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Motorradhelme (1 - 24 von 5.809)

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Motorradhelme gibt es in vielen verschiedenen Ausführungen, die jeweils unterschiedliche Standards in Sachen Tragekomfort und Sicherheit erfüllen. Ebenfalls haben sich, je nach Fahrstil, bestimmte Helmtypen etabliert. Halbschalenhelme werden vorzugsweise bei gemütlichen Überlandfahrten getragen. Im Rennsport bzw. bei sportlichem Fahren wird ausschließlich auf Integralhelme zurückgegriffen, da hier sowohl der Aerodynamik, als auch der Sicherheit Rechnung getragen werden muss.

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Helmgröße
Helmgröße

Die Größe eines Motorradhelmes muss dem Kopfumfang des Trägers angepasst sein. Die handelsüblichen Größen reichen dabei von XXXS (48-50 cm) bis hin zu XXL (63-64 cm).

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Gewicht
Gewicht

Beim Gewicht eines Motorradhelmes ist darauf zu achten, dass dieser für den Träger individuell passt. Da die Nackenmuskulatur durch das Gewicht stark belastet wird, ist es wichtig, das Gewicht entsprechend zu wählen, damit das Tragen eines Helmes auch bei längerem Tragen komfortabel und beschwerdefrei bleibt.

Prüfnorm
Prüfnorm

Ein Motorradhelm muss nach bestimmten Richtlinien hergestellt werden. Diese Normen werden geprüft und die Helme dementsprechend gekennzeichnet. Der Helm muss sich mindestens nach den Vorgaben der ECE (Economic Commission Europe) richten. ECE 22-05 ist die aktuellste Version. SNELL ist die amerikanische, etwas strengere Prüfnorm.

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Jethelme sind offene Helme, die keine Kinnpartie haben. Sie werden meist von Rollerfahrern gekauft und getragen. Aber auch gerade Fahrer klassischer Motorräder oder Chopper- und Cruiserfahrer bevorzugen das erhöhte Gefühl von Freiheit und Geschwindigkeit, das der Helm bieten soll. Aufgrund der Bauweise erfüllt der Jethelm gerade noch die Sicherheitsbestimmungen. Zusatz zu manchen Helmen sind fest verbaute Visiere oder Sonnenblenden.

Integralhelme umschließen im Gegensatz dazu den gesamten Kopf, haben eine feste Kinnpartie und ein komplett verschließbares Visier. Dieses ist fest verbaut, kann aber meist ausgetauscht oder nachgerüstet werden. Aufgrund ihrer soliden Bauweise schützen sie von allen Helmen am besten vor Kopfverletzungen bei einem Sturz oder Unfall. Dieser Sicherheitsaspekt hat dazu geführt, dass der Integralhelm nicht nur im Motorradrennsport beliebt ist.

Der Klapphelm ist eine Mischform aus beiden Helmen. Zugeklappt bietet er während der Fahrt denselben Schutz wie ein Integralhelm, aufgeklappt während einer Pause den gleichen Komfort wie ein Jethelm. Aufgrund der Bauweise ist der Klapphelm etwas schwerer als der Integralhelm. Klapphelme eignen sich gut für Brillenträger.

Crosshelme ähneln in ihrer Bauweise den Integralhelmen. Sie haben eine fest vorstehende Kinnpartie und einen verstellbaren Schirm, der vor Steinschlägen schützt. Anstatt eines Visiers wird zum Schutz der Augen eine Crossbrille getragen. Durch die besondere Bauweise eignet sich der Crosshelm optimal für eine Nutzung im Gelände.

Visier
Ein integriertes Sonnenvisier macht das Tragen einer Sonnenbrille unter dem Helm überflüssig. Durch das Betätigen eines kleinen Hebels lässt sich das Sonnenvisier ganz einfach auf- oder zuklappen, je nachdem wie sich die Lichtverhältnisse ändern. Besonders praktisch beim Übergang zwischen hellem Sonnenschein und schlecht ausgeleuchtetem Tunnel. Die Alternative ist ein getöntes Visier. Hierbei ist das gesamte Visier verdunkelt.

Die Anti-Fog-Beschichtung ist eine Oberflächenbehandlung, die das Beschlagen von klaren Oberflächen verhindern soll. Durch Wasserdampf oder Nebel bilden sich mikroskopisch kleine Tröpfchen auf dem Visier, in denen sich das Licht bricht. Dadurch wird es schwierig bis unmöglich, eine klare Sicht zu bewahren. Um ein Visier zu beschichten werden Sprays oder Flüssigkeiten verwendet. Diese sollten öfter zur Nachbehandlung genutzt werden, um den Effekt aufrechtzuerhalten.

Das Pinlock-Visier isoliert durch eine Doppelverglasung besser und verhindert das Beschlagen des Visiers durch Atemluft. Vor allem praktisch bei kaltem Wetter. Diese Visiere, die eine kleine Kunststoffscheibe mit dem Hauptvisier verbinden, finden sich vor allem bei etwas teureren Integralhelmen. Pinlock-Visiere können aber auch nachgerüstet werden.

Prüfnorm
Die ECE-Prüfnormist eine europäische Verordnung, die die Mindestanforderungen beschreibt, die ein Schutzhelm erfüllen muss und die Abkürzung für „Economic Comission for Europe“. Die Helme werden auf verschiedene Eigenschaften, wie z.B. Größe, Gewicht oder Belastbarkeit des Kinnriemens getestet. Hat ein Helm die Prüfung bestanden, erhält er ein Etikett, das fest am Helm vernäht werden muss.

