Geländereifen

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Ratgeber Geländereifen


Ratgeber Geländereifen

Die Reifen sind die einzige Verbindung zwischen Fahrzeug und Fahrbahn. Bei Fahrzeugen, die nicht ausschließlich auf dem Asphalt, sondern auch Offroad im Gelände genutzt werden, sind die Anforderungen an die Reifen besonders hoch. Geländereifen müssen für die verschiedenen Untergründe geeignet sein und in jedem Fall maximale Sicherheit gewährleisten. Für die sichere Kaufentscheidung lohnt es sich, sich genauer mit demOffroadpneu und seinen besonderen Eigenschaften auseinanderzusetzen. Gekennzeichnet ist der klassische Geländereifen vor allem durch ein grobes Profil, das für die nötige Haftung auch auf unebenem Gelände sorgt.

Was ein Offroadreifen können muss

Damit ein Offroad-Fahrzeug zeigen kann, was in ihm steckt, braucht es die richtigen Reifen. Ein Geländereifen muss viele Aufgaben erfüllen, bei der Auswahl sollte bereits berücksichtigt werden, unter welchen Untergrundbedingungen das Fahrzeug hauptsächlich eingesetzt wird. Generell muss ein Reifen folgende Aufgaben übernehmen:

- Fahrzeuggewicht tragen
- Unebenheiten der Fahrbahn mit abfedern
- Antriebsmoment übertragen
- Lenkkräfte übertragen
- Bodenhaftung sichern
- Seitenschutz bieten
- Durchstichsicherheit aufweisen
- Traktion (Umsetzung der Antriebsleistung in Beschleunigung) auf allen Oberflächen

Der Reifenaufbau

Wie gut ein Reifen seine Aufgaben erfüllt, hängt von seinem Aufbau wie auch dem Laufflächendesign ab. Die Offroadbereifung ist aus verschiedenen Bestandteilen zusammengesetzt. Im Folgenden werden die wichtigsten Elemente genannt:

Die Lauffläche
Als Lauffläche wird die Oberfläche des Reifens bezeichnet, die direkten Bodenkontakt hat. Die Gestaltung gewährleistet die Traktion, die Haftung, die Verschleißfestigkeit. Die Lauffläche schützt die darunter angeordnete Karkasse.

Der Gürtel
Der Gürtel umfasst den gesamten Reifen. Er liegt direkt unterhalb der Lauffläche und besteht aus mehreren Lagen, die dem Reifen Festigkeit und eine stabile Lauffläche verleihen. Der Gürtel verhindert außerdem das Eindringen von Fremdkörpern.

Die Karkasse
Die Karkasse besteht aus radial angeordneten Kordlagen und überträgt die Kräfte zwischen Rad und Straßenbelag. Durch die Karkasse wird die Stabilität des Reifens erhalten, eingearbeitete Gummilagen schaffen einen sanften Übergang von der steifen Wulst zur flexiblen Seitenwand.
Der Wulstkern
Der Wulstkern besteht aus hochfestem Stahl und fixiert den Reifen auf der Felge. Um eine Abnutzung durch das Felgenhorn zu verhindern, ist der Kern durch eine Hartgummischicht von der Felge getrennt.

Reifenkennzeichnungen

Wie ein Reifen gekennzeichnet wird, hängt vom Reifentyp ab. Die Reifengröße ist Teil der Fahrzeug-Betriebserlaubnis, deshalb dürfen Autos nur mit zugelassenen Reifen bestückt werden. Wer eine Umbereifung erwägt, sollte sich dafür an den Fachmann wenden. Veränderungen in der Bereifung brauchen ein spezielle Zulassung vom TÜV und müssen in der Betriebserlaubnis eingetragen werden. Typische Reifenkennzeichnungen, die sich auf den Flanken des Reifens befinden, sind zum Beispiel folgende:

- Die Querschnittbreite des Reifens in Millimeter (mm)
- Das Verhältnis von Querschnitthöhe und Querschnittbreite in Prozent
- Der Reifenaufbau (R=Radial)
- Der Felgendurchmesser in Zoll
- Die Maximale Tragfähigkeit als Kennzahl (zum Beispiel 120/116 bedeutet 1.380kg pro Reifen bei Einzelbereifung und 1.260kg pro Reifen bei Zwillingsbereifung)
- Geschwindigkeitssymbol „P“
- Tubeless (schlauchloser Reifen)
- ECE-Freigabekennzeichen und –nummer
- M+S-Reifen (Matsch und Schnee)
- Herstellungsdatum
- DOT (entspricht den Richtlinien des US-Verkehrsministeriums)
- DOT-Herstellercode
- Herstellungsland
- Handelsname

