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Ratgeber

Ratgeber Kinderfahrräder



Kinder wollen schon früh die kleinsten Details ihrer Umwelt erkunden. Dies beginnt zunächst mit dem Umherkrabbeln in den ersten Lebensmonaten und nimmt später mit den ersten vorsichtigen Schritten seinen Lauf. Im Alter von ca. 4 bis 5 Jahren sind Kinder bereit, das Fahrradfahren zu erlernen. Dafür werden Kinderfahrräder eingesetzt. Diese ähneln den herkömmlichen Erwachsenen-Fahrrädern, sind aber deutlich kleiner. Sie verleihen dem Kind eine große Flexibilität, denn Sie ermöglichen die Erkundung der Umgebung und sorgen gleichzeitig für die Bewegung an der frischen Luft. Fahrräder für Kinder sind in den unterschiedlichsten Ausführungen erhältlich. Diese unterscheiden sich in ihrem Design, ihrer Größe und in ihrer Ausstattung.

Kinderfahrräder – Modelle


Was Sie beim Kauf des passenden und vor allem sicheren Jugendrad-Modells beachten müssen, haben wir im nachfolgenden Text genauer ausgeführt. Außerdem finden Sie hier eine Liste der wesentlichen Kaufkriterien:

- Die Größe
- Das Design
- Die Verarbeitung der Materialien
- Die Sicherheitsausstattung

Gute Kinder-Bikes zeichnen sich im Allgemeinen durch eine sichere und zuverlässige Ausstattung aus. In Bezug auf die technische Ausstattung gibt es keine gesetzlich geforderten, regelmäßigen Überwachungen. Beim Kauf müssen Sie sich daher auf die Kennzeichnung mit gesetzlich vorgeschriebenen DIN-Normen verlassen. Als Orientierung dient dabei die Deutsche Sicherheitsnorm für Fahrräder DIN 79100-2. Diese erschien im Jahre 1978 und wurde zunächst regelmäßig an die Entwicklungen in der Fahrradindustrie angepasst. Schließlich ersetzte man sie durch eine entsprechende europäische Norm. Die Sicherheitstechnischen Anforderungen und Prüfverfahren für Kinderfahrräder sind in der Norm DIN 14765 hinterlegt.

Das Laufrad

Beim Laufrad handelt es sich um eine abgewandelte Form des Fahrrads. Es besitzt keine Pedale und wird vom Kind mit Hilfe der Beine angetrieben. Laufräder werden bis zu einem Alter von 5 Jahren eingesetzt und trainieren das Gleichgewichtsgefühl der Kinder. Durch die Fortbewegung mit dem Laufrad erlernen Kinder zudem die Koordination zwischen lenken, fahren und bremsen. Des Weiteren entwickeln sie ein Gefühl für die Geschwindigkeit im Besonderen und die zeitliche, sowie räumliche Orientierungsfähigkeit im Allgemeinen. Auch einfach erscheinende Dinge wie das Auf- und Absteigen auf das Fahrrad werden trainiert. Eltern profitieren zudem von der erhöhten Geschwindigkeit des Kindes. Dieses kann mit Hilfe des Laufrads auch längere Strecken zurücklegen.

Bei der Auswahl des richtigen Laufrads gelten im Grunde dieselben Kriterien wie beim Kauf des späteren Fahrrads. Um eine optimale Sitzhaltung zu erreichen, sollte das Laufrad zumindest im Sattelbereich ergonomisch verstellbar sein. Auch die verwendeten Materialien sollten Sie nicht außer Acht lassen. Egal ob Holz, Kunststoff oder Metall: Das Laufrad muss präzise verarbeitet sein. Außerdem sollten die Materialien eine gewisse Mindest-Lebensdauer besitzen. Ebenfalls wichtig sind Sicherheitsvorkehrungen, wie Schutzhüllen für die Lenkergriffe und der Lenkeinschlag.

Sicherheitskriterien

Vor allem bei Kinder- und Jugend-Bikes spielt die Kontrolle der Einhaltung der Sicherheitskriterien eine wichtige Rolle. Zu diesen Kriterien gehören ein geschlossener Kettenschutz und intakte Sicherheitslenkergriffe. Der geschlossene Kettenschutz verhindert, dass sich die Kleidung des Kindes in den Zahnrädern der Kette verfängt und es zum Sturz kommt. Außerdem trägt er zur Sauberkeit bei, da er den aufgeschleuderten Schmutz abfängt.

Sicherheitslenkgriffe sind einfache Gummihüllen, die die Enden der Lenkstange umgeben. Sie decken die scharfen Kanten des Lenkers ab. Ein weiteres wichtiges Sicherheitsmerkmal des Jugendfahrrads ist die Beleuchtung. Diese sollte in Form von Katzenaugen an den Rädern, sowie einem Front- und einem Rücklicht vorhanden sein. Die Beleuchtung verbessert die Sichtbarkeit für andere Verkehrsteilnehmer zu den dunkleren Tageszeiten. Da Kinder zudem deutlich kleiner sind als Erwachsene, kann ein zusätzlicher Wimpel von Vorteil sein. Dieser wird in der Regel am Gepäckträger befestigt und erhöht ebenfalls die Sicherheit.