Die SNELL M20210 ist eine amerikanische Prüfnorm, die wesentlich strenger ist, als die ECE. Die Stiftung, die die Kriterien für die Prüfung bestimmt hat, wurde aufgrund eines Unfalls gegründet, in der ein Helm einen Rennfahrer nicht vor Kopfverletzungen schützte. Inzwischen gibt es verschiedene Testkataloge, je nachdem welche Art von Helm überprüft wird. Motoradhelme werden nach dem Standard M-2010 bewertet.
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  • Schuberth
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Schuberth C3 Pro Matt-Blue
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
M
Gewicht
1570.0 g
ab454,95 * 5 Preise vergleichen
Premier Vintage Carbon Star BM
Produkttyp
Jethelm
Helmgröße
L
Gewicht
900.0 g
ab209,70 * 16 Preise vergleichen
Nolan N87 Special Plus N-Com Graphite
Produkttyp
Integralhelm
Helmgröße
L
Prüfnorm
ECE 22-05
ab135,59 * 51 Preise vergleichen
Scorpion Exo-Combat Matt-Schwarz
Produkttyp
Modularhelm
Helmgröße
XXL
Farbe
schwarz
ab183,92 * 36 Preise vergleichen
ROOF Boxer V8 Matt-Black
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
XXL
Gewicht
1650.0 g
ab329,00 * 15 Preise vergleichen
LS2 OF597 Cabrio Carbon
Produkttyp
Jethelm
Helmgröße
L
Prüfnorm
ECE 22-05
ab161,90 * 12 Preise vergleichen
Schuberth C3 Pro Matt-Black
Produkttyp
Klapphelm
Gewicht
1570.0 g
Prüfnorm
ECE 22-05
ab439,00 * 26 Preise vergleichen
Schuberth C3 Pro Glossy-White
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
XXXL
Gewicht
1570.0 g
ab399,00 * 22 Preise vergleichen
Shoei Neotec Imminent TC-3
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
L
Gewicht
1600.0 g
ab537,95 * 29 Preise vergleichen
Shoei NXR Marquez Black Ant TC-5
Produkttyp
Integralhelm
Helmgröße
M
Gewicht
1260.0 g
ab449,90 * 8 Preise vergleichen
Nolan N87 Arkad N-Com White/Blue/Red
Produkttyp
Integralhelm
Helmgröße
XL
Prüfnorm
ECE 22-05
ab187,75 * 44 Preise vergleichen
AGV K-3 SV Five Continents
Produkttyp
Integralhelm
Helmgröße
L
Gewicht
1470.0 g
ab196,35 * 30 Preise vergleichen

Schuberth C3 Pro Women Euphoria
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
XXS
Gewicht
1570.0 g
ab349,00 * 2 Preise vergleichen
Schuberth E1 Crossfire Orange
Produkttyp
Klapphelm
Gewicht
1845.0 g
Prüfnorm
ECE 22-05
ab599,00 * 16 Preise vergleichen
Schuberth C3 Pro Dark Classic Blue
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
S
Gewicht
1570.0 g
429,00 * 1 Angebot anzeigen
Schuberth C3 Pro Dark Classic Silver
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
S
Gewicht
1570.0 g
ab499,00 * 4 Preise vergleichen
HJC Helmets IS-Max II Rubbertone-Black
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
XXL
Gewicht
1750.0 g
ab177,90 * 44 Preise vergleichen
X-lite X-802RR Puro Ultra Carbon
Produkttyp
Integralhelm
Prüfnorm
ECE 22-05
Farbe
schwarz
ab261,80 * 25 Preise vergleichen
HJC Helmets IS-Max II Metal-Silver
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
XXL
Gewicht
1750.0 g
ab179,90 * 33 Preise vergleichen
Schuberth C3 World Glossy-White
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
XXS
Gewicht
1570.0 g
ab398,95 * 5 Preise vergleichen
Shark Raw Kurtz Mat-Green/Ecru/Black
Produkttyp
Modularhelm
Helmgröße
XL
Gewicht
1050.0 g
ab222,00 * 4 Preise vergleichen
Prophete Integralhelm schwarz
Produkttyp
Integralhelm
Prüfnorm
ECE 22-05
Farbe
schwarz
ab34,49 * 3 Preise vergleichen
Scorpion Exo-920 Gem Matt-Schwarz/Silber
Produkttyp
Klapphelm
Helmgröße
XXXL
Gewicht
1500.0 g
ab169,90 * 12 Preise vergleichen
Nolan N21 Visor Classic Silber
Produkttyp
Jethelm
Gewicht
1050.0 g
Prüfnorm
ECE 22-05
ab122,08 * 33 Preise vergleichen
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Ratgeber

Wissen Kompakt

Schnell vorbeisausende Landschaften, warmer Sonnenschein, frischer Fahrtwind und ein laut brummendes Motorrad unter dem Körper – all das macht das Motorradfahren zu einem Erlebnis, das besonders technikbegeisterte Geschwindigkeitsliebhaber schätzen. 

Durch fehlende Airbags und Schutzzonen sind Körper und Kopf des Motorradfahrers im Falle eines Unfalls jedoch nicht so gut geschützt wie bei einer Fahrt in einem Auto. Dabei muss der Motorradfahrer nicht einmal selbst Unfallverursacher sein: Die Verkehrsteilnehmer auf 2 Rädern laufen viel schneller Gefahr, in den sogenannten toten Winkel der Autofahrer zu geraten und können Hindernissen auf der Straße schlechter ausweichen. Zudem sind sie den Witterungsbedingungen unmittelbar ausgeliefert: ¬ So kann nasses Laub auf der Straße schon zu einer bedrohlichen Situation führen. 
 
Mit der Wahl eines passenden Motorradhelms legt jeder Motorradfahrer den Grundstein für die erfolgreiche Arbeit seines Schutzengels im Falle eines Unfalls. Dank neuster Technik und stoßabsorbierendem Material bietet der ideale Motorradhelm Ihnen mehr Sicherheit während der Fahrt und überzeugt durch hohen Tragekomfort und Funktionalität.
Wissenswert

Das Risiko bei einem Unfall gefährliche Kopfverletzungen zu erleiden, wird durch das Tragen eines Motorradhelms um 70% reduziert.

Aus ebendiesem Grund gilt in Deutschland seit 1976 die Helmpflicht. Sie ist niedergeschrieben in §21a Abs.2 der deutschen Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) und gilt für Motorradfahrer, Mopedfahrer und Mofafahrer, ¬ aber auch für ihre Begleitpersonen. Dieser Gesetzestext sieht vor, dass die Verkehrsteilnehmer einen geeigneten Schutzhelm tragen müssen. Wird gegen diesen Paragraphen verstoßen, wird ein Bußgeld verhängt.
 
Doch wie sieht ein geeigneter Schutzhelm aus, der Sie als Motorradfahrer oder Begleiter optimal schützt? Auf dem Markt sind unterschiedliche Helm-Modelle in vielen Größen erhältlich, die zudem über einige Zusatzausstattungen verfügen können. Im nachfolgenden Kaufberater stellen wir Ihnen die verschiedenen Helm-Modelle, die wichtigsten Sicherheitskriterien und Eigenschaften von Motorradhelmen ausführlich vor.

Kaufberater

Beim Kauf eines Motorradhelms steht die Sicherheit natürlich an erster Stelle. Die Produkte unterscheiden sich vor allem hinsichtlich des Tragekomforts und ihrer Funktionalität. Unser Kaufberater unterstützt Sie beim Kauf Ihres optimalen Motorradhelms
Erfahren Sie in unserem Kaufberater mehr zu den Themen
Bedenken Sie für den Kauf eines idealen Motorradhelms vor allem folgende Gesichtspunkte:
 
  • Wählen Sie das passende Helm-Modell nach den Kriterien des Verwendungszwecks und Ihrer Fahrweise aus.
    Nutzen Sie das Motorrad im Stadtverkehr, unternehmen Sie damit längere Touren oder haben Sie sich dem Motorsport verschrieben? Für jeden Einsatzbereich gibt es den passenden Helm.

