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Reifen

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Kaufkriterien von Reifen werden vor allem kategorisiert nach:
Fahrzeug: Motorradreifen, SUV-Reifen, …
Jahreszeit & Marken: Hankook Winterreifen, Michelin Winterreifen, Continental Sommerreifen, …
Reifengröße: 205/55 R16 Winterreifen, 195/65 R15 Winterreifen, 225/45 R17 Winterreifen, …
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Ratgeber

Ratgeber Reifen


Die Auswahl der richtigen Bereifung für das richtige Gefährt oder die richtige Maschine ist essentiell für ein effizientes, sicheres und problemloses Vorankommen. Der Reifen, beziehungsweise das Rad ist neben dem Motor – sofern einer vorhanden ist – wohl mit der wichtigste und bedeutendste Teil ebendieser Maschinen. Denn der Reifen stellt die Lauffläche eines Autos oder eines Motorrads dar und überträgt die Kräfte zwischen Fahrbahn und Felge. Die Entstehungsgeschichte des Reifens wie wir ihn heute kennen, ist auf das Ende des 19. und den Anfang des 20. Jahrhunderts festzulegen. Aufgrund vieler neuer Erfindungen entwickelte sich der bis dato verwendete Holz- oder Metallreifen zum Profilreifen, der mit Luft gefüllt wurde.

Egal ob Sie Motorrad- oder Autofahrer sind, oder ob Sie vielleicht aus beruflichen oder auch privaten Gründen ein Gefährt oder eine Maschine mit Bereifung bedienen: Damit das Auto sicher in der Kurve liegt oder der Gabelstapler bequem benutzt werden kann, ist die passende Bereifung äußerst wichtig. Auch eine regelmäßige Instandhaltung, ein jahreszeitlicher Wechsel und gute Pflege sind essentiell, wenn Sie es mit der Bereifung Ihrer Maschinen zu tun haben.

Die richtige Bereifung für das passende Gefährt

Es macht einen Unterschied, ob Sie Ihr Motorrad, Ihren PKW oder auch Ihren LKW mit den jeweils passenden Reifen ausstatten möchten. Die unterschiedlichen Gefährte verlangen unterschiedliche Maße und Verarbeitungen, damit Sie sicher und problemlos laufen. Im Folgenden stellen wir Ihnen einige Arten von Reifen vor und erläutern, was Sie beim Kauf beachten sollten.

PKW-Reifen
PKW-Reifen lassen sich zunächst einmal in Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen unterteilen. Wie die Namen schon sagen, sind Sommer-, beziehungsweise Winterreifen speziell für die jeweiligen Jahreszeiten gedacht, während Ganzjahresreifen von Januar bis Dezember gefahren werden können. Sommerreifen verfügen meist über eine harte Gummimischung und haben ein feineres Profil als Winterreifen. Sie sollten ab einer Außentemperatur von ungefähr sieben Grad Celsius zum Einsatz kommen – darunter kann ihr spezieller Aufbau, der bei warmen Temperaturen von Vorteil ist, sich zur Schwäche umwandeln. Bei niedrigeren Temperaturen sollten Sie definitiv Winterreifen benutzen, da ihr weicheres Gummi und ihr gröberes Profilfür ein besseres Handling auf verschneiten oder vereisten Straßen sorgen.

Der Vorteil bei der Nutzung von Ganzjahresreifen liegt vor allen Dingen darin, dass Sie sich die Anschaffung zweier kompletter Reifensets, plus deren Montage sparen. Die Nachteile bei dieser Variante liegen aber leider oft darin, dass Ganzjahresreifen manchmal nicht an die Qualität reiner Sommer- oder Winterreifen herankommen. Entweder laufen Sie im Sommer wunderbar, oder aber sind perfekt auf winterliche Temperaturen abgestimmt. Bei der Suche nach dem perfekten Allwetterreifen sollten Sie sich also Zeit lassen und sehr sorgfältig zu Werke gehen.

PKW-Reifen sind mit unterschiedlichen Merkmalenausgestattet, die jeweils die Fahrzeuge bezeichnen, für welche die Verwendung der jeweiligen Reifen passt. Beim Kauf von PKW-Reifen müssen Sie nach Breite, Höhe und Felgendurchmesser gehen, damit die Reifen an Ihr Auto passen. Außerdem sind Autoreifen mit dem sogenannten Geschwindigkeitsindex, sowie dem Tragfähigkeitsindex ausgezeichnet. Der Geschwindigkeitsindex wird dabei mit Großbuchstaben bezeichnet, die die maximale zulässige Höchstgeschwindigkeit des Reifens in Abhängigkeit von seiner Tragfähigkeit angibt. In Tabellen und Broschüren können Sie nachlesen, welcher Buchstabe für welche Geschwindigkeit steht. Die Tragfähigkeit wird mit einer zweistelligen Zahl bezeichnet, die die zulässige maximale Achslast pro Reifen in Kilogramm angibt. Die Auswahl des passenden Reifens ist also hauptsächlich von Ihrem PKW-Modell, aber auch von Ihrer Fahrweise abhängig.

