PKW-Reifen

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Ratgeber PKW-Reifen


Aktualisiert: 29.03.2019

Wissen kompakt

Die Wahl eines passenden Reifens kann erhebliche Vorteile für Sie als Fahrzeughalter mit sich bringen. So haben die Hersteller von PKW-Reifen unterschiedliche Modelle für den Gebrauch im Sommer und im Winter in ihrem Sortiment. Je nachdem welche Vorteile Sie durch den Reifen für Ihren PKW erhalten möchten, empfiehlt es sich auf bestimmte Charakteristika der Modelle zu achten. So kann durch die Beschaffenheit eines Reifens beispielsweise das Fahrverhalten des Autos beeinflusst werden. Manche Reifen führen dazu, dass sich das Fahrzeug schwerfälliger steuern lässt, während andere wiederum eine besondere Wendigkeit des Autos ermöglichen. Auch kann die Struktur des Reifens einen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch des Wagens haben.

Je nach Hersteller und Modell unterscheiden sich die Preise für PKW-Reifen. Sehr günstige Varianten können bereits für einen Preis um die 25 Euro erworben werden. Doch sind diese Produkte meist aus weniger belastbaren Materialien gefertigt, die unter Umständen bereits nach wenigen Monaten der Benutzung erste Schäden aufweisen können. Die Produkte von etablierten Herstellern aus der Kategorie PKW-Reifen sind in der Regel für einen Preis ab etwa 50 Euro aufwärts im Handel erhältlich. In unserem Kaufberater können Sie sich schon einmal ein Bild vom Angebot an PKW-Reifen machen, außerdem bieten wir Ihnen hilfreiche Tipps und Hinweise für den Reifenkauf.

Kaufberater

Bei der Wahl Ihres neuen Reifens sollten Sie sich zuallererst entscheiden, ob Sie einen saisonalen oder einen Ganzjahresreifen nutzen möchten. Beide Reifensysteme haben ihre Vor- und Nachteile. Neben Sommer-, Winter- und Ganzjahresreifen gibt es auch noch spezielle Gelände- und SUV-Reifen – im Folgenden möchten wir Ihnen die ganze Palette an verfügbaren PKW-Reifen kurz vorstellen.
 

Das Profil

Autoreifen werden in unterschiedlichen Profilen gefertigt. Das Profil eines Reifens bezeichnet die Oberflächenstruktur der Produkte. Diese müssen nach besonderen Kriterien gefertigt sein, um für die Verhältnisse im Straßenverkehr bestens gewappnet zu sein. Beispielsweise liefert das Profil Grip. Dieser Begriff bedeutet, dass der Reifen besser auf dem Straßenbelag haftet. Hierdurch wird gewährleistet, dass der Reifen bei hohen Geschwindigkeiten oder bei bestimmten Kurvenlagen den Kontakt zur Straße nicht verliert. Sollte das Profil zu schwach auf dem Boden greifen, würde dies dazu führen, dass das Fahrzeug ins Schleudern gerät, wodurch erhebliche Gefahren für Sie selbst und auch die anderen Teilnehmer des Straßenverkehrs entstehen könnten.

Des Weiteren ist ein bestimmtes Reifenprofil auch für das Ablaufen von Wasser sehr wichtig. Nicht selten werden Fahrzeuge auch bei Regen auf der Straße gefahren. Hier besteht jedoch die Gefahr des Aquaplanings. Sollten sich enorme Mengen Wasser auf der Fahrbahn befinden und das Reifenprofil nicht genügend Raum bieten, um diese Wassermengen abfließen zu lassen, so bildet sich eine Wasserschicht unter dem Reifen, auf der das Fahrzeug dann entlang schlittert. Auch hier ist eine sichere und kontrollierte Steuerung des Fahrzeuges nicht mehr gewährleistet.
 

Was bedeuten die Reifenbezeichnungen?