 
  • Der Helm muss die wichtigsten Sicherheitsstandards erfüllen.
    Wichtig sind die passende Größe, ein kratzfestes Visier und ein zuverlässiger Verschluss des Helms, damit er Sie im Falle eines Unfalls optimal schützt.

 
  • Ihr idealer Helm hat eine optimale Passform und ist komfortabel zu tragen.
    Die ideale Passform ist nicht nur abhängig von der Helmgröße – Ihr Helm bietet Ihnen auch Tragekomfort, indem sein Gewicht angenehm ist, der Lufteinlass reguliert und die Geräuschentwicklung minimal gehalten wird. 

 
  • Das Material entscheidet über die Langlebigkeit Ihres Motorradhelms.
    Sind Sie sehr häufig mit dem Motorrad unterwegs, lohnt sich der Kauf eines Helms aus kohlestoffverstärkten Kunststoffen. Diese sind besonders witterungsbeständig und stabil. Für Gelegenheitsfahrer genügt jedoch auch ein günstigerer Helm aus thermoplastischen Kunststoffen.
Bedenken Sie
Tragen Sie zusätzlich zum Helm spezielle Schutzkleidung für mehr Sicherheit auf dem Motorrad.
Ergänzen Sie den Schutz des Helms mit Motorradkleidung, um auch Ihren Körper möglichst gut vor Verletzungen im Falle eines Unfalls zu schützen. Dazu gehören Motorradhose und -jacke sowie spezielle Schuhe und Handschuhe.
Ein Motorradhelm schützt den Kopf des Fahrers im Falle eines Unfalls und vermeidet in der Regel schlimme Kopfverletzungen: Er mindert und dämpft den Aufschlag des Kopfes auf dem Boden. Heutzutage gibt es auf dem Markt eine große Auswahl an unterschiedlichen Helm-Typen. 
Shopping Tipp

Die modernen Motorradhelme verfügen häufig über eine integrierte Sprechanlage, welche die Kommunikation zwischen Fahrer und Beifahrer ermöglicht, oder sind kompatibel mit anderen Kommunikationssystemen, die auch das Telefonieren möglich machen. 

Die Helme unterscheiden sich vor allem hinsichtlich ihrer Aerodynamik, ihrem Gewicht, ihrer Größe und ihrer Belüftung. Darüber hinaus bestimmt der gewählte Helm-Typ zu einem großen Maße auch die Schutzwirkung. 

Auf den Punkt!
  • Integralhelme sind am weitesten verbreitet, da sie eine sehr gute Schutzwirkung haben. Sie bestehen aus Helmschale, Visier und Kinnschutz und werden deshalb auch Vollvisierhelme genannt.
  • Klapphelme ähneln Integralhelmen und sind ebenfalls Vollvisierhelme, die aber durch eine hochklappbare Kinnpartie das Auf- und Absetzen des Helms erleichtern. Sie bieten eine gute Schutzwirkung.
  • Halbschalenhelme sind besonders bei Motorradrockern beliebt. Sie bestehen nur aus der Helmschale und dem Verschluss und besitzen kein Visier und Schutz für Kinn und Kiefer. Die Schutzwirkung ist somit nicht hoch.
  • Jethelme sind Halbschalenhelme, die jedoch auch die seitliche Partie des Kopfes schützen und meist besser gepolstert sind als klassische Halbschalenhelme. Ohne Kinnschutz und Visier ist die Schutzwirkung durchschnittlich. 
  • Modularhelme bieten eine Kombination aus Integral- und Jethelmen. Durch ihre abnehmbare Kinnpartie können sie sowohl als Vollvisier- sowie auch als Halbschalenhelme getragen werden.
  • Crosshelme sind für das Fahren im Gelände bzw. Motorcross-Sport konzipiert. Sie bestehen aus sportlich gestalteter Helmschale und verlängerter Kinnpartie und besitzen eine gute Schutzwirkung.
  • Kinderhelme schützen die kleinen Begleitfahrer ideal. Sie sind meist mit einer kleineren Helmschale ausgestattet, damit das Helmgewicht deutlich leichter ist. Im Ausgleich ist hier eine hochwertige Polsterung für eine optimale Schutzwirkung entscheidend.


 

Integralhelme
Integralhelme werden auch als Vollvisierhelme bezeichnet. Die Schutzwirkung dieser Helme wird durch die feste Kinnpartie erhöht, da so auch Kinn, Nacken und Ohren bestens geschützt sind. Sie sind aufgrund der aerodynamischen Form und dem vollständig herunterklappbaren und fest verbauten Visier dieses Helms bestens gegen den Fahrtwind gesichert. 
 
Dieser Helm-Typ ist am weitesten verbreitet und bietet auch demjenigen besten Schutz, der auf einer großen, leistungsstarken Maschine unterwegs ist. Der regulierbare Lufteinlass und das geringe Gewicht dieser Modelle erhöhen den Tragekomfort, weshalb sich Integralhelme besonders gut für lange Tourenfahrten und den Motorrennsport eignen. Sie kosten je nach Ausstattung und Material zwischen 25 € und 3.000 €.

Mehr zu Tragekomfort und Materialien von Motorradhelmen erfahren Sie in den jeweiligen Rubriken unseres Ratgebers.

Pro
  • Sehr gute Schutzwirkung
  • Regulierbarer Lufteinlass
  • Geringes Gewicht
  • Tragekomfort
Contra
  •  Recht groß
  •  Für Brillenträger nur bedingt geeignet
Klapphelme
Klapphelme und Integralhelme unterscheiden sich nur in wenigen Punkten voneinander. Beide verfügen über ein Visier und eine Kinnpartie, wobei die der Klapphelme nach oben geklappt werden kann und somit das Auf- und Absetzen des Helms erheblich erleichtert wird. Diese Funktion verringert bei geschlossener Kinnpartie die Schutzwirkung allerdings nur minimal. Ein Klapphelm ermöglicht seinem Träger aber auch mit geöffneter Kinnpartie zu fahren, hierbei ist die Schutzwirkung jedoch geringer. Zudem ist ein Klapphelm etwas schwerer als ein Integralhelm. 
 
Durch die gute Schutzwirkung bei geschlossener Kinnpartie und den Visierschutz vor Fahrtwind eignet sich der Klapphelm gut für Tourenfahrten. Aufgrund des erleichterten Auf- und Absetzen sind die Helme auch bei Brillenträger beliebt. Für einen Preis von 50 € - 750 € können Sie einen Klapphelm kaufen.
Pro
  • Gute Schutzwirkung
  • Gut geeignet für Brillenträger
  • Einfaches Auf- und Absetzen
  • Fahren mit offener Kinnpartie möglich
Contra
  • Recht groß
  • Recht schwer

Halbschalenhelme
Diese Helme werden auch Braincaps genannt und bestehen nur aus Helmschale und Verschluss. Ein Visier zum Schutz vor Fahrtwind und Regen sowie einen Kinnschutz bieten diese Helme nicht. Auch der Nacken liegt meist frei. Daher ist die Schutzwirkung von Halbschalenhelmen geringer als die von Vollvisierhelmen. 
 