Diese Bezeichnungen werden bei normalen Reifen wie auch bei Offroad-Räder verwendet. Nicht immer sind alle genannten Bezeichnungen auf dem Reifen mit angegeben. Verschiedene Reifen sind gleich dreifach gekennzeichnet. Statt der früher üblichen Fertigung nach Zollgrößen werden viele Reifen heute mit metrischen Abmessungen hergestellt. Die letztendlichen Reifengrößen sind nahezu identisch und können für die unterschiedlich angegebenen Größen montiert werden. Für Fahrzeuge, die dauerhaft mit Allradreifen bestückt sind, sollten Reifen mit Doppelkennung nicht gemeinsam mit Reifen ohne Doppelkennung montiert sein. Grund dafür sind die möglicherweise abweichenden Abrollumfänge, die zu einem riskanten Fahrverhalten führen können.

Die Reifentypen und ihre charakteristischen Eigenschaften

Im Zusammenhang mit Geländereifen werden verschiedene Reifentypen mit speziellen Eigenschaften erwähnt. Das Hauptunterscheidungs- und auch Hauptauswahlkriterium ist der Anteil zwischen Asphalt- und Geländeeinsatz. Folgende Varianten werden unterschieden:

- Der ST-Reifen (Street Terrain) ist dann geeignet, wenn der Geländeanteil im Vergleich zum Einsatz auf der Asphaltstraße gering ist.
- AT-Reifen (All Terrain) sind die idealen Geländereifen, wenn das Fahrzeug in nahezu gleichen Anteilen im Gelände und auf der Straße gefahren wird.
- MT-Reifen (Mud Terrain) sind Reifen für Fahrzeuge, die hauptsächlich im Gelände genutzt werden. Dieser Reifentyp ist auch für Untergründe wie Felsen, Schlamm oder Steine geeignet.

Als Extremvarianten der Offroadpneus werden Boogers oder Super-Swamper mit Spezialprofil eingesetzt. Diese Reifen sind ausschließlich für sehr grobes Gelände geeignet.

Positiv oder negativ – Das Laufflächendesign

An Reifenhersteller stellt ein Geländereifen große Herausforderungen, denn er muss für Fahrbedingungen geeignet sein, die ganz unterschiedliche Anforderungen an den Profilaufbau der Lauffläche verlangen. Die verschiedenen Profildesigns weisen unterschiedliche Merkmale und damit auch unterschiedliche Wirkungen auf.

- Ein hoher Profilnegativanteil in Form von Längsrillen bietet viel Kontaktfläche zum Asphalt und ein gutes Fahrverhalten auf trockener Straße.
- Reifen mit ausgeprägter Querprofilierung bieten hohe Sicherheit und eine gute Traktion auf nasser Fahrbahn und auf nassem Untergrund.
- Profile, die bis in die Reifenschulter gezogen sind weisen eine ausgezeichnete Traktion auf weichen Böden auf.
- Lamellen im Profil bieten gute Traktion auf nasser Straße sowie auf Eis und Schnee. Diese Profile werden in der Regel für Offroad Winterreifen eingesetzt.

Offroadreifen und der richtige Luftdruck

Reifenhersteller geben Luftdrücke vor, die sich in der Regel auf die maximale Tragfähigkeit bei Geschwindigkeiten bis 160km/h beziehen. Wird ein Fahrzeug mit höheren Geschwindigkeiten gefahren, muss der Druck in den Reifen entsprechend angepasst werden. Nur dann darf die maximale Tragfähigkeit ausgenutzt werden. Für die Ermittlung des richtigen Luftdrucks kann folgende Faustregel angewandt werden:

Pro 10km/h über 160km/h wird der Luftdruck um 0,1bar erhöht
Wer es genau wissen will, sollte sich mit konkreten Werten an den Reifenhersteller wenden. Bei der Fahrt im Gelände empfiehlt es sich, den Reifendruck zu verringern. Dies erhöht die Auflagefläche des Reifens und sorgt dafür, dass sich das Profil besser in den Untergrund graben kann. Die Folge davon ist eine bessere Traktion. Weiterhin wird durch einen niedrigeren Reifendruck die Flexibilität des Reifens erhöht. Dies ermöglicht eine bessere Anpassung an den Untergrund, scharfe Kanten im Gelände werden leichter und mit weniger Schadensrisiko überfahren. Der Luftdruck darf jedoch nicht weniger als die Hälfte des vom Hersteller angegebenen Wertes, bzw. weniger als 1,2bar betragen. Dies gilt vor allem, wenn das Fahrzeug wieder auf dem Asphalt bewegt wird. Ein zu geringer Luftdruck kann zur Aufheizung des Reifens und damit zu langfristigen Beschädigungen und Sicherheitsrisiken während der Fahrt führen. Diese müssen sich nicht sofort zeigen, sondern können auch erst später auftreten.
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