Motorradreifen
Motorradreifen sind schmaler und ein wenig anders aufgebaut als Reifen für PKW. Reifen für Motorräder sind mit Angaben zur Reifenbreite, der Bauweise, dem Felgendurchmesser, Tragfähigkeits- und Geschwindigkeitsindex und dem Verhältnis vom Reifenquerschnitt zur Breite in Prozent bezeichnet. Dabei wird die Reifenbreite in Millimeter angegeben und der Felgendurchmesser in Zoll. Das Verhältnis von Reifenbreite zu Reifenquerschnitt wird mit einer zweistelligen Zahl angegeben, während die unterschiedlichen Bauweisen mit einer Buchstabenkombination bezeichnet werden. Ähnlich wie beim PKW wird der Tragfähigkeitsindex mit einer Zahl und der Geschwindigkeitsindex mit einem Buchstaben bezeichnet, die voneinander abhängig sind. Zusätzliche Angaben in Buchstaben beziehen sich ebenfalls auf die Bauweise des jeweiligen Reifens. Die unterschiedlichen Bauweisen sind in diesem Fall Radialreifen, Diagonalreifen und Diagonal-Gürtelreifen.

Bei Motorrädern ist man bei der Auswahl des passenden Reifens allerdings generell etwas weniger frei, als bei der Reifenauswahl für PKW. Bei einigen Motorrädern werden sogar Hersteller und Reifenart, die für das jeweilige Gefährt genutzt werden dürfen, explizit vorgeschrieben. Der vorgeschriebene Reifenluftdruck ist von der jeweiligen Maschine abhängig, die Profiltiefe von Motorradreifen muss in Deutschland mindestens 1,6 Millimeter betragen.

LKW-Reifen
LKW-Reifen sind im Regelfall um einiges größer und breiter als Reifen für PKW. Sie besitzen somit einen höheren Reifenquerschnitt, sowie eine wesentlich größere Auflagefläche als Autoreifen. Eine weitere Besonderheit von LKW-Reifen ist, dass sie je nach Typ nachgeschnitten werden können. Es kann also ein tieferes Profil in sie hineingeschnitten werden. Die Reifen sind mit der Aufschrift „regroovable“ gekennzeichnet. Das Nachschneiden wird besonders in Speditionen gerne genutzt, weil sich dadurch die Kilometerleistung des Reifens um etwa 30 Prozent erhöhen lässt. Auch auf Kraftstoffverbrauch und Rollwiderstand hat das Nachschneiden einen positiven Effekt.

Da sie für sehr große Fahrzeuge und Lasten genutzt werden, haben LKW-Reifen einen höheren Tragfähigkeitsindex als normale Autoreifen und halten größeren Belastungen stand. Bei der Bereifung von LKWs ist zudem ein Unterschied zwischen Einfach- und Doppelbereifung zu machen. Auch was Bauweise und Materialverwendung angeht, so unterscheiden sich die großen LKW-Reifen von den kleineren KFZ-Reifen. Das liegt ebenso schlicht und einfach daran, dass sie wesentlich höheren Belastungen ausgesetzt sind.

Bei bestimmten Land- und Luftfahrzeugen kommen auch sogenannte Pneu-Reifen zum Einsatz. Diese Reifen enthalten meist unter Druck stehende Luft oder andere Gase, wodurch Bodenunebenheiten besser ausgeglichen werden.

Reifenzubehör
Von Ventilkappen über Radschrauben bis hin zu Felgen können Sie an Zubehör für Ihre Reifen eigentlich alles auf dem Markt erstehen. Anstelle von teuren Felgen werden zum Beispiel gerne schick aussehende Radkappen verwendet. Diese haben die praktische Funktion, die darunterliegende Felge ein wenig vor Umwelteinflüssen zu schützen, dienen aber hauptsächlich dem Zweck, gut auszusehen.

Ob das entsprechende Reifenzubehör sich für Sie persönlich als praktisch oder als reiner Schnickschnack erweist, müssen Sie in diesem Fall selber entscheiden Entsprechende Planen zur Lagerung von Reifen sind an dieser Stelle jedoch erwähnenswert, weil sie dazu beitragen, dass der Reifen länger gut in Schuss bleibt.

Beim Reifenkauf sollten Sie sich also hauptsächlich daran orientieren, welcher Reifen laut Herstellerangaben der passende für Ihr Gefährt ist. Wenn Sie zwischen Sommer- und Winterreifen wechseln wollen, dann sollten Sie dafür sorgen, dass Ihre Reifen sauber und trocken gelagert werden, damit Sie länger etwas von ihnen haben.