Braincaps sind besonders bei Motorradrocker-Gruppen verbreitet, da sie Motorradrocker mit ihrem Design und geringem Gewicht überzeugen. Der Preis für einen Halbschalenhelm ist deutlich günstiger als für einen Vollvisierhelm und beträgt 15 € - 180 €. 
Pro
  • Geringes Gewicht  
  • Günstiger Preis
Contra
  • Geringe Schutzwirkung
  • Kein Schutz vor Fahrtwind
  • Hohe Geräuschentwicklung

Jethelme

Jethelme ähneln den Braincaps, also den klassischen Halbschalenhelmen, da sie auch keinen Kinnschutz besitzen. Sie unterscheiden sich jedoch in der Form der Helmschale, die auch Nacken, Ohren und seitlichen Kiefer schützt. Zudem besitzen einige Modelle ein Visier oder eine kleine Sonnenblende. 
 
Die rundlichen, kleinen Jethelme überzeugen vor allem mit ihrer Retro-Optik und ihrer leichten Bauweise. Sie müssen durch die fehlende Kinnpartie dieser Helme jedoch Abstriche in der Schutzwirkung und auch beim Tragekomfort hinnehmen: die Belüftung und die Geräuschentwicklung sind bei Vollvisierhelmen deutlich besser. 
Die wichtigsten Kriterien, die zu einem hohen Tragekomfort beitragen, finden Sie in der gleichnamigen Rubrik unseres Ratgebers.

Jethelme sind bei Rollerfahrern ebenso beliebt wie bei den Liebhabern klassischer Maschinen mit geringer PS-Zahl. Für 20 € - 550 € ist dieser Helm-Typ erhältlich. 

Pro
  • Retro-Optik
  • Leichte Bauweise
  • Klein
Contra
  • Durchschnittliche Schutzwirkung
  • Geringerer Tragekomfort
Modularhelme
Als Modular- oder Multihelme werden Helme bezeichnet, bei denen die Kinnpartie ab- bzw. anmontiert werden kann und sich somit wahlweise als Integral- oder Jethelm mit Visier tragen lassen.  
Shopping Tipp

Die abnehmbare Kinnpartie kann für manche Multihelm-Modelle als Ersatzteil nachgekauft werden. 

Mit montierter Kinnpartie ist die Schutzwirkung des Helms meist vergleichbar mit einem Integral- oder Klapphelm. Ohne dieses Bauteil verringert sich jedoch der Schutz des Helms im Falle eines Unfalls, da das Kinn freiliegt. Durch seine Umbaumöglichkeit eignet sich der Helm sowohl für Tourenfahrten als auch für Ausflüge auf dem Roller. Multihelme sind mit einer Preisspanne von 70 € bis 750 € nur geringfügig teurer als Integral-, Klapp- oder Jethelme.

Pro
  • Flexible Verwendung
  • Gute Schutzwirkung mit Kinnpartie
Contra
  • Ohne Kinnpartie geringe Schutzwirkung
  • Recht schwer
  • Recht groß
Crosshelme
Crosshelme zeichnen sich durch eine verlängerte Kinnpartie, einen längeren Schirm und das Fehlen eines Visiers aus. Diese Helme bieten dadurch eine bessere Belüftung als andere Modelle sowie ausreichend Schutz und sind relativ leicht. 
 
Sie sind jedoch nicht aerodynamisch designt, weshalb sie sich für hohe Geschwindigkeiten weniger gut eignen. Crosshelme wurden speziell für das Fahren in unwegsamem Gelände entworfen und eignen sich daher besonders für Downhill- und Motorcrossfahrer. Sie kosten je nach Material und Ausstattung etwa 40 € - 700 €. 
Shopping Tipp

Für Geländemotorräder mit Straßenzulassung, sogenannte Enduros, wurden die Endurohelme entworfen. Sie ermöglichen das Befahren von unebenem Gelände ohne dabei das Fahren höherer Geschwindigkeiten auszuschließen. Diese Crosshelme verfügen über einen kürzeren Schirm und können oft mit Visier oder Crossbrille getragen werden.

Pro
  • Sehr gute Belüftungseigenschaften
  • Sehr sportlich
  • Gute Schutzwirkung
      
Contra
  • Nicht für das Fahren mit hohen Geschwindigkeiten geeignet
  • Hohe Geräuschentwicklung
Kinderhelme
Motorradhelme für Kinder sind nicht einfach Modelle in kleinen Größen, sondern sind durch eine kleinere Helmschale besonders leicht. So wird die empfindliche Hals- und Nackenmuskulatur der Kinder auch bei längeren Fahrten nicht durch einen zu schweren Helm überfordert. 

In unserer FAQ finden Sie Infos über die gesetzlichen Bestimmungen zur Beförderung von Kindern auf einem Motorrad: Ab wie viel Jahren darf mein Kind auf dem Motorrad mitfahren?

Für eine ideale Schutzwirkung und guten Tragekomfort sollten die Kinderhelme mit einer hochwertigen Polsterung ausgestattet sein und gut passen. Vorzugsweise wählen Sie für Ihr Kind einen Vollvisierhelm, da dieser den besten Schutz bei einem Unfall bietet. Auch Cross-, Klapp- und Jethelme sind als Kinderhelme erhältlich. Helme für Kinder kosten 35 € - 300 €.

Shopping Tipp

Der Helm sollte ideal passen und nicht zu groß gekauft werden, damit das Kind beispielsweise noch hineinwächst. Einige Modelle sind jedoch zusätzlich mit herausnehmbaren Wangenpolstern ausgestattet. So können Sie die Passform des Helms noch besser an die Kopfgröße Ihres Kindes anpassen, sollte es zwischen 2 Größen schwanken. 

Pro
  • Sehr leichte Bauweise
  • Konzipiert für sensible Hals- und Rückenmuskulatur von Kindern
  • Sehr gute Schutzwirkung
  • In allen Varianten erhätlich
  • Gibt es in kinderfreundlichen Designs zu kaufen
Contra
  • Aufgrund des Wachstums benötigt das Kind regelmäßig einen neuen Helm
 

Sicherheit

Ihr Motorradhelm bietet Ihnen im Falle eines Unfalls optimalen Schutz. Um dies leisten zu können, muss er den modernen Sicherheitsstandards entsprechen. In Deutschland wird jeder Helm vor seiner Markteinführung auf die hohen Sicherheitskriterien nach der ECE-Norm R22/05 der Wirtschaftskommission für Europa (ECE) geprüft.  Die Hersteller kennzeichnen die Helme mit diesem Prüfsiegel, an dem Sie sich als Käufer orientieren können. In den meisten Fällen wird es in den Kinnriemen eingearbeitet.
Achtung!

