die Leichtmetallfelgen dar. Sie besitzen nicht nur eine schöne Optik, sondern überzeugen auch durch ihr geringeres Gewicht. Das minimierte Gewicht sorgt dafür, dass die Leichtmetallfelgen im Gegensatz zu den herkömmlichen Stahlfelgen das Ansprechverhalten der Federung verbessern. Außerdem wird durch die reduzierte Masse gleichzeitig eine optimierte Belüftung der Bremsen erreicht.

Für viele steht jedoch die schicke Optik der Leichtmetallfelgen im Vordergrund. Diese basiert auf der meist hochglanzpolierten Oberfläche. Im Rahmen der Herstellung von Felgen hat sich das Leichtmetall Aluminium als bewährter Rohstoff erwiesen. Leider ist die Verarbeitung von Aluminium deutlich kostenintensiver als die des Stahls, woraus im Fachgeschäft oder beim Händler ein dementsprechend höherer Preis resultiert. Allerdings muss nicht für alle Felgen ein so hoher Preis investiert werden. Viele Autobesitzer können beispielsweise deutlich sparen, wenn sie zu den Felgen gleich die passenden Reifen kaufen. Außerdem muss es nicht immer die modernste Ausführung der Felge sein. Viel kostengünstiger und qualitativ ebenso hochwertig sind die klassischen Stahlfelgen, die in der Regel mit einer passenden Radkappe kombiniert werden.

Ein weiteres Unterscheidungsmerkmal von Felgen ist die Produktionsart. Unterschieden werden das Guss- und das Schmiedeverfahren. Grundsätzlich gilt: Die geschmiedete Felge ist leichter als ihr gegossenes Gegenstück. Im Großen und Ganzen hat das Produktionsverfahren aber keinen konkreten Einfluss auf das Fahrverhalten bzw. die konkrete Leistung der Felge.

Auf die Größe des Reifens abstimmen…
Bevor Sie sich mit der Autofelge beschäftigen, sollten Sie zunächst einmal herausfinden, welche Reifengröße Ihr Auto besitzt. Daraus können Sie dann die entsprechende Felgengröße ableiten. Fortgeschrittene Auto- und Felgenliebhaber können die passende Felgengröße selbst ermitteln. Dazu überprüfen sie Kriterien wie die Lochzahl, die Größe des Lochkranzes, den Radkranz, den Durchmesser der Radnabenbohrung, sowie die Einpresstiefe.

Laien können die Reifengröße entweder anhand des Aufdrucks auf dem Reifen oder mit Hilfe des Fahrzeugscheins ermitteln. Im Gegensatz zum Reifen gibt der Fahrzeugschein alle Felgentypen an, mit denen der Reifen bestückt werden darf. In Einzelfällen können auch nicht genannte KFZ-Felgen mit dem Reifen kombiniert werden. Hier müssen Sie sich jedoch zunächst einmal mit Ihrem Händler in Verbindung setzen. Dieser kann Ihnen Auskunft darüber geben, ob die Felgen kompatibel sind und ob man diese nachträglich in den Fahrzeugschein eintragen lassen kann. Ist dies möglich, lassen Sie sich am Besten eine Bescheinigung von der Werkstatt ausstellen. Mit dieser erfolgt auf der Zulassungsstelle dann die Eintragung in den Fahrzeugschein oder den Fahrzeugbrief.

Der Felgenwechsel bei Winterreifen stellt sich zumeist etwas einfacher dar. Hier werden in der Regel nämlich Stahlfelgen montiert, die von Anfang an im Fahrzeugbrief stehen. Beim Kauf von Stahlfelgen stellt die Größe also das einzig relevante Kriterium dar.

Besonderheiten beim Felgenkauf: Gebrauchte Reifen
Besondere Vorsicht sollten Sie beim Kauf von gebrauchten Reifen und Felgen walten lassen. Hier erhöht sich die Anzahl der wichtigen Kaufkriterien auf insgesamt drei. Neben der Größe spielen nun nämlich auch das Alter der Reifen und eventuell vorhandene Schäden an den Reifen oder den Felgen eine Rolle. Das Alter der Reifen lässt sich recht einfach feststellen. Dazu werfen Sie einen Blick auf die Flanke des Reifens. An mindestens einem der vier Reifen finden Sie eine vierstellige Zahl, die von der Buchstabenkombination DOT eingeleitet wird. Die ersten zwei Ziffern dieser Zahl bezeichnen die Kalenderwoche. Die letzten beiden Zahlen stehen für das Kalenderjahr.

Ein Reifen mit der Kennzeichnung DOT3107 stammt also aus der 31. Kalenderwoche des Jahres 2007. Diese Bezeichnung gilt für alle Reifen, die nach dem Herstellungsjahr 2000 angefertigt wurden. Grundsätzlich raten wir Ihnen, von Reifen mit einem Alter von über sechs Jahren die Finger zu lassen. Auch Reifen weisen nämlich bestimmte Alterserscheinungen auf. Diese spiegeln sich zum Beispiel in einer porösen und harten Oberfläche wieder. Daraus kann beim Fahren in einer schlechten Bodenhaftung resultieren. Das nächste Kriterium neben der Größer und dem Alter ist der Gesamtzustand der Reifen und der Felgen. Diese sollten keine sichtbaren Schäden aufweisen. Ansonsten besteht vor allem bei hoher Geschwindigkeit ein zu hohes Risiko für die Fahrer und andere Verkehrsteilnehmer.

Hinweis: Wer mit dem Gedanken spielt, gebrauchte Felgen zu kaufen, sollte dies nur tun, wenn er sich absolut sicher ist, dass diese Felgen keine Schäden aufweisen. Am besten lassen Sie sich die Vorgeschichte des Autos und der Felgen eingehend schildern. Abhilfe kann hier auch die Begutachtung durch einen Experten schaffen.

Wann sollte man die Felgen wechseln?
Grundsätzlich gilt: Der Zustand der Felgen sollte regelmäßig, am Besten mit dem Wechsel der Reifen überprüft werden. Wer dabei einen kleineren Schaden entdeckt, kann diesen meist durch das Aufpolieren der Oberfläche entfernen. Größere Schäden, vor allem Risse, sind nicht reparierbar, so dass die betroffene Felge unbedingt ausgetauscht werden sollte. Wichtig ist, dass Sie beim Austausch der Felgen immer auch die Felgenschrauben wechseln. Hierbei handelt es sich nämlich um Dehnungsschrauben, die nach der Lockerung unbrauchbar sind und ihren Zweck nicht mehr zuverlässig erfüllen.

Einen klaren Reparaturvorteil bieten die Alu-Felgen. Im Gegensatz zu den Stahlfelgen bestehen diese zumeist aus mehreren, separaten Bestandteilen, die sich auch unabhängig voneinander austauschen lassen. Eine Reparatur muss daher nicht zwangsläufig mit dem Wechsel der ganzen Felge einhergehen.