  • Reifenbreite
    Die Reifenbreite ist bei der Modellbezeichnung immer als erster Zahlenwert zu entnehmen. Grundsätzlich sollte der Wert an die Felge angepasst werden. Gemessen wird er in mm. Die für Ihr Fahrzeug benötigte Reifenbreite entnehmen Sie den Fahrzeugpapieren.
  • Querschnittsverhältnis
    Das Querschnittsverhältnis beschreibt das prozentuale Verhältnis von Reifenhöhe und Reifenbreite. Je flacher dieses ausfällt, umso flacher ist auch die Reifenflanke. Diese bestimmt maßgeblich die Gattung des Reifens. Eine flache Flanke ermöglicht ein entsprechend sportlicheres Fahren.
  • Felgendurchmesser
    Der Felgendurchmesser beschreibt die Diagonale von Felgenrand zu Felgenrand. Dieser wird für gewöhnlich in Zoll bemessen. Einige Hersteller geben diese jedoch auch in mm an. Der benötigte Felgendurchmesser ist ebenfalls in den Fahrzeugpapieren enthalten.
  • Tragfähigkeitsindex
    Der Tragfähigkeitsindex gibt an, wie schwer ein Reifen maximal belastet werden darf. Je höher der Index ausfällt, umso höher die maximale Reifenbelastung. Die Spanne reicht von 19 (entspricht einer 77,5 kg Belastung) bis 204 (max. 16.000 kg pro Reifen).
  • Geschwindigkeitsindex
    Der Geschwindigkeitsindex gibt die maximale Geschwindigkeit an, bei welcher der Hersteller noch einen schadenfreien Dauerbetrieb gewährleistet. Grundsätzlich wird dieser mit Buchstaben codiert. Die Spanne reicht hier von N (bis 140 km/h) bis Y (bis 300 km/h). Der Geschwindigkeitsindex ist bei der Reifenbezeichnung an letzter Stelle zu finden.

EU-Reifenlabel

Seit dem 30.06.2012 müssen ab dato produzierte Pneus mit dem EU-Reifenlabel gekennzeichnet werden. Auf diesem erfolgen Angaben über das externe Rollgeräusch, die Kraftstoffeffizienz und die Nasshaftung.

  • Externes Rollgeräusch
    Das externe Rollgeräusch wird auch als Vorbeifahrgeräusch bezeichnet und ist nicht zu verwechseln mit dem internen Betriebsgeräusch eines Autos. Es ist maßgeblich für den Verkehrslärm verantwortlich. Die EU möchte hier die Produktion von leiseren Reifen begünstigen. Neue Reifen dürfen maximal ein externes Rollgeräusch von 74 dB aufweisen.
Drei schwarze Schallwellen Reifen entspricht den bis 2016 geltenden EU-Grenzwerten
Zwei schwarze Schallwellen Reifen entspricht den geltenden EU-Grenzwerten oder liegt um bis zu 3 dB darunter
Eine schwarze Schallwelle Reifen unterschreitet die EU-Grenzwerte um mehr als 3 dB
  • Nasshaftung
    Die Nasshaftung gibt Auskunft über die Bremsleistung unter standardisierten Bedienungen auf nasser Fläche. Auch hier wird der Bremsweg in Buchstaben codiert. Die Spanne reicht von F (längster Bremsweg) bis A (kürzester Bremsweg). Zwischen zwei Werten kann der Bremswegunterschied auf nasser Fahrbahn ein bis zwei Fahrzeuglängen betragen.
  • Kraftstoffeffizienz
    Die Kraftstoffeffizienz eines Reifens liegt maßgeblich von dessen Rollwiderstand ab. Sie lässt sich in die Klassen G (geringste Effizienz) bis A (größte Effizienz) einteilen. Mit einem Reifen der Kraftstoffeffizienzklasse A ist gegenüber einem Modell der Klasse G eine Kraftstoffeinsparung von 7,5 % möglich.

Der Sommerreifen

Der Sommerreifen eignet sich bestens zur Benutzung in der heißen Jahreszeit. Hier werden bestimmte Materialien verwendet, welche sich an die Außentemperaturen optimal anpassen können. So sind auch höhere Temperaturen kein Problem für den Sommerreifen. Gerade bei starker Sonneneinstrahlung können auf der Straßenoberfläche enorme Temperaturen entstehen. Doch diese machen dem besonders hitzebeständigen Gummi von PKW-Reifen nichts aus.

Des Weiteren wird bei Sommerreifen in der Regel auch ein hoher Grip gewährleistet. Dies hat den Vorteil, dass Ihr Fahrzeug sicheren Halt auf der Straße bekommt.

Wissenswert

Sommerreifen punkten damit, dass auch bei hoher Geschwindigkeit die Abnutzung der Modelle gering ist.
 

Sommerreifen unterschieden sich im Preis eventuell geringfügig von anderen Reifen aus dieser Kategorie. In der Regel fallen diese Produkte jedoch etwas günstiger aus als andere PKW-Reifen. Dies liegt daran, dass Sommerreifen in der Regel keine derart hohe Widerstandsfähigkeit aufweisen müssen wie beispielsweise Winterreifen.

Der Winterreifen

Der Winterreifen ist ein Produkt aus dem Bereich PKW-Reifen, das vor allem auf die Verwendung in der kalten Jahreszeit ausgelegt ist. Hier wird ein besonderer Reifen benötigt, da das Fahrzeug stärkeren Belastungen durch Witterung und Ähnlichem ausgesetzt ist. Aufgrund dieser Beschaffenheit, werden Winterreifen in der Regel auch erst gegen Ende des Jahres am Auto angebracht, wenn die Temperaturen draußen sinken und es zu gefrieren beginnt.