Sollte ihr gewähltes Modell nicht über das Prüfsiegel verfügen, setzen Sie nicht nur Ihre Gesundheit, sondern auch Ihren Versicherungsschutz aufs Spiel.

Zudem sind für eine optimale Schutzwirkung folgende Aspekte eines Helms relevant:
Wissenswert

Der HIC-Wert (Head Injury Criterion) eines Helmes gibt im Rahmen der ECE-Norm R22/05 darüber Auskunft, wie hoch das Kopfverletzungsrisiko im Falle eines Unfalls ist. Der Grenzwert liegt bei 2400, jedoch können Kopfverletzungen schon bei einem HIC-Wert von 1.000 auftreten. Somit gilt die Faustregel: Je niedriger der Wert, desto besser.

Helmgröße
Maßgeblich wird die Schutzwirkung durch den Helm-Typ bestimmt. Die Passform Ihres Motorradhelms ist jedoch in gleichem Maße wichtig für den tatsächlichen Schutz. Der Helm darf weder drücken, noch zu locker sitzen – es besteht ansonsten die Gefahr, ihn während eines Unfalls zu verlieren.
In unserer FAQ helfen wir Ihnen, die richtige Helmgröße für Sie zu finden: Wie stelle ich fest, ob mein Helm die richtige Größe hat? 
Alle Helme sind in unterschiedlichen Größen erhältlich, welche die Hersteller entweder numerisch angeben oder in das amerikanische Größensystem einordnen. Ist die Helmgröße numerisch angegeben, entspricht diese Zahl Ihrem Kopfumfang. Werden bei der Helmgröße Buchstaben wie „XS, „S“, „M“, „L“ oder „XL“ angegeben, liegt dieser Einteilung das amerikanische System zugrunde. Die Werte sind hierbei (anders als bei den Kleidergrößen) für Frauen und Männer meist einheitlich gestaltet. 
 
Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welcher Kopfumfang der jeweiligen Helmgröße entspricht:
 
Kopfumfang Helmgröße
Bis 50 cm XXXS
51-52 cm XXS
53-54 cm XS
55-56 cm S
57-58 cm M
59-60 cm L
61-62 cm XL
63-64 cm XXL
Über 64 cm XXXL

Shopping Tipp
  • Die Einteilung der Größen in das amerikanische System nimmt die Mehrheit der Hersteller nach den Werten aus der obenstehenden Tabelle vor. Um gänzlich sicherzugehen, können Sie auf der Website des Herstellers die individuelle Größentabelle aufrufen. 
  • Helme mit aufblasbaren oder wechselbaren Wangen- und Kopfpolstern bieten die Möglichkeit, die Passform zusätzlich zu regulieren. 

Visier
Das Visier Ihres Motorradhelms spielt für die Unfallvermeidung eine wichtige Rolle. Nur mit ausreichender Sicht kann der Fahrer kurzfristig auf die Umweltbedingungen reagieren, Hindernissen ausweichen oder Gefahren erkennen. Im Falle eines Unfalls darf das Visier Ihres Helms außerdem niemals splittern, um Gesichtsverletzungen zu vermeiden.

Entscheidend sind folgende Aspekte Ihres Visiers:
 
  • Kratzfestigkeit 
    Kratzfeste Visiere werden durch eine dünne Schicht speziellen Klarlacks vor Kratzern geschützt, die zu Streulicht, Sichtfehlern oder gar zur Blendung des Fahrers führen können. 
  • Anti-Beschlag-Schutz 
    Auf die gleiche Weise kann es für Sie gefährlich werden, wenn das Visier während der Fahrt beschlägt. Die Hersteller der modernen Motorradhelme bieten unterschiedliche Lösungen an, mit denen diesem Problem vorgebeugt wird. Oft wird in der Produktbeschreibung von einem Innenvisier gesprochen, das „fog resistant“ ist. Das bedeutet, dass auch dichter Morgennebel dem Visier nichts anhaben kann. Auf dem Markt finden sich zudem sogenannte „Pinlock-Visiere“, das sind Visiere mit Doppelverglasung, die das Beschlagen der Scheibe durch Atemluft verhindern. Andere Modelle verfügen über Atemabweiser, welche die Luft im Helm vom Visier nach unten hin ableiten. Zudem gibt es auch Visiere mit Heizfunktion, die an die Motorradbatterie angeschlossen werden und ein Beschlagen oder gar Einfrieren des Visiers verhindern. Neben diesen integrierten Lösungen sind auf dem Markt Sprays erhältlich, die das Beschlagen verhindern, dabei aber nur kurzfristige Ergebnisse erzielen. Zudem werden Anti-Beschlag-Klebefolien angeboten, die zwar dauerhaft Wirkung zeigen, dafür aber recht hochpreisig und schwer in der Handhabung sind. 
Shopping Tipp
  • Sie möchten gerne Ihr Visier austauschen? Für die meisten Modelle ist es kein Problem ein Ersatzvisier zu kaufen. So lassen sich beispielsweise auch „Pinlock-Visiere“ nachrüsten. 
  • Zusätzlich ist es empfehlenswert eine Visiertasche zu kaufen. In dieser können Sie die Visiere dann schonend aufbewahren und laufen nicht Gefahr, diese zu verkratzen oder einzustauben.
  • Auf unserem Portal finden Sie eine große Auswahl an Visieren und Helmzubehör.
Es sind zudem Zusatzfunktionen für die Visiere erhältlich, die über die notwendige Beschlagresistenz und Kratzfestigkeit eines Visiers hinausgehen und insbesondere den Schutz vor starkem Sonnenlicht erhöhen:
 
  • Sonnenblenden 
    Eine integrierte Sonnenblende, die sich während der Fahrt herunterklappen lässt, schützt effektiv und angenehm zugleich vor störenden Lichtverhältnissen. Einige Helme verfügen stattdessen über eine Teil-Sonnenblende, die nur dann aktiv wird, wenn der Träger seinen Kopf nach unten neigt. Letztere können zu einer unangenehmen Körperhaltung führen. Selbsttönende Visiere können durchaus zur Gefahr für Sie werden, da sie zeitverzögert auf Veränderungen der Lichtverhältnisse reagieren. Fahren Sie beispielsweise bei Sonnenschein in einen Tunnel ein, sind Sie unter Umständen einige Sekunden in Ihrer Sicht stark eingeschränkt. 
  • Getönte oder verspiegelte Visiere
    Standardmäßig liegt den Motorradhelmen ein klares Visier bei. Dennoch greifen viele Fahrer gerne auf getönte oder verspiegelte Modelle zurück. Wichtig ist, dass diese Visiere nur bei sehr guten Wetterverhältnissen und bei Tageslicht eingesetzt werden dürfen. 
Bedenken Sie
Das Tragen von getönten oder gespiegelten Visieren bei Nacht, in der Dämmerung oder bei schlechter Sicht ist verboten; bei Zuwiderhandlung riskieren Sie auch Ihren Versicherungsschutz und ein Bußgeld. 
 