Den letzten und mitunter wichtigsten Punkt stellen die Bremsen dar. Diese sollten vor dem Kauf unbedingt auf ihre Funktion überprüft werden. Kinderräder verfügen im Idealfall über eine Vorderbremse am Lenker und über eine Rücktrittsbremse. Die Rücktrittsbremse wird mit Hilfe der Pedale betätigt und ist für junge Fahrradfahrer meist einfacher zu bedienen. Die Vorderbremse der Jugendfahrräder besitzt in der Regel eine größere Bremskraft als die Rücktrittsbremse und wird mit der Hand aktiviert. Sie sollte dementsprechend so eingestellt sein, dass sie sich mit der kleinen Kinderhand gut greifen lässt.

Lenker und Sattel

Ebenso wichtig wie die Einhaltung der Sicherheitsvorschriften sind die richtigen Höheneinstellungen. Diese werden zum einen von der Höhe des Sattels und zum anderen von der Einstellung des Lenkers beeinflusst. Diese beiden Einstellungen sollten nicht nur zu Beginn, sondern im Laufe der Zeit regelmäßig überprüft werden. Ziel ist es, dem Kind eine aufrechte und möglichst komfortable Sitzhaltung zu ermöglichen. Mit der richtigen Haltung macht das Fahrradfahren nämlich umso mehr Spaß.

Für die Höhe des Sattels gilt im Allgemeinen, dass Ihr Kind auf dem Sattel sitzend mit den Füßen den Boden gut erreichen sollte. So erhält Ihr Kind eine bessere Kontrolle über das Fahrrad und verfügt insgesamt über ein verbessertes Gleichgewicht. Es ist nicht zwingend notwendig, dass Ihr Kind den Fußboden mit der ganzen Sohle berührt. Der Kontakt mit dem Fußballen kann je nach Fortschritt des Kindes bereits ausreichen.

Neben der Sattelhöhe spielt auch die Höhe des Lenkers eine wichtige Rolle. Der Lenker und die daran befestigten Bremsen sollten sich demzufolge in einer angenehmen Reichweite befinden. Die Arme sind im Idealfall also leicht angewinkelt. So wird sichergestellt, dass das Lenken auch in Kurven problemlos möglich ist.

Der Kinderfahrradhelm


Ihr Kind sollte grundsätzlich nicht ohne Fahrradhelm fahren, denn Kinder können die Gefahren des Straßenverkehrs im Allgemeinen noch nicht so gut einschätzen wie Erwachsene. Vermitteln Sie Ihrem Kind also von Anfang an, dass der Helm zur selbstverständlichen Grundausstattung der Jugend Fahrräder gehört. Dies gelingt am besten, wenn Ihr Kind den Helm selbst auswählen darf. Natürlich sollten Sie sich hier vorher über die Beschaffenheit und die Qualität der einzelnen Modelle informieren. Was das Design betrifft, sollten Sie Ihrem Kind jedoch die freie Wahl lassen.

Wichtig ist, dass der ausgewählte Helm richtig sitzt und die gefährdeten Partien gut abdeckt. Ihr Kind sollte den Helm also vor dem Kauf unbedingt anprobieren. Bei den besonders gefährdeten Partien handelt es sich um die Schläfen, die Stirn und den Hinterkopf. Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Kinnriemen. Mit diesem wird der Helm fixiert. Er sollte also bei einem eventuellen Sturz nicht verrutschen. Überprüfen Sie außerdem, ob der Riemen am Hals oder an den Ohren drückt. Der Verschluss des Riemens sitzt idealerweise an der Seite, so dass er für das Kind besser zu erreichen ist. Nicht zu empfehlen sind Klettverschlüsse, da diese nach häufigem Gebrauch meist Abnutzungserscheinungen aufweisen. Die wohl wichtigsten Kaufkriterien sind das TÜV-Zertifikat und die Einhaltung der entsprechenden Sicherheitsnormen. Sie gewährleisten eine gewisse Grundsicherheit.

Fahrrad fahren lernen


Das Fahren mit dem Kinderrad ist eine einfache Fähigkeit, die, einmal erlernt, nicht mehr aus dem Gedächtnis verschwindet. Für den Lernprozess gilt: Verzichten Sie am besten von Anfang an auf Stützräder. Diese behindern den Lernprozess, da sie dem Kind ein verfälschtes Gleichgewichtsgefühl vermitteln.

Im frühen Kindesalter sollten Sie sich das Nachahmen und die Neugierde des Kindes zunutze machen. Es ist sehr wichtig, dass das Kind einen oder beide Elternteile beim Fahrradfahren beobachten kann. Sei es auch nur, um das Vertrauen und das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Am wichtigsten ist jedoch, dass Sie nicht zu ungeduldig sind. Jedes Kind lernt schließlich auf seine eigene Art und Weise – mal schneller, mal langsamer. Wenn Sie unnötig Druck ausüben, verliert das Kind das Interesse.

Für die ersten Fahrversuche sollten Sie einen geeigneten Ort auswählen. Am besten entscheiden Sie sich für einen größeren Platz, auf dem kein Straßenverkehr stattfindet und der gleichzeitig genug Platz für Kurven- oder Geradeausfahrten lässt.


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