Zu diesem Zweck werden Winterreifen aus besonders widerstandsfähigem Gummi gefertigt. Dieses ist bestens darauf ausgelegt, auch sehr niedrigen Temperaturen unter dem Gefrierpunkt standzuhalten. Dies ist vor allem wichtig, da andernfalls die Struktur des Reifens zu Schaden kommen könnte. Sehr niedrige Temperaturen unter null Grad Celsius führen bei vielen Kunststoffen wie Gummi dazu, dass das Material spröde wird und an Stabilität einbüßt.

Sollte dies bei einem Autopneu passieren, so bestünde die Gefahr, dass der Reifen während der Fahrt platzt oder ähnliches. Dies wäre eine enorme Gefahr, da Sie in einem solchen Fall keine Kontrolle mehr über das Fahrzeug haben. Der Autoreifen muss extremen Einflüssen und Kräften standhalten, daher sind vor allem die Winterreifen sehr sorgfältig für solche Situationen konstruiert.

Wissenswert

Von O bis O

Als Faustregel gilt, dass grundsätzlich von Oktober bis Ostern mit Winterreifen gefahren werden sollte, wenngleich der Gesetzgeber diese nur bei Eis, Glätte und Schnee explizit vorschreibt.

Auch das Reifenprofil gestaltet sich bei Winterreifen in der Regel etwas unterschiedlich zu den Sommerreifen. Dies liegt daran, dass im Winter mit höherer Wahrscheinlichkeit auch Niederschläge vom Himmel fallen werden. Somit muss der Reifen auf größere Mengen Wasser oder auch Schnee auf der Fahrbahn ausgelegt sein. Meist sind die Rillen des Profils etwas tiefer als bei Sommerreifen und in der Regel verfügen Winterreifen auch über deutlich komplexere Muster. Dies hat den Vorteil, dass der Reifen mehr Wasser aufnehmen und auch wieder abgeben kann, ohne dass es zu Aquaplaning kommt.

Der Ganzjahresreifen

In der Regel werden die Reifen eines PKW zwei Mal jährlich gewechselt. Im Sommer wird einmal der Sommerreifen montiert, welcher optimal auf die heiße Jahreszeit ausgelegt ist. Wenn diese sich dem Ende neigt, so wird das Fahrzeug für gewöhnlich mit den Winterreifen ausgestattet, um auch für die kalte Jahreszeit gewappnet zu sein.

Wem dieses Montieren zwei Mal pro Jahr aber zu lästig ist, der kann sich durch einen Ganzjahresreifen diese Arbeit sparen. Modelle dieser Art sind dahingehend konstruiert, dass sie sowohl für die Verwendung im Sommer, als auch im Winter ausgelegt sind. So ist ein Ganzjahresreifen elastisch genug, um den heißen Temperaturen im Sommer zu trotzen und dennoch derart witterungsfest, dass ihm das raue Klima des Winters nichts anhaben kann.

Doch ist der Ganzjahresreifen als ein Kompromiss anzusehen. Er ist sozusagen die Fusion von Winter- und Sommerreifen. Um beide Vorteile in einem Produkt zu vereinen, musste der Reifen allerdings einige Details einsparen. So werden mit diesen Reifen zwar gute Ergebnisse im Straßenverkehr erzielt, sie sind in der Regel jedoch nicht derart optimal auf die jeweiligen Bedingungen angepasst, wie die entsprechenden Saison-Reifen.

Die Materialien sind allerdings fest genug, um auch bei Minusgraden nicht spröde zu werden. Außerdem haben Ganzjahresreifen in der Regel auch ein eher tiefes Profil, welches Aquaplaning und ähnliche Gefahren vermeidet. Achten Sie beim Kauf einer Autobereifung dieser Art jedoch auf die Struktur des Profils und dessen Tiefe, um Aufschluss darüber zu erlangen, wie der Reifen für solche Eventualitäten gewappnet ist.

Spezielle Reifen

Des Weiteren werden noch spezielle Geländereifen angefertigt, welche in ihren Eigenschaften auch beim Fahren abseits befestigter Wege bestens gerüstet sind. Zusätzlich liefern diese auch eine gute Performance beim Fahren auf der Straße, dies mitunter auch bei hohen Geschwindigkeiten.

In eine ähnliche Richtung gehen die sogenannten SUV Reifen (Sport Utility Vehicle Reifen). Diese Modelle sind bestens für größere, schwere Autos geeignet, welche jedoch nur bedingt im freien Gelände eingesetzt werden können.

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