Die ECE R22/05-Norm, nach der Ihr Motorradhelm geprüft sein sollte, legt fest, dass die Visiertönung unter 50% liegen muss.

Verschluss
Die ideale Passform und ein sicherer Verschluss sichern im Falle eines Unfalls den Helm auf Ihrem Kopf, sodass Sie ihn nicht verlieren. Der Verschluss ist daher maßgeblich an der optimalen Schutzwirkung des Helms beteiligt.

Folgende Verschlüsse sind auf dem Markt erhältlich: 
 
  • Doppel-D-Verschluss 
    Mit einem Doppel-D-Verschluss müssen Sie den Kinnriemen bei jedem Aufsetzen des Motorradhelms justieren. Er sitzt somit stets straff und bietet größte Sicherheit.
  • Ratschen-Verschluss  
    Der Ratschen-Verschluss lässt sich ebenfalls sehr leicht einstellen, also weiten oder festziehen. Die Einstellung des Kinnriemens sollten Sie jedoch von Zeit zu Zeit überprüfen und gegebenenfalls anpassen.
  • Klick-Verschluss
    Der Klick-Verschluss findet bei Motorradhelmen kaum mehr Verwendung. Der Riemen kann sich unbemerkt lockern und es besteht schnell die Gefahr, sich die Haut darin einzuklemmen.

     
Reflektoren

Für eine verbesserte Sichtbarkeit im Straßenverkehr bei Nacht sorgen Reflexbereiche am Helm. Diese befinden sich vorzugsweise im Nacken- und Stirnbereich des Helms und reflektieren das Licht von Straßenlaternen und Autoscheinwerfern. 


 

Tragekomfort

Für den Tragekomfort sind die Belüftung und Geräuschentwicklung Ihres Motorradhelms entscheidende Faktoren. Zudem ist das Gewicht eines Helms besonders auf langen Touren ein wichtiger Faktor für ein angenehmes Tragegefühl.

 

  • Belüftung
    Damit es unter dem Schutzhelm nicht zu heiß wird, verfügen die Modelle über unterschiedliche Belüftungssysteme. Achten Sie beim Kauf eines Helms darauf, dass durch entsprechende Kinn-, Stirn- und Oberkopfbelüftungen ein Luftstrom erzeugt und Ihr Kopf ausreichend gekühlt wird. Diese Lufteinlässe sind im besten Fall auch verstellbar, sodass Sie als Fahrer auf zugigen Herbst- und Wintertouren nicht frieren müssen.
  • Geräuschentwicklung
    Auf der einen Seite ist eine optimale Belüftung des Helms wichtig, auf der anderen Seite können ebendiese nützlichen Lufteinlässe auch zu einem hohen Geräuschpegel – vor allem bei schnellen Fahrten – führen. Die Geräuschentwicklung hängt auch eng mit der Größe des Motorradhelms zusammen: Schließt der Helm nicht dicht genug an den Ohren ab, hören Sie oft ein störendes, lautes Pfeifen während der Fahrt. Idealerweise liegt die Geräuschentwicklung bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h unter 85 dB (Dezibel).
  • Gewicht
    Das Gewicht Ihres Motorradhelms hängt von dem Helm-Typ und dem Material der Außenschale ab. Ein schwerer Helm kann auf langen Touren unbequem werden und eine Belastung für Sie darstellen. Die modernen Motorradhelme wiegen meist unter 1,7 kg, wobei Sportversionen dieses Gewicht oftmals deutlich unterschreiten. Hier beträgt das Gewicht häufig nur 1 kg. Die genaue Gewichtsangabe finden Sie auf den Produktdatenblättern der jeweiligen Hersteller.  


Materialien

Motorradhelme schützen den Kopf im Falle eines Unfalls sowohl durch ihre harte Außenschale als auch durch die weiche Polsterung im Inneren des Helms vor schweren Verletzungen. Hinsichtlich des Materials gibt es hier teilweise qualitative Unterschiede:
 
Außenschale
Die Außenschale eines Helms verteilt eine punktuelle Krafteinwirkung und verhindert somit in der Regel das Eindringen von spitzen oder kantigen Gegenständen. Sie besteht aus Thermoplasten oder Duroplasten, wobei es sich bei beiden Gruppen um Kunststoffe handelt. 

 
  • Thermoplaste
    Zu den Thermoplasten zählen unter anderem Polycarbonat und ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrolt), aber auch Polyamid. Helme aus thermoplastischem Kunststoff sind oft günstiger als Modelle aus Duroplasten und sind meist ausreichend für Gelegenheitsfahrer. Der größte Nachteil dieser Helme ist, dass Umwelteinflüsse die Eigenschaften und somit auch die Schutzwirkung dieser Stoffe verändern. So wird die Außenschale mit der Zeit spröde, wenn sie häufig und lange Sonneneinstrahlung ausgesetzt war und keine zusätzliche Lackschicht mit UV-Schutz besitzt. Tauschen Sie Helme aus Thermoplasten nach etwa 5 Jahren aus.
  • Duroplaste
    Bei kohlenfaserverstärkten Kunststoffen (Carbon), Aramiden (z.B. Kevlar) und glasfaserverstärkten Kunststoffen (z.B. Fiberglas) handelt es sich um Duroplaste. Diese Werkstoffe sind schwieriger zu verarbeiten, zeichnen sich jedoch durch ihre enorme Stabilität und Widerstandskraft aus. Motorradhelme mit einer Außenschale aus Duroplasten sind zwar deutlich teurer, aber auch leichter und härter als die Thermoplast-Modelle. Die Haltbarkeit der Duroplast-Modelle ist zudem höher, weshalb sie sich insbesondere für Vielfahrer gut eignen. Bei guter Pflege und ohne Beschädigungen halten sich diese Helme mindestens 8 Jahre. 


Polsterung
Die eigentliche Dämpfung eines Aufpralls übernimmt die Polsterung des Helms, die sich zwischen Außenschale und Innenfutter befindet. Sie besteht in der Regel aus EPS-Hartschaum (Expandiertes Polystyrol), eine Form von Styropor, und absorbiert die Aufprallenergie.
Achtung!
Tauschen Sie Ihren Helm nach einem Sturz immer aus.
Ein Aufprall führt zu einer Komprimierung und dauerhaften Verformung der Polsterung. Selbst wenn der Helm äußerlich unbeschädigt ist, müssen Sie ihn daher nach einem Sturz oder Unfall immer austauschen. Andernfalls ist die volle Schutzwirkung des Helms bei einem weiteren Sturz nicht gegeben.

Innenfutter

Das Innenfutter eines Helms besteht meist aus Polyester, das strapazierfähig, atmungsaktiv und schnelltrocknend ist. Zudem wirkt es wärmeisolierend, sodass auch bei kühleren Außentemperaturen der Kopf ausreichend gewärmt wird. 
Shopping Tipp

Idealerweise wählen Sie einen Helm mit herausnehmbarem Innenfutter, das Sie bei niedrigen Temperaturen von Hand oder in der Maschine waschen können. So können Sie die Lebensdauer Ihres Helms verlängern.


Nachgefragt von A-Z – Sie fragen, wir antworten.

Was Sie schon immer über Motorradhelme wissen wollten, haben wir an dieser Stelle für Sie zusammengefasst. Unsere FAQ-Sammlungen basieren hierbei auf dem Wissensbedarf anderer Käufer von Motorradhelmen.

Brillenträger

Sie sollten die Anprobe des Helms in jedem Fall mit Brille vornehmen. Die Brille sollte dabei das Visier nicht berühren, ihre Bügel sollten sich nicht verbiegen und sie darf keine Druckstellen an Ihrem Kopf verursachen. Generell eignen sich Klapphelme oft besser als Integralhelme für Brillenträger, da Sie diese durch die hochklappbare Kinnpartie leichter aufsetzen können. 
In unserer Rubrik Motorradhelm-Typen erfahren Sie mehr über Integral- und Klapphelme sowie über weitere Modelle auf dem Markt.

Design

Es empfiehlt sich, einen Motorradhelm in hellen und auffälligen Farben zu wählen. Damit werden Sie von anderen Verkehrsteilnehmern in der Regel besser wahrgenommen. Aus dem gleichen Grund ist es durchaus sinnvoll, wenn auf der Außenschale des Helms Reflektoren angebracht sind. 
 
Kinder werden von den Herstellern oft über Themenhelme angesprochen. So sind beispielsweise Motorradhelme auf dem Markt erhältlich, die aussehen wie ein Tigerkopf. Wenngleich diese Helmformen den kleinen Motorradfans besonders zusagen, sollten Sie von einem Kauf absehen.

Eine Veränderung der Helmform führt oftmals zu einer eingeschränkten Schutzfunktion. Zudem verhält sich der Helm im Falle eines Unfalls möglicherweise weniger gut vorhersehbar. Dieses Risiko sollten Sie idealerweise nicht eingehen.
 
Kinderhelme mit aufgemalten lustigen Designs stellen hingegen kein Problem dar, da sie nicht die Schutzwirkung beeinflussen. 
 
Sie sollten Ihren Helm auf keinen Fall selbst lackieren oder bekleben. Handelsübliche Lacke greifen die Kunststoffverbindungen ihrer Außenschale an und mindern die Schutzwirkung erheblich. Motorradhelme dürfen Sie ausschließlich mit Speziallacken behandeln. Welche Lacke für Ihr gewähltes Modell geeignet sind, erfahren Sie entweder im Fachhandel oder direkt vom Hersteller. In ähnlicher Weise können auch die Lösungsmittel, die in Klebstoffen enthalten sind, die Werkstoffe angreifen und die Schutzwirkung verringern. 
 

Größe

Viele Motorradfans fragen sich bei der Anprobe, ob sie sich tatsächlich für die richtige Helmgröße entschieden haben. Schließlich ist diese maßgeblich für die Schutzwirkung eines Modells verantwortlich. 

So können Sie Ihren Kopfumfang exakt messen und die passende Helmgröße feststellen:
 
  1. Mit einem Maßband messen Sie den Kopfumfang dort, wo Ihr Kopf am breitesten ist.
    ⇒ Das bedeutet, dass Sie das Maßband über die Mitte der Stirn und oberhalb der Ohren bis an den Hinterkopf führen.
  2. Ermitteln Sie nun anhand des Kopfumfangs in cm die Helmgröße. 
    ⇒ Meist ist die Helmgröße mit XXXS-XXXL angegeben. Wird vom Hersteller eine numerische Helmgröße genannt, entspricht diese Ihrem Kopfumfang.

Eine Umrechnungstabelle der Helmgrößen finden Sie in unserer Rubrik Sicherheit.

Treffen diese Aussagen auf den von Ihnen gewählten Helm zu, haben Sie sich für die passende Größe entschieden:
 
  • Der Kinnriemen lässt sich eng verschließen, ohne dabei am Kehlkopf aufzuliegen oder Druck auf den Unterkiefer auszuüben.
  • Der Helm lässt sich auch mit hohem Kraftaufwand nicht über den Kopf ziehen, wenn Sie den Kinnriemen korrekt verschlossen haben.
  • Der Schutzhelm sitzt fest auf dem ganzen Kopf und verrückt selbst dann nicht, wenn Sie sich ruckartig bewegen.
  • Die Helmpolsterung liegt am Scheitel auf.

Nach etwa 10-minütigem Tragen haben sich keine Druckstellen an Ihrem Kopf oder in Ihrem Gesicht gebildet.
 

Die richtige Größe allein entscheidet noch nicht über den Tragekomfort des Modells. Daher ist Folgendes noch zu beachten: 
 
  • Durch die Anprobe sollten Sie keine Reizungen der Haut davontragen. 
  • Probieren Sie als Brillenträger den Helm auf jeden Fall mit Brille an. Ihre Brille darf dabei nicht das Visier berühren. 
  • Auch Ihre Nase sollte nicht gegen das Visier stoßen. 
  • Nehmen Sie sich die Zeit, das Verhalten des Visiers im geschlossenen Zustand zu testen und vergewissern Sie sich, dass es nicht beschlägt. 
  • Nutzen Sie die Möglichkeit einer Probefahrt, um Ihren Helm hinsichtlich der Aerodynamik und Geräuschentwicklung zu testen. 
  • Testen Sie abschließend, ob Sie den Verschluss Ihres Helms auch mit Ihren Motorradhandschuhen öffnen und verschließen können.


Kinder

Ihr Kind muss laut §35a Abs. 9 der Straßenverkehrsordnung (StVO) mindestens 7 Jahre alt sein, um auf einem Motorrad ohne speziellen Kindersitz mitfahren zu dürfen. Zudem sollte das Kind in dem Fall schon so groß sein, dass es die hinteren Fußstützen problemlos erreicht. Ansonsten sitzt es gegebenenfalls nicht sicher genug und es besteht eine erhöhte Sturzgefahr.

Shopping Tipp

Kindersitze für Motorräder gibt es für Kinder mit einem Gewicht bis zu 30 kg. Sie sollten solch einen Sitz kaufen, wenn Ihr Kind im Sitzen noch nicht die hinteren Fußrasten erreicht oder unter 7 Jahre alt ist. 

Reinigung

Viele moderne Motorradhelme verfügen über herausnehmbare Innenfutter. Diese können Sie dann separat reinigen. Die meisten Modelle können Sie im Schonwaschgang in der Waschmaschine behandeln, hierzu finden Sie in der Gebrauchsanweisung des Herstellers Hinweise. 
Bedenken Sie

Der Helm sollte immer komplett getrocknet sein, um wieder eine ideale Passform zu ermöglichen und demnach optimale Sicherheit zu gewährleisten.

Zudem sind auf dem Markt diverse Reinigungssprays erhältlich, mit denen Sie den Helm von innen behandeln können. Sie sollten jedoch darauf achten, dass Sie das Innenmaterial in diesem Fall nicht zu nass reinigen. Denn quillt das im Helminneren verarbeitete Styropor auf, können Sie den Helm aus Sicherheitsgründen nicht mehr nutzen. 

Shopping Tipp

Bevorzugen Sie beim Kauf Helme mit herausnehmbaren Innenfuttern, die mit „dry fast“ gekennzeichnet sind. Sie trocknen besonders schnell nach der Reinigung. 

Das Visier sollten Sie regelmäßig reinigen. Hierbei müssen Sie allerdings vorsichtig vorgehen, damit das Visier nicht verkratzt oder gar erblindet. Weichen Sie die Verschmutzungen zunächst mit Wasser auf und entfernen Sie diese dann vorsichtig mit einem feuchten Papiertuch. 
Bedenken Sie
Verwenden Sie auf keinen Fall harte Putzschwämme, Politur oder hartnäckige Reinigungsmittel.
Diese Stoffe können die Klarlackschicht auf dem Visier angreifen und somit die Kratzfestigkeit herabsetzen.
Es bietet sich grundsätzlich immer an, eine Sturmhaube unter dem Helm zu tragen, da diese dann statt der Helmpolsterung Hautschuppen und Schweiß aufnimmt und somit die Geruchsbildung verhindert.  Doch auch darüber hinaus führt die Verwendung einer Sturmhaube unter dem Helm zu einigen Vorteilen:
 
  • Eine Sturmhaube kann schneller und unkomplizierter gereinigt werden als das Innenfutter des Helms. 
  • Mit einer Sturmhaube kommen Sie zudem nicht mit den Rückständen der Reinigungssprays in Berührung, die sich im Helminneren befinden und zu Hautreizungen führen können.
  • Bei langen Haaren kann eine Sturmhaube auch dazu beitragen, dass die Haare nach einer Tour weniger stark nach Auspuffgasen riechen. Gerade bei eng geschnittenen, aerodynamischen Integralhelmen kann eine Sturmhaube zudem das Aufziehen des Helms erleichtern. 
Shopping Tipp

Auf dem Markt finden sich verschiedene Sturmhauben für unterschiedliche Einsatzbereiche und Wetterverhältnisse. Achten Sie in jedem Fall beim Kauf darauf, dass Ihre Sturmhaube eine ausreichend lange Halspartie hat und somit mit Ihrem Halswärmer oder Ihrer Motorradjacke abschließt.

Sicherheit

Der HIC-Wert (Head Injury Criterion) des Helms ist ein Parameter für mögliche Kopfverletzungen im Falle eines Unfalls und wird im Rahmen der ECE-Norm R22/05 angegeben. Er berechnet sich daraus, wie stark und wie lange die Beschleunigung auf den Kopf wirkt. Je stärker der Aufprall ist und je länger er dauert, desto höher ist das Verletzungsrisiko. 
 
Der zugelassene Höchstwert wurde auf 2.400 festgelegt, um schweren Kopfverletzungen vorzubeugen. Jedoch können auch bei HIC-Werten unter 2400 bereits Kopfverletzungen als Folge eines Unfalls auftreten. Ein Helm sollte daher für eine optimale Schutzwirkung einen möglichst niedrigen HIC-Wert um die 1.000 besitzen.
 
Es gibt keine gesetzlichen Regelungen, in denen die maximale Nutzungsdauer eines Motorradhelms festgelegt ist. Dennoch sollten Sie den Motorradhelm als wichtiges Element der Schutzkleidung regelmäßig ausgetauscht werden: 
 
  • Hersteller empfehlen einen regelmäßigen Austausch (ca. alle 5-8 Jahre). 
    Dieser Empfehlung schließt sich auch der ADAC an, denn auch wenn ein Helm nicht bei einem Unfall geprüft wurde, können Umwelteinflüsse das Material angreifen und spröde machen. Besonders anfällig sind hierbei die Modelle mit einer Außenschale aus Thermoplasten. 
     
  • Der Helm kann seine Schutzfunktion auch dann verlieren, wenn er äußerlich nicht sichtbar beschädigt ist. 
    So kann es zu gefährlichen Haarrissen in der Polsterung kommen, selbst wenn der Schutzhelm nur aus kurzer Distanz auf den harten Boden fällt. 
  • Wenn der Helm sichtbar beschädigt ist – also Risse, Dellen oder Kratzer aufweist – sollten Sie ihn sofort austauschen. 
    Gleiches gilt selbstverständlich nach einem Unfall. 
  • Für den Fall, dass lediglich das Visier beschädigt ist, beispielsweise durch leichte Kratzer, können Sie auch nur dieses tauschen.
    Wichtig ist, dass die Schließmechanik des Visiers nicht beeinträchtigt wurde. 
     
Ein Motorradhelm sollte grundsätzlich nicht gebraucht gekauft werden. Der Grund hierfür liegt darin, dass ein Helm auch nicht sichtbar beschädigt sein kann. So ist es möglicherweise zu Haarrissen auf der Außenschale oder in der Polsterung gekommen, die für unsere Augen zunächst nicht sichtbar sind. 
 
Auch bei einem Sturz aus geringer Höhe kann es dazu kommen, dass sich die Polsterung im Helm verformt. Ähnlich wie ein Airbag kehrt diese Dämmung nicht mehr in ihre ursprüngliche Form zurück und bietet dem Träger keinen ausreichenden Schutz mehr. 
Bedenken Sie

Ob der Helm durch feine Haarrisse Schaden genommen hat, können Sie beim Kauf eines gebrauchten Modells oft nicht feststellen. Das kann nur im Labor mittels eines Röntgengeräts ermittelt werden.

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